Bestellung & Service
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Kaufberatung Mobiltelefone


  1. Telefonieren und mehr
  2. Handys kosten nicht ein Euro
  3. Gehäuseform
  4. Bedienung und Größe
  5. Gewicht
  6. Digitalkamera
  7. Display
  8. Kurzmitteilungen
  9. Musik und TV
  10. Klingeltöne
  11. Spiele, Programme und Navigation
  12. Betriebssystem
  13. Komfort
  14. Einsatzgebiet
  15. Surfen im Mobilfunknetz
  16. Lokaler Datenaustausch
  17. Handy als Organizer
  18. Smartphones
  19. Batterielaufzeit
  20. Strahlung
  21. Verwendung im Auto
  22. Bücher

Telefonieren und mehr

Zu den Mobiltelefonen Handlich, griffig oder praktisch, das sind die eigentlichen Bedeutungen des englischen Wortes „handy“. In Deutschland verknüpft jeder dieses Wort automatisch mit Mobiltelefonen, ganz einfach weil sie eben, praktisch, griffig und handlich sind.

Doch Handys sind noch viel mehr als praktisch und handlich. Sie machen ortsunabhängig, da jeder überall erreichbar ist, inzwischen sogar von fast jedem Ort der Welt per Handy Zugriff auf das größte Archiv - das Internet - hat und weil es zudem mehr und mehr den Terminkalender sowie das Pocketgame ersetzt.

Aufgrund der immer größer werdenden Leistungsfähigkeit der Geräte, die mit immer mehr Features vollgestopft sind, findet manch einer die Auswahl eines neuen Mobiltelefons sehr beschwerlich. Worauf soll man beim Kauf achten? Welche Ausstattung ist wichtig und was bedeuten die vielen Fachbegriffe und Abkürzungen?

In den folgenden Kapiteln erfahren Sie alles Wichtige für die Wahl eines neuen Handys. (pr)


Handys kosten nicht ein Euro

Zu den Mobiltelefonen Man könnte leicht dem Irrglauben unterliegen, dass Handys fast nichts kosten. Denn Zeitungen und Webseiten sind voll mit Angeboten, in denen Mobiltelefone fast gratis angeboten werden. Selbst Top-Modelle mit neuester Technik kosten oft nicht mehr als ein Kinobesuch.

Doch das Bild täuscht. Es sind die Mobilfunkanbieter, die die Telefonpreise subventionieren, um neue Kunden zu locken, beziehungsweise vorhandene Kunden bei Vertragsende weiter an die Gesellschaft zu binden. Sie übernehmen den Großteil der Handykosten und binden den Kunden gleichzeitig durch lange Vertragslaufzeiten - meist über zwei Jahre - an das Unternehmen. In dieser Zeit spülen hohe monatliche Grundkosten für den Mobilfunkvertrag die Handysubvention plus zusätzlichen Gewinn in die Kasse zurück. Anders ausgedrückt: Die gesparten Handykosten zahlt man Monat für Monat mit der Grundgebühr zurück. Ohne diese Subvention könnten die Mobilfunkkosten deutlich niedriger ausfallen.

SIM-Lock

Um die Kundenbindung weiter zu verstärken, greifen die Mobilfunkunternehmen noch zu einem anderen Mittel, dem SIM-Lock (SIM: Subscriber Identity Module). Hier wird das Handy so eingestellt, dass es sich nur mit der Telefonkarte des jeweiligen Anbieters benutzen lässt. Möchte man eine andere Karte einsetzen, muss man die Sperre gegen eine Gebühr entfernen lassen.

Dieses Geschäftsgebaren kann man sich aber auch zu Nutze machen. Wenn man nämlich schon ein Handy hat und nur einen Mobilfunkvertrag abschließen möchte, kann man durch geschickte Verhandlungen bares Geld sparen. So bekommt man beispielsweise eine Gutschrift, die man abtelefonieren kann oder einen Gebührenerlass.

Vorteile im Fachhandel

Wer sich also sein Handy im Fachhandel kauft, verzichtet auf restriktive Vertragsklauseln und hat eine gute Verhandlungsposition bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages. Obendrein hat man eine deutlich größere Auswahl an Geräten, denn die Mobilfunkfirmen bieten immer nur wenige Geräte an, die sie durch Abnahme großer Stückzahl günstiger von den Herstellern bekommen. Die zunächst höheren Anschaffungskosten im Fachhandel machen geschickte Verhandlungen schnell wieder wett.

Wer sich für ein günstiges Einstiegshandy für weniger als 20 Euro entscheidet, kann sogar Gewinn machen, denn der Preisnachlass bei den Mobilfunkunternehmen ist in der Regel höher. Ideale Voraussetzungen für das Zweithandy oder eine maue Haushaltskasse. Mehr als nur Telefonieren können diese Schnäppchengeräte allerdings selten.


Gehäuseform

Zu den Mobiltelefonen Lässt man sich bei der Handywahl zunächst einmal von den Wünschen und weniger vom Geld leiten, ist für viele das Aussehen und damit das Gehäuse des Mobiltelefons wichtig. Ob Klapp-, Schiebe- oder Standardgehäuse, ist eine Frage, die der Geschmack entscheiden muss. Gleiches gilt für die Antenne: ins Gehäuse integriert oder extern und dafür abstehend? Hier sollte nicht nur der Geschmack entscheiden, sondern auch die Empfangsqualität des Gebietes, in dem man sich zumeist aufhält. Denn externe Antennen garantieren in der Regel eine bessere Empfangsqualität.

Weiterer Unterschied ist das Material, aus dem das Gehäuse besteht. Ist es dünn und empfindlich, dann platzt es womöglich beim ersten Sturz auf den Boden. Auch ein harter Schlüsselbund oder eine enge Hosentasche kann dem Gehäuse zusetzen. Wer sich darüber keine Gedanken machen möchte, greift zu einem besonders Stoß geschütztem Handy. Diesem macht es auch nichts aus, wenn man mal bei strömendem Regen mit ihm telefonieren muss oder beim Schuhezubinden aus der Hemdtasche fällt.

Statt zu einem Outdoor-Handy zu greifen, weil einem das Telefon hin und wieder aus der Tasche fällt, kann man auch ein Modell wählen, bei dem man leicht die Gehäuseschalen wechseln kann. Geht mal etwas kaputt, kann man hier wenigstens für einige Euros schnell ein neues Gehäuse bekommen.


Bedienung und Größe

Zu den Mobiltelefonen Neben den genannten Faktoren spielen auch Größe und Gewicht eine Rolle. Viele Hersteller haben inzwischen der ständigen Verkleinerung der Geräte abgeschworen, da diese immer schwerer zu bedienen sind. Stattdessen besinnen sie sich mehr auf intuitive und intelligente Bedienung.

Touchscreen

Als besonders leicht verständlich und bedienbar gilt der Touchscreen. Das ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm. Einige Handys lassen sich komplett über einen Touchscreen steuern, andere nur teilweise. Letztere haben etwa noch einen Ziffernblock oder gar eine kleine aber vollwertige Tastatur integriert. Diese ist entweder direkt sichtbar oder im Gehäuse verborgen. Handys ohne Tastatur blenden bei Bedarf eine virtuelle Version auf dem Bildschirm ein.

Joystick

Beliebtes Steuerelement ist bei vielen Handys ein Minijoystick. Zentral unter dem Display platziert, steuert man mit seiner Hilfe und nur einem Daumen durch sämtliche Menüs. Ein leichter Druck auf den Stick löst jeweils die gewünschte Funktion aus. Wer sich einmal an den Joystick gewöhnt hat, möchte ihn nicht mehr missen, auch wenn es zu Beginn etwas Eingewöhnungszeit bedarf.

Jog-Dial

Eine ähnlich praktische Hilfe bietet das Jog-Dial, das jedoch kaum noch zu finden ist. Das ist ein kleines Rädchen, ähnlich dem an einer PC-Maus, das am seitlichen Gehäuserand neben dem Display angebracht ist. Das Jog-Dial lässt sich ebenfalls mit einer Hand bedienen, auch hier löst ein leichter Druck darauf die Funktion aus.

Minitastatur

Eine weitere Besonderheit stellen Minitastaturen dar, die ähnlich wie eine PC-Tastatur aufgebaut sind. Sie kommen meist durch einen Klapp-, Dreh- oder Schiebemechanismus zum Vorschein. Auf ihnen tippt man mit beiden Daumen statt mit allen zehn Fingern. Diese Modelle eignen sich besonders für fleißige SMS-Schreiber.


Gewicht

Zu den Mobiltelefonen Das Gros der Handymodelle wiegt etwa zwischen 90 und 110 Gramm und somit weniger als ein normal gefülltes Portmonee. Es lässt sich problemlos, ohne zu stören, in der Hosen- oder Jackentasche tragen. Besonders umfangreich ausgestattete Modelle bringen es aber zuweilen auch noch auf deutlich mehr Gewicht. Mit 150 bis 200 Gramm empfindet man sie in der Hemdtasche bereits als Belastung. Fliegengewichte bringen demgegenüber nur 60 Gramm auf die Waage.

Es gilt also abzuwägen, welchen Funktionsumfang man beim Mobiltelefon benötigt und wie viel Gewicht man im Gegenzug akzeptieren will. Für die lockere Strandbekleidung sind Geräte mit über 100 Gramm schnell eine Belastung, wohingegen es dem Aktenkoffer egal ist, wenn das Telefon satte 180 Gramm auf die Waage bringt.


Digitalkamera

Zu den Mobiltelefonen Mobiltelefone mit integrierter Kamera laufen solchen ohne inzwischen den Rang ab. Es wird zunehmend schwerer ein gut ausgestattetes Modell ohne Digicam zu finden. Wer mit dem Telefon gar nicht fotografieren möchte, muss oft trotzdem eine Kamera in Kauf nehmen. Das ist aber nicht unbedingt nachteilig. Denn schon nach kurzer Zeit lernt man, den Mehrwert zu schätzen. Zum Nachteil wird ein Kamerahandy allerdings in einigen Firmen. Aus Angst vor Industriespionage untersagt man dort häufig das Mitführen von Mobiltelefonen mit integrierter Kamera.

Praktisch für optische Merkhilfen

Nicht immer ist die Bildqualität so hoch, dass man die vollwertige Digicam zu Hause lassen kann. Für Schnappschüsse oder auch kurze Videosequenzen sowie optische Denkzettel ist sie in der Regel voll ausreichend. Wer sich beispielsweise beim Gebrauchtwagenkauf oder auch im Elektromarkt eine Übersicht über Preis und Ausstattung verschiedener Modelle machen möchte, schießt schnell einige Bilder von Objekt und Preisschild. Im Nachhinein fällt die Erinnerung und damit die Kaufentscheidung deutlich leichter.

Auflösung

Möchte man die Bilder zu Hause in den PC übertragen, ist es wichtig, dass die Auflösung der Bilder erheblich größer als das Handydisplay ist. Für die genannte Notizzettelfunktion sollten die Bilder mindestens VGA-Auflösung bieten, also 640 mal 480 Pixel. Soll die Kamera die Digicam ersetzen, sollte deren Auflösung mindestens zwei Megapixel betragen. Ein Zoom ist nicht so wichtig, da es für Mobiltelefone bisher fast ausschließlich Objektive gibt, die Digitalzoom, nicht aber optisches Zoom erlauben. Somit wird das Bild nur größer gerechnet und nicht wirklich an den Betrachter herangeholt, wie es beim optischen Zoom der Fall wäre. Das geht leider auf Kosten der Bildqualität.

Speicher

Um mehr als nur eine Handvoll Bilder sichern zu können, benötigt das Telefon ausreichend Speicher. Hat es diesen nicht integriert, sollte es sich mit externem Speicher über einen Steckplatz erweitern lassen. Bei einer geringen Bildauflösung der Kamera reicht bereits eine kleine Reserve für viele Bilder aus. Bei VGA-Auflösung kann man pro Bild etwa 30 bis 40 Kilobyte Platzverbrauch veranschlagen, also immerhin zwischen 24 und 36 Bilder pro Megabyte. Löst die Handyknipse die Fotos jedoch mit mehreren Megapixeln auf, wächst der Speicherbedarf schnell auf das zehn- bis 20-fache. Ergebnis: In ein Megabyte Speicher passen nur noch drei bis vier Fotos hinein.

Handy als Kameraersatz

Zahlreiche Handys sind nahezu genauso gut ausgestattet wie Digitalkameras. Sie bieten nicht nur hohe Auflösung, sondern haben auch viele Extras integriert. Dazu zählen beispielsweise ein LED-Blitz, ein Bildstabilisator, Hilfefunktionen für die Motivwahl, Schärfeoptimierung und auch eine Geo-Tagging-Funktion. Diese fügt den Bildern Positionsdaten zu, so dass sich stets herausfinden und mit Hilfe des Programms Google-Earth sogar anzeigen lässt, wo die Schnappschüsse entstanden sind. Voraussetzung dafür ist ein GPS-Modul. Außerdem muss man den Auslöser unter freiem Himmel drücken, da die Telefone innerhalb von Gebäuden keine GPS-Signale empfangen können. Beachten Sie aber, dass Bildstabilisatoren, genauso wie Zoomfunktionen meist nur digital arbeiten und somit nur bedingt nutzbar sind. Auch dauert das Auslösen einer Handykamera oft spürbar länger als bei einer Digicam.

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Digitalkameras
Speicherkarten


Display

Zu den Mobiltelefonen Relativ großen Einfluss auf die Bedienung hat das Display. So hat eine große Anzeigefläche deutliche Vorteile: Sie erhöht die Übersicht bei Texten und erleichtert die Navigation durch die Menüs. Ein großer Monitor kann mehr Details bei Fotos und Bildern darstellen und erleichtert das mobile Surfen im Internet.

Schwarzweiß spart Strom

Wer keine Kamera am Gerät möchte, kann ein Handy mit Schwarzweiß-Display wählen. Denn diese bieten einen hohen Kontrast, was gut für die Lesbarkeit von Texten ist. Zudem sind sie auch ohne Hintergrundbeleuchtung bei Tageslicht gut ablesbar. Obendrein verbrauchen sie deutlich weniger Strom als Farbdisplays und verhelfen dem Akku somit zu längerer Laufzeit. Problem allerdings: Schwarzweiß-Displays findet man bei immer weniger Mobiltelefonen und dann auch nur bei sehr mager ausgestatteten Einstiegsversionen.

Farbdisplay wichtig für Kamerafunktion

Ein Farbdisplay ist demgegenüber Voraussetzung für ein Kamerahandy. Allerdings ist Farbe allein nicht das einzige Kriterium. Entscheidend ist vor allem, wie viele unterschiedliche Farbnuancen das Display darstellen kann, damit Fotos auch gut aussehen. Bei nur 4.096 Farben wirken Fotos wenig natürlich. Vor allem Farbübergänge und -verläufe machen dies durch störende Punkte und Kanten schnell deutlich. Erst mit mehr als 65.000 Farben macht das Betrachten von Fotos Spaß. Kann das Display noch mehr unterschiedliche Farben anzeigen, wirken die Schnappschüsse natürlicher.

Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn es sich um ein TFT-Display handelt, wie es auch bei flachen PC-Monitoren eingesetzt wird. Seine Leuchtkraft stellt die Bilder mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben dar. Allerdings haben sie den Nachteil, dass sie ohne Hintergrundbeleuchtung selbst bei Tageslicht nur schwer ablesbar sind. Noch besser geeignet sind Versionen mit OLED-Display (Organic Light Emitting Diode). Sie benötigen weniger Strom für die Beleuchtung und schonen den Akku. Verwenden diese wie das TFT eine Aktivmatrix, sind optimale Darstellung und niedriger Stromverbrauch garantiert. Entsprechende Displays findet man beispielsweise unter der Bezeichnung AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode).

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Kurzmitteilungen

Zu den Mobiltelefonen Es muss nicht immer ein Anruf sein. Zuweilen genügt eine kurze Textbotschaft, um Grüße zu übermitteln oder einen Besuch anzukündigen. Auch Fotos und kurze Videosequenzen lassen sich versenden. Sie sind schneller und persönlicher als eine Postkarte vom Urlaubsort und daher ebenfalls sehr populär.

Eingabehilfen

Damit man beim Verfassen einer SMS (Short Message Service) die Tasten nicht mehrfach drücken muss, um einen bestimmten Buchstaben zu erzeugen, gehört heute eine Eingabehilfe wie „T9“ oder „iTap“ zum Standard. Diese Funktionen erkennen, welches Wort der Anwender schreiben möchte und nehmen ihm einen Großteil der Tipperei ab. Sie sind lernfähig. Das heißt, erkennen sie das getippte Wort nicht, kann man es in eine Datenbank eintragen, so dass die Eingabe fortan korrekt interpretiert wird.

In der Regel besteht eine Kurzmitteilung aus 160 Zeichen. Wer sich nicht so kurzfassen möchte, benötigt ein Handy, das die Nachricht automatisch in mehrere Mitteilungen aufteilt und gebündelt verschickt. Für den Empfang solcher extralangen Texte ist es vorteilhaft, wenn das Handy diese automatisch zusammenfügt, so dass man nicht für jeden Nachrichtenteil eine SMS aufrufen muss.

Multimedia-Mitteilungen

Einen Schritt weiter geht der EMS, der „Enhanced Messaging Service“. Mit ihm ist es möglich, kleine schwarzweiße Animationen, Bilder und auch Sounds an die Mitteilung anzufügen. In eingeschränktem Umfang können Handys mit EMS-Funktionalität auch Multimedia-Nachrichten (MMS -> Multimedia Service) empfangen. Allerdings werden sie Bilder immer nur ohne Farbe anzeigen können.

Handys mit Farbdisplay sind meist in der Lage, MMS zu versenden. Sie übertragen neben dem Text auch bunte Bilder und Animationen oder eigene Fotos, falls das Handy über eine integrierte Digicam verfügt. Einige sind sogar in der Lage, kurze Videosequenzen zu verschicken. Für eine MMS fallen allerdings höhere Übertragungskosten an als für eine reine Textmitteilung.

Handykonfiguration

In der Regel sind die notwendigen Einstellungen für den Versand von SMS und MMS bereits auf der Telefonkarte gespeichert. Falls nicht, bieten die Mobilfunkanbieter für gängige Handymodelle den Versand von so genannten Konfigurationsnachrichten über deren Webseite an. Ruft man eine solche Mitteilung auf dem Handy auf, werden alle notwendigen Einstellungen automatisch vorgenommen. Wer allerdings ein exotisches Handy verwendet, muss sich gegebenenfalls durch die Menüs hangeln und sämtliche Einträge per Hand vornehmen.


Musik und TV

Zu den Mobiltelefonen Manche Handys sind längst mehr als reine Kommunikationsgeräte, sie übernehmen zusätzlich die Rolle eines Unterhalters. Dabei konkurrieren sie mit MP3-Player, Radio und sogar dem Gameboy. Der Betrieb als MP3-Player stellt einige Anforderungen an das Telefon. Zunächst muss dieses über großen Speicher und möglichst auch über einen Erweiterungssteckplatz für Speicherkarten verfügen. Andernfalls ist der Musikspaß schon nach kurzer Zeit verflogen.

Ohne Speicher kommt ein integriertes Radio aus, dafür muss man mit Empfangsproblemen in der U-Bahn, in den Bergen und beim Joggen im Wald rechnen. Praktisch ist, wenn man das Radio über die Freisprechfunktion des Telefons nutzen kann. So kann man Nachrichten verfolgen, während das Telefon auf dem Tisch liegt. Die Tonqualität ist dabei zwar nur mäßig, zum Mitverfolgen der Ereignisse aber vollkommen ausreichend.

Klangqualität

Etwas besser ist der Sound bei Telefonen, die über Stereolautsprecher verfügen. Doch auch hier darf man keine Wunder erwarten. Insgesamt kann man sagen, dass die Klangqualität - auch beim Telefongespräch - bei größeren Handys meist besser ist als bei sehr kleinen. Denn Lautsprecher und Mikrofon büßen bei der Miniaturisierung relativ viel Qualität ein.

So klingt es besser

Wer mehr Qualität möchte, kann auf Stereoabspielstationen setzen. Das sind externe Stereolautsprecher, die eine Dockingstation für das Handy haben. Damit bieten sie etwa die Klangqualität guter Küchenradios. Ist zudem ein Radio und oder CD-Player integriert, kann solch eine Station das Küchenradio gleich komplett ersetzen. Alternative: FM-Transmitter. Durch sie gelangt die Musik über UKW-Frequenzen in jedes Radio, das sich in einem Umkreis von zwei bis acht Metern befindet. Dazu stellt man am FM-Transmitter und am Radio eine freie Sendefrequenz ein und schon gehts los. Das klappt auch im Auto. Die Klangqualität ist allerdings ein wenig schlechter als über einen Docking-Anschluss.

Drahtlose Musikübertragung ja, aber mit besserem Klang? Das geht mittels Bluetooth. Voraussetzung: Das Handy unterstützt das Advanced Audio Distribution Profile, kurz A2DP. Darüber gelangen Stereosounds in guter Qualität zur HiFi-Anlage, ins Autoradio oder auch ins Headset, also einer kabellosen Freisprecheinrichtung. (Mehr zu Bluetooth weiter unten).

Über Kopfhörer

Wenn man Musik über Kopfhörer hören möchte, sollten diese über ein integriertes Mikrofon verfügen und somit gleichzeitig als portable Freisprecheinheit nutzbar sein. So verpasst man keinen Anruf und erspart sich auch ein weiteres Kabel und den damit verbundenen Kabelsalat. Lässt sich der Mp3-Player oder die Radiofunktion zudem mit einer integrierten Weckfunktion kombinieren, ersetzt das Telefon auch noch den Radiowecker.

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Bluetooth
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Radios und Radioweckern
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Klingeltöne

Zu den Mobiltelefonen Kaum jemand möchte noch mit einem Standardklingeln auf einen Anruf oder eine Textmitteilung aufmerksam gemacht werden. Das Fiepen und Quieken früherer Handygenerationen gilt als langweilig. Heute soll es nach Musik klingen. Damit unser Ohr das auch so wahrnimmt, sind mehrstimmige - so genannte polyphone - Klingeltöne Voraussetzung. Vier gleichzeitig spielbare Töne sind allerdings recht wenig, richtig gut klingt es erst, wenn mehr als 16 Klangnuancen zugleich spielbar sind. Noch besser tönen Realtone-Handys. Diese spielen die Musik in vergleichbarer Qualität, wie sie MP3-Sound bietet.

Wer über ein Datenkabel oder drahtlosen Kontakt zum PC verfügt, kann eigene Klingeltöne erstellen und muss nicht stets zu kostspieligen Downloads von Klingeltonanbietern greifen. Das benötigte Dateiformat für die Klangdateien beschreiben die Hersteller im Handbuch oder auf deren Webseite. Falls man dort nicht fündig wird, helfen meist einschlägige Webforen weiter. Im Internet gibt es zudem zahlreiche Programme zum Erstellen von geeigneten Sounds.

Tipp: Einige Handys können sogar Töne aufnehmen und in Klingeltöne verwandeln. So kann man sich einen sehr persönlichen Ton erstellen. Und wenn man mal gar kein Gedudel möchte, leistet stiller Vibrationsalarm wertvolle Dienste.

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Spiele, Programme und Navigation

Zu den Mobiltelefonen Für Kurzweil in langweiligen Situationen sorgen Spiele. Bei zahlreichen Handys liegen diese beispielsweise im Java-Format vor, wie es auch auf dem PC verwendet wird. Dadurch lassen sich gut grafische und spielerische Details und somit aufwendigere Spiele verwirklichen, die mit einfachen PC-Games mithalten können. Oft lassen sich weitere Spiele aus dem Internet oder vom Mobilfunkanbieter gratis oder gegen Gebühr auf das Handy kopieren. Zunehmend sind Spiele und Programme speziell auf das verwendete Betriebssystem wie etwa Symbian oder Android zugeschnitten und lassen sich nur auf Telefonen verwenden, auf denen das entsprechende System zum Einsatz kommt. (Mehr zu Handy-Betriebssystemen im nächsten Kapitel.)

Die Verwendung von Java, vor allem aber sehr leistungsfähiger Betriebssysteme, erlaubt zudem die Verwendung aufwendiger Programme für Büroanwendungen oder für Zusatzdienste etwa der Positionsbestimmung und Streckenführung. Für Letzteres benötigt das Handy einen integrierten GPS-Empfänger. Theoretisch könnte es damit ein Navigationsgerät ersetzen. Doch funktionieren zahlreiche Navigationslösungen anders als von der Autolösung gewohnt.

Statt Navigationsgerät

Für die Navigation ist häufig noch der Kontakt zu einem Anbieter nötig, der die Routenberechnung gegen Zusatzkosten übernimmt und die nötigen Steuerbefehle per SMS sendet. Dabei gibt es unterschiedliche Lösungen mit vorinstalliertem Kartenmaterial auf dem Handy oder kostenpflichtig übertragenen Kartenausschnitten. Erstere Lösung ist in jedem Fall die elegantere und günstigere. Ein echter Ersatz für Navigationsgeräte sind jedoch nur Lösungen, die ohne Kontakt zu einem Provider auskommen, Karten an Bord haben und mit großem Display und deutlichen Ansagen zum Ziel führen.

Nachteil komplexer Softwarelösungen

Die Möglichkeit, komplexe Programme auf einem Mobiltelefon ausführen zu können, bringt aber auch einen Nachteil mit sich: Auf den Handys kann auch Schadsoftware laufen. Das macht sie interessant für Virenprogrammierer und Hacker, die im Mobiltelefon ein neues Angriffsziel sehen. Einfache Geräte ohne komplexe Programme sind gegen entsprechende Angriffe dagegen in aller Regel immun.

Mehr Informationen zu Navigationsgeräten


Betriebssystem

Zu den Mobiltelefonen Während man früher kaum einen Gedanken an die Software verschwendete, die ein Handy steuerte, ist durch die gewachsene Komplexität der Mobiltelefone die Frage nach dem verwendeten Betriebssystem inzwischen viel wichtiger geworden. Bei Handys, die nur fürs Telefonieren ausgelegt sind sowie häufig auch günstigen Einstiegsgeräten kommt heute wie auch früher, ein proprietäres System zum Einsatz, das jeweils nur ein Hersteller verwendet. Diese lassen sich im Normalfall nicht erweitern.

Aufwendigere Systeme findet man in der Regel in avancierteren Geräten und vor allem in Smartphones. Stark verbreitet sind Symbian, Windows Mobile und RIM Blackberry. Sehr im Kommen ist das von Google entwickelte Android-Betriebssystem.

Symbian

Vor allem bei Telefonen vom Mobiltelefon-Marktführer Nokia trifft man auf Symbian. Meistens ist dort die Version S60 vertreten. Das ist ein leistungsfähiges System, das sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Das Angebot an Zusatzsoftware ist relativ groß. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Apps (Programme) liegt unter 10.000, was im Vergleich zu den Shops von Google und Apple als eher gering einzuschätzen ist. Solche Zusatzsoftware ist sowohl gratis, als auch gegen Gebühr erhältlich.

Symbian S60 ist nicht für Touchscreens entwickelt. Es lässt sich dennoch mit Fingern oder einem Eingabestift verwenden, jedoch nicht so intuitiv wie andere Systeme. Die Bedienung ist allerdings nur mit einem Finger zurzeit möglich. Auf zwei oder mehr Finger, so genanntes Multitouch, reagiert das System nicht.

Zwei Versionen

Neben der Version S60 existiert noch Symbian UIQ. Dabei handelt es sich um eine parallel entwickelte Version, die hauptsächlich in Telefonen von Sony Ericsson und Motorola zu finden ist. Symbian UIQ kam früher mit Touchscreens zurecht als S60. Das System gilt allerdings als langsam und träge. Das Softwareangebot zur Erweiterung ist relativ gering.

Beide Symbian-Versionen erlauben den Datenabgleich mit PC-Software, etwa zum Übertragen von Notizen, Terminen oder auch E-Mail-Nachrichten. Die Hersteller beschreiten dabei jedoch unterschiedliche Wege.

Windows Mobile

Als kleines Geschwister des großen PC-Betriebssystems gleicht Windows Mobile optisch und in der Bedienung sehr der Desktop-Variante. Es soll dadurch für PC-Anwender die Bedienung so einfach wie möglich machen, da man sich kaum umgewöhnen muss. Großer Vorteil von Windows Mobile, ganz gleich welcher Version: die unkomplizierte Synchronisation mit PC-Programmen. Das betrifft vor allem den Datenaustausch mit Outlook. Reibungslos funktioniert das besonders mit einem Windows-PC. Möchte man Daten mit Programmen eines anderen Betriebssystems austauschen, etwa dem Mac OS X, klappt das nur über Zusatzsoftware.

Man trifft vor allem auf die Versionen 6.1 und 6.5. Die Version 7 wird in Kürze auf den Markt kommen und an die aktuelle Desktop-Version Windows 7 angelehnt sein. Windows Mobile 6.1 basiert auf Windows CE, das für PDAs entwickelt worden ist. Bei Einsatz eines Touchscreens erfolgt die Bedienung in der Regel per Stift, ist aber auch per Finger möglich. Die Fingerbedienung ist allerdings wenig komfortabel. Einige Hersteller, wie etwa HTC, haben jedoch eine Erweiterung für das System programmiert, die die Fingersteuerung spürbar komfortabler macht.

Bei der Version 6.5 ist die Fingersteuerung deutlich verbessert, jedoch noch nicht auf demselben Niveau wie bei Android, dem iOS und dem Web OS. Seit der Version 6.5 gibt es einen Programmshop. Das Angebot an Software ist jedoch relativ gering. Dieses soll sich mit Einführung der Version 7 ändern. Dann soll auch die Fingersteuerung mit der anderer Systeme gleichziehen.

RIM Blackberry

Das RIM-Blackberry-System ist besonders bei beruflichen Anwendern beliebt. Das liegt vor allem daran, dass das System stark auf Kommunikation und Terminverwaltung spezialisiert ist. So haben entsprechende Handys in der Regel auch eine vollwertige Tastatur integriert, mit der sich schnell und leicht Nachrichten verschicken und Termine eingeben lassen. Es gibt aber auch Modelle, die sich komplett über einen Touchscreen steuern lassen. Großer Vorteil des Systems: Der gesamte Datenverkehr findet verschlüsselt statt. Inzwischen sind die Telefone auch multimediafähig. Die Erweiterung mit Programmen über den Herstellershop ist ebenfalls möglich. Das Angebot ist mit unter 10.000 Apps mittelmäßig groß.

Android

Das von Google entwickelte Betriebssystem steht in direkter Konkurrenz zum Apple-System iOS. Es basiert auf Linux und lässt sich komplett per Multitouch, also mit einem oder zwei Fingern bedienen. Android gilt als offenes System und lässt Entwicklern große Freiheiten. Das ist ein entscheidender Grund für das rasant wachsende Programmangebot, das für dieses System zur Verfügung steht. Fast 100.000 Programme sind aktuell gegen Gebühr und auch kostenlos erhältlich.

Datenabgleich mit dem Computer klappt am einfachsten mit einem Google-Account, der aber nicht zwingend nötig ist. Ohne Account gibt es allerdings keinen Zugriff auf den Programmshop. Unterschied zu den übrigen Systemen: Die abgeglichenen Daten werden in der Regel auf den Google-Servern und nicht auf dem PC gespeichert. Das garantiert Zugriff von jedem Ort, zwingt gleichzeitig jedoch zu großem Vertrauen gegenüber dem Anbieter. Im Programmshop finden sich allerdings Tools, die lokale Datenspeicherung auf einem Computer ermöglichen.

Palm Web OS

Das Web OS von Palm ist eine Eigenentwicklung, die sich vollständig mit den Fingern über einen Touchscreen bedienen lässt. Es ist der Nachfolger des Palm OS, das früher nur in PDAs Anwendung fand. Es ist mit diesem jedoch nicht kompatibel. Um alte Programme verwenden zu können, muss man sich einen Emulator aus dem spärlich ausgestatteten Programmshop herunterladen.

Das Web OS ist multitouchfähig und beherrscht Multitasking. Es gilt als leistungsfähig jedoch auch träge. Der Datenabgleich mit dem PC ist ebenso möglich wie mit diversen Online-Services. Palm ist im April 2010 von HP übernommen worden. Wie es mit dem Web OS auf Handys weitergehen wird, ist nicht sicher.

Apple iOS

Man findet es nur bei Apples-Geräten, das iOS. Dort steckt es etwa im iPhone, dem iPod touch oder auch in dem Tablet-PC iPad. Das System gründet auf dem in Apple-Computern verwendeten Unix-Betriebssystem OS X. Der Bedienungskomfort des iOS ist bisher von den Mitbewerbern unerreicht. Es ist multitouchfähig und beherrscht seit der Version 4 auch Multitasking. Apple bietet als Erfinder des App-Store das größte Angebot an Software zur Erweiterung und Personalisierung des Gerätes. Aktuell stehen weit über 200.000 kostenlose und kostenpflichtige Apps zur Auswahl.

Der Datenabgleich funktioniert sowohl an einem Apple Computer als auch an einem Windows-PC über die Software iTunes. Direkter Abgleich ist aber auch aus anderen Programmen wie Outlook und Exchange möglich, teilweise sogar über das Mobilfunknetz.

Linux Mobile (LiMo)

Auch das kostenlose Linux findet in einigen Handys als Mobilvariante Linux Mobile Verwendung. Man trifft es aber nicht immer unter eigenem Namen an. So haben einige Handy- und Mobilfunkanbieter die Software an bestimmte Geräte angepasst und dabei einen eigenen Namen vergeben.

Im Prinzip handelt es sich um eine abgespeckte Variante des Desktop-Betriebssystems. Es ist offen für Entwickler und könnte daher künftig den Markt aufmischen. Denn der Linux-Grundgedanke liegt auf Barrierefreiheit und kostenlosen Lösungen. Bisher ist Linux Mobile allerdings nur schwach am Markt vertreten. Das Angebot an Handy-Apps ist zudem sehr begrenzt.

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Komfort

Zu den Mobiltelefonen Einige Funktionen am Handy sind mehr, andere weniger praktisch. Welche das jeweils sind, hängt meist von persönlichen Vorlieben ab. Hat man sich an einige Annehmlichkeiten gewöhnt, möchte man diese nicht mehr missen. Vor dem Kauf sollte man sich bewusst machen, welche Funktionen man selbst nicht missen möchte und bei der Auswahl gezielt danach suchen.

Sprachsteuerung

Dazu zählt beispielsweise die Sprachsteuerung. Ist sie vorhanden, kann man das Telefon Nummern wählen lassen, ohne es in die Hand nehmen zu müssen. Sehr praktisch, wenn man alle Hände voll zu tun und womöglich gerade Kettenöl oder Kuchenteig an den Fingern hat. Doppelt praktisch: eine integrierte Freisprecheinrichtung. Damit kann das Handy für das Telefonat einfach auf dem Tisch liegen bleiben. Denn sie gibt den Gesprächsteilnehmer über einen integrierten Lautsprecher so laut wieder, dass er trotz großer Entfernung des Telefons vom Ohr gut zu verstehen ist.

Ebenso praktisch ist das Aufzeichnen von Memos. Dadurch wird das Handy zum Diktiergerät und speichert nicht nur den Einkaufszettel, sondern auch wichtige Ideen, die man auf dem Heimweg keinesfalls vergessen möchte. Reicht der Speicher, kann man auch Interviews, Konferenzen oder Ähnliches mitschneiden. Schön ist auch ein ins Handy integrierter Anrufbeantworter. Er erspart den Anruf beim Mobilfunkanbieter und damit Gebühren. Ein Vorteil, der beim Auslandsaufenthalt aufgrund hoher Roaminggebühren besonders ins Gewicht fällt.

Bedienhilfen

Für unkompliziertere Bedienung bieten frei belegbare Tasten eine große Hilfe. Je mehr es davon gibt, desto besser. Sie kann man mit stets benötigten Funktionen oder Menüs belegen und kommt folglich schneller zum Ziel. Auch selbst definierbare Tastenkombinationen, mit deren Hilfe sich gewünschte Funktionen aufrufen lassen, erleichtern den intensiven Gebrauch des Handys. Bei Handys mit grafischer Benutzeroberfläche kann man häufig die Position der Programm- und Funktionsicons ändern und so die bevorzugten Funktionen auf den Startbildschirm legen.

Komfortabel ist die Push-to-Talk-Technik, die es gestattet, zwei Handys wie zwei Walkie-Talkies zu benutzen. Ein Knopfdruck genügt und man ist mit dem Gegenüber verbunden. Neben dem Handy muss aber auch der Mobilfunkanbieter diesen Service unterstützen.


Einsatzgebiet

Zu den Mobiltelefonen Um in Deutschland und Europa mobil telefonieren zu können, ist kein besonderes Mobiltelefon nötig. Inzwischen kommt jedes aktuelle Handy mit den zwei eingesetzten Frequenzbändern (Dualband) zurecht und kann im 900 und 1800 Megahertzbereich (ehemals D- und E-Netz) funken.

Wer allerdings viel um den Globus reist und sein Handy beispielsweise auch in den USA oder Asien benutzen möchte, braucht ein Gerät, das mindestens auch in einem weiteren Frequenzband Daten versenden und empfangen kann. Solch ein Triband-Modell versteht sich dann neben den genannten auch auf den 1900 Megahertzbereich. Noch vielseitiger sind Quadband-Telefone. Sie funken auch in den 850 Megahertzbereich, der ebenfalls verstärkt in den USA zum Einsatz kommt.


Surfen im Mobilfunknetz

Zu den Mobiltelefonen Das Handy wird mehr und mehr zum mobilen Webterminal, mit dem man unterwegs E-Mail empfangen und versenden und auch im Internet surfen kann. Mit der dritten Mobilfunkgeneration (3G, respektive UMTS) kann man sogar Livebilder übertragen und dem Gesprächspartner bei einem Videotelefonat in die Augen sehen.

Immer weniger Telefone funken heute nur noch im Netz der zweiten Generation (GSM -> Global System for Mobile Communications). Hier kommen als Übertragungsstandards GPRS (General Packet Radio Service) und vereinzelt auch HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) zum Einsatz. Gesurft wird nach WAP-Standard (Wireless Application Protocol). WAP erlaubt die Darstellung von speziellen Webseiten auf kleinen Handydisplays.

GPRS

Bei GPRS-Telefonen ist es wichtig, dass das Handy mehr als einen Kanal für die Übertragung zur Verfügung hat. Angegeben wird das oft durch eine Zahlenkombination wie 4+1 oder 3+2. Die erste Zahl gibt die verfügbaren Downloadkanäle und die zweite die Kanäle für den Upload an. Über jeden Kanal lassen sich maximal 14.400 Baud pro Sekunde übertragen. Das sind 14,4 Kilobit in der Sekunde.

Im ersten Beispiel würde das Telefon über vier Kanäle relativ fix Daten empfangen (57,6 Kbit/Sekunde -> viermal 14,4) aber nur langsam über einen Kanal verschicken können. Im zweiten Beispiel stehen für den Download zwar nur drei Kanäle zur Verfügung, dafür aber mit zwei Kanälen die doppelte Uploadgeschwindigkeit.

EDGE

Wer schneller surfen möchte, aber nicht auf UMTS setzen kann oder will, benötigt ein Handy, dass sich auf EDGE (Enhanced Data Rates for Global Evolution) versteht. Dabei handelt es um einen Turbo für GPRS. Durch ein höherwertiges Modulationsverfahren erreichen entsprechende Telefone Übertragungsraten von bis zu 472 Kilobit pro Sekunde - im GSM-Netz.

UMTS

Dank UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) können die Daten nur so durch die Luft flitzen und fast DSL-Surfgeschwindigkeit auf freiem Feld ermöglichen. Theoretisch kann die Technik derzeit bis zu 21,1 Megabit Daten in der Sekunde transferieren und damit jedem Provider im Festnetz Paroli bieten. In der Grundausbaustufe muss man sich allerdings auf 384 Kilobit pro Sekunde für den Download beschränken; für den Upload stehen nur 128 Kilobit, bei einigen Anbietern gar nur 64 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung.

UMTS-Turbo HSDPA

Die Mobilfunkanbieter setzen auf eine beschleunigte UMTS-Version, zu erkennen am Kürzel HSDPA. Es steht für High Speed Download Packet Access und erlaubt in der maximalen Ausbaustufe bisher Übertragungsraten bis zu 21,1 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Technisch sind zukünftig noch höhere Datenraten realisierbar. Vielerorts muss man sich jedoch auf 3,6 Mbit/s beschränken, in Ballungsgebieten stehen häufig nur bis zu 7,2 Mbit/s zur Verfügung. An mehr und mehr Orten ist es aber inzwischen möglich, mit bis zu 14,4 oder gar 21,1 Mbit/s auf das Internet zuzugreifen.

Allerdings sind das jeweils nur theoretische Werte. Effektiv bleibt davon nur etwa die Hälfte übrig, abhängig vom Aufenthaltsort. Achtung: Beherrscht ein Handy HSDPA kann es nicht automatisch mit höchstem Speed surfen. Manche Geräte beherrschen nur Geschwindigkeiten bis zu 3,6 Mbit/s. Sehen Sie deshalb genau in den technischen Daten nach.

Statt DSL?

Bei solchen Geschwindigkeiten kann man doch eigentlich den heimischen DSL-Anschluss kündigen und nur noch mobil surfen, oder? Im Prinzip ja. Problematisch könnte es allerdings bei Programmen werden, die schnelle Zugriffszeiten voraussetzen, etwa bei Onlinespielen. Denn die Mobilfunknetze haben deutliche längere Antwortzeiten (Pingzeiten) als stationäre DSL-Netze. Einige Programme interpretieren längere Wartezeiten als Verbindungsabbruch und funktionieren nicht korrekt oder nur eingeschränkt.

Weiteres Problem: UMTS ist nicht flächendeckend verfügbar. In ländlichen oder bergigen Gebieten gibt es noch zahlreiche Funklöcher. Daher ist es wichtig, dass ein UMTS-Telefon gleichzeitig noch in GSM-Netzen funken kann.

Europaweit nutzbar

UMTS ist in ganz Europa eingeführt, so dass sich auch auf Mallorca am Strand der Service nutzen lässt. Allerdings kann man nicht davon ausgehen, dass in jedem Land der Ausbau abgeschlossen ist. In einigen Ländern sind möglicherweise nur einige Ballungsgebiete erschlossen. Hinzu kommen höhere Nutzungsgebühren im Ausland. Diese sind in jedem Falle einzeln zu bezahlen. Flatrates oder in Deutschland gebuchte Datenvolumina gelten im Ausland in der Regel nicht.

In anderen Teilen der Welt ist es mitunter gar nicht möglich, UMTS nutzen zu können. Entweder ist das Netz nicht ausgebaut oder man setzt auf eine andere Technik. Selbst in den USA ist der Ausbau noch nicht flächendeckend realisiert. In Asien stößt man dagegen häufig auf technisch anders aufgebaute Netze, so dass Telefonieren und Surfen nur über langsamere GSM-Netze möglich ist.

Handy als Modem

Fast schon altmodisch klingt die Möglichkeit, das Handy zusammen mit einem Notebook als Modem einzusetzen. Dabei ist diese Funktion äußerst praktisch und kann helfen Geld zu sparen. Denn wenn das Notebook das Handy als Brücke ins Internet nutzen kann, benötigt es keinen separaten UMTS-Stick oder eine integrierte UMTS-Antenne.

Das Mobiltelefon muss für diese Art der Nutzung explizit als Modem arbeiten können. Man spricht in diesem Zusammenhang häufig von Tethering-Funktion. Die Verbindung zwischen Mobiltelefon findet entweder per Kabel oder - viel praktischer - per Bluetooth statt. Theoretisch könnte das Handy - WLAN-Fähigkeit vorausgesetzt - so auch als Router für mehrere Notebooks und WLAN-fähige Geräte arbeiten. Schön an dieser Lösung: Man benötigt keine weitere SIM-Karte. Der Mobilfunkvertrag sollte aber eine entsprechende Nutzung nicht ausschließen und möglichst eine Datenflatrate beinhalten.

E-Mailaustausch

Möchte man E-Mails mit dem Telefon senden und empfangen können, muss dieses den jeweiligen Standard des verwendeten Internetanbieters unterstützen. In der Regel arbeiten diese mit dem POP3- oder IMAP4-Protokoll.

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Lokaler Datenaustausch

Zu den Mobiltelefonen Daten kann man nicht nur über das Mobilfunknetz, sondern auch direkt zwischen Handys und wie zuvor erwähnt zwischen Handy und Notebook austauschen. Wählte man hier früher oft ein Kabel, überträgt man die Daten heute oft drahtlos. Und das nicht nur, weil es eleganter ist, sondern auch, weil man solch ein Datenkabel in der Regel zusätzlich kaufen müsste.

Infrarot

Die wenigsten Mobiltelefone besitzen noch eine Infrarot-Schnittstelle nach IrDa-Standard (Infrared Data Association). Darüber können sie Daten schicken und empfangen, allerdings nur recht langsam. Zudem muss der Gegenpart in Sichtweite und am besten gar in unmittelbarer Nähe sein, damit der Datenaustausch funktioniert. Beides Gründe, die gegen diese Art der Datenübertragung sprechen.

Bluetooth

Sehr viel komfortabler und schneller klappt der Austausch via Bluetooth. Handy und Empfänger können in der Regel bis zu zehn Meter voneinander entfernt sein und benötigen keinen Sichtkontakt. Das heißt, das Mobiltelefon kann in der Jackentasche bleiben, während es mit dem Notebook Daten austauscht. Mit einer entsprechenden portablen Freisprecheinrichtung kann das Handy ebenfalls in der Tasche verbleiben, lästige Verkabelung entfällt. Gleiches gilt natürlich auch für die Kommunikation mit anderen Handys.

Verwendet man die Bluetooth-Technik auch zu Hause am Drucker, kann man Daten direkt vom Telefon dort ausgeben. Auf dem Zubehörmarkt sind überdies eine ganze Reihe Gimmicks zu finden, beispielsweise kleine Rennwagen für den Schreibtisch, die man via Bluetooth mit dem Handy steuert.

WLAN

Besonders interessant für den Datenaustausch ist die Unterstützung von WLAN, also dem vom PC bekannten drahtlosen Netzwerkstandard. Entsprechend ausgerüstete Handys können sich in diesen Netzwerken anmelden und Daten darüber austauschen. Das hat zwei ganz entscheidende Vorteile: Die Surfgeschwindigkeit übertrifft mit bis zu 300 Mbit/s den maximalen Speed im Mobilfunknetz bei weitem und zweitens: Man surft vollkommen gratis.

Webtelefonie

Diesen Service kann man unterwegs nutzen. Einige Mobilfunkanbieter stellen ihren Kunden beispielsweise kostenlose WLAN-Zugangspunkte, so genannte Hotspots, zur Verfügung. Teilweise locken Cafés, Bibliotheken und andere Einrichtungen mit kostenlosem Webzugang. Mitunter muss man für die Nutzung eines Hotspots auch Gebühren bezahlen. Besonders schön: Manche Handys unterstützen Internettelefonie. Auf ihnen lässt sich entweder VoIP-Software installieren oder die Geräte sind bereits von Haus aus dafür ausgerüstet und müssen nur mit den Daten das jeweiligen Anbieters - wie Skype und Co. - gefüttert werden. Anschließend telefonieren Sie auch im Ausland kostenlos oder zu sehr geringen Gebühren; natürlich nur, wenn Sie über WLAN telefonieren.

Beim Benutzen öffentlicher Netze sollten Sie bedenken: Jeder im Umkreis kann surfen und somit auch Daten abfangen. Die Abfrage des Kontostandes oder der Einkauf mit Kreditkarte über das Handy stellt somit ein Sicherheitsrisiko dar.

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Handy als Organizer

Zu den Mobiltelefonen Wer braucht noch einen Filofax, wenn er ein Handy in der Tasche hat? Viele Handys können den Terminplaner komplett ersetzen. Sie verfügen über einen Kalender, einen Terminkalender, eine Aufgabenliste (To Do) mit Erinnerungsfunktion, einen Taschenrechner und einen großen Adressenspeicher. Die Erinnerungsfunktion sollte auch bei ausgeschaltetem Handy funktionieren und dieses zur gegebenen Zeit automatisch aktivieren.

Wer viele berufliche Kontakte hat, sollte darauf achten, dass der Adressspeicher ausreichend groß ist und mehr als 100 Daten speichern kann. Manche Telefone speichern 500 oder sogar 1.000 Adressen. Der Speicher auf der SIM-Karte ist nicht so interessant, denn außer Nummer und Name lassen sich dort meist keine weiteren Informationen zu einem Kontakt speichern.

Datenabgleich mit dem Computer

Wichtig ist auch der Datenabgleich mit dem PC. In der Regel verstehen sich die Handys auf den Austausch mit MS Outlook. Dafür ist selbstredend ein kabelloser oder -gebundener Kontakt mit dem Computer Voraussetzung. Den Abgleich mit einem PDA (Taschen-PC) unterstützen die Telefone meist ebenfalls.

Wer Outlook nicht einsetzt, dennoch aber seine Daten zwischen Handy und Computer abgleichen möchte, sollte ein Mobiltelefon wählen, dessen Funktionsumfang sich per Software von Drittanbietern erweitern lässt. Schauen Sie vor dem Handykauf schon, für welche Modelle ein entsprechendes Angebot vorhanden ist und für welche Telefone die Programmauswahl besonders groß und viel versprechend ist.

Flugzeugmodus

Im Flugzeug ist es meistens verboten, das Handy zu benutzen. Möchten sie dennoch auf Ihre Daten zugreifen, sollte das Handy sich in den so genannten Flugzeugmodus versetzen lassen. Dann schaltet das Telefon jeglichen eingebauten Funk ab und kann die Bordelektronik nicht mehr stören. Alle vom Funk unabhängigen Programme sind in diesem Zustand weiterhin nutzbar, so dass Sie das Telefon guten Gewissens eingeschaltet lassen können.


Smartphones

Zu den Mobiltelefonen Wahre Kommunikationsgenies sind Smartphones. Das ist eine Kombination aus Handy und Taschen-PC (PDA). Mit ihnen kann man Office-Dokumente vom PC weiter verarbeiten oder sogar neue erstellen. Ihre Datenbank- und Adressbuchfunktionen gehen im Leistungsumfang weit über die normaler Handys hinaus. Auch ihre Aufgabenverwaltung (To-Do-Liste) ist leistungsfähiger. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche Zusatzprogramme installieren. Kurz: Ein Smartphone ist nahezu ein kleiner PC mit umfassenden Kommunikationseigenschaften.

Man unterscheidet unterschiedliche Gerätekategorien. Auf der einen Seite gibt es Telefone, die um die Organizerfunktionen erweitert sind. Sie sehen aus wie ein normales Handy, sind aber häufig größer und dicker. Oft besitzen sie eine kleine Tastatur zum Ausklappen oder Einblenden auf einem großen berührungsempfindlichen Display, gelegentlich auch einen kleinen Stift zur Bedienung.

Handy im Taschen-PC-Format

Manche Smartphones sehen eher aus wie herkömmliche PDAs, die um die Handyfunktion erweitert sind. Diese Geräte sind häufig noch besser ausgestattet als die zuvor genannten. Sie verfügen über ein größeres Display, mehr Speicher und sind zuweilen sogar per Hardware erweiterbar; etwa mit einem WLAN-Modul, falls dieses nicht bereits ins Telefon integriert sein sollte. Sie eignen sich dadurch nicht nur zum Telefonieren sondern ebenfalls zum Arbeiten. Die Bedienung erfolgt häufig Stift. Oft lässt sich eine externe portable Tastatur anschließen, falls man unterwegs längere Texte schreiben möchte. Einziger Nachteil: Manchem mag es merkwürdig vorkommen, sich ein solches Gerät ans Ohr zu halten. Möglicher Ausweg: eine Freisprecheinrichtung.

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Batterielaufzeit

Zu den Mobiltelefonen Ein entscheidendes Kaufkriterium ist die Laufzeit des Handyakkus. Je länger dieser durchhält desto besser. Besonders wer viel mobil telefoniert und Zusatzfähigkeiten des Mobiltelefons nutzt, ist auf eine leistungsstarke Stromversorgung angewiesen. Zwar versprechen die Angaben der Hersteller oft tagelanges Telefonieren fernab der Steckdose, doch sind diese leider trügerisch. Sie werden unter optimalen Bedingungen gemessen. Soll heißen, das Handy befindet sich in einem bestmöglich versorgten Gebiet.

In der Realität hält man sich aber nie ausschließlich direkt neben einem Sendemast auf, so dass das Telefon mehr Energie aufwenden muss, um den Kontakt zum Mobilfunknetz zu halten. Folge: Der Akku ist schneller leer als vom Hersteller angegeben. Das gilt für Standby-Betrieb und für Gespräche. Telefonate, Websurfen (per WLAN und UMTS) und Multimediaanwendungen verbrauchen sehr viel Strom. Die Zeit zwischen den Ladeintervallen ist also stark abhängig davon, was man mit dem Telefon macht und wie oft und wie lange man telefoniert.

Herstellerangaben nur Richtwerte

Die Zeitangaben der Hersteller sind also kaum mehr als grobe Richtwerte. Um Werte zu erhalten, die näher an der Realität liegen, sollte man etwa 40 Prozent der angegebenen Zeit abziehen.

Besonders schlecht ist der Handyempfang übrigens im Auto. Ohne externen Antennenanschluss muss das Handy dort stets mit voller Leistung arbeiten, was den Akku stark belastet und zudem auch die Strahlung für die Insassen erhöht. Eine fest eingebaute Freisprecheinrichtung hilft hier, den Akku deutlich zu entlasten. Zum einen setzt ein integrierter Antennenschluss nach Außen die Sendeleistung herab, zum anderen laden die Anlagen in der Regel den Handyakku wieder auf, während das Mobiltelefon in der Halterung steckt.


Strahlung

Zu den Mobiltelefonen Beim Thema Handystrahlung sind sich die Experten nicht einig. So findet man Studien, die negative Effekte auf die Gesundheit belegen, genauso wie solche, die besagen, dass Mobiltelefonieren ungefährlich ist. Hier lässt sich somit keine generelle Aussage treffen.

Wer unsicher ist und fürchtet, dass in einigen Jahren neue Studien Spätfolgen belegen könnten, kann vorbeugen. So wird die Strahlungsintensität der Mobiltelefone in der Regel von allen Herstellern angegeben. Sie verbirgt sich hinter dem SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate). Er gibt den Wert elektromagnetischer Energie an, die in Körperwärme umgewandelt wird. Als medizinisch unbedenklich gilt eine Erhöhung der Körpertemperatur von einem Grad Celsius, was einem SAR-Wert von 0,8 Watt pro Kilogramm (W/kg) entspricht. Als Grenzwert für Mobiltelefone hat der Gesetzgeber demgegenüber 2 W/kg vorgesehen.

SAR-Wert als Entscheidungshilfe

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte also zu einem Telefon greifen, dessen SAR-Wert deutlich unter 0,8 W/kg liegt. Allerdings hat das auch einen Nachteil: Das Telefon hat aufgrund der geringeren Sendeleistung in schlecht versorgten Gebieten größere Schwierigkeit, Kontakt zum Sendemast zu halten oder herzustellen. Man landet somit öfter in einem Funkloch.

Tipp: Verwenden Sie stets eine portable Freisprecheinrichtung. Da Sie das Telefon dann nicht an den Kopf halten, ist die Strahlung Nebensache.


Verwendung im Auto

Zu den Mobiltelefonen Wer auch im Auto telefonieren möchte, benötigt eine Freisprecheinrichtung, entweder portabel oder fest eingebaut. Portable Versionen sind deutlich günstiger aber nicht so komfortabel. Stets muss man einen kleinen Kopfhörer tragen und oft mit lästigem Kabelsalat leben. Komfortable Versionen funken drahtlos via Bluetooth (siehe Kapitel „Lokaler Datenaustausch“). Allerdings muss das Handy die Technik unterstützen. Diese Freisprecheinrichtungen sind zudem etwas teurer als die kabelgebundenen.

Bei fest eingebauten Freisprecheinrichtungen steckt man das Handy einfach in eine Halterung und kann fortan bei Telefonaten frei im Auto sprechen. Ein Mikrofon wird fast unsichtbar am Rand der Windschutzscheibe befestigt und der Ton kommt aus den Radiolautsprechern. Das Radio selbst wird während des Telefonats einfach stillgelegt. Solange das Handy in der Halterung steckt, wird obendrein sein Akku aufgeladen. Praktisch, aber die kostspieligste der hier genannten Lösungen.

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