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Kaufberatung Kassensysteme

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Kassensysteme und -komponenten


Wer verkauft, braucht eine Kasse – Kleinbetriebe eine Registrierkasse, größere Unternehmen ein ausgewachsenes Kassensystem. Doch was muss eine Registrierkasse können und welche Ausrüstung ist für ein Kassensystem wichtig? Antworten auf diese Fragen und zahlreiche praktische Tipps gibt diese Kaufberatung.


Kaufberatung Kassensysteme


Zu den Kassensystemen


  1. Damit die Kasse klingelt
  2. Bedarfsanalyse
  3. Registrierkassen
  4. PC-Kassen/POS-Systeme
  5. Welcher Kassentyp (POS)?
  6. Drucker
  7. Tastatur
  8. Barcodescanner
  9. RFID-Funklösungen
  10. Sicherheit
  11. Smartphone und Tablet
  12. Tipps
  13. Fazit

Damit die Kasse klingelt

Zu den Kassensystemen Ob Kiosk, Konditor oder Kaufhaus, überall wo Bargeld fließt, ist eine Kasse nötig. Nicht nur um einen Aufbewahrungsort für Scheine und Münzen zu haben, sondern vielmehr auch, um den Geld- und Warenfluss nachvollziehen zu können und um eine ordentliche Buchführung machen zu können. Zudem helfen Kassen bei der Tagesabrechnung und erleichtern die Abrechnungen mit dem Finanzamt.

Kasse ist jedoch nicht gleich Kasse. Neben der guten alten, autarken Registrierkasse haben sich längst komplette Kassensysteme etabliert, die über Netzwerke stets Kontakt zum Warenlager und zum Lieferanten halten. Solche Komplettsysteme helfen dabei, die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und dadurch Zeit und Geld zu sparen.

Das System muss passen

Auf der anderen Seite ist ein mächtiges Kassensystem kein Garant für ideale Arbeitsabläufe und Warenströme. Denn Lösungen, die nicht optimal an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst sind, führen oft zu lästigem Mehraufwand und kosten somit unnötig Geld.

Überhaupt sind Kassensysteme nicht für jeden Einsatzzweck ideal; meist profitieren nur mittlere und größere Unternehmen davon. Ein kleiner Ein-Mann-Betrieb dürfte vermutlich mit einer leistungsfähigen Registrierkasse besser bedient sein.

Wir durchleuchten daher die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Lösungen und helfen Ihnen mit dieser Kaufberatung, die beste Lösung für Ihren Betrieb zu finden. (pr)


Bedarfsanalyse

Zu den Kassensystemen Um entscheiden zu können, ob Sie besser auf eine Registrierkasse oder ein komplettes Kassensystem setzen, sollten Sie zunächst damit beginnen, sämtliche Anforderungen, die Sie an eine entsprechende Lösung haben, zu notieren und daraus ein Ziel zu ermitteln. Denn allzu leicht lässt man sich von den Möglichkeiten, die einige Lösungen bieten, blenden und kauft etwas, das im Betrieb schnell mehr Ärger als Freude macht.

So sind zu groß dimensionierte Lösungen oft wahre Zeitvernichtungsmaschinen. Zu lange muss man sich mit den unzähligen technischen Raffinessen beschäftigen, ohne wirklichen Nutzen davon zu haben. Hinzu kommt eine langwierige Einarbeitung von eventuellen Mitarbeitern.

Auf der anderen Seite bremsen unterdimensionierte Kassen die Arbeitsablaufe unnötig aus oder führen durch vermeidbare Zusatzarbeiten, die man am Schluss eines Arbeitstages oder zum Monatsende ausführen muss, zu unnötigen Kosten und Unzufriedenheit.

Es ist also wichtig, sich die Zeit für eine genaue Bedarfsanalyse zu nehmen.


Registrierkassen

Zu den Kassensystemen Sie ist noch längst nicht tot, die gute alte Registrierkasse, mittlerweile auch bekannt unter dem Kürzel ECR. Das steht für Electronic Cash Register und bedeutet nichts anderes als elektronische Registrierkasse. Inzwischen ist sie nur etwas moderner geworden und kann es mitunter mit leistungsfähigen Konkurrenzsystemen aufnehmen. So sind besonders potente Modelle inzwischen zu kleinen Kassensystemen erwachsen, von denen sich manche sogar in größere Netze integrieren lassen. Grund genug also, diese Gattung eines näheren Blickes zu würdigen.

Ideal für kleine Betriebe

Eine Registrierkasse ist meist gut geeignet für kleinere Betriebe, die nur über eine Kasse verfügen und deren Jahresumsatz etwa bis 250.000 Euro reicht. Die Bedienung ist in der Regel recht unkompliziert und leicht zu erlernen.

Man unterscheidet hier grundsätzlich zwei unterschiedliche Kassentypen: numerische und alphanumerische Kassen. Numerische Kassen sind meist kleiner und relativ günstig. Sie sind nur in der Lage Zahlen zu drucken. Buchstabendruck beherrschen sie nicht. Somit sind damit keine vom Finanzamt anerkannten Quittungen druckbar. Numerische Registrierkassen eignen sich vielmehr für alle Orte, an denen keine entsprechenden Quittungen nötig sind. In Frage kommt etwa der Einsatz als Getränkekasse und für die Leergutrücknahme. Bei numerischen Kassen setzt man beim integrierten Druckwerk zumeist auf die relativ laute Nadeldrucktechnik.

Buchstabendruck inklusive

Benötigen Sie Buchstabendruck, sollten Sie auf alphanumerische Registrierkassen setzen. Sie können vom Finanzamt anerkannte Quittungen drucken. Dafür sind sie etwas teurer als die zuvor Genannten. Weiterhin haben Sie häufig die Wahl zwischen unterschiedlichen Druckwerken. In günstigeren Modellen steckt zumeist die lautere Nadeldrucktechnik. Nahezu lautlos geben demgegenüber Kassen mit Thermodruckern die Belege aus. Kaufberatungstipp: Legen Sie Wert auf Ruhe, sollten Sie solch eine Lösung vorziehen. Allerdings können Thermodrucker bei sehr warmer Umgebung, etwa in Küchen oder unter starker Sonneneinstrahlung, Probleme machen und unleserliche Quittungen ausgeben.

Vom Finanzamt anerkannte Belege

Möchten Sie steuerlich absetzbare Belege ausgeben können, muss die Kasse nicht nur Texte drucken können, sondern diese zudem alle gesetzlich erforderlichen Angaben erhalten. Dazu zählen Namen und Adresse der Unternehmung, Steuernummer, Rechnungsdatum, laufende Rechnungsnummer, Artikel mit Nennung von Art und Menge, der verwendete Mehrwertsteuersatz inklusive des entsprechenden Betrages, die Nettosumme und die Totalsumme. Damit das Finanzamt die Belege akzeptiert, muss die Kasse vom Amt zugelassen sein.

Moderne Registrierkassen lassen sich oft mit externen Geräten erweitern. So lassen sich etwa Barcodescanner anschließen, externe Drucker, Lesegeräte für Kredit- und Scheckkarten oder gar ein Netzwerk für einen Verbundbetrieb mit anderen Kassen oder kompletten Kassensystemen. Kaufberatungstipp: Benötigen Sie weitere Geräte oder möchten Sie sich deren Anschlussmöglichkeit offen halten, achten Sie auf ausreichend Kontakte. Praktisch ist auch eine PC-kompatible Kasse. Sie lässt sich meist einfach und unkompliziert mittels PC-Software programmieren.

Tages- und Monatsberichte

Möchten Sie sich die manuelle Erstellung von Tages- und Monatsberichten ersparen, sollten Sie auf die Möglichkeit der automatischen Generierung entsprechender Rapporte durch die Kasse achten. Wichtig kann zudem ein leuchtstarkes Display sein, besonders dann, wenn Sie die Kasse in dunklen oder sehr hellen Umgebungen aufstellen wollen. Ein Display für die Kunden sollte ebenfalls nicht fehlen, damit diese den Abrechnungsvorgang verfolgen und eventuell auftretende Fehler sofort melden können.

Die Kassenschublade

Kaufberatungstipp: Achten Sie auch auf ausreichend viele Fächer in der Kassenschublade. So ist es praktisch, wenn hier nicht nur Scheine und Münzen Platz finden, sondern auch Kreditkartenbons, Gutscheine und andere Papiere. Vorteilhaft sind zudem frei belegbare Tasten, auf die sich stets einzugebende Waren oder Abläufe legen lassen, so genannte PLUs (Price Look-Ups). So müssen Sie sich nicht sämtliche Preise merken und können den Bezahlvorgang beschleunigen. Solche Tasten kommen besonders auch branchenfremden oder ausländischen Mitarbeitern zugute.

Zu
Registrierkassen
Kassenanzeigen


PC-Kassen/POS-Systeme

Zu den Kassensystemen Komplexe Kassensysteme sind die großen Geschwister der Registrierkassen. Man findet sie zuweilen auch unter der Bezeichnung PC-Kassen oder POS-Systeme, was für Point of Sale steht und wörtlich übersetzt Verkaufspunkt bedeutet. Solch ein System vereint die Zahlungsabwicklung sowie die Buchführung der Unternehmung. Dazu zeichnet es sämtliche Verkaufsinformationen auf, berechnet und verwaltet Steuerforderungen und -schulden und erstellt Verkaufsberichte. Zudem kann es den Lagerbestand verwalten, automatisch knapp werdende Waren beim Lieferanten nachbestellen, Kaufgewohnheiten von Kunden ermitteln und detailliert darüber Auskunft geben.

Für mittelgroße und große Unternehmen

Geeignet sind Kassensysteme für mittlere und größere Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab zirka 250-300.000 Euro. Bei den Zielgruppen unterscheidet man dabei grundsätzlich zwischen zwei Bereichen: dem Einzelhandel und dem Hotel- und Gaststättengewerbe, die jeweils unterschiedliche Anforderungen haben.

Für den Einzelhandel

Im Vergleich hat der Einzelhandel geringere Anforderungen an ein Kassensystem, da der Verkauf umgehend abgeschlossen wird und das Sortiment weniger stark schwankt. Die Systeme des Hotel- und Gaststättengewerbes müssen demgegenüber Sonderwünschen besser Rechnung tragen, Bestellungen direkt in die Küche weiterleiten und den Zeiteinsatz berücksichtigen können. Gleichzeitig müssen die Systeme mehrere Kellner verwalten und alle Umsätze Gästen und Kellnern direkt zuordnen können.

Für das Hotel- und Gaststättengewerbe

Im Hotelgewerbe stellt die automatische Verwaltung der Gäste zudem gesonderte Anforderungen, etwa durch die Kombination entstehender Kosten, die zu einem späteren Zeitpunkt gesamt gezahlt werden sollen. So sollen sich Übernachtungskosten und hausinterne Bar- und Restaurantbesuche automatisch addieren und vollständig abrechnen lassen.

Dass solche Komplexität höhere Anschaffungskosten nach sich zieht, als eine Registrierkasse ist schnell klar. Dafür bekommen Sie allerdings auch Zugriff auf die soeben genannten Vorteile. Interessant ist zudem die ständige Möglichkeit der Analyse. So sind Sie durch eine Verbindung zwischen Kasse und Lagerbestand stets über den Warenbestand auf dem Laufenden und können rechtzeitig nachbestellen oder gar das System diesen Job vollautomatisch durchführen lassen.

Korrekte Abrechnung

Vorteilhaft ist weiterhin, dass alle Artikel im System gespeichert sind und zur Abrechnung durch Ziffern- oder Buchstabeneingabe aufgerufen werden müssen. Dadurch wird stets korrekt abgerechnet. Falsche Preise oder Schätzpreise der Angestellten sind nicht mehr möglich.

Weiterhin ist jederzeit eine Kontrolle möglich, die zeigt, wie viel eines Produktes innerhalb einer frei wählbaren Zeitspanne verkauft worden ist und zu welchem Zeitpunkt die meisten Artikel über den Ladentisch gehen. Erweiterbar ist solch eine Prüfung um Kundendaten. So lässt sich nachvollziehen, welcher Kunde was wann gekauft hat. Das erschließt die Möglichkeit, kunden- oder käuferschichtspezifische Werbekampagnen zu starten. Praktisch ist auch ein verringerter Zeitaufwand für Inventuren und die ständig mögliche Kontrolle des gesamten Bargeldbestandes in den Kassen.

Personalisierte Zugänge

Den Zugang zur Kasse durch Mitarbeiter können Sie zudem von einer Anmeldung abhängig machen. So verfolgen Sie leicht, welche Menge eines Artikels ein Verkäufer zu welchem Zeitpunkt verkauft hat. Ebenso leicht lässt sich ermitteln, bei wem Fehler oder Unregelmäßigkeiten aufgetreten sind. Der Zugang zur Kasse ist in solch einem Fall abhängig von der Eingabe eines Passwortes oder einer Geheimzahl. Es existieren auch Hardwareschlüssel, auf denen die nötigen Zugangsdaten gespeichert werden. Um die Kasse freizuschalten, muss dieser dauerhaft oder kurzzeitig Kontakt zur Kasse haben. Den personengebundenen Zugang nennt man auch Clerk Identification System.

Zu
Bargeldhandling
Kassenschubladen


Welcher Kassentyp (POS)?

Zu den Kassensystemen Haben Sie sich für ein Kassensystem entschieden, bestimmen Sie, ob Sie auf fertige Lösungen setzen oder ein modulares System aus einem Standard-PC und entsprechenden Komponenten aufbauen möchten. In größeren und großen Unternehmen wird man vermutlich stets auf Komplettsysteme eines Herstellers setzen, was große Vorteile bietet. Dazu später mehr.

Kaufberatungstipp: Für mittelgroße Unternehmen, die den Übergang von Registrierkassen zu einem Kassensystem erwägen, kann aber der Einsatz selbst zusammengestellter Komponenten interessant sein. Größter Vorteil ist hier der Preis. Denn Sie können auf günstige PC-Schnäppchen setzen und auch bei der Auswahl der weiteren Komponenten einiges sparen. Dadurch haben Sie obendrein die Möglichkeit, das Kassensystem sehr speziell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Voraussetzung für solch ein System ist jedoch, dass Sie sich mit Computern relativ gut auskennen müssen.

PC-Kasse

Eine PC-Kasse ist modular aufgebaut. Das bedeutet, an den Rechner finden weitere externe Geräte Anschluss. Dazu zählen Drucker, Bildschirm, Anzeige für den Kunden, Tastatur, Barcodescanner, Geldschublade und eventuell ein Modem. Eine Netzwerkkarte ist ebenfalls nötig, wenn Daten an einen Zentralrechner übermittelt werden sollen. Hierüber lassen sich auch von einem entfernten PC neue Artikel oder veränderte Preise direkt in die Kasse übertragen. Zum Betrieb benötigen Sie darüber hinaus auch Betriebssystem und Software.

Das richtige Betriebssystem

Für die Auswahl des Betriebssystems gibt es einiges zu bedenken. Möchten Sie auf das günstige DOS setzen, ist die Auswahl der zur Verfügung stehenden Drucker sehr gering, da moderne Geräte meist nur über Windows-Treiber verfügen. Windows ist folglich unkomplizierter, wegen der großen Verbreitung jedoch auch anfälliger für Viren. Als Alternative bietet sich beispielsweise Linux an. Das Betriebssystem ist kostenlos und kaum der Virengefahr ausgesetzt. Linux erfordert allerdings einiges mehr an Expertenwissen als Windows. Ein möglicher Ausweg könnte hier der Kauf eines vorkonfigurierten Linux sein, das dann jedoch nicht mehr kostenlos ist.

Auch für das Mac-OS gibt es Lösungen, um Apple-Computer als PC-Kasse einsetzen zu können. Das Softwareangebot ist allerdings relativ begrenzt, so dass Sie gegebenenfalls einen höheren Preis oder Einschnitte bei der Ausstattung in Kauf nehmen müssen, da nicht selten geeignete Alternativen fehlen.

Nachteile Standard-PCs

Insgesamt sind Standard-PCs jedoch weniger für den Einsatz als Kassensystem geeignet. Hauptgrund: Sie sind nicht für langen Dauerbetrieb ausgelegt und weniger robust als speziell angepasste Hardware. Einzelteile wie etwa Festplatte oder auch Lüfter sind anfällig für Schäden und müssen vermutlich mit der Zeit ausgetauscht werden. Obendrein haben aktuelle PCs nicht selten einen hohen Stromverbrauch und benötigen viel Platz zum Aufstellen. Störend ist auch häufig ein hoher Lärmpegel der Geräte, der schnell stark ansteigt, wenn mehrere PC-Kassen in einem Verkaufsraum ihren Job tun.

Problematisch ist zudem die Temperaturentwicklung. So sind Standard-PCs nicht an hohe Temperaturen angepasst. Als Obergrenze für lang anhaltenden, fehlerfreien Betrieb gelten hier 35 Grad Celsius. Nur spezielle PCs für den Einsatz in Kassen arbeiten demgegenüber meist bis zu 40 Grad Celsius dauerhaft zuverlässig.

Kabelsalat

Der Kabelsalat, der beim Anschluss eines Computers entsteht, birgt darüber hinaus die Gefahr, daran hängenzubleiben und dann sich selbst und der Hardware zu schaden. Unbemerkt können so auch Stecker gelockert werden, was zu Fehlfunktionen oder Ausfall führen kann. Problematisch sind auch Standard-PC-Tastaturen. Sie verschmutzen sehr schnell. Besondere Probleme können dann entstehen, wenn lose Waren verkauft werden, etwa Brot, Käse, Fleisch und anderes.

Spieltrieb der Angestellten

Nicht unterschätzen sollten Sie die Gefahr, dass Angestellte in Arbeitspausen Software installieren oder im Internet surfen. Dadurch werden die Geräte schnell instabil und die Gefahr eines Virenbefalls steigt. Daher sollten Sie stets das CD-/DVD-Laufwerk entfernen, USB-Ports verschließen und eine aktuelle Antivirensoftware einsetzen.

Eine Hürde gilt es auch bei der Auswahl der entsprechenden Kassensoftware zu überwinden. Zunächst einmal müssen Sie sich selbst um deren Auswahl kümmern. Hinzukommt die korrekte Installation und Konfiguration. Dabei sollten Sie unbedingt auf etwaige Inkompatibilitäten mit allen verwendeten Geräten achten, andernfalls drohen Probleme. Nicht vergessen dürfen Sie, dass Sie oft für jede Kasse eine eigene Lizenzgebühr entrichten müssen.

Ungünstig für unerfahrene Anwender

Für unerfahrene PC-Anwender gilt vor allem zu bedenken, dass bei einer selbst zusammengestellten Lösung kein Support für das gesamte System verfügbar ist. Sie haben immer nur Anspruch auf bestimmte Teilbereiche. Um das reibungslose Zusammenspiel müssen Sie sich selbst kümmern.

Vorteil Komplettlösung

Wer kein PC-Freak ist, sollte daher besser in spezielle Geräte investieren, die für den Kasseneinsatz optimiert sind und die komplette Funktionalität einer PC-Kasse von Haus aus mitbringen. Einige umschiffen etwa die Gefahr des schnellen Festplattentods durch Dauereinsatz, indem sie auf Flashspeicher setzen, wie man ihn auch bei USB-Sticks oder SSDs verwendet. Hier gibt es keine beweglichen Teile, die abnutzen oder beschädigt werden können.

Praktisch sind solche Kassen, die äußerlich einer Registrierkasse gleichen, doch unter der Haube, wie ein vollwertiger PC mit allen dessen Möglichkeiten arbeiten. Ihre Vorteile: geringer Platzbedarf, niedriger Stromverbrauch und sehr niedrige Betriebsgeräusche. Hinzu kommen, ein ausreichend großes Display, die Möglichkeit ein zweites Display für den Kunden anzuschließen, ein integrierter Belegdrucker, eine Netzwerkschnittstelle, frei konfigurierbare Tasten sowie zahlreiche Anschlüsse für Scanner und Co.

Kaufberatungstipp: Aufgrund der größeren Robustheit erhalten Sie auf solche Geräte häufig auch eine längere Garantie als auf PC-Teile. Vorteilhaft ist auch der mögliche Support bei Problemen.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Desktop-PCs
Apple-Computern
Festplatten
SSDs
Netzwerkkarten
Netzwerkkabeln

Zu
All-in-One-Kassensystemen
Kassensoftware
Betriebssystemen


Drucker

Zu den Kassensystemen Wer auf einen externen Drucker setzen möchte oder muss, hat die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Gerätetypen: Matrixdrucker, auch Nadeldrucker genannt, Thermodrucker und Tintenstrahldrucker.

Matrixdrucker

Matrixdrucker sind günstig und lassen sich in nahezu jeder Umgebung einsetzen. Zudem sind sie dokumentenecht. Das bedeutet, die Ausdrucke verschmieren oder verwischen nicht, wenn sie Druck oder Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Daneben gibt es Matrixdrucker als Zwei-Stationen-Drucker. Das bedeutet, dass solch ein Gerät neben dem Bon für den Kunden eine Kopie als Journal druckt. Allerdings haben Matrixdrucker einen entscheidenden Nachteil: Sie sind beim Drucken relativ laut. Hinzu kommt, dass regelmäßig Folgekosten in Form neuer Farbbänder anfallen, die für den Druck notwendig sind.

Thermodrucker

Thermodrucker haben gegenüber den Nadelkollegen zwei deutliche Vorteile: Sie sind schneller und drucken nahezu lautlos. Außerdem können sie Grafiken und Logos drucken, wozu Matrixgeräte nicht in der Lage sind. Sie gelten im Allgemeinen auch als zuverlässiger, da weniger bewegliche Teile darin zu finden sind, die abnutzen oder verschmutzen können.

Vor- und Nachteile

Allerdings sind Thermodrucker teurer. Da sie aber keine Farbbänder benötigen, gleichen sich die Kosten beider Typen im Laufe der Jahre an. Nachteilig ist jedoch, dass Thermodrucker als nicht dokumentenecht gelten. Denn der Bon reagiert auf Druck und Wärme. Immerhin, einige Geräte können spezielles Papier aufnehmen, welches länger haltbar ist und bis zu zehn Jahre gelagert werden kann. Da dieser Papiertyp aber etwas dicker ist, lässt er sich nicht in jedem Drucker verwenden. Dies sollten Sie vor dem Kauf klären. Wegen der Wärmeempfindlichkeit eignet sich ein Thermodrucker auch nicht für den Einsatz an warmen Orten, wie etwa Küchen oder in der prallen Sonne.

Tintenstrahldrucker

Wer Farbdruck auf der Quittung wünscht, muss zu einem Tintenstrahldrucker greifen. Diese können mehrfarbig drucken. Man findet aber auch Geräte, die sich nur auf Schwarzweiß verstehen. Die Druckqualität ist sehr hoch und die verwendeten Papierrollen sind günstig. Auch wenn Tintenstrahler etwas lauter als Thermodrucker sind, gelten sie noch als vergleichsweise leise.

Gegen diese Technik spricht ein relativ hoher Anschaffungspreis. Auch die Nachfülltinte ist relativ teuer. Grund: Es ist Spezialtinte nötig, die nicht verwischt und lichtbeständig ist, so dass die Ausdrucke lange haltbar sind. Andernfalls drohen den Kunden Probleme mit dem Finanzamt. Ein Tintendrucker muss regelmäßig im Einsatz sein. Bei längerer Nichtbenutzung besteht ansonsten die Gefahr, dass die Tinte eintrocknet.

Kaufberatungstipp: Beachten Sie in jedem Fall, dass einige Druckertypen häufig noch über die serielle oder parallele Schnittstelle angeschlossen werden müssen. Moderne PCs müssen hier unter Umständen passen.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Druckern
Spezialdruckern

Zu
Kassendruckern


Tastatur

Zu den Kassensystemen Wie weiter oben bereits angeklungen, kann die Tastatur zum Problemfall werden. Allerdings nur, wenn man sich vor dem Kauf keine Gedanken darüber macht. Greifen Sie auf eine speziell für den Kasseneinsatz abgestimmte Tastatur zurück, haben Sie keine Probleme zu erwarten. Trotzdem gibt es unterschiedliche Typen, auch unter denen, die fest ins Kassengehäuse integriert sind.

So unterscheidet man zwischen solchen mit vollem Hub (Tastenhöhe), wie bei einer PC-Tastatur und solchen mit flachen Tasten, die im Extremfall nicht hoch stehen, sondern nur als aufgedruckte Markierungen erkennbar sind.

Hub- und Flachtastaturen

Hubtastaturen haben den Vorteil, dass sich die Tasten meist gegen farbige Tasten austauschen lassen. Oder es lassen sich Texte und Bilder unterlegen, so dass die Bedienung einfacher und intuitiver wird. Solch mechanische Tasten haben obendrein den Vorteil, dass sich Daten schnell - auch blind - eintippen lassen. Sie eignen sich zudem dazu, viele Daten ohne Probleme einzugeben. Flache Tasten bieten diese Vorteile nicht. Sie sind dafür aber in der Regel gummiert und somit besser geschützt gegen Spritzer, Krümel und anderen Schmutz.

Touchscreen

Eine Alternative zu beiden Variationen sind berührungsempfindliche Bildschirme, so genannte Touchscreens. Sie lassen sich individuell konfigurieren. Das gestattet etwa, Bilder oder auch Fotos von Produkten den Schaltflächen zu unterlegen. Gleichzeitig können Sie sich schnell durch die Artikellisten hangeln, etwa so, wie Sie auch einen PDA oder ein Smartphone bedienen. Auch mit einem Touchscreen lassen sich schnell große Artikelmengen eingeben. Außen am Rand des Displays gibt es keine Öffnungen oder Zwischenräume, in die Schmutz eindringen könnte. Dieser Typ ist somit sehr gut gegen Verschmutzung geschützt.

Vorteil Flachbildschirm

Touchscreens gibt es mit Flachbildschirm und mit herkömmlichem Röhrenmonitor. Wenn möglich, sollten Sie einem Flachbildschirm den Vorrang geben. Denn dieser Typ ist haltbarer, verbraucht weniger Strom und benötigt eine deutlich geringere Aufstellfläche. Dahingegen sind Auflagen, die es für beide Monitortypen gibt und die beide in ein Touchscreen verwandeln, nicht guten Gewissens zu empfehlen. Diese Typen stellen eine Erweiterung des Systems dar und erhöhen dadurch die Gefahr von Abstürzen und Inkompatibilitäten. Zum Testen, ob Sie mit solch einer Bedienung zurechtkämen, sind sie aber durchaus geeignet.

Zwei in einem

Besonders gut ausgestattete Kassen besitzen ab Werk sowohl Flachtastatur als auch Touchscreen. Hier ist Ihnen die Wahl überlassen. Entweder konfigurieren Sie das Gerät so, dass Sie frei wählen können, welchem Bedientyp Sie den Vorrang geben, oder Sie erweitern dadurch die zur schnellen Bedienung verfügbaren Kurzwahltasten. Häufig genutzte Produkte finden dann etwa mit Bild Platz auf dem Touchscreen, während Sie andere über die Flachtastatur eingeben.

Insgesamt sind viele Tasten an einer Tastatur oder auf dem Bedienfeld ein Vorteil, da Sie diese fest mit Artikeln belegen können. So müssen Sie und eventuelle Angestellte sich nicht sämtliche Artikelnummern merken, sondern drücken einfach die entsprechende Taste. Die artikelgenaue Umsatzanalyse bleibt trotzdem erhalten.

Zweite Tastatur

Praktisch ist es, an eine Kasse eine zweite Tastatur anschließen zu können. So können Sie dieses etwa jedes Mal machen, wenn Sie viele Daten eingeben möchten, die Kasse dafür aber ungünstig aufgestellt ist, oder standardmäßig über eine Flachtastatur verfügt. Auch dauerhafter Einsatz zweier Tastaturen ist denkbar, etwa wenn mehrere Mitarbeiter eine Kasse bedienen müssen und einige davon eine stark schmutzresistente Version benötigen, während die übrigen mit der Standardtastatur arbeiten können.

Kaufberatungstipp: Wenn Sie eine externe Tastatur kaufen, sollten Sie auf ein integriertes Magnetkartenlesegerät für Scheck- und Kreditkarten achten, falls an der Kasse solch eines nicht vorhanden ist. So ersparen Sie sich ein weiteres externes Gerät.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Tastaturen

Zu
Kassentastaturen


Barcodescanner

Zu den Kassensystemen Ein ideales Gerät zur Artikeleingabe ist ein Barcodescanner. Er liest die Ziffernkombinationen von Strichcodes ein, die die Kasse in die verständlichere Artikelbezeichnung übersetzt. Die Eingabe über eine Tastatur ist vollkommen überflüssig. Sie müssen sich keine Zahlenkombinationen zum Aufrufen der Artikel merken und brauchen auch die Tasten der Kasse nicht mühsam zu programmieren. Gleichzeitig ist die Eingabe eines falschen Artikels ausgeschlossen, während die Artikeleingabe insgesamt deutlich beschleunigt wird. Selbst ungelernte Aushilfen und ausländische Arbeitnehmer kommen mit diesem System schnell ohne größere Einarbeitung zurecht.

Wie eine externe Tastatur

Barcodescanner schließen Sie meist über den seriellen Port oder am Tastaturanschluss der Kassen an. Da sie die eingelesenen Daten in Tastatureingaben umwandeln und entsprechend an die Kasse weiterleiten, kann diese nicht unterscheiden, ob die Daten getippt oder per Scanner eingegeben worden sind. Das macht die Lesegeräte schnell anschließ- und austauschbar, genau wie Tastaturen und ohne dass Sie eine Spezialsoftware installieren müssen.

Auf die Schnittstelle achten

Manche Lesegeräte verfügen jedoch über USB-Schnittstellen, so dass Sie stets kontrollieren sollten, ob Sie den jeweiligen Barcodescanner auch an der eigenen Kasse betreiben können. Besonders leistungsfähige Versionen übertragen Daten auch per kabellosem WLAN-Netzwerk zu einem entsprechenden Empfänger. Das macht für eine normale Kasse jedoch zumeist wenig Sinn, eignet sich aber sehr gut für den mobilen Einsatz im Geschäft oder Lager.

Funkübertragung

Es gibt aber auch kabellose Versionen ohne WLAN, die für Kassen, bei denen sperrige Gegenstände eingelesen werden müssen, eine große Erleichterung sein können. Diese Scanner bestehen aus zwei Teilen: dem Lesegerät und einer Basiseinheit. In das Lesegerät sind der Scanner und ein Funkmodul integriert. Die Basistation hat einen Funkempfänger und ist an die Kasse angeschlossen. Sie lädt bei Nichtgebrauch zudem die Akkus der Handeinheit auf.

Kaufberatungstipp: Wichtig für Funklösungen sind eine optische und oder akustische Rückmeldung an der Leseeinheit. Sie sollte einen Ton machen oder über eine LED bestätigen, wenn die Basis die eingelesenen Informationen erhalten hat. Gleichzeitig sollte erkennbar sein, dass zwischen beiden Funkkontakt besteht, respektive, wann dieser unterbrochen ist.

Dual-Schnittstelle

Einige Scanner verfügen über eine so genannte Dual-Schnittstelle. Das bedeutet, sie können an zwei verschiedenen Kassen oder Geräten Dienst tun, ohne dafür konfiguriert werden zu müssen. So können Sie den Scanner beispielsweise kurz von einer Kasse abkoppeln und an einem mobilen Datenerfassungsgerät betreiben.

Damit die Scanner arbeiten können, müssen allerdings sämtliche Warencodes ins System eingegeben und mit den entsprechenden Artikelbezeichnungen und den Preisen verknüpft sein.

Unterschiedliche Scannertypen

Man unterscheidet drei verschiedene Scannertypen: Stiftscanner, CCD-Scanner und Laserscanner. Die älteste und zugleich auch günstigste Version ist der Stiftscanner. Er sieht aus wie ein Stift, hat an einem Ende einen Lesekopf und ist am anderen Ende per Kabel mit einer Empfangseinheit, dem Dekoder, verbunden, der die eingelesenen Signale entschlüsselt und in Ziffernkombinationen umwandelt. Für diesen Dekoder benötigen Sie ein wenig Stellfläche in Kassennähe.

Stiftscanner

Ein Stiftscanner ist robust, kompakt und leicht. Besonders vorteilhaft: Dieser Typ kann Strichcodes jeder Länge einlesen, da er mit der Hand über den gesamten Code geführt wird. Hierfür ist jedoch zunächst etwas Übung notwendig, denn der Scanner arbeitet nur im idealen Haltungswinkel und bei korrekter Zuggeschwindigkeit einwandfrei. Weitere Voraussetzung für störungsfreien Betrieb: Der Untergrund muss hart und möglichst eben sein.

Dadurch ist der Stiftscanner etwas unkomfortabler in der Bedienung als die anderen Versionen. Zudem bekommt er schnell Leseprobleme, wenn der Strichcode beschädigt oder verschmutzt ist. Zur Beschädigung kann er auch selbst beitragen, da er beim Ablesen festen Kontakt zur Oberfläche haben muss. Häufiges Ablesen kann somit leicht zum Abrieb des Codes führen.

CCD-Scanner

Etwas komfortabler sind CCD-Scanner. Diese Scanner lesen die Strichcodes kontaktlos ein. Dazu beleuchten sie die Lesefläche mit LEDs (Light Emitting Diode – Leuchtdiode). Eine integrierte CCD-Einheit (Charge-coupled Device), wie sie auch bei Flachbettscannern und Digitalkameras zum Einsatz kommt, wertet die reflektierten Leuchtstrahlen aus. Ein externer Dekoder ist nicht notwendig.

CCD-Scanner sind leicht und robust, ein Sturz macht ihnen wenig aus. Sie sind einfach und ohne Eingewöhnung zu verwenden. Preislich liegen sie zwischen den Stift- und den Laserscannern. Sie benötigen keinen direkten Kontakt zum Strichcode, müssen aber recht dicht herangeführt werden. Der Abstand darf nur wenige Zentimeter betragen. Das führt gleichzeitig dazu, dass die Strichcodes nicht beliebig breit sein dürfen; in der Regel nicht breiter als der Lesekopf selbst.

CCD-Scanner mit Turbo

Es gibt jedoch auch CCD-Scanner, die quasi mit einem Turbo ausgestattet sind. Man bezeichnet sie als lineare Imager, wegen ihrer veränderten linearen Bilderfassung. Sie erzeugen dazu einen helleren und vor allem schärferen Lichtstrahl. Dadurch ist größerer Abstand zur Scanfläche möglich. Das Maximum liegt bei etwa 35 Zentimetern. Der kräftigere Lichtstrahl ermöglicht zudem den unkomplizierten Einsatz in besonders hellen Umgebungen sowie im direkten Sonnenlicht.

Lineare Imager arbeiten etwa fünf- bis achtmal schneller als normale CCD-Einheiten, was die Erkennung entsprechend beschleunigt. Daneben hat dieser Typ auch kaum Probleme bei schlechten oder leicht beschädigten Vorlagen. Die Leitungsfähigkeit ist in etwa mit der von Laserscannern vergleichbar, wobei CCD-Scanner robuster sind und auch mal einen Sturz verkraften. Besonders potente Geräte arbeiten sogar schneller als einige Laserscanner, man spricht im Fachjargon auch von höherer Snappiness. Insgesamt bieten lineare Imager nahezu alle Vorteile von Laserscannern zu einem günstigeren Preis.

Laserscanner

Der König unter den Lesegeräten ist der Laserscanner. Dieser Typ ist leistungsfähiger, zugleich aber auch teurer als die beschriebenen Konkurrenten. Ihr Abstand zu den Codes kann relativ groß sein, bei sehr potenten Geräten bis zu über einen Meter. Sie haben keine Probleme mit sehr dichten oder auch sehr breiten Strichcodes und können diese auch auf unebenen Flächen identifizieren. Laserscanner könne Sie als Handgerät oder stationär verwenden.

In den Geräten erzeugen ein oder mehrere Laserstrahlen ein helles Licht, deren Reflexion eine Leseeinheit auswertet. Diese Werte werden direkt im Handscanner oder einem externen Gerät ausgewertet. In letzterem Fall wäre eine zusätzliche Stellfläche in Kassennähe nötig. Das kontaktlose Ablesen belässt, genau wie bei den CCD-Scannern, die Lesefläche unbeschädigt. Laserscanner können sogar Glas überwinden, ohne dass die Erkennungsqualität abnimmt.

Auslesewinkel

Sehr hochwertige Leseeinheiten arbeiten omni-direktional. Das heißt, sie senden etwa 15 bis 20 Laserstrahlen gleichzeitig aus, so dass sich Waren in unterschiedlichen Winkeln ablesen lassen. Einfachere Versionen arbeiten uni-direktional. Sie lesen nur in einem festen Winkel aus. Solche Einheiten kommen etwa in Supermarktkassen am Ende des Laufbandes zum Einsatz.

Nachteile

Dieser Scannertyp hat aber auch Nachteile. Neben dem höheren Preis fällt hier vor allem die höhere Empfindlichkeit ins Gewicht. Laserscanner enthalten bewegliche Teile und Spiegel, die mit der Zeit kaputt gehen können und/oder sich abnutzen. Dadurch mögen die Geräte auch Stürze überhaupt nicht. Selbst wenn das Gerät dabei nicht kaputt gehen sollte, kann sich doch die Laserführung dejustieren. Das macht das Lesegerät im Extremfall unbrauchbar und kann bei minder schweren Folgen zumindest zu reduzierter Erkennungsqualität führen.

Kaufberatungstipp: Hinzu kommt ein höherer Strombedarf. Wem das Kopfzerbrechen bereitet, der sollte auf Scanner mit Autosensing-Funktion achten. Sie sorgt dafür, dass sich die Geräte selbständig anschalten, sobald etwas vor die Lesefläche gehalten wird und nach kurzer Wartezeit wieder in einen stromsparenden Dämmerzustand zurückkehren.

Zu
Barcodescannern


RFID-Funklösungen

Zu den Kassensystemen Eine besonders elegante Form der Produktdatenübertragung bietet die Funktechnik RFID. Die vier Buchstaben stehen für Radio Frequency Identification. Hierfür müssen Sie den Produktverpackungen oder den Produkten selbst einen sehr kleinen Funkchip, einen so genannten Transponder, integrieren. Für Verpackungen und in Preisetiketten eingesetzte Transponder nennt man auch Smart Tags. Sie haben eine besonders flache Bauform und lassen sich besser für Preisschilder verwenden. Handscanner und manuelle Eingabe per Hand sind überflüssig.

Empfänger

Zum Auslesen der Daten sind an den Kassen spezielle Empfänger nötig. Diese erfassen die Daten automatisch, wenn ein Produkt mit Smart Tag in Reichweite kommt. Die Empfänger generieren ein elektromagnetisches Frequenzfeld, innerhalb dessen sie Transponder erkennen und auslesen können. Letztere müssen daher nicht aktiv senden und benötigen somit auch keine eigene Stromversorgung. Der minimale Strombedarf, der zum Aussenden der Daten nötig ist, beziehen Smart Tags aus dem elektromagnetischen Feld. Zwar gibt es auch Transponder mit eigener Stromversorgung, doch kommen diese für den Einsatz in Produktverpackungen nicht in Frage.

Reichweite

Die Reichweite der RFID-Funklösung ist sehr begrenzt und erstreckt sich von nur wenigen Zentimetern bis hin zu einigen Metern. Im Idealfall kann ein Kunde mit einem vollen Einkaufswagen an einer Empfangsstation vorbeigehen und diese ermittelt automatisch, den gesamten Inhalt des Wagens.

Während für den Empfang an der Kasse spezielle Empfänger nötig sind, können inzwischen sogar handelsübliche Bürodrucker das Erstellen von Smart Tags übernehmen. Sie benötigen dafür allerdings eine entsprechende Ausstattung, die den Ausdruck von RFID-Etiketten ermöglicht. Einige lassen sich mit einer entsprechenden Hardwareerweiterung aufrüsten. Andere bringen die Fähigkeit von Haus aus mit.

Arbeitszeiterfassung

RFID ist nicht nur für Kassensysteme nutzbar. Der Einsatz ist vielerorts möglich, etwa für die Arbeitszeiterfassung von Angestellten. Dazu erhalten diese beispielsweise eine Personalkarte mit integriertem Transponder und müssen diese beim Betreten und Verlassen der Arbeitsstelle an einem Lesegerät vorbeiführen. Auch im Reisepass steckt ein RFID-Chip.

Zu
RFID-Hardware
Druckern und Zubehör


Sicherheit

Zu den Kassensystemen Um bei der Annahme von Bargeld gefälschte Banknoten erkennen zu können, ist ein Geldscheinprüfgerät wichtig. In dieses führen Sie eine Banknote ein oder halten diese kurz in einen dafür vorgesehenen Schlitz. Das Prüfgerät kontrolliert umgehend, ob es sich um einen echten Geldschein oder um eine Fälschung handelt.

Entscheidend für reibungslosen Ablauf ist, dass das Geldscheinprüfgerät sehr schnell arbeitet. Länger als eine halbe Sekunde darf das nicht dauern. Besser wäre es, die Prüfung klappt deutlich schneller. Setzen Sie es im Grenzgebiet zu einem oder mehreren Nachbarländern ein, die nicht den Euro verwenden und akzeptieren Sie die entsprechende Währung, sollte dieses möglichst auch die Fremdnoten prüfen können.

Sicherheitsstufen

Für die Prüfung von Geldscheinen unterscheidet man drei verschiedene Sicherheitsstufen. Zur ersten Stufe zählen alle Sicherheitsmaßnahmen, die Sie mit bloßem Auge oder den Fingern erkennen können. Beispiele dafür sind etwa eingearbeitete Hologramme oder Silberstreifen und auch das Gefühl, das eine Banknote in der Hand hinterlässt.

Für die Stufe 2 sind bereits Hilfsmittel nötig, etwa eine UV-Lampe, die leuchtende oder reflektierende Muster erkennbar macht. Auch extrem kleine Strukturen oder Schriften, die sich nur mit einer Lupe erkennen lassen, gehören zu dieser Stufe. Stufe 3 ist das höchste Niveau. In dieser kommen der Öffentlichkeit unbekannte Materialien zum Einsatz, die nur der Bundesbank bekannt sind. Gute Geldscheinprüfgeräte verwenden diese Stufe.

Geräte sichern

Ebenfalls wichtig ist, dass niemand in einem Moment, in dem Ihre Kasse unbeaufsichtigt ist, das gesamte Gerät entwenden kann. Dazu sollten Sie dieses und möglicherweise auch andere wichtige Geräte dagegen sichern. So gibt es spezielle Sicherungsverfahren für Computer und andere Hardware, die die Geräte fest mit einer Wand, einem Tisch oder Ähnlichem verketten. Schneller Diebstahl ist damit unmöglich.

Verwenden Sie einen Computer für Ihr Kassensystem und haben Sie Angestellte, ist es wichtig, dass diese die Daten auf dem Gerät nicht verändern können. Zum Schutz können Sie eine Sicherheitssoftware verwenden, die das Betriebssystem und andere wichtigen Programme gegen Zugriff sichert, indem es etwa ein Passwort verlangt oder diese komplett vor den Anwendern versteckt. Kaufberatungstipp: Richten Sie das Kassensystem nicht unter dem Administratorzugang zum Betriebssystem sein. Verwenden Sie dazu einen eingeschränkten Benutzerzugang.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Sicherungssystemen

Zu
Geldscheinprüfgeräten
Nützlicher Software


Smartphone und Tablet

Zu den Kassensystemen Für sehr kleine Unternehmungen lohnt sich ein ausgewachsenes Kassensystem nicht und manchmal ist auch eine Registrierkasse mit integrierten Buchhaltungsfunktionen überdimensioniert. Um dennoch die Abrechnung zu erleichtern, bieten sich inzwischen auch Smartphone und Tablet-PC als praktische Helfer an. Für beide Gerätetypen gibt es vollwertige Kassensysteme als App. Diese arbeiten eigenständig oder auf Wunsch auch mit Computer und PC-gestützten Kassensystemen zusammen.

Besonders praktisch: Dank integrierter Digitalkamera lassen sich Smartphone und Tablet-PC im Zusammenspiel mit geeigneter App auch als Barcodescanner nutzen. Arbeiten sie mit einer Kasse zusammen, können beide die Daten auf Wunsch auch kabellos dorthin weiterleiten. Dies geschieht entweder per Bluetooth oder per WLAN. Ebenso können sie Daten an einen Drucker mit Funkanbindung schicken.

Für beide Gerätetypen gibt es ebenfalls spezielle Sicherungssysteme, die schnellen Diebstahl unterbinden. Einige davon bilden eine Kombination aus abschließbarem Halter und drehbarem Tischfuß. Damit lassen sich Tablet und Smartphone auch zum Kunden drehen. Die Sicherung kann auch an einem Tisch auf dem Flohmarkt oder Wochenmarkt erfolgen. Kaufberatungstipp: Denken Sie bei mobilem Einsatz auch an genügend Akkustrom. Für alle mobilen Geräte gibt es entweder Zweitakkus oder externe Stromspeicher, die die integrierten Akkus wieder füllen können.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Smartphones
Tablet-PCs
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Tablet-Zubehör
Smartphone-Zubehör


Tipps

Zu den Kassensystemen Bei der Auswahl eines Kassensystems sollten Sie sich stets an den eigenen Bedürfnissen orientieren. Da aber meist kaum eine Kasse von Haus aus exakt auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt ist, ist es gut darauf achten, dass diese mit einem programmierbaren Standardbetriebssystem arbeitet, das sich anpassen und später auch noch erweitern lässt. Ein Standardbetriebssystem hat gegenüber einem Exotensystem vor allem den Vorteil, dass Hilfe meist nicht weit ist. Sollte es einmal Probleme geben, die Sie selbst nicht in den Griff bekommen, findet sich meist eine helfende Hand in der Nähe, die unter die Arme greifen kann.

Austauschbare Kassenschubladen

Sollen mehrere Angestellte sich eine Kasse teilen, ist es nicht nur wichtig, dass diese sich unter eigener Kennung an- und abmelden können. Sie brauchen auch jeweils eigenen Bargeldbestand, damit Sie eventuelle Unregelmäßigkeiten direkt zuordnen können. Somit ist es wichtig, dass die Kassenschublade mit austauschbaren und abschließbaren Einsätzen arbeitet, die jeweils genügend Fächer für Scheine, Münzen und weitere Papiere bieten.

Stromproblemen vorbeugen

Nicht unterschätzen sollten Sie die Gefahr von Datenverlusten. Diese drohen besonders bei Stromausfall oder Stromschwankungen. „Schlechten Strom“ erzeugt man häufig sogar selbst. Nämlich immer dann, wenn viele elektrische Geräte an einem Netz hängen, was etwa bei Supermärkten oder Kaufhäusern stets der Fall ist. Daher ist es sehr wichtig, das Stromnetz sauber zu halten, indem man einen oder mehrere Netzfilter installiert.

Sinnvoll kann auch der Einsatz einer unterbrechungsfreien Stromversorgung, kurz USV, sein. Diese filtert nicht nur den Netzstrom, sie kann auch Spannungsschwankungen ausgleichen und für kurze Zeit Notstrom bei Stromausfall zur Verfügung stellen. Den bezieht sie aus integrierten Batterien, die sich im Normalbetrieb aufladen.

Regelmäßige Datensicherung

Um bei Hardwareproblemen auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein und die Ausfallzeiten zu verkürzen, ist es ratsam regelmäßig Backups, also Datensicherungen durchzuführen. Kommt es zum Crash, können Sie schnell wieder den alten Zustand herstellen. Die dadurch gesparten Einnahmeverluste machen die Mehrkosten schnell wett.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
USV
Backup-Laufwerken

Zu
Backup-Software
Steckdosenleisten und Netzfiltern
Kassenschubladen


Fazit

Zu den Kassensystemen Einer der wichtigsten Schritte bei der Auswahl eines Kassensystems ist die Bedarfsanalyse. Grenzen Sie möglichst genau ein, welche Aufgaben das Kassensystem abdecken soll. Denken Sie dabei auch an eine mögliche Geschäftserweiterung in der Zukunft. Bei vorausschauernder Planung wächst das gewählte Kassensystem mit oder kann die Expansion auch ohne Erweiterung verkraften.

Es gibt für jeden Geschäftsumfang und auch Einsatzzweck eine geeignete Lösung. Für kleine Unternehmen ist eine Registrierkasse nach wie vor eine gute Wahl, besonders wenn Sie ein Modell wählen, das vom Finanzamt anerkannte Belege ausdruckt und Tages- und Monatsberichte erstellen kann. Für die ersten unternehmerischen Schritte können sogar Smartphone oder Tablet-PC eine mögliche Alternative sein.

Mittelgroße und große Unternehmen setzen am besten gleich auf ein POS-Kassensystem. Vorteile haben hier fertig konfigurierte und aufeinander abgestimmte Systeme. Nur wer sich mit Technik auskennt und um die entsprechenden Nachteile weiß, kann sein eigenes Kassensystem aus PC- und Einzelkomponenten zusammenstellen.

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