MP3-Player gehören längst zum Alltag. Kein Wunder: Sie sind klein, leicht und robust. Die Minis passen in jede Tasche und lassen sich auch problemlos mit auf eine Joggingrunde nehmen. Sie helfen, die Zeit in Bus oder Bahn auf dem Weg zu Schule oder Arbeit zu vertreiben und schaffen zuhause Platz, da sie große CD-Regale einfach überflüssig machen.
- Musik für die Jackentasche
- Anwendungszweck
- Player mit Flashspeicher
- Player mit Festplatte
- Tragbare CD-Player mit MP3- Funktion
- Stationär zu Hause
- MP3 im Auto
- MP3-Player im Handy
- Spezialisten oder Gimmick
- Problemfall Kopfhörer
- Extras
- Formate und Kopierschutz
Musik für die Jackentasche

Wer heute unterwegs seinen Lieblingsliedern lauschen möchte, kann schon für ein Taschengeld Einstiegsgeräte bekommen. Unterschiedliche Lösungen stehen dabei zur Auswahl. Angefangen von wirklich kleinen Playern, die kaum größer sind als eine Streichholzschachtel über etwas größere Versionen mit eingebauter Festplatte bis hin zum tragbaren CD-Walkman, der mit dem Computer gebrannte MP3-CDs abspielen kann.
Auch in Wohnzimmer und Auto kann man MP3s lauschen. Kurz: Wer heute MP3s nicht nur am PC abspielen möchte, hat die Qual der Wahl zwischen diversen Abspielgeräten. In den folgenden Kapiteln möchten wir Ihnen deshalb die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Möglichkeiten präsentieren, damit Ihnen die Wahl des richtigen Gerätes leichter fällt. (pr)
Anwendungszweck

Um die große Anzahl von MP3-Playern und Geräten, die über eine MP3-Abspielfunktion verfügen, bei der Auswahl eingrenzen zu können, sollte man sich zu Beginn überlegen, wann und wo man MP3-Musik hören möchte.
Lückenfüller Grundsätzlich kann man einige klassische Einsatzzwecke unterscheiden. Da wäre etwa der Zeitvertreib auf dem Weg zur Schule oder ins Büro. Hier ist es wichtig, ein kleines Gerät zu haben, dass möglichst viel Speicherkapazität hat. Dann kann man einen Großteil oder gar die komplette Musiksammlung dabei haben und die Titel je nach Lust und Laune frei wählen.
Sportbegleiter Wer einen MP3-Player als Unterhalter oder Motivator für die Joggingrunde oder das Sportstudio möchte, braucht ein Gerät, das möglichst klein und unempfindlich ist. Es sollte sich per Klipp an der Kleidung befestigen lassen oder einen Halfter für den Oberarm im Lieferumfang haben. Damit Schweiß und ein Regenschauer keinen Schaden anrichten können, sollten der Player und der Kopfhörer entsprechend geschützt sein. Der Kopfhörer sollte zudem fest am oder im Ohr sitzen können, damit er beim Laufen, Hüpfen, Rennen etc. nicht herausfällt.
HiFi-Station Um in Ruhe der Lieblingsmusik lauschen und diese genießen zu können, sind in erster Linie gute Klangeigenschaften eines MP3-Players wichtig. Hierzu zählen etwa ein geringer Klirrfaktor, ein gerader (linearer) Frequenzgang sowie ein hoher Rauschabstand. Auch die Kopfhörer müssen entsprechend hochwertig sein. Als Alternative zu einem tragbaren Gerät ist auch ein stationärer Player möglich, der sich in eine HiFi-Anlage integrieren lässt. Beide Versionen sollten über ausreichend Speicher verfügen, um die komplette Musiksammlung und künftige Neuerwerbungen aufnehmen zu können.
Vorleser Soll der MP3-Player überwiegend als Geschichtenerzähler fungieren und Hörbücher abspielen, steht die Klangqualität nur an zweiter Stelle. Bei diesen Geräten ist die Bedienung besonders wichtig. So sollte es möglich sein, unkompliziert in den Dateien zu navigieren und Lesezeichen zu setzen. Das erlaubt, das Zuhören auch dann zu unterbrechen, wenn ein Kapitel nicht abgeschlossen ist und die Stelle später schnell wieder aufzuspüren. Die entsprechende Funktionalität, die nötig ist, um ein unterbrochenes Vorlesen ohne Umwege wieder aufnehmen zu können, nennt sich „Resume“-Funktion.
Die Anforderungen an den Speicherplatz sind bei dieser Gattung moderat. Hier benötigen nur wenige Bücher Platz. Für einen Urlaub sollte der Speicher jedoch ausreichend groß sein. Nicht unwichtig ist eine Abschaltautomatik (Sleep-Timer), die den MP3-Player nach frei wählbarer Zeit automatisch ausschalten kann. Andernfalls besteht die Gefahr, morgens aufzuwachen und einen leeren Akku vorzufinden.
Alternative E-Book-Lesegerät Eine mögliche Alternative sind E-Book-Reader, die in der Lage sind MP3-Dateien abzuspielen. Diese kann man mit elektronischen Büchern und Hörbüchern beladen und dann je nach Laune entscheiden, ob man selber lesen oder sich vorlesen lassen möchte,
Mehr Informationen zu
•
Gutem HiFi-Klang •
Kopfhörern •
E-Book-Lesegeräten
Player mit Flashspeicher

Bei tragbaren MP3-Spielern hat man Geräte lange Zeit anhand den Speichertechnologien Flash und Festplatte unterschieden. Flash-basierte Geräte konnten anfangs nur sehr begrenzt Daten aufnehmen, weshalb Festplattenversionen aufgrund des hohen Speichervermögens von Festplatten eine Alternative für alle waren, die sehr viele MP3s speichern wollten. Inzwischen gibt es aber nur noch wenige MP3-Player, die mit Festplatten arbeiten, da Flashspeicher diesen bei der Speicherkapazität kaum noch nachsteht. Flashspeicher ist zudem günstiger und deutlich unempfindlicher als eine Festplatte.
Klein und günstig Günstige Einstiegsgeräte sind meist klein und haben einen begrenzten Speicherplatz von nur wenigen Gigabytes, der aber dennoch für sehr viele Stunden Unterhaltung ausreicht. Der Speicher basiert wie auch bei USB-Sticks auf Flashspeicher, ist also robust, weil es keine beweglichen Teile gibt. Diese Spieler haben kein oder nur ein kleines Display. Sie eignen sich als Zweitgerät oder für den Sport.
Lässt sich der Speicher über einen Kartensteckplatz mit Speicherkarten erweitern, ist das Gehäuse meist ein wenig größer. Gleichzeitig wächst auch das Display, das hier bei nahezu allen Versionen vorhanden ist. Als Speicherkarten kommen meist SD-Karten oder deren winzige Schwester, die MicroSD-Karte, zum Einsatz.
Speichererweiterung Beachten Sie beim Kauf einer Speicherkarte, dass sich nicht immer alle Versionen in den Geräten betreiben lassen, obwohl sie in den Steckplatz passen würden. Oft ist die maximal nutzbare Größe eines Speicherchips im Betriebssystem - der Firmware - eines Players vorgegeben. Ist dort beispielsweise acht Gigabyte als Limit festgesetzt, lässt sich ein 16-Gigabyte-Chip gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen, nämlich nur zur Hälfte. Die zweite Hälfte würde der Player schlichtweg ignorieren. Abhilfe könnte hier ein Firmware-Update schaffen, falls der Hersteller des Musikspielers so etwas anbietet.
Zudem gibt es Kartentypen, die auf besonders hohen Datendurchsatz spezialisiert sind und in den Bezeichnung Buchstabenkombinationen wie HC oder XC tragen, also beispielsweise SDHC oder SDXC lauten. Diese lassen sich nicht automatisch in jedem SD-Steckplatz nutzen. Kontrollieren Sie daher vor dem Kauf die technischen Daten des MP3-Players.
Stromversorgung Eine nicht ganz unwichtige Unterscheidung lässt auch die Stromversorgung zu. Die meisten Player haben einen integrierten Akku, den sie meist mithilfe einer USB-Schnittstelle am Computer aufladen. Das ist einerseits praktisch, kann aber zu Problemen führen, wenn man unterwegs ist. Liegt ein entsprechender USB-Adapter für das Laden an einer Steckdose dabei, ist das ein Vorteil. Falls nicht, ist es ratsam, einen zu kaufen.
Manche Spieler beziehen ihren Strom aus Batterien. Das hat den Vorteil, unterwegs unkompliziert nachtanken zu können, indem man im Supermarkt oder an der Tankstelle neue Batterien kauft. Auch ist der Einsatz entsprechender Akkus ist möglich. Diese ließen sich auch in anderen Geräten verwenden. Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass Batterien relativ schwer sind und das Gewicht des MP3-Spielers deutlich erhöhen können. Zudem sind sie relativ groß und dick und setzen daher eine gewisse Mindestgehäusegröße voraus.
Große Displays Da Flashspeicher nur wenig Platz braucht, sind diese Geräte oft sehr klein und handlich. Die Gehäusegröße wächst oft nur, weil ein großes Display die Bedienung erleichtern soll. Mit dem Display wächst oft aber auch der Funktionsumfang. So können diese Geräte fasst ausnahmslos auch Videos anzeigen und führen damit zu einer Verschmelzung von MP3- und Multimediaplayer. Mit der Größe des Displays ändert sich oft auch die Bedienung. So verschwinden mehr und mehr Knöpfe, da berührungsempfindliche Touchscreens die Gerätesteuerung übernehmen.
Mehr Informationen zu
•
Speicherkarten •
Multimediaplayern •
Akkus •
Akku-Ladegeräten Zu den USB-Steckdosenadaptern
Player mit Festplatte

Die noch mit Festplatte erhältlichen MP3-Player sind etwas größer als viele der Flash-basierten Spieler. Einerseits benötigt die Festplatte mehr Platz. Andererseits erfordert eine große Speichermenge ein relativ großes Display, damit man besser Übersicht über die Daten behalten kann. Viele Geräte mit Festplatte sind jedoch inzwischen reine Multimediaplayer, da der Speicherplatzbedarf dort deutlich höher ist. Grund: Selbst kräftig komprimierte Videodaten benötigen deutlich mehr Platz als Ton-Dateien.
Player mit Festplatte sind für alle interessant, die sehr großen Speicherbedarf haben. Ein Grund dafür ist eine sehr umfangreiche Musiksammlung. Ein anderer Grund kann der Wunsch sein, Musik mit sehr hoher Klangqualität abspeichern zu wollen. Denn je höher die Klangqualität, desto höher der Platzbedarf.
Speicherbedarf Wieso ist das so? MP3-Musik benötigt deshalb so wenig Speicherplatz, weil die Daten komprimiert werden. Je stärker das geschieht, desto kleiner werden die Dateien. Weit verbreitet ist beim Komprimieren etwa die maximale Datenrate von 128 Kilobit pro Sekunde (KBit/s). Das reduziert den ursprünglichen Speicherbedarf etwa um den Faktor zehn. Grob gesagt kann man davon ausgehen, dass ein entsprechend gestauchtes Musikstück von drei Minuten Länge etwa einen Platzbedarf von drei Megabyte hat. Erhöht man nun die Datenrate beim Umwandeln der Musik ins MP3-Format auf 160, 192 oder gar 320 KBit/s, steigt automatisch auch der Platzbedarf, im genannten Beispiel auf bis zu 7,5 Megabyte.
Hohe Klangqualität HiFi-Enthusiasten verpönen gestauchte Musik voll und ganz und wollen die Stücke vollkommen unkomprimiert in der Westentasche haben. Das angesprochene Musikstück belegt dann gleich 30 Megabyte. Käme das verlustfreie Kompressionsverfahren FLAC zum Einsatz, ließe sich der Platzbedarf je nach Art der Musik auf etwa 20 Megabyte reduzieren. Deutlich macht beides jedoch: Große Musiksammlungen in hoher Klangqualität benötigen sehr viel Speicherplatz.
Mehrwert Gut ausgestattete Versionen verfügen über die Möglichkeit, Speicherchips von Digitalkameras einzulesen und deren Inhalt auf der Festplatte zwischenzulagern, besonders praktisch für Digitalfotografen. Obendrein kann man die gespeicherten Bilder dann auch noch auf einem kleinen Display oder mithilfe eines Videokabels am Fernseher betrachten.
Nachteile Nachteile haben diese Player kaum, abgesehen davon, dass die Festplatte keine wirklich heftigen Stöße verträgt. Aussetzer muss man beim Hören aber nicht befürchten, da die Geräte über ausreichend großen Zwischenspeicher verfügen. Unterschiede gibt es zuweilen bei der Ausdauer der Spielzeit. Modelle mit fest eingebautem Akku sind hier solchen, die auf Batterien setzen, auf jeden Fall überlegen. Doch auch hier variiert die Zeit zwischen den Ladezyklen etwa zwischen 14 und 24 Stunden ununterbrochenen Musikhörens. Nachteil integrierter Akkus: Sie lassen sich nicht oder nur schwer austauschen, wenn es Probleme gibt.
Zu MP3-Playern mit Festplatte
Tragbare CD-Player mit MP3- Funktion

Eine mögliche Alternative für alle, die auch unterwegs oder zuhause CDs abspielen können wollen, sind CD-Walkman mit MP3-Fähigkeit. Mit ihnen schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits kann man Musik-CDs abspielen, ohne die Titel zuvor auf dem PC ins MP3-Format konvertieren und danach in den Player übertragen zu müssen. Andererseits kann man die Titel, die sowieso im MP3-Format vorliegen, auf CD brennen und ebenfalls unterwegs genießen.
Normale Erschütterungen sind für diese Player auch längst kein Problem mehr. Sie besitzen einen Zwischenspeicher, in den meist zwanzig Sekunden bis eine Minute des laufenden Titels bei Audio-CDs und bis zu zehn Minuten für MP3-Stücke gespeichert werden. Verhaspelt sich der Laser, merkt man davon nichts. Somit kann man auch sie guten Gewissens mit sich herumtragen. Für eine Joggingrunde sind sie aber wegen ihrer Größe weniger gut geeignet.
Vorteile Zu den Vorteilen eines tragbaren CD-Players zählt neben der Abspielmöglichkeit für MP3- und Audio-CDs auch der Einstiegspreis; ab 30 Euro sind bereits viele Geräte zu haben. Die maximale Spielzeit ist ausreichend für eine lange Zugfahrt. So passen auf einen 700 Megabyte großen Rohling etwa zwölf Stunden Musik in guter Qualität. Für mehr Musik werden lediglich wenige Cents für einen neuen Rohling fällig. Weiterer Vorteil: Die Player lassen sich auch stationär als CD-Player an der HiFi-Anlage betreiben.
Einige Geräte besitzen gar einen Speicherkartensteckplatz und können per Knopfdruck die Musik einer eingelegten CD ins MP3-Format umwandeln und auf den Speicherchip kopieren. Das erspart den Umweg über den PC. Zudem können sie auch Musik von der Speicherkarte wiedergeben, was die maximale Spielzeit erhöht.
Nachteile Nachteile gibt es nur wenige. Die Geräte sind größer als die übrigen hier vorgestellten Player und somit nicht so einfach zu verstauen wie diese. Auch der maximale Speicher ist nicht allzu üppig. Die Erweiterung durch weitere CD-Rohlinge ist zwar günstig, bedeutet aber auch mehr Gepäck unterwegs. Zudem fehlen hier Funktionen wie das Abspielen von Videos oder die Erweiterung mit Zusatzfunktionen, wie sie besonders hochwertige MP3-Player bieten.
Mehr Informationen zu CD-Playern Zu den tragbaren CD-Playern
Stationär zu Hause

Ob für die endlose Dauerbeschallung bei der Party, oder weil man zu faul ist, zum CD-Wechseln aus dem Sofa aufzustehen: Man kann MP3s auch über die HiFi-Anlage oder eine HomeCinema-Anlage hören. Voraussetzung dafür ist beispielsweise ein DVD-Player oder auch ein Blu-ray-Player, der MP3s auslesen und selbst gebrannte CDs abspielen kann. Moderne Spieler beherrschen dies in der Regel. Sie spielen neben DVDs respektive Blu-ray-Discs, selbst erstellte Video-CDs und eben auch MP3-CDs ab. Extra bezahlen muss man dafür nicht, denn in der Regel spielen selbst günstige Einstiegsgeräte auch MP3-Dateien ab. Wer keinen DVD- oder Blu-ray-Player hat und MP3s über die Musikanlage hören möchte, sollte also Ausschau nach entsprechenden Spielern halten.
CD-Player Auch CD-Player für die HiFi-Anlage sind häufig in der Lage MP3-Dateien wiederzugeben. Wer noch auf solch einen Player setzen möchte, sollte bei der Auswahl darauf achten. Moderner sind Audio-CD-Brenner mit integrierter Festplatte, hierzu zählen auch DVD-Rekorder mit integrierter Festplatte, die man als digitalen Videorekorder einsetzen kann. Denn auch diese Geräte können in der Regel Audio-CDs brennen. Mit ihnen lassen sich MP3-CDs abspielen und häufig auch Musik von Audio-CDs in MP3s-Dateien umwandeln. Besitzen sie einen Speicherkartensteckplatz, ist normalerweise auch die Wiedergabe darüber möglich.
Allrounder mit Festplatte Einen besonderen Vorteil hat die Festplatte. Auf sie lassen sich tausende MP3-Stücke kopieren, entweder von CD, von einer Speicherkarte oder direkt vom PC, wenn der Rekorder über einen entsprechenden Anschluss verfügt. Gibt es einen USB-Anschluss, kann man einen MP3-Player oder USB-Stick anschließen und die Daten hin- und herkopieren. Die Festplatte ist sogar ideal, wenn Sie alte Vinyl-Schallplatten auf CD kopieren wollen. Speichern Sie dort die Musik der schwarzen Scheiben und brennen Sie diese anschließend einfach auf CD. Besonders potente Geräte können sogar drahtlos Kontakt zu weiteren Abspielgeräten aufnehmen und die Musik in andere Zimmer übertragen (streamen). Inzwischen können auch einige moderne Plattenspieler, den Inhalt der Vinylscheiben als MP3-Dateien auf einer Speicherkarte, einen USB-Stick oder auch direkt in einen MP3-Spieler sichern.
Einfacher Anschluss Übrigens, mit einem Audiokabel mit Klinkenstecker (3,5 Millimeter) an einem und Cinchsteckern (rot und weiß) am anderen Ende, können Sie jeden tragbaren MP3-Player auch an die HiFi-Anlage anschließen. Den Klinkenstecker verbinden Sie mit dem Kopfhörerausgang des Players und die Cinchstecker mit einem freien Eingang am Verstärker. Nur auf eine komfortable Fernbedienung müssen Sie verzichten. Für einige Player gibt es auch Dockingstationen, die direkten Kontakt mit der HiFi-Anlage aufnehmen. Hier wird eine Verkabelung des Spielers unnötig: Man muss nur den Player in die Station stellen und schon hat man Zugriff dessen gesamten Inhalt, manchmal sogar mit einer Fernbedienung. Gleichzeitig laden die Stationen meist den Akku des Players auf. Sehr praktisch!
Tipp: Zuhause MP3-Musik hören geht auch ohne HiFi-Anlage und PC. Viele Radiorekorder sind ebenfalls in der Lage die komprimierten Musikdaten wiederzugeben. Das garantiert stundenlangen Musikgenuss auch in der Küche, dem Hobbyraum oder im Ferienhaus.
Mehr Informationen zu
•
HomeCinema •
CD-Playern •
DVD-Playern •
DVD- und Blu-ray-Rekordern •
Mediastreaming •
Plattenspielern •
HiFi-Anlagen •
TV- und HiFi-Kabeln •
Radiorekordern
MP3 im Auto

Viele moderne Autoradios haben inzwischen die Fähigkeit erhalten MP3s abzuspielen. Häufig geschieht das dadurch, dass die integrierten CD-Laufwerke entsprechend ausgerüstet sind. Mit ihnen kann man, wie mit einem oben beschriebenen CD-Walkman, mehrere Stunden am Stück Musik hören, ohne die CD wechseln zu müssen. Wer es noch länger möchte, kann einen CD-Wechsler einsetzen, der ebenfalls MP3-fähig ist.
Speicherkarten Einen anderen Weg bieten Steckplätze für Speicherkarten oder ein USB-Anschluss für Speichersticks, einen MP3-Player oder eine Festplatte. Ein Speicherkartensteckplatz ist eine besonders elegante Lösung, da die mit Musikdateien beladene Karte komplett im Gehäuse verschwindet. Ein USB-Stick würde demgegenüber vom Gehäuse abstehen. Somit bestünde die Gefahr, an diesem hängenzubleiben und Radio oder Stick zu beschädigen. Nähmen Festplatte oder ein MP3-Player die Verbindung per Kabel auf, benötigte man einen sicheren Ablageplatz für die Geräte und müsste das Kabel stets griffbereit haben. Eventuell droht dann Kabelsalat, wenn man ein weiteres Gerät, wie etwa Mobiltelefon oder Navigationsgerät über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgen muss.
Kabelanschluss Eine elegantere Alternative böte die Möglichkeit, die Verbindung zum Autoradio über einen Anschluss hinten am Gehäuse zu realisieren und das Kabel permanent im Auto zu verlegen. Dieses könnte beispielsweise im Handschuhfach enden. Dort würden Festplatte und MP3-Spieler sicher und unsichtbar liegen. Dazu wäre es nötig, das Radio aus dem Schacht auszubauen, was für geübte Hände kein Problem ist aber auch in einer Fachwerkstatt überschaubare Kosten verursachen sollte. Für diese Lösung sollte aber sichergestellt sein, komfortabel über das Autoradio durch die Daten auf Festplatte oder im MP3-Player stöbern zu können.
Funkübertragung Eine Alternative bieten Funkübertrager (FM-Transmitter). Sie schicken die Musik kabellos an das Radio, indem sie eine freie Radiofrequenz verwenden. Eleganter wäre die Verbindung mittels Bluetooth, wenn Radio und MP3-Spieler dieses integriert haben. Darüber wäre zudem eine höhere Klangqualität erreichbar. Ein FM-Transmitter sollte möglichst dicht bei der Autoantenne platziert sein und idealerweise den benötigten Strom über den 12-Volt-Anschluss beziehen. Denn Sender, die mit Batterie arbeiten, senden mit abnehmender Batterieladung ein schwächeres Signal, was zu lästigen Tonproblemen führen kann.
Mehr Informationen zu
•
Car-Entertainment •
FM-Transmittern •
Bluetooth •
Festplatten •
USB-Sticks
MP3-Player im Handy

Eine Alternative zu einem speziellen MP3-Player kann ein Handy sein, das auch Musik abspielen und einen Kopfhörer steuern kann. Beides ist jedoch nur eine Mindestvoraussetzung und nicht zwangsläufig ausreichend, um einen vollwertigen MP3-Player ersetzen zu können.
Wichtig ist, dass die in das Mobiltelefon integrierte Playersoftware dieselben Möglichkeiten bietet und sich genauso komfortabel bedienen lässt wie ein separater Spieler. Zudem sollte entsprechend viel Speicherplatz für die Daten vorhanden sein und sich idealerweise noch per Speicherkarte erweitern lassen.
Ansprüche Insgesamt sollte man den gleichen Maßstab ansetzen, wie bei der Auswahl eines MP3-Spielers. Somit ist auch die erzielbare Klangqualität wichtig und der mögliche Einsatzort. Hier müssen besonders diejenigen nachdenken, die Musik auch beim Sport hören möchten. Die meisten Handys sind nicht gegen Eindringen von Feuchtigkeit geschützt. Zudem möchte man eventuell beim Sport nicht von Anrufern gestört werden. Hier kann ein kleiner und günstiger MP3-Player als Zweitgerät, den man nur fürs Training benutzt, aus der Klemme helfen.
Freisprecheinrichtung Letzteres ist allerdings auch ein Vorteil: Man verpasst keinen Anruf mehr, selbst wenn man Musik hört. Wenn es klingelt, leiten die Mobiltelefone das Signal in die Kopfhörer durch. Lässt sich dieser auch dank integriertem Mikrofon als Freisprecheinrichtung nutzen, kann man umgehend das eingehende Gespräch entgegennehmen. Besonders praktisch an dieser Lösung: Das Handy hat man stets dabei.
Musikdownload Manche Netzgesellschaften und Handyhersteller bieten zudem die Möglichkeit, Musik unterwegs kaufen und direkt in das Telefon überspielen zu können. Das setzt jedoch eine schnelle Verbindung voraus, damit man nicht zu lange warten muss. Für solch einen Service ist eine Downloadflatrate, respektive ein großes monatliches Freivolumen wichtig, damit nicht zusätzlich auch Verbindungskosten entstehen.
WLAN Eine ebenfalls mögliche und fixere Alternative ist der Musikdownload über ein WLAN-Funknetzwerk. Dazu muss das Handy diese Technik unterstützen und ein entsprechendes Netzwerk in erreichbarer Nähe sein. Der Download funktioniert darüber nicht nur schneller, er belastet zudem nicht das Freivolumen für den Datendownload mit dem Handy.
Mehr Informationen zu
•
Mobiltelefonen •
Funknetzwerken
Spezialisten oder Gimmick

Den Einsatz eines MP3-Players im Handy mögen viele noch praktisch finden, doch bei manchen Gegenständen scheiden sich die Geister. So findet man etwa Sonnenbrillen, in deren Bügel Player integriert sind. Auch Kugelschreiber, Ohrringe und Halsketten werden um die Musikabspielbarkeit erweitert. Und wer selbst unter Wasser auf seine Lieblingssongs nicht verzichten kann, findet gar eine Taucherbrille mit wasserdicht verbautem Player.
Sie finden solche Objekte interessant? Dann achten Sie auf jeden Fall darauf, dass diese die Mindestanforderungen erfüllen, die Sie an jeden anderen MP3-Player auch stellen würden. Denn mangelt es einem witzigen Exoten an elementaren Funktionen oder ist der Speicherplatz stark begrenzt, werden Sie vermutlich nicht lange Spaß daran haben und diesen eventuell schnell in die Ecke legen.
Problemfall Kopfhörer

Mobile MP3-Player, ganz gleich welcher Preisklasse, haben nicht selten ein gemeinsames Problem: die Kopfhörer. Um Geld zu sparen, legen viele Hersteller den Geräten nur minderwertige Kopfhörer bei. Hier sparen sie eindeutig am falschen Ende. Denn minderwertige Hörer lassen den Eindruck erscheinen, die Player selbst hätten Klangprobleme, was sehr oft jedoch gar nicht der Fall ist.
Mit guten Kopfhörern lässt sich das Klangerlebnis fast jedes MP3-Players verbessern, mitunter sogar dramatisch. Diese müssen dazu gar nicht mal teuer sein. Oft steigern schon Stöpsel von einem Markenhersteller für 20 Euro den Klang spürbar. Wer mehr investiert, wird nicht selten mit noch besserem Klang belohnt. Daher gilt: Möchte man einen mobilen Player kaufen, sollte man überlegen, ob man nicht gleich gute Kopfhörer mitbestellt.
Equalizer Wer das nicht möchte, kann den Ton des Players möglicherweise mit einer Equalizer-Funktion verbessern. Damit lassen sich Tonhöhen und -intensitäten gezielt verändern und der Klang dadurch eventuell ein wenig aufpeppen. Fehlt so eine Funktion, stellt der Player vielleicht einige Voreinstellungen bereit (engl. Presets), die den Klang je nach gespielter Musikrichtung optimieren.
Wichtig für gutes Klangempfinden ist auch, dass alle gespeicherten Lieder dieselbe Lautstärke haben. Unterschiedliche Lautstärken sind nicht nur lästig, sie stören den Klang und zwingen zum ständigen Griff zum Lautstärkeregler. Kann Ihre MP3-Software die Lautstärke aller Dateien nicht anpassen, können Sie zu kostenlosen Programmen wie etwa
MP3Gain greifen. Sind Ihnen Ihre Ohren lieb, achten Sie auch auf eine Begrenzung der Maximallautstärke. Denn schon ab 85 Dezibel sind bei regelmäßiger Beschallung Hörschäden möglich.
Geräuschunterdrückung Wer über Zusatzkopfhörer nachdenkt und den MP3-Player häufig in lauten Umgebungen einsetzen möchte, kann zu solchen greifen, die den Umgebungslärm aktiv ausblenden können. Für die dazu nötige Elektronik ist eine zusätzliche Stromversorgung nötig, die im Kopfhörer oder in einem externen Gerät am Kabel untergebracht ist. Das macht diese Kopfhörer etwas unhandlicher, ermöglicht dafür aber, selbst in lauten Umgebungen entspannt auch ruhige Musik genießen zu können. Besonders vorteilhaft sind solche Versionen im Flugzeug. Wer möchte, kann mit diesen Kopfhörern in der Regel auch die Nebengeräusche unterdrücken, ohne Musik hören zu müssen.
Lautsprecher Manche MP3-Player haben sogar integrierte Lautsprecher. Die sind allerdings keine Alternative zu einem Kopfhörer, wenn es um gute Klangqualität geht. Solche Lautsprecher klingen in der Regel sogar schlechter als einfache Standardkopfhörer. Lautsprecher eignen sich höchstens, um bei integriertem Radio die Nachrichten abzuhören, einer Bundestagsdebatte zu folgen oder mehrere Zuhörer ein wenig zu unterhalten.
Mehr Informationen zu
•
Kopfhörern •
Headsets
Extras

Wer mehr als nur Musik hören möchte, aber nicht gleich zum Multimediaplayer greifen will, findet auch unter den MP3-Playern Geräte mit interessanten Zusatzfunktionen. Dazu zählen etwa die weiter oben schon angesprochenen Funktionen, Bilder und Videos anzuzeigen oder als Zwischenspeicher für Fotos von der Digitalkamera zu dienen. Einige Geräte können sogar kurze, einfache Textdokumente, etwa einen Einkaufszettel, anzeigen. Spezialisten lassen sich gar durch Zusatzprogramme erweitern und werden so zur tragbaren Spielkonsole. Einfache Spiele wie Tetris oder Breakout finden sich manchmal auch in Spielern, die sich nicht erweitern lassen.
WLAN Haben sie WLAN integriert, besteht in der Regel auch die Möglichkeit, im Internet zu surfen, E-Mails zu verschicken und zu empfangen, einen Blog zu betreiben und mehr. Auch das Hören von Internetradios ist damit möglich. Oft haben entsprechende Geräte Zugang zu einem Online-Store, in dem Zusatzprogramme kostenlos oder gegen Gebühr erhältlich sind. Der prominenteste ist der App-Store von Apple, zu dem man beispielsweise mit dem iPod touch von Apple Zugriff bekommt.
Farbdisplay Für die genannten Funktionen ist ein Farbdisplay nötig, das aber inzwischen fast alle MP-Player mitbringen. Da diese mehr Energie benötigen als zweifarbige Anzeigen, sollte man auf Technik achten, die sparsam damit umgeht. Relativ genügsam sind moderne OLED-Displays (Organic Light-Emitting Diode). Sie benötigen deutlich weniger Energie als die weit verbreiteten kleinen TFT-Anzeigen. Um dieselben Qualitäten wie diese zu erreichen, hat ein so genanntes Aktivmatrix-Display Vorteile. Dieses trägt die Bezeichnung AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode). Ebenfalls als sparsam bei gleichzeitig hoher Auflösung und exzellenter Leuchtkraft gilt das so genannte Retina-Display.
Mikrofon Manche Player besitzen ein kleines integriertes Mikrofon und lassen sich damit als Diktiergerät verwenden oder zum Aufsprechen kurzer Memos als Gedankenstütze benutzen. Schön ist auch eine Aufnahmefunktion, die es ermöglicht unterwegs Musik aufzuzeichnen, etwa von einer HiFi-Anlage. Dazu ist ein kleines Kabel nötig, dass zum Lieferumfang gehören sollte und das man selbstredend unterwegs dabei haben sollte. Übrigens, so aufgezeichnete Musik hat in der Regel eine deutlich höhere Qualität, als wenn man Ton über ein eingebautes Mikrofon mitschneidet.
Radio Möchte man unterwegs nicht auf Nachrichten verzichten oder ab und zu seinem Lieblingssender lauschen, sollte man auf ein integriertes Radio achten. Doch darf man hier nicht die gleiche Tonqualität wie von seinen MP3-Dateien erwarten. Denn die Geräte verfügen meist nur über mäßige Empfangseigenschaften, fast immer übernehmen die Kopfhörerkabel den Job einer Antenne.
Regelmäßige Radiohörer sollten Wert auf eine Speicherfunktion mit Kurzwahlmöglichkeit für Sender legen, damit sie nicht stets den Äther neu absuchen müssen. Praktisch für Vielhörer ist auch eine Aufzeichnungsfunktion, mit der sich das Radioprogramm mitschneiden und im Player abspeichern lässt.
Mehr Informationen zu
•
Multimediaplayern •
Internetradios
Formate und Kopierschutz

Im normalen Sprachgebrauch nennt man alle Geräte MP3-Player, doch können die meisten von ihnen auch Musik in anderen Formaten abspielen. Gerade wenn man seine Musik bei Online-Stores wie etwa iTunes oder Musikload kauft, ist die geladene Musik nicht im MP3-Format gespeichert. Apple verwendet für iTunes beispielsweise das Format, AAC (Advanced Audio Coding). In andern Shops trifft man häufig auf das Windows-Format WMA (Windows Media Audio).
Je nach Downloadshop werden die jeweiligen Formate aber noch um einen Kopierschutzmechanismus ergänzt. Bei iTunes heißt dieser Fairplay; ihn können nur Apples iPods lesen. In anderen Shops setzt man auf das Digital Rights Management (DRM) von Windows, das in WMA-Dateien eingearbeitet wird.
Player bestimmt Download-Portal Das bedeutet, dass man durch die Auswahl des MP3-Players bereits die Möglichkeit des künftigen Online-Einkaufs von Musik einschränkt. Möchte man bei iTunes einkaufen, kommt man nicht an einem iPod vorbei. Möchte man woanders einkaufen, darf es demgegenüber kein iPod sein. Doch jeder andere MP3-Player eignet sich nicht automatisch, selbst wenn er WMA-Dateien abspielen kann. Denn er muss ausdrücklich in der Lage sein, kopiergeschützte WMA-Dateien abspielen zu können. Dies sollte man vor dem Kauf unbedingt kontrollieren.
Neben MP3, AAC und WMA existieren noch weitere Formate, wie etwa Ogg oder FLAC (Free Lossless Audio Codec), die ebenfalls gute Klang- und Kompressionseigenschaften besitzen, aber nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Zur Musiksoftware zum Erzeugen und Verwalten von MP3s
Weitere Kaufberatungen aufrufen