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Kaufberatung Internettelefonie (VoIP)


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Wir halten ständig nach den neusten Techniken ausschau und aktualisieren unsere Kaufberatungen dahingehend. Somit können wir stets eine große Auswahl an aktuellen Kaufberatungen anbieten, die selbst die neusten Technologien beinhalten.


Über das Internet zu telefonieren ist schlau, weil günstig. Selbst Auslandsgespräche kosten nur wenige Cent. Manche Telefonate sind sogar kostenlos möglich. Besonders schön: Sie können Ihr altes Telefon bei der so genannten VoIP-Telefonie weiter benutzen. Was Sie für Internettelefonie benötigen und wie Sie die beste Lösung für genau Ihre Bedürfnisse finden, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.


  1. Günstiger als Call-by-Call
  2. Voraussetzungen für den Internetzugang
  3. Neues Telefon Nötig?
  4. Über das Internet Faxen
  5. Wichtige Protokolle
  6. Altes Telefon abmelden?

Günstiger als Call-by-Call

Zu IP-Telefonen und VoIP-Zubehör Immer weniger Gründe sprechen für einen klassischen Festnetzanschluss. Viele Telefonate übernimmt das Mobiltelefon und für längere Gespräche oder Anrufe ins Ausland sind Gespräche über das Internet eine kostengünstige Alternative. Der Komfort geht dabei nicht verloren. Ganz im Gegenteil! Moderne Festnetztelefone erlernen immer mehr Fähigkeiten, die bisher dem Handy vorbehalten waren.

Das größte Problem der Internettelefonie, wie Verbindungsabbrüche oder Gesprächsunterbrechungen, gehören längst der Vergangenheit an. Moderne Internetanschlüsse sind schnell genug. Gleichzeitig sorgen moderne Übertragungstechniken für stabile Verbindungen und stetig wachsende Tonqualität. Diese ist bei modernen Telefonen oft sogar deutlich höher als bei klassischen Telefonen.

Verbindung von Telefonnetz und Internet

Vor einem Computer müssen die Gesprächspartner auch nicht mehr zwingend sitzen, um über das Internet telefonieren zu können, gleichwohl das immer noch möglich ist. Komfortabler ist jedoch, ganz ohne Computer zu telefonieren. Besonders schön: Es ist kein neues Telefon nötig. Sie können Ihr altes Gerät behalten und damit über das Internet telefonieren.

Die Gesprächskosten sind in der Regel so gering, dass selbst günstige Call-by-Call-Tarife kaum mithalten können. Im Idealfall, wenn beide Teilnehmer beim gleichen Anbieter oder kooperierenden Firmen einen Vertrag abgeschlossen haben, sind die Telefonate sogar kostenlos.

Anfangskosten schnell verdient

Das größte Sparpotential hat, wer häufig Fern- und/oder Auslandsgespräche führt. Dabei ist die Anfangsinvestition erstaunlich gering. Vieltelefonierer profitieren von günstigen Flatrates. Nicht einmal 40 Euro sind nötig, um sämtliche Vorteile der Internettelefonie ohne Computer nutzen zu können. Wer den Computer zum Telefonieren verwendet, zahlt noch weniger. Auf welche Geräte man dabei setzt, ist abhängig vom Einsatzzweck. In den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung stellen wir Ihnen deshalb die unterschiedlichen Ansätze vor, so dass Sie leicht die ideale Lösung für Ihre persönlichen Ansprüche herausfiltern können. (pr)

Zu
VoIP-Gateways für Ihr altes Telefon


Voraussetzungen für den Internetzugang

Zu IP-Telefonen und VoIP-Zubehör Internettelefonie versteckt sich häufig hinter dem Kürzel „VoIP“. Das steht für „Voice over IP“, also für „Stimme über das Internet-Protokoll“. Gemeint ist, dass Töne, in kleine Datenpakete verpackt, über das Internet von einem Gesprächsteilnehmer zum anderen geschickt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass mindestens ein Teilnehmer des Gespräches einen Internetanschluss hat, über den die Sprachpakete ins Internet gelangen oder wieder herauskommen. Spricht man nur von Computer zu Computer, benötigen beide Seiten einen Internetanschluss, da in diesem Fall das Gespräch gar nicht erst ins normale Telefonnetz gelangt.

Flatrate ideal

Um ständig erreichbar zu sein, also über die Internettelefonleitung auch angerufen werden zu können, ist ein dauerhafter Internetanschluss nötig. Am besten ist ein Zugang mit Flatrate, also zu festen Kosten, unabhängig von der Nutzung des Zugangs. Wer solch einen Anschluss bereits hat, muss nur mit den Kosten einer einmaligen Hardwareanschaffung und den möglichen Telefonkosten kalkulieren. Grundgebühren für ein Internettelefonie-Abonnement fallen bei vielen Anbietern nicht an.

Idealerweise setzt man auf DSL oder vergleichbare Zugänge, die mindestens zwei Megabit pro Sekunde Bandbreite zur Verfügung stellen. Denn hier ist die Übertragungsgeschwindigkeit so hoch, dass man Verbindungsschwierigkeiten nahezu ausschließen und man auch noch nebenbei mit dem Computer im Web surfen kann. Effektive Kompressionsalgorithmen machen zwar theoretisch auch Gespräche über ISDN- oder Modemleitungen möglich, doch treten hier aufgrund der knappen Bandbreite eher Probleme auf. Zudem sind bei diesen Verbindungen Flatrates relativ unüblich, so dass man diese Lösungen vermutlich nur sporadisch nutzen würde.

Vollkommen kostenlos

Ebenfalls möglich sind die angesprochenen Gespräche von Computer zu Computer. Hier ist allerdings Voraussetzung, dass beide Teilnehmer zufällig gleichzeitig am PC sitzen, um spontan miteinander reden zu können. Andernfalls müssten sie sich zum Telefonat verabreden. Außerdem müssen beide Seiten die gleiche oder kompatible Software einsetzen, da sich ansonsten keine Verbindung aufbauen ließe. Immerhin, diese Lösung führt zu den geringsten Anschaffungskosten. Denn neben PC-Lautsprechern sind nur ein Mikrofon und selbstredend eine Soundkarte nötig. Die Soundkarte muss duplexfähig sein, also gleichzeitig aufnehmen und abspielen können.

Alternativ könnte man auch zu einem Headset greifen, das ist eine Verbindung von Kopfhörer und Mikrofon. Praktisch sind Headsets mit integrierter Rauschunterdrückung. Damit erzielt man eine höhere Tonqualität. Wer die entsprechende Ausrüstung schon hat, kann ohne Zusatzkosten auf Internettelefonie umsteigen.

Gespräche ins öffentliche Telefonnetz

Damit die Gespräche das Internet verlassen und ins öffentliche Telefonnetz gelangen können, ist ein Dienstleiter nötig, der eine Brücke - ein so genanntes Gateway -, schafft. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter, ähnlich einer Telefongesellschaft, mit dem man einen Vertrag abschließt. Dieser ist oft kostenlos. Erst wenn man das Gateway nutzt, indem man eine normale Telefonnummer anruft, fallen Gebühren an. Diese liegen jedoch in der Regel deutlich unter denen, die herkömmliche Telefongesellschaften verlangen.

Ausnahme: Haben beide Gesprächsteilnehmer einen Vertrag beim selben Anbieter, fallen oft keine Gebühren an. Grund: Die Gespräche laufen nicht über die Leitungen des Anbieters. Er vermittelt lediglich eine Internetverbindung. Diesen Service lassen sich die Firmen in der Regel nicht bezahlen - zumindest noch nicht. Bei den VoIP-Telefongesellschaften findet man ebenfalls Flatrates, die unbegrenztes Telefonieren zu einem relativ niedrigen Preis erlauben. Darin eingeschlossen können sogar Auslandsgespräche in festgelegte Länder sein.

Skype

Eine Sonderstellung hat der populäre Dienst Skype. Dieser basiert auf einer Software, die ursprünglich nur die Kommunikation zwischen Computern über das Internet ermöglichte. Inzwischen ist Skype aber zu einem Dienstleister gewachsen, der auch Telefonate ins Festnetz ermöglicht. Gespräche von PC zu PC sind weiterhin kostenlos. Für ein Gespräch ins Festnetz fallen jedoch Gebühren an. Sie können auch ohne Computer mit Skype telefonieren. Dazu brauchen Sie ein Skype-fähiges Telefon oder ein Smartphone mit installierter Skype-App.

Zusätzliche Telefonnummer

Um über die Internetleitung angerufen werden zu können, erhalten Sie bei Vertragsabschluss eine eigene Telefonnummer. Diese besitzt häufig die Ortsnetznummer, in deren Bereich Sie wohnen. Möglich ist auch die Vorwahl 032, die die Regulierungsbehörde für Telekommunikation für Internettelefonie vorgesehen hat. Wer möchte, kann oft auch eine 0180-Vorwahl wählen. Hier fallen für die Anrufer jedoch meist höhere Gesprächskosten an.

Wer komplett auf die normale Telefonleitung verzichten möchte, kann meist auch seine alte Rufnummer mitnehmen, also für die Webtelefonie verwenden. Das ist aber mitunter mit einigen Einschränkungen verbunden und kann Kosten verursachen. Mehr dazu lesen Sie weiter unten im Kapitel „Altes Telefon abmelden?“.

Wie viel Datenverkehr?

Wie breit eine Internetleitung für Telefonie sein muss, hängt vom verwendeten Kompressionscodec ab. Bei starker Kompression reichen bereits fünf bis sechs Kilobyte pro Sekunde, um ein Gespräch führen zu können. Die Sprachqualität entspricht hierbei etwa der eines analogen Auslandsgesprächs.

Für besonders zurückhaltende Kompression, also für exzellente Sprachqualität, benötigt man bis zu 80 Kilobyte pro Sekunde für Up- und Download. Download meint hier: den Gesprächspartner hören zu können. Der Upload ist nötig, damit das Gesagte beim Gesprächspartner ankommt. Bei einer Einstellung für allerhöchste Sprachqualität kann für ein einstündiges Telefonat ein Gesamtdatenvolumen von bis zu 100 Megabyte zusammenkommen.

Telefonieren und surfen

Je nach Internetanschluss stellt gleichzeitiges Surfen meist kein Problem dar. Es kann jedoch zu Engpässen kommen, wenn man gleichzeitig große Datenmengen lädt, Videofilme ansieht, jemand noch einer Internetradiostation lauscht und die Bandbreite des Zugangs nur wenige Megabit pro Sekunde beträgt. Bei schnellen Zugängen sind bei den genannten Aktionen keine Beeinträchtigungen zu befürchten.

Einige VoIP-Hardware verfügt über die Funktion Quality of Service, kurz QoS. Sie ermöglicht, von der verfügbaren Bandbreite einen festen Teil für die Telefonverbindung abzuzwacken. So kommt es selbst bei datenintensivem Surfen und knapper Bandbreite nicht zu Verbindungsabbrüchen. QoS hilft aber nur bei der Verbindung zum Internetprovider. Den weiteren Transport durchs Internet kann diese Funktion nicht begünstigen.

Webtelefonie benötigt neben ausreichender Downloadkapazität auch genügend Bandbreite für den Upload. Beide notwendigen Datenraten sind gleich groß und fallen auch dann an, wenn keine Seite etwas sagt. Das parallele Versenden von Daten kann das Gespräch stören, sogar viel eher als ein Download. Grund: In der Regel steht für den Upload eine deutlich geringere Bandbreite zur Verfügung.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
DSL
Soundkarten
Headsets
PC-Lautsprechern

Zu
Skype-kompatiblen Telefonen
Smartphones


Neues Telefon Nötig?

Zu IP-Telefonen und VoIP-Zubehör Ein neues Telefon ist auch dann nicht zwingend erforderlich, wenn man nicht von Computer zu Computer telefonieren möchte. Man benötigt lediglich einen kleinen Adapter, ebenfalls Gateway genannt, der die Verbindung zwischen dem alten Analogtelefon und dem Internet herstellt. Diese Box schließt man an einen Router oder Switch an; das ist eine Verteilerdose für Netzwerkleitungen.

Besonders praktisch: Überall, wo Sie den Adapter mit hinnehmen, sind Sie unter der neu erhaltenen Telefonnummer erreichbar, auch im Ausland. Für den Anrufenden entstehen keine weiteren Kosten. Er wählt die gleiche Nummer und dem Internet ist es egal, ob Sie in Frankfurt oder in Rio sitzen.

Gateways in verschiedenen Ausführungen

Die Adapter gibt es mit Anschlüssen für ein oder mehrere Telefone. Auch Faxgeräte oder komplette Telefonanlagen lassen sich anschließen. Einige Versionen besitzen zusätzlich einen Anschluss für die herkömmliche Telefonleitung. Das hat gewichtige Vorteile: So lässt sich das angeschlossene Telefon problemlos verwenden, wenn die Internetverbindung ausgefallen sein sollte. Man muss dann nicht auf ein zweites Telefon ausweichen oder Kabel umstöpseln.

Des Weiteren kann man effektiv Kosten sparen, wenn der Adapter zwischen Anrufen über das Internet und der normalen Leitung vermitteln kann. Ist man beispielsweise unterwegs und möchte mit dem Handy ein anderes Mobiltelefon oder gar eine Nummer im Ausland anwählen, ruft man einfach sein VoIP-Gateway an und lässt sich günstig über das Internet an den gewünschten Teilnehmer vermitteln. So entstehen nur die Kosten vom Handy zum eigenen Festnetzanschluss plus der geringen Internetentgelte, sollte man über keine Flatrate verfügen. Darüber hinaus kann solch ein Gateway auch Anrufe aus dem Internet in das normale Netz weiterleiten, beispielsweise zum Wochenendhaus, zur Außenstelle der Firma oder auf ein Handy. Praktisch!

VoIP-Router

Eine gute, stationäre Alternative für zuhause kann ein Router mit VoIP-Fähigkeiten sein. Fast jeder Hersteller hat ein oder mehrere entsprechende Geräte im Programm. Daran lassen sich nicht nur Computer, sondern auch Telefone anschließen. Die Konfiguration erfolgt über das Routermenü. Die Router vermitteln wahlweise über die Telefonleitung oder das Internet.

Vollblutwebtelefone

Es gibt auch reine Internettelefone, die ausschließlich über das Datennetz telefonieren können und dazu keinen Adapter benötigen. Sie schließt man per Ethernetkabel direkt an einen Router oder einen Switch an. Wer solch ein Telefon verwenden möchte, sollte darauf achten, dass das Telefon den benötigten Arbeitsstrom direkt über das Netzwerkkabel bekommen kann. Diese Funktion versteckt sich hinter dem Kürzel „PoE“. Es steht für „Power over Ethernet“, also Strom über das Netzwerk. Dadurch entgeht man zusätzlichem Kabelsalat und benötigt keine weitere Steckdose für ein Netzteil.

WLAN-Telefone

Es geht auch ohne Kabel: mit WLAN-Telefonen. Sie lassen sich genauso einfach einsetzen wie Schnurlostelefone nach DECT-Standard. WLAN-Telefone benötigen ein drahtloses Netzwerk, also einen Router mit WLAN-Einheit oder einen Accesspoint, der dem Telefon Zugang zum Internet verschafft. Innerhalb des drahtlosen Netzwerks kann man sich frei bewegen und über das Internet telefonieren.

Besonders praktisch: Mit WLAN-Telefonen kann man theoretisch in jedem öffentlichen Zugang (Hotspot) mit seinem Telefon zu günstigen Internetkonditionen telefonieren, solange der Hotspot die jeweiligen Protokolle unterstützt und keine Registrierung per Webbrowser voraussetzt.

VoIP per Handy

Noch einen Schritt weiter geht es, wenn man VoIP-Telefonate mit dem Mobiltelefon führt. Das klappt immer dann, wenn dieses WLAN-Funktionalität besitzt und sich in Reichweite eines kabellosen Netzwerks befindet. Manche VoIP-Anbieter helfen sogar bei der Konfiguration. Je nach verwendetem Handy ist die Funktionalität bereits ab Werk integriert oder Sie müssen dazu eine passendes App aus einem App-Store laden. Manche VoIP-Anbieter haben auch ein eigenes App im Angebot. Über das Handynetz wäre VoIP-Telefonie technisch zwar ebenfalls möglich, doch blockieren viele Mobilfunkbetreiber diese Möglichkeit oder untersagen sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Damit VoIP-Telefonie über das Mobilfunknetz funktioniert, ist in jedem Fall ein UMTS-Telefon und guter Kontakt zum Netz nötig.

DECT-Schnurlostelefone

Eine ideale Lösung für alle, die zuhause gerne ohne Kabel telefonieren, sind DECT-Telefone, die auch die Webtelefonie beherrschen. Sie unterscheiden sich äußerlich nur dadurch, dass ihre Basisstation einen Netzwerkanschluss besitzt, den man per Kabel mit einem Router verbinden muss. Die Konfiguration erfolgt über ein Mobilteil oder komfortabel über einen Computer. Meist verwendet man dazu einen Webbrowser, selten ein mitgeliefertes Programm. Entsprechende Telefone sind nicht selten für die am Markt vertretenen VoIP-Anbieter vorkonfiguriert, so dass nicht mehr als die Auswahl des Betreffenden und das Eintragen der vom Anbieter erhaltenen Zugangsdaten nötig ist.

Besonders schön: Vorhandene, GAP-fähige DECT-Funktelefone können ebenfalls über das Internet telefonieren. Sie kann man wie gewohnt bei der Basisstation anmelden. Mehr ist nicht nötig. Ob die Standardtelefonverbindung über das Internet oder die Telefonleitung geht, stellt man im Konfigurationsmenü ein. Drückt man eine spezielle Taste am Mobilteil oder hängt der Nummer Stern- oder Rautensymbol an, wechselt die Basis auch von Fall zu Fall den Leitungstyp. Bei einigen Modellen muss man dazu auch eine Zeichenkombination vor der zu wählenden Nummer eingeben. Praktisch: Manche Telefone ermöglichen den Zugriff auf Online-Telefonbücher und -Branchenverzeichnisse.

Mehrere VoIP-Telefonate

Wer mehr als einen VoIP-Account hat, sollte darauf achten, dass ein Telefon, respektive eine Basisstation mehrere Zugänge verwalten kann. Somit sind parallele Gespräche von unterschiedlichen Mobilteilen möglich. Kann ein Telefon Gespräche vermitteln oder Konferenzen führen, klappt das auch mit Webtelefonaten. Auch eine Anrufweiterleitung ist problemlos möglich.

Wie ganz normal telefonieren

Per Internet zu telefonieren ist also eigentlich nicht anders, als auf herkömmlichem Wege zu telefonieren. Speziell darauf zugeschnittene Telefone bieten genau den gleichen Komfort wie herkömmliche Geräte. Auch die Sprachqualität ist, zumindest bei flottem Internetanschluss, nicht schlechter, oft sogar besser als im herkömmlichen Netz. Und Gesprächsabbrüche gehören längst der Vergangenheit an.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Routern
Funknetzwerken
Smartphones
Schnurlostelefonen

Zu
Gateways
WLAN-Routern mit VoIP
VoIP-Zubehör


Über das Internet Faxen

Zu IP-Telefonen und VoIP-Zubehör Faxen ist grundsätzlich auch über das Internet möglich. Voraussetzung ist, wie oben schon geschrieben, ein Gateway mit entsprechender Anschlussbuchse. Allerdings kann es bei dieser Methode zu Übertragungsproblemen kommen. Der Grund liegt darin, dass Faxgeräte eigentlich direkten, ununterbrochenen Kontakt miteinander benötigen, um sich auf ein Übertragungsprotokoll zu einigen und die Datenübertragung komplett abwickeln zu können.

Beim Versand über das Internet werden die Informationen allerdings in kleine Datenpakete verpackt und einzeln übertragen. Ein ununterbrochener Kontakt existiert folglich nicht. Solange es nicht zu Verlusten von Datenpaketen kommt, ist das kein Problem. Die Faxe werden trotzdem übertragen. Kommt es allerdings zu Unterbrechungen, bricht die Übertragung sofort ab.

Kleine Kniffe

Man kann den Transfer durch eine feste Vorgabe der Signalkodierung etwas stabiler machen, wenn das Faxgerät dieses zulässt. Wählt man zum Beispiel a-law oder u-law, wird die Übertragung in den meisten Fällen gelingen. Demgegenüber wird man mit V.29 eher selten Erfolg haben.

Weitere Möglichkeit: Über den PC faxen. Manche VoIP-Anbieter bieten ihren Kunden spezielle Druckertreiber an. Damit lassen sich Dokumente direkt aus jedem Programm heraus über den Druckbefehl als Fax über das Internet senden. Eine Versandbestätigung gibt es per E-Mail. Nachteil: Papiervorlagen können Sie so nicht faxen oder müssen diese zuvor erst einscannen.

Fazit

Wer zuverlässigen Faxversand und -empfang benötigt, sollte besser weiterhin auf die normale Telefonleitung setzen. Für den gelegentlichen Dokumentenversand lässt sich die Internetleitung aber guten Gewissens verwenden.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Faxgeräten


Wichtige Protokolle

Zu IP-Telefonen und VoIP-Zubehör Mit Protokollen muss man sich auch bei der Auswahl des Telefons oder eines Gateways beschäftigen. Grund: Die Anbieter verwenden unterschiedliche Protokolle. Wer also sicher gehen will, dass keine Probleme auftreten, sollte vor dem Kauf genau nachsehen.

SIP als neuer Standard

Fast alle Dienstleister verwenden mittlerweile das SIP-Netzwerkprotokoll (Session Initiation Protocol). Es gestattet den Verbindungsaufbau zwischen zwei oder mehr Teilnehmern. SIP benötigt weitere Protokolle wie SDP (Session Description Protocol) und RTP (Realtime Transport Protocol). SIP ist wichtig, wenn man keine feste eigene IP-Adresse hat, da es eine sich ständig ändernde Adresse berücksichtigt, indem sich das Telefon zeitlich befristet bei einem SIP-Server anmeldet und dort die momentane IP-Adresse angibt.

Weitere Protokolle wichtig

Wer auf SIP setzt, jedoch hinter einer Firewall oder einem NAT-Router (versteckt ein dahinter liegendes Netzwerk) sitzt, muss auf ein weiteres Protokoll achten. In Frage kommt eines der folgenden, die jeweils in der Lage sind, eine Verbindung zum versteckten PC aufzubauen: STUN (Simple Traversal of UDP over NATs), IAX (InterAsterisk eXchange), ICE (Information And Content Exchange), ALG (Application-Layer-Gateway). Entscheidend ist jedoch, welches Protokoll der Dienstleister verwendet. Meist wird es vermutlich STUN sein.

Ein älteres Protokoll, das in direkter Konkurrenz zu SIP steht, ist H.323. Dieses Protokoll wird schon seit Jahren in der Videotelefonie sowie in ISDN-Netzen eingesetzt, allerdings inzwischen seltener für VoIP-Übertragungen.

CAT-iq

Setzten Sie auf ein kabelloses DECT-Telefon, ist der herstellerübergreifende Standard CAT-iq interessant. Das Kürzel steht für „Cordless Advanced Technology - internet and quality“. Dieser erhöht die Bandbreite der übertragenen Sprachdaten und hilft somit die Sprachqualität zu verbessern. Bei Telefonen, die CAT-iq unterstützen, spricht man oft auch von HD-Telefonie mit besonders gutem Ton. Das erreicht man etwa durch Verbesserung der Datenkompression. Kaufberatungstipp: HD-Telefonie funktioniert nur, wenn beide Gesprächspartner entsprechende Telefone verwenden. Weiterhin ermöglicht CAT-iq Zusatzdienste wie beispielsweise
Angst vor Abhören

Noch ein weiteres Protokoll ist wichtig, zumindest wenn man Angst davor hat, abgehört zu werden. Beherrschen die Ausrüstungen beider Gesprächsteilnehmer SRTP (Secure-RTP), können die Daten verschlüsselt übertragen werden. Grundsätzlich gilt aber festzuhalten, dass VoIP-Telefonate schwieriger abzuhören sind als Telefonate über das normale Telefonnetz.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Schnurlostelefonen


Altes Telefon abmelden?

Zu IP-Telefonen und VoIP-Zubehör Warum nicht den alten Telefonanschluss kündigen, wenn doch über das Internet alles viel günstiger ist? Ein Grund ist die zuvor angesprochene Faxproblematik. Wer kein Faxgerät hat und auch keines anschaffen möchte, hat allerdings nur wenig Gründe, den Festnetz nicht zu kündigen.

Genau abwägen

Überlegen Sie diesen Schritt dennoch genau, bevor Sie zur Tat schreiten. Denn für reibungslose Internettelefonie ist stets eine zügige und unbehinderte Datenübertragung nötig. Andernfalls kommt es zu Aussetzern oder zeitlichen Verzögerungen, die das Gespräch stören. Auch können Ausfälle von Netzknoten (zentrale Netzserver) die Internettelefonie beschränken oder zeitweise sogar komplett verhindern. Das kann beispielsweise bei großen Virenattacken der Fall sein.

Hinzu kommt: Je größer die Entfernung zum Gesprächsteilnehmer ist, desto mehr Leitungen und Server müssen die Datenpakete passieren, was die Gefahr einer möglichen Beeinträchtigung deutlich erhöht. Wer von Hamburg nach Tokio telefoniert, muss folglich eher mit Problemen rechnen, als wenn er in München anruft.

Probleme mit Notrufnummern

Weiterhin bieten einige Internettelefondienste nicht die Möglichkeit, Notrufnummern wie 110 und 112 anzuwählen, oder leiten diese zur Polizeistation des jeweiligen Ortsnetzes weiter, in dem man gemeldet ist. Ein Umstand, der wenig hilfreich ist, wenn man sein Internettelefon einmal nicht zuhause benutzt oder keine Nummer des eigenen Ortsnetzes verwendet.

Es spricht also einiges dafür, auch weiterhin den normalen Telefonanschluss zu behalten oder zumindest das Handy in Reichweite zu haben, um bei Problemen auf das Mobilfunknetz ausweichen zu können.

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