- Vier gewinnt
- Unterschiedliche Scanner- und Druckertechniken
- Tintenstrahler
- Lasertechnik
- Solid-Ink-Drucker
- Anschlüsse
- Ausstattung und Extras
Vier gewinnt

Für jeden Job ein eigenes Gerät, warum das denn? Wer hat schon so viel Platz auf dem Schreibtisch, dass er Drucker, Scanner, Kopierer und Faxgerät darauf unterbringen kann? Das muss auch gar nicht sein. Statt sich einen zweiten Tisch oder ein Regal zu kaufen, die die Gerätschaften aufnehmen können, kann man genauso gut zu einem Multifunktionsgerät greifen.
Solch ein Alleskönner sieht oft genauso aus wie ein normaler Drucker, ist jedoch ein wenig größer, damit auch eine Auflagefläche für die Scan- und Kopiereinheit mit reinpasst. Man schließt ihn an den PC an, kann aber meist die wichtigsten Funktionen auch verwenden, wenn der Computer ausgeschaltet ist. Faxen, scannen, kopieren und direkt von der Digitalkamera drucken ist somit unkompliziert möglich.
Kaum Kompromisse Besonders schön: Musste man früher bei diesen Tausendsassas mit Kompromissen bei der Druck- und Scanqualität leben, sind diese Einschnitte heute weitestgehend verschwunden. Multifunktionsgeräte bieten nun oft die gleiche Leistung wie die jeweiligen Einzelkämpfer. Somit werden sie zunehmend eine ernst zu nehmende Alternative. Selbst Fotos drucken die meisten in überzeugender Qualität.
Ein weiterer Pluspunkt: Multifunktionsgeräte sparen Geld. Sie sind nämlich kaum teurer als Standarddrucker bei zugleich deutlich höherem Nutzwert. Genügend Gründe also, sich diese Gerätegattung einmal näher anzusehen.
Sie ziehen den Kauf eines solchen Gerätes in Erwägung oder haben sich schon dazu durchgerungen? Dann gibt es zuvor einige wichtige Tipps zu berücksichtigen, damit Sie auf alle Fälle genau das Gerät finden, das Ihren Ansprüchen am besten gerecht wird. In den folgenden Kapiteln zeigen wir deshalb die Unterschiede der jeweiligen Typen auf und sagen, worauf Sie beim Kauf achten sollten. (pr)
Unterschiedliche Scanner- und Druckertechniken

Die nahe Verwandtschaft zu den Druckern bedeutet gleichzeitig auch ähnliche Vergleichskriterien. So unterscheidet man auch hier zwischen Tintenstrahlmodellen, Solid-Ink-Druckern und solchen mit Laserdruckwerk. Letztere gibt es inzwischen auch bei den Multifunktionellen mit Farbdruck, der lange Zeit nur den reinen Laserdruckern vorbehalten war.
Unterschiede gibt es aber nicht nur bei den Druckwerken, sondern auch bei der Scannertechnik. Man unterscheidet Geräte, die mit einem Einzugsscanner arbeiten und solche, die einen Flachbettscanner integriert haben. Wenn auch auf beiden Seiten Vor- und Nachteile stehen, überwiegen doch die Vorteile der Flachbettscanner.
Nachteil Einzug Zum Standard zählen bei Laser- und Tintenstrahlmodellen inzwischen Scaneinheiten mit Flachbett. Immer seltener trifft man auf Geräte mit Einzugsscanner. Ein Grund: Diese Gattung kann nur einzelne Papiere aufnehmen und muss bei sperrigen Vorlagen wie Zeitschriften oder Büchern passen. Auch kleine Vorlagen, wie etwa Passfotos, Zeitungsausschnitte und andere machen regelmäßig Probleme, da sich diese oft nicht korrekt an der Scaneinheit vorbeitransportieren lassen. Beim Transportmechanismus macht auch sehr dünnes Papier, etwa aus der Zeitung, zuweilen Probleme. So kann es leicht reißen oder wird schief und ungleichmäßig transportiert. Einziger Vorteil der Einzugsscanner: Sie sind kleiner. Entsprechende Multifunktionsgeräte benötigen also eine geringere Stellfläche.
Vorteil Flachbett Flachbettmodelle haben demgegenüber fast nur Vorteile. So nehmen sie sperrige Vorlagen genauso selbstverständlich auf wie einzelne Papiere. Auch kleine und dünne Vorlagen machen keine Probleme. Hier bietet es sich sogar an, gleich mehrere in einem Rutsch einzulesen.
Weiterhin lassen sich diese Modelle oft mit Stapeleinzügen erweitern. Dadurch sind sie in der Lage, mehrere Vorlagen automatisch nacheinander einzulesen oder zu kopieren. Praktisch auch: Per Stapeleinzug lassen sich mehrere Dokumente einlesen und verkleinert auf nur einem Blatt ausdrucken. Das spart Papier und somit Geld. Einziger Nachteil dieser Gattung: Sie benötigen etwas mehr Stellfläche.
Mehr Informationen zu Flachbettscannern
Tintenstrahler

Entscheidend bei der Auswahl eines Multifunktionsgerätes ist die Drucktechnik. Denn sowohl Tinte als auch die anderen Techniken haben Vor- und Nachteile.
Günstige Anschaffung Für ein Tintenstrahlgerät spricht zunächst der günstigere Anschaffungspreis, schon für unter hundert Euro bekommt man ein sehr leistungsfähiges Gerät. Es benötigt in der Regel eine kleinere Stellfläche als eine Laserversion und arbeitet vor allem deutlich leiser. Es kann somit im selben Raum wie der Arbeitsplatz stehen.
Weiterer Vorteil: Die Tintentechnik ist so ausgereift, dass selbst günstige Multifunktionsdrucker meist ein ausgezeichnetes Ergebnis beim Ausdruck von Bildern liefern und die Entwicklung im Fotolabor überflüssig werden lassen. Zudem können die meisten Geräte randlos drucken und somit die gesamte Papierfläche ausnutzen.
Bei der Auswahl eines Gerätes sollte man dabei auf eine hohe Anzahl getrennter Farbpatronen achten. Denn je mehr unterschiedliche Farben der Drucker zur Verfügung hat, desto natürlicher kann er Farbübergänge wiedergeben, was wiederum zu höherer Bildqualität führt. Zudem spart das Geld. Denn man muss immer nur die Tinten ersetzen, die wirklich leer sind. Bei Kombitinten ist man demgegenüber häufig gezwungen halb volle Tanks zu entsorgen, nur weil einer der integrierten Farbtanks aufgebraucht ist.
Teurer Druck Nachteilig ist bei dieser Gattung jedoch ein deutlich höherer Seitenpreis als bei Lasern und Solid-Ink-Druckern. Das liegt zum einen an der Tinte, die weniger ergiebig ist als etwa Toner für Laserdrucker und zum anderen am Spezialpapier. Denn für gute Druckqualität ist relativ teueres Spezialpapier nötig. Auf Kopierpapier drucken die Geräte nur mit mittelmäßiger Qualität und bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Weiterhin besteht bei den Ausdrucken die Gefahr des Verwischens. Zumindest wenn keine Spezialtinte zum Einsatz kommt, können feuchte Hände oder auch Filzstifte, mit denen man ein Bild beschriften möchte, die Tinte zum Verlaufen bringen.
Fazit Für den Privatgebrauch, also ein geringes bis normales Druckaufkommen, ist der Tintendrucker meist die bessere Wahl. Denn der teurere Seitenpreis macht sich erst bei sehr hohem Druckaufkommen negativ bemerkbar. Dafür bekommt man ein Gerät, das sich unkompliziert aufstellen lässt und dass sehr gute Druckergebnisse bei Texten und zudem auch sehr gute Fotodruckqualitäten mitbringt.
Mehr Informationen zu Tintenstrahldruckern
Lasertechnik

Durch einen rasanten Preisverfall sind Multifunktionsdrucker auf Laserbasis inzwischen für fast alle Käuferschichten interessant geworden. Schon für wenig mehr als hundert Euro locken günstige Einstiegsgeräte. Allerdings sollte das nicht zwangsläufig bedeuten, unbedingt zu diesem Typ zu greifen. Denn die Geräte sind nicht für jeden Einsatzzweck optimal.
Günstige Druckkosten Vorteilhaft sind in jedem Fall der schnelle Seitendruck und die geringen Druckkosten. So sind die Wartezeiten für Texte und Bilder deutlich kürzer als bei den Kollegen mit Tintentechnik. Hinzu kommt der sehr viel niedrigere Seitenpreis, der etwa nur ein Achtel bis ein Zehntel dessen beträgt, was für eine Tintenseite zu berechnen ist. Der Grund liegt in der sehr hohen Ergiebigkeit der Tonerkartuschen. Zudem drucken Laser auf jedem Papier in hoher Qualität, auch auf sehr günstigem Kopierpapier.
Die Ausdrucke sind obendrein resistent gegen Verwischen und halten auch Sonnenlicht länger stand als mit Tinte bedruckte Papiere. Eine ähnlich gute Lichtbeständigkeit lässt sich bei Tintendruckern nur erreichen, wenn man auf teure Spezialtinte setzt.
Nachteilig ist dafür etwa die hohe Betriebslautstärke der Laserdruckwerke, so dass diese in der Regel nicht am Arbeitsplatz stehen können, sondern besser in einem Nebenraum untergebracht werden sollten. Laut und langwierig ist etwa auch die Aufwärmphase, die die Druckwerke nach jedem Einschalten und nach längerer Druckpause benötigen, um die nötige Betriebstemperatur zu erreichen. Ein bis zwei Minuten Wartezeit können durchaus auftreten.
Teurer in der Anschaffung Auch liegt der Anschaffungspreis der Multis immer noch über dem der Tintenprofis. Gleiches gilt für die Tonerkartuschen. Auch wenn diese sehr lange halten, so sind doch beim Austausch oft einige hundert Euro für einen kompletten Satz fällig. Hier lohnt es sich, bei der Auswahl des Gerätes auf jeden Fall vor dem Kauf den Preis für neue Kartuschen zu recherchieren und in die Kaufentscheidung mit einzubeziehen. Deutlich günstiger sind Schwarzweiß-Geräte, doch verzichtet man hier im Prinzip auf den Fotodruck. Diesen beherrschen die Geräte nur zweifarbig.
Nachteile beim Fotodruck Beachten sollte man auch, dass Farbmultis mit Laserdruckwerk Fotos nicht ganz so überzeugend drucken können wie Tintenstrahler. Das liegt daran, dass die Laser die Farben nicht mischen können und somit Probleme haben Farbverläufe natürlich wiederzugeben. Sie müssen die Farbpunkte stattdessen nebeneinander aufs Papier drucken, was meist dazu führt, dass ein Raster zu erkennen ist.
Das Raster ist umso kleiner und fällt somit umso weniger auf, je höher die Druckauflösung des Druckwerks ist. Standard sind hier aber meist 600 dpi (dots per inch - Punkte pro Zoll), was bei genauem Hinsehen ein deutlich sichtbares Raster erkennen lässt. Einige Hersteller versuchen hier zu tricksen und lassen die Drucker die Auflösung hochrechnen. Das führt jedoch nicht unbedingt zu besserer Bildqualität. Diese kann man nur erreichen, wenn die physikalische Auflösung höher liegt. Das würde zu kleineren und enger beieinanderliegenden Druckpunkten führen und das Raster damit verkleinern.
Mit oder ohne Prozessor Grundsätzlich muss man bei den Laserdruckern zwei verschiedene Typen unterscheiden. So arbeiten einfache günstige Geräte meist ohne eigenen Prozessor. Die gesamte Druckaufbereitung muss hier der PC übernehmen, der dadurch ausgebremst wird und nicht oder nur eingeschränkt für andere Aufgaben zur Verfügung steht. Besser ist also ein Drucker, der dafür einen eigenen Prozessor besitzt. Somit ist der PC nach Abschicken des Druckauftrages sofort für anderes einsetzbar.
Verfügt man jedoch über einen Computer mit zwei oder mehr Prozessorkernen, ist ein Drucker ohne eigenen Prozessor kein wirklicher Nachteil mehr. Denn dann kümmert sich ein Prozessorkern um die Druckaufbereitung, während der oder die anderen Kerne für normales Arbeiten zur Verfügung stehen.
Unterschiedliche Druckverfahren Für Farblaser gilt noch ein weiterer Unterschied: die Arbeitsweise des Druckwerks. Einstiegsgeräte arbeiten häufig mit Revolvertechnik, auch Multi-Pass genannt. Hier werden die Farben nacheinander auf das Papier aufgetragen. Die Tonerkartuschen sind in einer rotierenden Trommel untergebracht und werden vor dem Druck durch entsprechendes Drehen in Position gebracht. Das dauert zum einen relativ lange und geht zum anderen mit einem relativ hohen Geräuschpegel einher.
Vorteilhafter sind Geräte, die mit Single-Pass-Technik arbeiten und alle Farben in einem Durchgang aufs Papier drucken. Die Farbkartuschen liegen hier hintereinander und müssen nicht bewegt werden. Das Papier wird stattdessen direkt an ihnen vorbeigeführt.
Fazit Multifunktionsgeräte mit Lasertechnik sind ideal für kleinere und mittelgroße Büros mit hohem Druckaufkommen. Die günstigen Druckkosten machen den höheren Anschaffungspreis schnell wett. Als Familiendrucker macht solch ein Gerät nur bedingt Sinn, da es wegen der höheren Lärmbelastung komplizierter aufzustellen ist als ein Tintendrucker. Wer jedoch zuhause sehr viel druckt und eine geeignete Stellfläche hat, kann guten Gewissens auch auf diese Lösung setzen.
Mehr Informationen zu Laserdruckern
Solid-Ink-Drucker

Ist man bereit etwas mehr Geld auszugeben, gibt es noch eine dritte Alternative bei der Wahl der Drucktechnik: das Solid-Ink-Verfahren. Auf Deutsch spricht man auch von Festtinten- oder Wachsdrucktechnik. Statt auf Toner oder Tinte, setzt man hier auf Wachs. Dieses erhitzt der Drucker, bis es flüssig ist, und trägt es dann auf Papier auf.
Vorteile Das bringt einige Vorteile mit sich. So drucken diese Geräte besonders leuchtende Bilder mit kräftigen Farben. Das gelingt ihnen auf jedem Papier, nicht nur auf speziellen Hochglanzpapieren. Zudem können sie, genau wie Tintenstrahler, die Farben mischen. Die Druckkosten sind relativ niedrig und liegen in etwa gleichauf mit denen eines Laserdruckers. Anders als diese muffeln die Geräte nicht bei der Arbeit, sondern verbreiten Kerzenduft.
Nachteile Auf der anderen Seite stehen den Vorteilen relativ hohe Stromkosten gegenüber. Grund: Die Drucker müssen das Wachs stark erhitzen und dieses ununterbrochen warm halten. Auf den ersten Ausdruck des Tages muss man relativ lange Warten, da die Geräte zwischen zehn und 20 Minuten benötigen, um das Wachs zu verflüssigen. Außerdem verlangen die Ausdrucke eine gewisse Sorgfalt bei Transport und Aufbewahrung. Knicken sollte man diese möglichst nicht und auch nicht mit scharfen Gegenständen in Berührung bringen. In beiden Fällen kann es zum Ablösen der Wachsschicht kommen. Auch auf kräftige Sonneneinstrahlung und große Wärme reagieren die Ausdrucke zuweilen empfindlich. Das Wachs kann weich werden und die Bildqualität dadurch leiden. Ein weiterer Minuspunkt ist der höhere Anschaffungspreis.
Fazit Solid-Ink-Drucker sind für alle eine gute Wahl, die höchste Bildqualität, besonders bei Farbdruck, benötigen. Die höheren Stromkosten relativieren sich bei hohem Druckaufkommen mit vielen über den Tag verteilten Ausdrucken. Dann macht sich zudem der geringe Seitenpreis positiv bemerkbar. Diese Gattung eignet sich somit gut für Werbeagenturen und Grafikbüros.
Mehr Informationen zur Solid-Ink-Technik
Anschlüsse

Lahme alte Druckeranschlüsse sind heute längst passé. Wer jedoch einen alten Computer ohne USB und Netzwerkanschluss verwendet, sollte darauf achten, dass der Drucker auch per altem parallelem Druckerport anschließbar ist. Gibt es beide Anschlüsse, verwenden Sie wegen der höheren Übertragungsgeschwindigkeit immer den USB-Port.
USB ist Standard Üblich sind heute USB-Anschlüsse, sowohl bei Tintenstrahlern als auch bei Laserdruckern. Wenn möglich sollten Sie auf USB 2.0 setzen, das um ein Vielfaches schneller Daten übertragen kann, als die ältere Version USB 1.1. Andernfalls müssen Sie bei aufwendigen Druckaufträgen, wie Layouts oder großen Grafiken, mit einer Wartezeit rechnen, in der Sie den PC nicht benutzen können.
Netzwerkanschluss Vorteilhaft ist ein Netzwerkanschluss. Zumindest dann, wenn mehr als ein Computer den Drucker nutzen soll. Üblich sind kabelgebundene Ethernet-Anschlüsse mit 100 MBit/s (Megabit pro Sekunde) Datenübertragungskapazität.
Allerdings wird man häufiger bei Lasergeräten oder Solid-Ink-Druckern auf einen Netzwerkanschluss treffen als bei Tintenstrahlern. Der Grund liegt darin, dass Erstere oftmals in Büros eingesetzt werden, in denen Netzwerke Standard sind. Tintenstrahlgeräte werden dagegen überwiegend an Einzelplätzen eingesetzt. Dort nutz man seltener ein Netzwerk.
Das heißt jedoch nicht, dass man zwangsläufig zum Laser- oder Solid-Ink-Drucker greifen muss, wenn man den Drucker in einem Netzwerk betreiben möchte. Einige Tintendrucker verfügen nämlich von Haus aus über einen entsprechenden Anschluss, andere lassen sich gelegentlich damit nachrüsten. Immer häufiger findet man auch Tintenstrahlgeräte, die sich drahtlos per WiFi-Technik in ein Netzwerk einbinden lassen. Ist beides nicht möglich, kann man einen Printserver verwenden. Das ist ein kleines Gerät, etwa so groß, wie eine Zigarettenschachtel, das auch Drucker ohne Netzwerkanschluss mit einem Netzwerk verbindet. Zu haben sind Printserver schon für unter 30 Euro.
Zu den Druckservern
Ausstattung und Extras

Die Ausstattung der Multifunktionsdrucker unterscheidet sich bisweilen erheblich. Es beginnt damit, dass nicht alle Multis vier Funktionen bieten, sondern lediglich drucken, scannen und kopieren können.
Fax nicht Standard So gehört eine Faxfunktion längst nicht überall zum Standard. Bei einigen lässt sich diese immerhin gegen Aufpreis nachrüsten. So können wenigstens alle, die gar nicht faxen wollen, Geld sparen. Alle anderen müssen noch ein zweites Mal für die Faxoption das Portmonee öffnen. Viele Geräte lassen sich aber nicht entsprechend nachrüsten. Somit sollte man vor dem Kauf prüfen, wie es sich mit der Faxfunktion verhält.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch eine Fax-to-PC-Funktion. Sie ermöglicht das Weiterleiten von empfangenen Dokumenten an den PC. Das ist wünschenswert, falls man den Ausdruck aus Spargründen unterdrücken oder die Dokumente (auch) digital speichern oder weiterverarbeiten möchte. Zudem sollte es möglich sein, die Faxkomponente vom PC aus steuern und verwenden zu können. Somit kann man Dokumente direkt aus einem Programm heraus faxen, ohne es zuvor ausdrucken zu müssen. Wichtig für Vielfaxer: ein großer Adressbuchspeicher.
Unabhängige Nutzung Selbstverständlich sollte eigentlich die Nutzung sämtlicher Gerätefunktionen auch ohne Hochfahren des PC sein. Doch auch hier gilt, besser vor dem Kauf genau die Produktmerkmale studieren. Probleme sind hier vor allem von der Druckfunktion zu erwarten. Nämlich dann, wenn man Fotos von der Digitalkamera auf Papier bringen möchte. Manche Drucker setzen hierfür den PC voraus, auf den die Bilder kopiert werden und dann von dort ausgedruckt werden können.
Raffinierter, schneller und einfacher geht es per Pictbridge. Unterstützen Drucker und Kamera diese Technik, muss der PC nicht angeschaltet sein. In diesem Fall verbindet man die Kamera direkt per USB-Kabel mit dem Drucker und kann ohne Umwege die gewünschten Bilder ausdrucken. Oftmals lassen sich die Bilder über den Drucker noch ein wenig bearbeiten, etwa beschneiden oder rote Augen entfernen. Hat ein Drucker diese Fähigkeit, wäre es sehr schön, wenn er auch ein farbiges Display böte, um die Bilder und die Bearbeitung kontrollieren zu können.
Kartenleser: Pfiffiges Extra Falls Kamera oder Drucker kein Pictbridge beherrschen, kann ein Speicherkartensteckplatz am Drucker das Manko ausgleichen und ebenfalls den PC zum Ausdruck überflüssig machen. Einfach Speicherkarte aus der Digicam dort einstecken, am Druckerdisplay alle Einstellungen vornehmen und ausdrucken. Von solchen Kartensteckplätzen kann auch der PC profitieren, wenn er eingeschaltet ist. Von dort lassen sich Daten bequem auf die Festplatte kopieren. Eine andere Möglichkeit, Daten zu übertragen, böte eine kabellose Bluetooth-Schnittstelle.
Dias scannen und Rohlinge bedrucken Wer noch analog fotografiert oder seine alten Bilder einscannen möchte, sollte bei Bedarf darauf achten, dass der Scanner auch Dias und Filmnegative einlesen kann. Besonders pfiffige Multis können sogar gleich mehrere solcher Vorlagen auf einmal aufnehmen und auch gleichzeitig einlesen. Das spart Zeit und Mühe. Wichtig für die Ausgabe von Bildern, ist die Fähigkeit randlos drucken zu können.
Sehr praktisch ist selbst gebrannte CD- und DVD-Rohlinge bedrucken zu können. Das kann längst nicht jedes Gerät. Normale Rohlinge lassen sich jedoch nicht bedrucken; nötig sind spezial beschichtete Versionen.
Beidseitig drucken Zahlreiche Multifunktionsgeräte sind Duplex-fähig. Das bedeutet, sie können Papier von beiden Seiten bedrucken. Zählt die dazu nötige Duplexeinheit nicht zum Lieferumfang, kann man sie gegen Aufpreis nachrüsten. Auch mehrere Papierfächer für unterschiedliche Papiere können sinnvoll sein. Dann kann man am PC entscheiden, worauf man drucken möchte, ohne zum Gerät laufen und das Papier tauschen zu müssen.
Einige Multis bieten neben den vier Funktionen sogar noch eine weitere: die Telefonfunktion. Der nötige Hörer ist integriert. Wer darauf setzt, sollte auch auf einen Anrufbeantworter achten. Dann müsste man eigentlich nur noch einen PC integrieren und hat dann das komplette Büro in nur einem Gerät.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Kaufberatungen der
verschiedenen Druckergattungen,
Faxgeräte und
Scanner.
Weitere Kaufberatungen aufrufen