- Musik liegt in der Luft
- Streaming?
- Vorteile
- Voraussetzungen
- Übertragungswege
- Anschluss
- Musik-Server
- Formatfrage
- Alternative Multimedia-PC
- Ohne Hilfsmittel
Musik liegt in der Luft

Ist Ihre Festplatte auch voller Musik oder gar Videos? Dann kennen Sie sicher das Problem: Wenn Sie Musik von der Festplatte hören oder die letzten Urlaubsfotos oder Videofilme ansehen möchten, folgt oft der Gang zum Computer oder das Brennen der Daten auf DVD. Auf die gemütliche Couch, den großen Fernseher oder den schnellen Genuss müssen Sie verzichten oder warten, bis die Daten gebrannt sind und Sie diese über den DVD-Player genießen können.
Abkürzung Notebook Immerhin, wenn die Daten auf einem Notebook lagern, können Sie dieses eventuell an moderne Flachbildfernseher anschließen und die Daten betrachten. Aber auch dafür müssten Sie das Notebook holen, einen Platz zum Aufstellen finden und die passenden Kabel zur Hand haben.
Es geht aber auch einfacher. Statt die Daten umständlich zu brennen oder das Notebook jedes Mal anzuschließen, kann man sie auch einfach kabellos ins Wohnzimmer übertragen. Die Musik ertönt dann über die HiFi-Anlage, Videos und Urlaubsfotos zeigt das Fernsehgerät an. Dabei sitzt man gemütlich im Sofa und steuert alles mit einer Fernbedienung. Selbst Live-Musik oder Videostreams (Echtzeitübertragungen) aus dem Internet lassen sich so ins Wohnzimmer schicken.
Auf die Verbindung kommt es an Alles, was man dazu braucht, ist ein Bindeglied, das die Verbindung zwischen PC und Heimkinoanlage herstellt. Oder, wer gar keinen PC hat, kann auch auf reine Mediaserver setzten. Das sind kompakte Geräte mit eingebauter Festplatte und Netzwerktechnik, die Musik oder Videos an kleine Empfänger in den Nebenräumen senden.
Eines haben auf jeden Fall alle Lösungen gemein: Sie sind leicht zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Man muss kein PC-Spezialist sein, um Daten durch die Wohnung zu schicken. Jeder kann solch eine kleine Sende- und Empfangsanlage installieren. Man muss sich zuvor nur entscheiden, auf welche Lösung man setzen möchte. Hierbei können Ihnen die folgenden Kapitel helfen, in denen wir die Unterschiede, sowie Vor- und Nachteile der jeweiligen Möglichkeiten aufzeigen. (pr)
Streaming?

Was ist eigentlich Streaming? Dieses Wort findet man häufig im Zusammenhang mit Multimedia-Heimnetzen oder auch bei Ton- und Videoübertragungen über das Internet. Streaming kommt aus dem Englischen und meint das Übertragen von Audio- und/oder Videodaten über ein Netzwerk. Die Daten werden während des Übertragens wiedergegeben, also live oder in Echtzeit.
Für Übertragung und Empfang bedarf es eines Senders, meist Server genannt und eines Empfängers, meist Client genannt. Damit die Übertragung, also das Streaming, einwandfrei funktioniert, muss ein kontinuierlicher Datenfluss gewährleistet sein. Kommt es zu Unterbrechungen oder zur Absenkung der Datenrate gibt es Aussetzer bei Ton und/oder Bild.
Beim Mediastreaming in den eignen vier Wänden ist oft der eigene Computer der Server, der alle Daten vorhält und bei Bedarf an einen Sender schicken kann. Es gibt aber auch externe Festplatten, die diesen Job übernehmen können, so dass kein PC zur Übertragung nötig ist (siehe weiter unten).
Vorteile

Die Vorteile des Streamings liegen auf der Hand: Die Musikdaten, Bilder oder Videos lassen sich an einer Stelle zentral im Haus speichern und in jedem Raum des Hauses bei Bedarf abrufen und nutzen. Es ist nicht nötig, diese zuvor auf CD oder DVD zu brennen. Der Computer und die AV- oder HiFi-Anlage wachsen zusammen und ergänzen einander, ohne dass dabei die Ton- oder Bildqualität leidet.
Je nach verwendeter Lösung ist es zudem möglich, von unterschiedlichen Räumen gleichzeitig auf den zentralen Speicher zuzugreifen und unterschiedliche Daten abzurufen. Der Nachwuchs kann beispielsweise in seinem Zimmer Musik hören, während die Eltern im Wohnzimmer Urlaubsfotos oder einen Videofilm ansehen. Ein dritter Teilnehmer könnte zeitgleich sogar noch im Internet surfen, wenn ein ausreichend schnelles Netzwerk installiert ist.
Es gibt auch Lösungen, die es ermöglichen, Audio- und Videodaten auf portable Multimediaplayer, mobile Spielkonsolen und auch Smartphones zu senden. Bei besonders avancierten Systemen ist dieses sogar über das Internet oder Mobilfunknetz nötig. Allerdings muss dazu der Server ununterbrochen in Betrieb und mit dem Internet verbunden sein.
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Multimediaplayern •
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Smartphones
Voraussetzungen

Die Voraussetzungen fürs Mediastreaming sind abhängig vom Einsatzziel. Um etwa Daten von einem PC im Arbeitszimmer ins Wohnzimmer zu übertragen, muss dieser leistungsfähig genug sein, um Video- und Audiodaten für die Übertragung aufzubereiten, also komprimieren zu können. Hiermit sollten moderne PCs jedoch keine Probleme bekommen. Auch entsprechend leistungsfähige Notebooks können den Part übernehmen. Für unkomplizierte Aufbereitung und den Kontakt mit dem Empfänger sollten Sender und Empfänger den Standard „Universal Plug and Play“ (UpnP) unterstützen. Andernfalls wäre eine spezielle Serversoftware nötig, welche die Daten freigibt und auf Anfrage überträgt.
Netzwerkanschluss Zusätzlich braucht der Computer einen Sender, also entweder eine WLAN-Netzwerkkarte für drahtlosen Kontakt oder eine normale Netzwerkkarte plus langes Kabel für den direkten Kontakt zum Empfänger, respektive Router. Letzteren benötigt man als Verteiler und Vermittler zwischen Internet, PC und AV-Anlage. Pflicht beim Einsatz moderner Hardware ist auch der Einsatz eines modernen Betriebssystems inklusive aller erhältlichen Updates. Beim Einsatz eines alten Systems, wie etwa Windows ME/98 oder darunter, muss man mit Problemen und erhöhtem Konfigurationsaufwand rechnen.
Streamingbox Setzt man auf eine Streamingbox, die darauf spezialisiert ist, die Daten vom PC im Wohnzimmer zu empfangen und für Fernseher und Musikanlage aufzubereiten, ist eine entsprechende Serversoftware für den PC meist im Lieferumfang enthalten. Diese ist zudem auf das Zusammenspiel mit der Streamingbox optimiert, so dass kaum Probleme bei Installation und Betrieb zu erwarten sind. Um HD-Videos betrachten zu können, sollte diese auch hochaufgelöste Videodaten wiedergeben können und sich nicht nur mit PAL-Auflösung begnügen.
AV-Receiver Verwendet man im Wohnzimmer einen AV-Receiver, der über einen Netzwerkanschluss verfügt, kann auch dieser den Empfang und die Verarbeitung übernehmen. Hier gilt allerdings zu beachten, dass nicht alle AV-Receiver Bilder und Videos, die über das Netzwerk übertragen werden, verarbeiten können, sondern sich in dieser Disziplin nicht selten nur auf Musik verstehen. Auch den AV-Receivern liegt in der Regel eine Serversoftware bei, die die Kommunikation mit dem PC übernimmt.
Günstiger Einstieg Es gibt bereist ganz einfache und kostengünstige Lösungen für das Zusammenknüpfen von PC und AV-Ausrüstung. Diese bestehen beispielsweise aus USB-Sender und Empfänger plus Fernbedienung und sind im Paket schon für unter 100 Euro zu bekommen. Sie übertragen Daten kabellos entweder per WLAN oder Bluetooth. Tribut bei einigen dieser günstigen Lösungen ist jedoch die Beschränkung auf das ausschließliche Streamen von Musik.
Ständiger PC-Betrieb Bedenken sollte man bei Einbeziehung von PC oder Notebook jedoch, dass diese jeweils ununterbrochen eingeschaltet sein müssen, um darauf zugreifen zu können. Dabei altert die Hardware nicht nur schneller, das verursacht auch recht hohe Stromkosten. Hinzukommt, dass man bei dieser Lösung einen gewissen Konfigurationsaufwand mit einkalkulieren muss.
Musik-Server Um nur Musik zu übertragen, gibt es einen weiteren interessanten Lösungsansatz, der zudem gar keinen PC voraussetzt: eine Musikanlage mit interner Festplatte und Sendeeigenschaften. Dafür gibt es meist eigene Empfänger, die exakt auf das Zusammenspiel mit dem Sender zugeschnitten sind und im ganzen Haus aufgestellt oder gar an einer Wand aufgehängt werden können. Die Einrichtung von Sender und Empfänger ist ein Kinderspiel und geschieht meist vollautomatisch, so dass der Anwender keine Netzwerkkenntnisse besitzen muss (Details weiter unten).
Multimediafestplatten Eine weitere Alternative sind Multimediafestplatten, die Musik und Videos abspielen können, ohne an einen PC angeschlossen zu sein. Haben sie einen zusätzlichen USB-Steckplatz und einen Kartenleser integriert, ist es möglich, Daten auch ohne die Hilfe eines Computers per Knopfdruck auf die Festplatte zu überspielen. Manche dieser Laufwerke besitzen zudem einen Netzwerkanschluss und lassen sich als Datenspeicher für alle angeschlossenen PCs verwenden (NAS-Server). Mitunter macht die Netzwerkfähigkeit die Geräte auch zu Streaming-Clienten. Wichtig für den Komfort: Zur Steuerung durch den Festplatteninhalt, sollte solch ein Gerät eine Fernbedienung mitbringen. Praktisch ist zudem ein integriertes Display.
Lokaler Speicher Ein Streaming-Client braucht keinen eigenen Speicher. Dennoch kann es ein Vorteil sein, wenn sich eine Festplatte im Empfänger befindet und dieser auch einen Kartenleser für Speicherkarten und einen USB-Anschluss integriert hat. Eine Festplatte kann als Puffer dienen, der einspringt, wenn es bei der Datenübertragung zu Problemen kommt. Kann diese gar einen Film komplett zwischenlagern, kann man den PC nach dem Übertragen ausschalten und somit Strom sparen.
Ein Speicherkartensteckplatz erlaubt es, Bilder von der Digitalkamera anzuschließen und direkt zu betrachten, ohne diese zuvor auf den PC spielen zu müssen. Gleiches ist über den USB-Steckplatz möglich, an den sich eine Fotokamera direkt anschließen ließe.
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AV-Receivern •
Netzwerkspeicher (NAS)
Übertragungswege

Für die raumübergreifende Datenübertragung vom Sender zum Empfänger kommen drei Möglichkeiten in Betracht: Netzwerkkabel, kabellose Technik oder Übertragung über das häusliche Stromnetz.
Per Netzwerkkabel Die Kabellösung ist relativ aufwendig, da man lange Leitungen im Haus verlegen muss und das zudem möglichst unsichtbar. Zum Einsatz kommen dabei klassische Ethernetkabel, wie sie in der Computerwelt üblich sind.
Eine Kabellösung ist in jedem Falle schnell genug, um Musik und Videos zu übertragen und das sogar zu mehren Empfängern gleichzeitig. Aktuelle Datenübertragungsraten per Ethernetkabel liegen heute bei 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s), auch Fast Ethernet genannt. Moderne Netzwerke übertragen im Gigabit-Bereich mit einer maximalen Übertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Zudem ist ein kabelgebundenes Netzwerk abhörsicher. Niemand kann von außen unbemerkt eindringen und spionieren oder Daten von der Festplatte stehlen. Weiterer Vorteil einer Kabellösung: hohe Störfestigkeit. Übertragungsprobleme sind in der Regel nicht zu erwarten. Vom technischen Standpunkt aus gesehen wäre dies die beste Lösung.
Minimal-Netzwerk Möchten Sie ein Kabel von einem PC direkt zum AV-Receiver verlegen, ohne dass andere Computer oder ein Router ins Netzwerk integriert sind, müssen Sie ein so genanntes Crossover-Kabel verwenden. Das ist auch ein Ethernetkabel, bei dem jedoch die Kontakte an einem Ende im Stecker vertauscht (überkreuzt - engl. crossover) werden. Sollen allerdings mehrere Geräte ins Netzwerk, können Sie solch ein Kabel nicht verwenden. Dann ist zudem eine Schaltzentrale (Hub oder Switch) als Verteilerdose des Datenverkehrs nötig, falls der Empfänger nicht direkt mit einem Router verbunden ist. Von dem Verteiler würde ein normales Ethernetkabel zum AV-Receiver führen.
Kabellos Eleganter geht es ohne Netzwerkkabel. Hier kommen als mögliche Technik WLAN oder Bluetooth in Betracht. Aufgrund erhöhter Verbreitung und höherer Leistungsfähigkeit gilt WLAN hier als Standard und Bluetooth eher als Insellösung. WLAN kommt etwa auch zum Einsatz, wenn man drahtlos im Internet surft. Praktisch an dieser Übertragungsart ist, dass man sie mit einem kabelgebundenen Netzwerk kombinieren kann. Existiert etwa im Haus bereits ein Netzwerk auf Kabelbasis, kann man dieses einfach um eine kabellose Komponente erweitern.
Sicherheit In einem kabellosen Netzwerk sollte man jedoch verstärkt auf hohe Sicherheit achten, damit nicht Nachbarn oder Fremde sich draußen mit dem Notebook einklinken können und Zugriff auf Ihre Festplatte erhalten. Dadurch sind nicht nur Ihre Daten gefährdet, das Mitsurfen beeinträchtigt auch die Datenübertragung und kann zu Aussetzern bei Ton und Bild führen. Schalten Sie auf jeden Fall die Verschlüsselung ein und ändern Sie das Standardpasswort.
Zu Übertragungsproblemen kann es auch kommen, wenn andere Familienmitglieder drahtlos Daten austauschen oder Daten aus dem Internet laden, während Sie einen Film oder Musik ins Wohnzimmer schicken. Um das zu vermeiden, sollten Sie auf ausreichend schnelle Netzwerktechnik setzen.
Die richtige Technik Die älteste WLAN-Variante, die nach so genanntem 802.11b-Standard arbeitet, ist nur guten Gewissens zu empfehlen, wenn man lediglich Musik, nicht aber Videos übertragen möchte und niemand gleichzeitig im Internet surfen will. Sie ist zwar theoretisch mit einer maximalen Datenrate von bis zu 11 MBit/s ausreichend schnell für Videos, doch bleibt von diesem Wert in der Praxis meist nicht mehr als ein Zehntel über.
Etwas besser geeignet ist die schnellere 802.11g-Variante, die theoretisch bis zu 54 MBit/s übertragen kann und in der Praxis immerhin noch gut 20 MBit/s schafft. Das ist ausreichend für Video in PAL-Auflösung, Musik und Websurfen. Mit bis zu 300 Mbit/s bietet der 802.11n-Standard die besten Voraussetzungen für ungetrübte Medienübertragung und die Möglichkeit, gleichzeitig im Web surfen zu können. Hier ist die Bandbreite zudem ausreichend groß, um auch hochaufgelöstes Video nach HDTV-Standard zu übertragen.
Nötige Bandbreite Als Anhaltspunkte für die erforderliche Bandbreite können folgende Werte gelten: Für das Übertragen von HDTV-Signalen sind bis zu 30 Mbit/s nötig, ein DVD-Datenstrom benötigt bis zu 10 MBit/s Bandbreite. Für MPEG-2 komprimierte Daten, wie sie beispielsweise digital per Satellit gesendet werden, sind bis zu vier MBit/s nötig, vereinzelt sogar auch etwas mehr. Eine Musik-CD benötigt immerhin noch etwa 1,4 MBit/s und MP3-Dateien zwischen 128 und 320 KBit/s (Kilobit pro Sekunde).
Beachten Sie bitte: Für einen netzwerkfähigen AV-Receiver, der nur über Kabelanschlüsse verfügt, benötigen Sie zusätzlich einen Accesspoint (WLAN-Empfänger und -Verteiler), der die Daten kabellos empfängt und per Kabel weitergibt. In vorhandene Anlagen fügt sich ein spezieller Empfänger - eine Streamingbox -, der etwa wie ein Videorekorder aussieht, jedoch als Manager und Empfänger der PC Daten arbeitet, am besten ein. Solch ein Gerät verfügt meist über ein komfortables Bildschirmmenü, das man auf dem Fernseher sieht und mit einer Fernbedienung steuert. Die Bedienung ist nicht komplizierter als die eines Videorekorders und WLAN ist oft von Haus aus mit an Bord. Besitzt das Gerät zusätzlich ein eigenes Display, lässt es sich auch steuern, ohne den Fernseher dazu anschalten zu müssen.
Übers Stromnetz Elegant ist die Vernetzung über das Stromnetz, das mit Hilfe von speziellen Adaptern kurzerhand in ein Datennetz umfunktioniert wird. Da es Steckdosen im ganzen Haus gibt, muss man weder Kabel verlegen noch Antennen für drahtlosen Austausch aufstellen. Alles, was man braucht, ist ein so genannter dLAN-Adapter pro Gerät, der die Daten so aufbereitet, dass sie störungsfrei über die Stromleitungen transportiert werden können. Man findet diese Technik beispielsweise unter den Namen Powerline und HomePlug.
Einfache Verwendung Die Verbindung zwischen PC oder AV-Receiver und dLAN-Adapter stellen ein gewöhnliches Netzwerkkabel oder auch Direktverbindungen für Ton- und Videosignale her. Es gibt unterschiedliche Adapter, die sich äußerlich durch verschiedene Steckplätze unterscheiden und die man je nach Einsatzzweck auswählt. Für den PC-Anschluss wählt man beispielsweise einen dLAN-Adapter mit Ethernet-Anschluss und für den AV-Receiver einen mit Cinch-Ausgängen. Verfügt der Receiver ebenfalls über eine Ethernet-Schnittstelle, kann man auch hier einen Adapter mit dieser Schnittstelle verwenden. Selbst CD-Player lassen sich so einfach und unkompliziert ins Heimnetz einbinden. Die dLAN-Adapter steckt man einfach in die nächste Steckdose. Diese Lösung ist besonders für unerfahrene Anwender geeignet, die den Aufbau eines PC-Netzwerkes scheuen, da sie einfach und intuitiv ist.
Es ist vollkommen egal, wo sich Sender und Empfänger befinden, denn die eingespeisten Daten lassen sich an jeder Steckdose im Haus abgreifen. Der Weg zum Nachbarn ist dabei versperrt, da der Stromzähler eine natürliche Barriere darstellt, die die Daten nicht passieren können.
Übertragungsgeschwindigkeit Auch hier gilt, je mehr Bandbreite, desto besser. Greifen Sie deshalb zu Lösungen, die bis zu 200 Mbit/s oder mehr übertragen können. Denken Sie auch hier daran: Die Angaben sind immer nur theoretische Werte. Bei einer Kapazität von 200 Mbit/s bleibt in der Praxis jedoch genügend Bandbreite übrig, um sogar zwei Datenübertragungen hochauflösender Fernsehsignale nach HDTV zeitgleich durchführen zu können.
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Anschluss

Die Art der Verbindung von Netzwerkplayer mit AV-Receiver oder TV-Gerät hat Einfluss auf die Bild- und Tonqualität. Idealerweise findet diese digital statt, um Qualitätsverlust zu vermeiden. Im Prinzip reicht ein HDMI-Kabel (High Definition Multimedia Interface). Das ist der Nachfolger der bekannten Scart-Verbindung. Hierüber werden Bild und Ton (inklusive Raumklang) digital übertragen. HDMI wird in Zukunft Voraussetzung für hochauflösendes Fernsehen nach HDTV-Standard sein, da dieser Anschlusstyp auch kopiergeschützte Signale kontrollieren und verarbeiten kann.
Für ältere Geräte ist die Scart-Verbindung wichtig. Auch darüber fließen Bild und Ton gemeinsam. Eine Alternative sind die getrennte Übertragung von Audio und Video. Beste analoge Bildqualität verspricht die YUV-Verbindung, auch Komponentenverbindung genannt. Etwas schlechter arbeitet die S-Video-Buchse. Der Ton muss bei beiden getrennt übertragen werden. Dies geschieht analog per Cinch-Kabel oder digital per koaxialem oder optischem Kabel.
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Musik-Server

Es gibt auch Streaming-Lösungen, die sich ausschließlich auf das Übertragen von Musik beschränken. Einige davon setzen sogar gar keinen PC voraus. Diese sind besonders geeignet für alle, die keinen PC besitzen und nur ihre MP3-Songs im ganzen Haus hören möchten. Auch für alle, die nur Musik verteilen und den PC nicht ständig in Betrieb haben möchten, ist diese Lösung eine gute Alternative.
Dieser Weg ist zudem ideal für alle, die keine PC-Kenntnisse haben und sich nicht um die Vernetzung kümmern wollen. Denn in der Regel konfigurieren sich diese Geräte selbst. Also, einschalten und genießen.
Steuerzentrale Herz solch einer Lösung ist oft eine zentrale Anlage, die CDs digitalisieren kann und auf einer internen Festplatte in komprimierter Form, etwa als MP3s, ablegt. Kleine Empfangseinheiten, mit oder ohne eigenen Lautsprecher lassen sich frei im Haus verteilen. Sie verfügen über Bedienelemente und oft auch über ein Display, mit deren Hilfe Sie die Zentralstation fernsteuern können. Die Datenübertragung erfolgt in der Regel kabellos per WLAN-Technik.
Es sind meist mehrere Empfänger anschließbar, die oft auch zur gleichen Zeit unterschiedliche Musik empfangen können. Auf Wunsch geben auch alle dieselbe Musik wieder, was ideal für große Partys ist. Einige Systeme können die Musik sogar mitwandern lassen, so dass man Musik aus Raum eins beim Wechsel in Raum zwei an derselben Stelle weiterhören kann. Es gibt sogar Lösungen, die einen entsprechend ausgerüsteten Radiowecker mit einbinden können. Dieser erhält dann zur Weckzeit die zuvor eingestellte Musik vom Server.
Ausstattung studieren Wer solch eine Anlage interessant findet, sollte aber zuvor die technischen Daten genau studieren, denn es gibt Zentraleinheiten, die sich weigern, selbst gebrannte CDs in MP3-Files umzuwandeln. Andere wiederum sind sogar offen für weitere Geräte. So lassen sich Plattenspieler oder auch Kassettendeck anschließen und dadurch ganz leicht digitale Kopien alter Musikschätze anlegen. Praktisch sind auch USB-Anschlüsse, um den MP3-Player betanken zu können. Die Ausstattungsdetails zu studieren, kann sich also lohnen, besonders da es auch Empfangsmodule gibt, die keine Steuerungsmöglichkeit bieten und nur das wiedergeben können, was an der Sendeeinheit eingestellt wird.
Streaming im HiFi-Lager Auch die klassische HiFi-Branche beginnt auf den Trend des Datenaustausches zu setzen und bietet zunehmend Geräte an, die Daten senden und empfangen können. Interessanterweise gehen die Geräte einiger Hersteller hier auch den umgekehrten Weg bei der Übertragung und stellen Musik dem PC oder Mac zur Verfügung, statt nur Empfänger zu sein; ein Zwei-Wege-System. Ziemlich praktisch, denn so kann man ein Backup seiner Musiksammlung auf den PC kopieren. Denn auch im Musikserver leben Festplatten nicht ewig.
Im HiFi-Lager findet man auch Lösungen, die das Stromnetz verwenden und den dazu nötigen dLAN-Adapter im Gehäuse integriert haben. Sender und Empfänger können also bereits kommunizieren, wenn die Geräte ganz normal an die Steckdose angeschlossen sind. Pfiffig!
Eine Alternative für iPod-User: Pro Raum eine Dockingstation und Aktivlautsprecher aufstellen. Da lässt sich zwar keine Musik übertragen, doch muss man nur den iPod mitnehmen, in der nächsten Station einstecken und kann seine Musik dort weiterhören.
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Funknetzwerken •
Stromnetzwerken •
MP3-Playern •
Lautsprechern (PC) •
Lautsprechern (HiFi) •
HiFi-Anlagen Zu Dockingstationen für MP3-Player
Formatfrage

In der Regel spielen Mediastreamer gängige Audio- und Videoformate ab. Eine genaue Kontrolle der unterstützten Formate sollten Sie aber dennoch vornehmen. Nur so können Sie sicherstellen, dass böse Überraschungen ausbleiben. Für Videostreams sind hier sämtliche MPEG-Formate zu nennen, also MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4. Hinzu kommen H.264, WMV, WMV-HD, DivX, Xvid und MOV. Bei den Audiosignalen sind neben MP3, AAC, WMA, WMA Pro und WAV wichtig. Kann das Gerät auch Ogg Vorbis, AC3 und FLAC wiedergeben, ist das ein Vorteil. Haben Sie Musik in einem Onlinestore erworben, ist diese in der Regel mit einem Kopierschutz versehen. Dieser sollte für den Streaming-Client kein Hindernis darstellen.
Pflicht für die Fotoanzeige ist die Unterstützung der Bildformate JPG, BMP, TIF, GIF und PNG. Die Fotos sollten sich zudem als einzelne Standbilder, in einer Katalogansicht, also mit mehreren kleinen Vorschaubildern, wie auch als Diashow anzeigen lassen. Wichtig für eine Diashow: Für Abwechslung sorgen eine frei wählbare Anzeigezeit sowie einstellbare Bildübergänge. Ein Mehrwert ist eine mögliche Musikuntermalung von gespeicherten Liedern oder Musik aus dem Netzwerk. Das Gerät sollte die Fotos zudem automatisch passend auf die Bildschirmgröße skalieren können.
Weiterer Vorteil: die Möglichkeit, Livestreams von Webradiostationen wiedergeben zu können. Kann der Client diese selbst empfangen und verwalten, ist es nicht nötig, dass der sendende PC dazu eingeschaltet ist.
Alternative Multimedia-PC

Es geht auch anders. Statt auf die minimalistische Musiklösung zu setzen oder Daten aus dem Arbeitszimmer ins Wohnzimmer zu übertragen, kann man gleich einen kompletten Computer im Wohnzimmer aufstellen. Dafür gibt es speziell ausgerüstete und designte Geräte, die an den Betrieb neben dem Fernseher angepasst sind. So sind etwa keine Lüfter oder nur sehr leise Versionen verbaut und oft auch sehr leise arbeitende Festplatten und DVD-Laufwerke. Hinzukommt eine spezielle Betriebssystemversion, die sich per beiliegender oder optional erhältlicher Fernbedienung steuern lässt und die Musik, Video- und Bildausgabe komfortabel steuert.
Ersatz für AV-Anlage Solch ein Mediacenter kann nicht nur gespeicherte Daten wiedergeben, sondern auch den Fernsehempfang übernehmen, die Musikanlage steuern, als digitaler Videorekorder arbeiten, inklusive der Möglichkeit zeitversetzt Fernsehen zu gucken. Kurz: Solch ein PC kann fast die komplette AV-Anlage ersetzen. Das macht ihn nicht nur für kleinere Wohnzimmer interessant, in denen kein Platz für zahlreiche Einzelgeräte ist.
Vollwertiger PC Da es sich um einen vollwertigen PC handelt, kann dieser auch Xbox, Playstation und Co. ersetzen, da sich sämtliche verfügbaren PC-Games darüber spielen und am Fernseher anzeigen lassen. Auch E-Mails kann man vom Sofa aus schreiben, idealerweise mit einer kabellosen Tastatur. Elektronischer Postverkehr klappt zumindest, wenn man dem Computer einen Internetanschluss spendiert. Das ist jedoch sehr anzuraten, auch wenn man gar keine AV-Daten aus dem Web laden möchte. Denn der Anschluss wird bereits zu Beginn benötigt, wenn Windows aktiviert werden muss. Auch für das regelmäßige Einspielen von Updates und Patches oder neue Hardwaretreiber ist der Zugang wichtig.
Windows Media Center Edition Als Betriebssystem kommt idealerweise Windows Media Center Edition von Microsoft zum Einsatz, da es sehr gut auf den Multimediabetrieb abgestimmt ist und eine geeignete und intuitive Bedienoberfläche bietet. Zu Zeiten von Windows XP musste man die Media Center Edition noch getrennt erwerben. Seit Windows Vista gehört diese ab der Version Home Premium zum Lieferumfang. Man findet aber auch herstellereigene Systemlösungen mit eigener Benutzeroberfläche, die ebenso gut ihren Dienst tun. Tüftler finden im Internet sogar kostenlose Programme, die Linux-PCs in echte Multimediacenter verwandeln. Hier sind aber sehr gute PC-Kenntnisse gefragt.
Anschlussfreudige Grafikkarte Die PCs benötigen eine Grafikkarte mit TV-Ausgang, um Daten direkt auf dem Fernsehschirm darstellen zu können. Am besten geeignet ist ein HDMI-Ausgang. Darüber lässt sich die Grafikkarte direkt mit einem entsprechend ausgestatteten AV-Receiver oder einem Fernseher verbinden.
Hat man eine Satellitenanlage installiert, ist eine digitale Empfängerkarte für den PC eine interessante Erweiterung. Denn das wäre eine relativ günstige Möglichkeit, HDTV-Signale zu empfangen und sogar aufzeichnen zu können. Normale digitale Programme empfinge solch eine Karte selbstredend auch. Digitale Satelliten-Empfänger gibt es auch als externe Erweiterung für PC und Mac. Sie verbindet man in der Regel per USB-2.0-Port mit dem Computer.
Alternative Notebook Wer nicht dauerhaft einen PC im Wohnzimmer stehen haben möchte oder dafür keinen Extra-Rechner anschaffen will, kann auch auf ein Notebook mit TV-Ausgang setzen. Es lässt sich im Arbeitszimmer verwenden und für den Fernsehabend einfach ins Wohnzimmer transportieren. Dort einfach das entsprechende Kabel ans TV-Gerät anschließen und genießen. Auch hier macht eine Fernbedienung die Bedienung vom Sofa aus komfortabel.
Fazit Auf einen Multimedia-PC zu setzen, besonders wenn es sich um einen Zweitrechner handeln sollte, ist eine der teureren Lösungen, da man einen komplett neuen PC inklusive aller nötigen Hardware anschaffen muss. Wer jedoch sein Wohnzimmer in ein kleines Heimkino ausbauen möchte und noch keine entsprechende AV-Anlage hat, kommt relativ günstig an eine gute Komplettlösung, die sogar günstiger sein kann als manch ausgewachsene Anlage.
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Notebooks Zu den Betriebssystemen Zu den TV-Karten
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Nicht immer ist die Anschaffung eines Gerätes nötig, um Daten vom Arbeitszimmer ins Wohnzimmer schicken zu können. Manche Heimkinotechnik hat bereits einen Streaming-Client integriert. Relativ häufig findet man die entsprechende Technik bei modernen Fernsehern. Hier trifft man etwa auf das Buchstabenkürzel DLNA. Das steht für „Digital Living Network Alliance“ und bezeichnet ein Konsortium von Herstellern, die die Streaming-Technik in ihre Produkte integriert haben.
Entsprechende Geräte besitzen einen Netzwerkanschluss. Dies kann ein Ethernet-Steckplatz, eine integrierte WLAN-Antenne oder ein Anschluss für eine WLAN-Antenne sein, die als Option erhältlich ist. Das TV-Gerät wird wie ein PC in das Netzwerk eingebunden und empfängt Daten von einem PC oder anderem kompatiblen Sender.
Auch andere Geräte sind mitunter DLNA-fähig. Beispielsweise findet man die Netzwerkfähigkeit bei AV-Receivern oder auch Blu-ray-Playern. Hier ist es nicht nötig, dass der Fernseher die Signale selbst verarbeiten kann, er bekommt sie wie andere Daten auch vom jeweiligen Empfänger per Kabel zugespielt.
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