Kaufberatung HDTV (High Definition TV)


Für hochauflösendes Fernsehen nach HDTV-Standard braucht es nicht viel: einen aktuellen Fernseher und den passenden Receiver zum Empfang von HDTV-Signalen. Ebenfalls wichtig: die überzeugende Anzeige von Sendungen im alten PAL-Format. Allerdings: HDTV ist nicht gleich HDTV. Worauf Sie bei der Auswahl der Geräte achten sollten, klärt diese Kaufberatung.

  1. Mehr Fernsehen
  2. Höhere Auflösung und mehr Details
  3. Wie kann man HDTV empfangen?
  4. Gerätevoraussetzungen
  5. HD Ready
  6. Videorekorder
  7. Verbesserte Technik
  8. Projektoren
  9. TV-Karten
  10. HDTV selber machen
  11. Spielkonsolen
  12. Fazit

Mehr Fernsehen

Zu den Fernsehgeräten Mehr Auflösung, mehr Details, mehr Spaß am Fernsehen – HDTV steht genau dafür. Im Vergleich zu TV-Geräten mit herkömmlicher PAL-Auflösung können HDTV-Fernseher bis zu zehnmal mehr Bildinformationen anzeigen. Das macht nicht nur das Bild knackiger, es erlaubt auch, größere Bilddiagonalen. Und genau die sind nötig, um das Wohnzimmer in ein richtiges Heimkino zu verwandeln.

HDTV-Fernseher unterstützen zudem auch erstklassigen Raumklang im Dolby-Digital-Format, eine weitere wichtige Voraussetzung fürs Heimkino. Guten Ton gibt es nicht nur von DVD oder Blu-ray, sondern zunehmend auch bei frei empfangbaren Fernsehübertragungen.

HDTV bei Fernsehern Standard

Sehr schön: An HDTV kommen Sie beim Kauf eines Fernsehers heute gar nicht mehr vorbei. TV-Geräte mit PAL-Auflösung müssen Sie schon mit der Lupe suchen. Allerdings gibt es einige Stolperfallen. So gibt es HDTV-Fernseher mit unterschiedlichen Auflösungen. Das Gleiche gilt für digitale Videokameras. Zudem sind einige HDTV-Signale nur verschlüsselt zu empfangen und benötigen Receiver, die den Code entschlüsseln und die Sendungen anzeigen können.

Es ist daher wichtig, die eigenen Ansprüche, das Fernsehverhalten und die Zusatzausrüstung wie auch den verwendeten Camcorder zu berücksichtigen, bevor Sie einen HDTV-Fernseher kaufen. Nur so können Sie das Gerät wählen, das Ihren Ansprüchen am besten gerecht wird. In den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung erklären wir daher, was hinter der HDTV-Technik steckt, welche Ausrüstung Sie für den Empfang benötigen, wie die Hürden aussehen und worauf Sie beim Kauf neuer Geräte achten sollten. (pr)


Höhere Auflösung und mehr Details

Zu den Fernsehgeräten Zurzeit sehen wir immer noch standardmäßig Fernsehen im PAL-Format, also mit 720 mal 576 Bildpunkten Auflösung. Die Bilder werden dabei nicht als Ganzes, sondern nur zeilenversetzt in Halbbildern aufgebaut. Das geht so schnell, dass das Auge davon nichts mitbekommt. Man nennt dieses Verfahren Interlaced-Technik. Ihr gegenüber steht die Progressive-Technik, bei der statt halber Bilder ganze gesendet werden. Obwohl das Auge die zeilenversetzte Übertragung nicht wahrnimmt, wird das Bild durch die Vollbildtechnik schärfer und ruhiger; auch Bildflimmern verschwindet dadurch. Das Senden von Vollbildern kommt besonders schnellen Kameraschwenks zugute, wie sie etwa bei Sportübertragungen auftreten können.

Zwei verschiedene Formate

HDTV-Bilder werden in zwei unterschiedlichen Formaten gesendet, als 720p und als 1.080i. 720p bedeutet, dass das Bild aus 720 Zeilen bei einer Auflösung von 1.280 mal 720 Bildpunkten aufgebaut ist. Das „p“ steht für „progressive“ also den Bildaufbau aus Vollbildern. Im Vergleich zum PAL-Format erhöht sich bei 720p die Bildinformation um den Faktor vier, obwohl sich die Formatgröße lediglich verdoppelt.

Auf die fünffache Auflösung bringt es 1.080i. Hier ist das Bild aus 1.920 mal 1.080 Bildpunkten aufgebaut und wird wie bei PAL zeilenversetzt also „interlaced“ gesendet, was das „i“ im Namen ausdrückt. Die Bildinformation ließe sich bei diesem Format im Vergleich zu PAL sogar verzehnfachen, wenn man Vollbilder senden würde (1.080p). In diesem Fall spräche man von FullHD. Jedoch ist das bislang wegen des dadurch entstehenden extrem hohen Datenaufkommens für die Übertragung von Fernsehbildern nicht vorgesehen. Die Auflösung von 1.080i/p entspricht etwa der einer Zwei-Megapixel-Digitalkamera.

Höhere Bildqualität

Die Folge der größeren Auflösung sind erhöhte Bildschärfe, insbesondere eine bessere Tiefenschärfe und eine höhere Brillanz. Da bei Verwendung von HDTV gleichzeitig auch der verwendete Farbraum verändert ist, verbessert sich auch die Farbdarstellung deutlich. Die Folge: Selbst kleinste Details lassen sich besser erkennen.

Bildwiederholfrequenz

Einfluss auf die Bildqualität hat - gerade auch bei hoher HD-Auflösung - die Bildwiederholfrequenz. Sie gibt an, wie häufig der Fernseher pro Sekunde das Fernsehbild aufbaut. Je häufiger das geschieht, desto flüssiger und schärfer wirkt das Bild und störendes Flimmern verschwindet. Besonders bei schnellen Kameraschwenks macht sich eine hohe Bildwiederholfrequenz positiv bemerkbar.

Die Standardbildwiederholfrequenz für PAL-Fernsehen, das in Europa üblich ist, liegt bei 50 Hertz (Hz). Die TV-Geräte bauen das Bild dabei aus 50 Halbbildern pro Sekunde auf, was einer Gesamtbildzahl von 25 Bildern in der Sekunde entspricht. Diesen Einzelaufbau nimmt das Auge nicht wahr, es hält das Fernsehbild für flüssig. Allerdings bleibt ein Flimmern wahrnehmbar.

Flimmern auslöschen

Der erste Schritt, das Flimmern zu unterdrücken und die Bildqualität anzuheben, besteht darin, aus den 50 Halbbildern 50 Vollbilder zu machen. Die fehlenden Bildinformationen errechnet das TV-Gerät und fügt sie hinzu. Ergebnis: Das Bild wirkt ruhiger, flimmert jedoch immer noch. Folglich hebt man die Wiederholfrequenz weiter an und verdoppelt diese auf 100 Vollbilder, sprich 100 Hertz. Auch hier muss der Fernseher die fehlenden Bilder selbst ersetzen. Er vergleicht die jeweiligen Einzelbilder und berechnet die Zwischenbilder. Dabei konzentrieren sich die Geräte nur auf die Teile des Bildes, die sich wirklich verändern. Statische Hintergründe bleiben von der Umrechnung unberührt. Resultat: Das Bild ist nahezu flimmerfrei und wirkt flüssiger. Viele Menschen nehmen überhaupt kein Flimmern mehr wahr.

200 Hertz

Da aber immer noch ein geringes Restflimmern vorhanden ist, versucht man durch eine weitere Verdopplung der Bilderzahl auf 200 pro Sekunde (200 Hertz) dieses komplett auszumerzen. Auch hier muss wieder das TV-Gerät die fehlenden Zwischenbilder errechnen, immer noch auf Basis der 50 Halbbilder, die der Tuner empfängt. Da die überwiegende Bildinformation inzwischen errechnet und nicht mehr original ist, können sichtbare Probleme, wie etwa ein so genannter Soap-Effekt, auftreten. Er lässt das Bild unnatürlich erscheinen, da der Hintergrund übertrieben statisch wirkt; eine Folge davon, dass sich die Geräte beim Hinzurechnen der Bilder lediglich auf sich verändernde Bereiche konzentrieren.

Weniger ist mehr

Damit das Bild trotz hoher Bildwiederholfrequenz und vielen künstlich errechneten Bildern dennoch natürlich wirkt, wenden die Hersteller einen Trick an: Sie errechnen weniger Zwischenbilder. Statt drei Bilder zu errechnen, fügen sie nur ein Bild ein. Die übrigen zwei Bilder - das Erste und das Dritte - ersetzen sie durch ein Schwarzbild. Folge: Das Bild wirkt flüssiger und weniger statisch. Allerdings verdunkelt sich das Gesamtbild dadurch auch, weshalb man die Helligkeit der übrigen Bilder heraufsetzt.

Kinobilder

Die typischen TV-Bildwiederholfrequenzen unterscheiden sich von denen im Kino. Dort sind 24 Vollbilder pro Sekunde üblich (24p). Die Bildwiederholrate ist jedoch deutlich höher. Sie liegt bei 48 oder 72 Hertz, also einem Zwei- respektive Dreifachem der eigentlichen Bildzahl. Um das zu realisieren, zeigt man ein und dasselbe Bild zwei-, beziehungsweise dreimal nacheinander. Das entsprechende Verfahren nennt man 2:2 oder 3:3 Pulldown-Verfahren.

Um die hohe Bildqualität von Kinofilmen im Wohnzimmer zu erhalten, ist es wichtig, dass Blu-ray-Player und Fernseher, ebenfalls die 24p-Technik unterstützen. Ist das nicht der Fall, müssen die Bilder umgerechnet werden. Dies geschieht nicht nur auf Basis des 50-Hertz-PAL-Formats, sondern zuweilen auch auf dem amerikanischen NTSC-Format, das auf 60 Hertz beruht.

Speedup und Pulldown

Um 24p auf PAL umzurechnen, muss ein Gerät ein so genanntes PAL-Speedup durchführen, also die Wiedergabe auf 25 Bilder pro Sekunde beschleunigen. Danach verdoppelt es die Bilder, um auf die geforderten 50 Hertz zu kommen. Diese lassen sich dann auf 100 oder 200 Hertz hochrechnen.

Arbeitet das TV-Gerät mit 60 Hertz, müssen die Bilder durch das 3:2-Pulldown-Verfahren umgerechnet werden. Dabei errechnet das Gerät aus einem Kinobild abwechselnd zwei und drei Halbbilder, um die geforderten 60 Halbbilder zu erreichen. Diese kann es dann weiter hochrechnen auf 60, 120 oder 240 Vollbilder. Das entspricht dann 60 Hertz, 120 Hertz und 240 Hertz.

LED-Beleuchtung

Eine weitere Bildverbesserung, die LCD-Flachbildschirme betrifft, ist durch eine LED-Hintergrundbeleuchtung möglich. LCD-TVs können Schwarz und Grau schlechter als Plasma-Fernseher darstellen. Ihre Beleuchtung befindet sich am Bildschirmrand und wird durch Farb- und Polarisationsfilter auf die jeweiligen Pixel gelenkt. Der Einsatz von LED-Leuchtdioden lässt eine gezieltere Steuerung und Beleuchtung zu, da im Idealfall hinter jedem Pixel eine Leuchtdiode steckt (Full-LED). An den Stellen, an denen diese ausgeschaltet sind, ist es total schwarz, an anderen Stellen bleibt dennoch die volle Leuchtkraft erhalten. Man spricht auch von Local Dimming. Folge: Die Bildqualität nähert sich der von Plasma-Displays an; die Farben sind klar und rein, der Kontrastumfang steigt. Positiver Nebeneffekt, die Fernseher benötigen weniger Strom, da LEDs weniger energiehungrig sind.

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Blu-ray
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Fernsehgeräten


Wie kann man HDTV empfangen?

Zu den Fernsehgeräten Per Satellit? Ja!

Uneingeschränkt können nur Besitzer einer Satellitenanlage (Astra) HDTV empfangen. Da nur dort genügend Platz für weitere und vor allem datenintensive Sender ist. Denn höhere Auflösung ist gleichzusetzen mit höherer Bandbreite. Wo vier- bis fünfmal mehr Informationen fließen, braucht es auch entsprechend mehr Platz. So bieten die Transponder (Empfangs- und Sendeeinheiten) nur Platz für drei hochauflösende Übertragungen gegenüber acht bis zwölf im PAL-Format. Kaufberatungstipp: Über Satellit können Sie einige Sender kostenlos im HDTV-Format empfangen, für andere müssen Sie ein Abonnement abschließen.

Per Kabel? Ja!

Wer einen Kabelanschluss besitzt, kann ebenfalls HDTV-Sender empfangen. Aufgrund des knapperen Platzes ist das Angebot an verfügbaren Sendern aber deutlich geringer. Welche Sender in Ihrer Region empfangbar sind, hängt vom jeweiligen Anbieter von Kabelfernsehen ab. In der Regel müssen Sie bei Ihrem Betreiber jedoch einen Zusatzvertrag für den Empfang von HDTV abschließen.

Per Antenne? Nein!

Die Übertragung per Antenne ins DVB-T-Netz ist zurzeit in Deutschland nicht geplant. Hier steht am wenigsten Platz zur Verfügung. Würde man HDTV-Fernsehen einspeisen, müsste man im Gegenzug auf elementare Sender verzichten. Technisch möglich wäre es aber.

Per DSL? Ja!

Wer einen schnellen DSL-Anschluss mit sechs Megabyte Bandbreite hat, kann darüber Fernsehen empfangen. Für HDTV-Signale braucht es mindestens die doppelte Bandbreite, besser noch mehr. Voraussetzung: Man muss einen entsprechenden Vertrag mit einem IPTV-Anbieter machen. IPTV steht für Internet-Protokoll-Fernsehen. Die verschiedenen Anbieter sind entweder bundesweit oder nur regional aktiv. Neben dem DSL-Anschluss ist eine Set-Top-Box nötig, die das Signal für den Fernseher aufbereitet.

Großer Platzbedarf

Aufgrund des hohen Platzbedarfs der Fernsehdaten wird auch künftig per Satellit das Senderangebot am größten sein. Ein Kabel- oder Internetanschluss ist eine Alternative für alle, die keine Satelliten-Anlage installieren dürfen oder möchten. Das Angebot für Kabel- und DSL-Kunden könnte künftig durch effektivere Kompressionsalgorithmen und mehr Frequenzbereiche wachsen. Zur Verdeutlichung: Für 1.080p (FullHD) sind 54 Megabit pro Sekunde empfohlen, für PAL dagegen nur 5,4 Megabit in der Sekunde.

Die Sender haben zwar die Möglichkeit, hochauflösende Bilder auch mit niedrigerer Datenrate zu senden, was sie häufig auch machen, jedoch leidet dann die Bildqualität und es können Kompressionsartefakte sichtbar werden, etwa viereckige Klötzchen. Zudem kann man nicht auf die Ausstrahlung der PAL-Programme verzichten, solange nicht alle die Möglichkeit haben, HDTV problemlos zu empfangen.

Alternative Blu-ray

Wer zurzeit keine Möglichkeit hat, HDTV-Signale zu empfangen, muss dennoch nicht auf Filme in höchster Auflösung verzichten. Er kann beispielsweise zu einem Blu-ray-Player greifen. Die dafür angebotenen Filme reizen die technischen Möglichkeiten der hochauflösenden TV-Geräte voll aus. Weitere Alternative: Videos in HD-Auflösung drehen. Mehr dazu weiter unten im Kapitel „HDTV selber machen“.

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Satelliten-Empfangsanlagen
DSL

Zu
Blu-ray-Disc-Playern
Blu-ray-Videos


Gerätevoraussetzungen

Zu den Fernsehgeräten Damit ein Fernseher HDTV-Signale anzeigen kann, muss er mindestens eine der beiden möglichen Auflösungen physikalisch darstellen können. Das heißt, seine Mattscheibe muss aus 1.280 mal 720 Bildpunkten (720p) oder 1.920 mal 1.080 Punkten (1.080i/p) aufgebaut sein. Zwar gibt es auch TV-Geräte, die trotz abweichender Auflösung HDTV-Bilder darstellen können, doch müssen sie diese dazu umrechnen. Die Folge: Das Bild verschlechtert sich und man kann nicht mehr guten Gewissens von echtem HDTV sprechen.

Warum das so ist, haben viele sicher schon am PC-Bildschirm oder Flachbildfernseher erfahren. Die flachen Monitore können nämlich nur die physikalische Auflösung gut darstellen, verändert man diese, wird das Bild matschig. Bildröhren kennen diese Probleme nicht, doch ist dieser Typ inzwischen fast vom Markt verschwunden und auch nicht in der Lage, HDTV-Signale zu verarbeiten.

720 Zeilen für ARD und ZDF

Nicht alle modernen Fernsehgeräte unterstützen die volle HDTV-Auflösung. Es gibt immer noch einige, die nur das kleinere Format mit 720-Zeilen-Auflösung, als native Auflösung bieten. Sie können zwar auch Bilder mit höherer Auflösung anzeigen, müssen diese allerdings zuvor auf Kosten der Bildqualität umrechnen.

Kaufberatungstipp: Ein Fernseher mit 720p-Auflösung kann für alle, die nahezu ausschließlich öffentlich-rechtliches Fernsehen wie etwa ARD und ZDF gucken, eine gute Wahl sein. Denn diese Sender übertragen auf ihren HDTV-Kanälen nur die kleinere Auflösung. Ein 720p-Fernseher stellt diese Sender somit ohne Umrechnung dar. FullHD-Modelle müssen diese hochrechnen. Die Privatsender, die in HD senden, sowie Bezahlkanäle verwenden demgegenüber in der Regel die höhere Auflösung.

Mit 1.080 auf der sicheren Seite

Kaufberatungstipp: Für alle anderen ist ein Fernseher mit FullHD-Auflösung die bessere Wahl. Sie müssen jedoch die HD-Signale der öffentlich-rechtlichen Sender hochrechnen und damit eine leichte Bildverschlechterung akzeptieren. Alternative: Sie verzichten auf die Umrechnung. Dann haben sie die beste Bildqualität, müssen allerdings breite schwarze Balken um das Bild akzeptieren.

Upscaling

Das Upscaling, also Umrechnen der Bilder, übernimmt der Fernseher, wenn Sie TV sehen. Kommen die Bildsignale jedoch von einem DVD- oder Blu-ray-Spieler, kann oft auch dieses Gerät die Bilder umrechnen. Wer den Job übernimmt, ist im Prinzip egal. Kaufberatungstipp: Testen Sie das Ergebnis des jeweiligen Gerätes und entscheiden Sie sich für die Lösung, die am überzeugendsten arbeitet.

Kein HDTV für Altgeräte

Ältere Fernsehgeräte bleiben vom neuen Format ausgeschlossen. Um hoch aufgelöste TV-Signale empfangen zu können, benötigen Sie zwingend einen entsprechenden Fernseher. Das gilt übrigens auch für alte Satellitenreceiver. Immerhin, das Empfangsmodul vor der Satellitenschüssel, das LNB, müssen Sie für HDTV nicht auswechseln. Hat ein HDTV-tauglicher Fernseher keinen integrierten TV-Tuner für die hochauflösenden Bilder, müssen Sie einen externen Empfänger, auch Set-Top-Box genannt, anschaffen. Kaufberatungstipp: Bedenken Sie, dass Ihr TV-Gerät dazu einen entsprechenden freien Anschluss benötigt (siehe weiter unten).

Neuer Receiver nötig

Kaufberatungstipp: Wenn Sie den Kauf eines neuen Receivers oder Fernsehers planen, achten Sie auf Steckplätze (CI-Schächte) für Bezahlkarten kostenpflichtiger Fernsehsender. Denn nicht alle Kanäle können Sie ohne den Abschluss eines entsprechenden Abonnements empfangen. Zudem ist es möglich, dass aktuell frei empfangbare Sender künftig nur verschlüsselt zu empfangen sind und Sie zum Entschlüsseln ein entsprechendes Hardwaremodul für den CI-Schacht benötigen, um die Signale weiterhin empfangen zu können.

Unbedingt nötig ist ein Steckplatz für den Empfang von Sky und auch die HD-Versionen der Privatsender. Dafür gelten jeweils unterschiedliche Anforderungen an die Kartenschächte. Grund: Es existieren unterschiedliche Standards, die nicht jeder Receiver unterstützt. Für Sky sollte der Receiver am besten ein Zertifikat besitzen, das diesen als empfangstauglich ausweist. Auch wenn der Empfang mit anderen Geräten möglich ist, sind Sie damit auf der sicheren Seite. Für das HDTV-Angebot der frei empfangbaren Privatsender muss der Receiver HD+ unterstützen. (Mehr dazu im Kapitel „Videorekorder“.)

Ablösung für Scart

Weitere Voraussetzung ist die HDMI-Schnittstelle (High Definition Multimedia Interface). Sie ist quasi der Nachfolger des Scart-Anschlusses und verarbeitet Bild und Ton digital in hoher Qualität. Wichtiger Grund für diese Schnittstelle ist neben der hohen Qualität der integrierte Kopierschutz HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection), über den gesteuert werden kann, ob und mit welcher Qualität Kopien zugelassen sind. (Mehr zu Kopien im Kapitel „Videorekorder“). Kaufberatungstipp: Auch der Fernseher muss HDCP unterstützen, andernfalls bleibt das Bild schwarz, wenn der Mechanismus zum Einsatz kommt.

HDMI ist eine Weiterentwicklung des DVI-Standards (Digital Visual Interface), der auch bei PC-Monitoren zum Einsatz kommt, im Vergleich zu diesem aber nicht nur das Bild, sondern auch den Ton überträgt. Er unterstützt Kabellängen bis zu 20 Meter. Per Signalverstärker (Repeater) lässt sich die Distanz bis auf 100 Meter erhöhen. Die Stecker sind sehr viel kleiner als Scart-Varianten; sie ähneln USB-Steckern in Form und Größe. Zusätzlich sind die Kabel deutlich dünner, so dass der Kabelsalat hinter den Geräten etwas überschaubarer wird. Kaufberatungstipp: Für HDMI gilt das gleiche wie für Scart. Je mehr Anschlüsse an den Geräten sind, desto besser: Drei sollten Minimum sein, um möglichst problemlos Verbindungen zwischen Fernseher, Videorekorder und anderen Geräten herstellen zu können.

HDMI für die Surround-Anlage

Sollten sich einige Sender dazu entschließen, sämtliche Signale nur noch verschlüsselt über diese neue Schnittstelle zu übertragen, müsste man auch den AV-Receiver, die zentrale Schaltstelle für sämtliche Geräte und verantwortlich für den Raumklang, austauschen. Das gilt zumindest dann, wenn Sie ein älteres Gerät ohne HDMI-Schnittstelle einsetzen. Andernfalls bliebe die Surround-Anlage still und Sie hören den Ton nur noch über die TV-Lautsprecher. Solange die Signale jedoch unverschlüsselt übertragen werden, muss der alte Receiver nicht in Pension, denn er kann digitale Signale auch via optischem oder koaxialem Anschluss verarbeiten.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
TV- und HiFi-Kabeln
Heimkinoanlagen
AV-Receivern


HD Ready

Zu den Fernsehgeräten Damit man sich als Laie nicht mit unnötig vielen Technikdetails herumschlagen muss und um HDTV-taugliche Geräte einfacher erkennbar zu machen, hat die EICTA (eine Organisation, der viele Gerätehersteller angehören) das HD-ready-Siegel entworfen. Es weist einen Fernseher als HDTV-kompatibel aus.

Mindestvoraussetzungen

Um dieses Siegel tragen zu dürfen, müssen die TV-Geräte folgende Mindestvoraussetzung erfüllen: Die Auflösung muss mindestens 720 Zeilen betragen. Das TV-Gerät muss das 16:9-Format unterstützen. Es muss sich mindestens eine DVI oder HDMI-Schnittstelle sowie ein Komponenteneingang (YUV) am Gerät befinden. Einer dieser Anschlüsse muss HDCP-fähig sein.

HD ready bedeutet jedoch nicht, dass der Fernseher auch 1.080p (FullHD) nativ, also ohne Umrechnung, darstellen kann. Für diese Fähigkeit hat man ein weiteres Siegel geschaffen, das den Zahlenwert im Namen trägt. Steht anstelle des „ready“ ein „TV“ im Logo, hat das entsprechende Gerät zusätzlich einen TV-Tuner an Bord, der hochauflösende Fernsehsignale empfangen kann.

Vorsicht vor anderen Siegeln

Andere Siegel sind nicht verlässlich. Sie sagen oft nur aus, dass ein Fernseher HDTV-Signale darstellen kann. Dies jedoch nicht zwingend in der nativen Auflösung, sondern umgerechnet auf das tatsächliche Format des Fernsehers. Beim Umrechnen leidet aber die Bildqualität.

Allerdings, auch beim HD-ready-Logo ist man nicht unbedingt auf der sicheren Seite. Denn einige Hersteller schummeln ein wenig. Das ist leider möglich, da das Siegel nicht von einer unabhängigen Prüfstelle, sondern quasi von den Herstellern selbst vergeben wird und auch keine Kontrollen stattfinden.

In jedem Fall Details prüfen

So kann man beispielsweise Fernseher mit HD-ready-Logo finden, die eine zu kleine Auflösung bieten. Um die dadurch eigentlich notwendige Skalierung zu vermeiden, schneiden sie schlicht Teile vom Bild ab. So bleibt zwar die hohe Auflösung erhalten doch nur zulasten von anderen Bildinformationen. Es gab auch schon Geräte, die das Bild skalierten und dennoch das HD-ready-Logo trugen. Kaufberatungstipp: Auf der sicheren Seite sind Sie nur, wenn Sie die technischen Spezifikationen genau studieren.

Zu
Fernsehgeräten
Digitalen TV-Receivern


Videorekorder

Zu den Fernsehgeräten HDTV-Sendungen lassen sich genauso aufzeichnen wie Ausstrahlungen im PAL-Format. Aufgrund der großen Datenmenge benötigen diese aber mehr Speicherplatz. Daneben müssen Sie bei einigen Sendern oder einzelnen Übertragungen auf gewohnten Komfort verzichten. Der Grund sind Kopierschutzrichtlinien der Filmstudios oder auch einiger TV-Sender.

HD+

Während Sie öffentlich-rechtliche HD-Sender ohne Einschränkungen aufzeichnen und die Mitschnitte wie gewohnt abspielen können, müssen Sie bei zahlreichen Privatsendern tiefe Einschnitte in Kauf nehmen. Um deren HDTV-Angebot empfangen zu können, ist ein entsprechender Receiver nötig, der den HD-Plus-Standard (HD+) unterstützt. Zudem benötigen Sie ein gebührenpflichtiges Abonnement.

Das Aufzeichnen der Sender ist in der Regel problemlos möglich. Beim Abspielen gelten jedoch zahlreiche Restriktionen. So ist es nicht möglich, in Werbepausen vorzuspulen. Das gilt sowohl bei zeitversetztem Fernsehen während der Aufnahme als auch zu einem späteren Zeitpunkt. Zudem ist es nicht immer möglich, die Aufzeichnungen überhaupt oder in hoher Qualität auf einen Rohling zu brennen. Klappt es, lässt sich der Mitschnitt nur auf dem Rekorder abspielen, der die Sendung aufgezeichnet hat. Die Sender haben darüberhinaus die Möglichkeit, den Zeitraum, innerhalb dessen die Wiedergabe der Aufzeichnung möglich ist, zeitlich zu begrenzen.

Hollywood-Studios wollen rigiden Kopierschutz

Ein Grund für diese Einschränkungen sind die Werbeeinnahmen, aus denen sich die Privatsender finanzieren. Ihre Werbekunden zahlen nur, wenn sichergestellt ist, dass das Publikum die Werbung auch sieht. Ein weiterer Grund ist die Filmindustrie. Diese möchte gerne, dass Filme sich gar nicht oder nur in minderer Qualität auf einem Videorekorder speichern lassen.

Ach Sender, die nicht auf HD+ setzen, könnten die Aufzeichnung behindern. Das Mittel dazu ist das bereits angesprochene HDCP-Verfahren. Dieses kann die Speicherung komplett unterbinden, wenn entsprechende Signale mit den Sendungen ausgestrahlt werden. Zudem lassen sich DRM-Informationen (Digital Rights Management - Kopierschutzbestimmungen) anfügen, die bestimmen, ob das Programm ohne Einbußen, in minderer VHS-Qualität oder nur gegen Bezahlung aufgenommen werden darf. Selbst Kopien der analog ausgestrahlten Sendungen lassen sich unterbinden.

Riesige Datenmengen

Ob mit oder ohne Kopierschutz, um HDTV überhaupt aufzeichnen zu können, ist ein neuer Videorekorder nötig. Denn zum einen muss das Gerät die neue Fernsehnorm beherrschen und zum anderen muss es die riesigen Datenmengen schlucken können. Denn vier- bis fünfmal höhere Bildqualität entspricht auch entsprechend höherem Platzbedarf. Eine DVD wäre für einen Film mit HDTV-Auflösung folglich deutlich zu klein.

Blu-ray-Disc

In Frage kommt etwa die Blu-ray-Disc, die ein Vielfaches der normalen DVD speichern kann. Entsprechende Rekorder lesen und beschreiben neben der Blu-ray-Disc auch DVD-Rohlinge. Praktisch sind Rekorder mit integrierter Festplatte. Darauf finden mehr Filme Platz und Sie müssen nicht für jede Aufzeichnung einen Rohling verwenden. Kaufberatungstipp: Je größer die Festplatte, desto mehr Filme finden darauf Platz, so dass Sie Mitschnitte nicht sofort wieder löschen müssen, sondern eine Zeit lang dort lagern können.

Archivierung

Zur Archivierung dürfte der Platz auf der Festplatte allerdings nicht lange reichen. Möglicher Ausweg: ein PC. Sollte der Festplattenrekorder einen PC-Ausgang oder auch eine Netzwerkschnittstelle besitzen, ließen sich die Filme in den PC übertragen und dort auf Blu-ray-Disc brennen oder einer Festplatte sichern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass kein Kopierschutzmechanismus dies unterbindet. Ebenfalls möglich: Mit HDTV-kompatibler TV-Karte (siehe weiter unten) und Blu-ray-Brenner im PC ließen sich Sendungen dort aufzeichnen und brennen und anschließend per Blu-ray-Abspielgerät im Wohnzimmer betrachten.

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Blu-ray
DVD- und Blu-ray-Rekordern

Zu
Blu-ray-Playern
Blu-ray-Disc-Laufwerken und -Brennern


Verbesserte Technik

Zu den Fernsehgeräten Da für den Umstieg von PAL auf HDTV neue Empfänger nötig sind, nutzt man die Gelegenheit, um auch Übertragungsverfahren und Datenformate zu ändern. So ist beispielsweise auch das Kompressionsverfahren geändert. Zuvor setzte man, wie auch bei DVDs, auf MPEG 2, wechselt für HDTV aber zum effektiveren MPEG-4-Verfahren. MPEG 4 kodierte Übertragungen benötigen weniger Platz im Frequenzband, so dass mehr Raum für andere Sender bleibt.

Effektivere Verfahren

Gleichzeitig wechselt man bei der Satellitenausstrahlung vom DVB-S- zum neueren DVB-S2-Übertragungsverfahren. Es arbeitet bis zu 30 Prozent effektiver, was ebenfalls mehr Raum für weitere Sender schafft. Zudem tauscht man mit der Umstellung auf DVB-S2 auch den Bildkompressionsalgorithmus H.262 gegen den effektiveren H.264 ein, ebenfalls mit dem Ziel mehr Platz zu schaffen. HDTV-taugliche Digitalreceiver für den Kabelempfang erkennt man häufig am Zusatz HD, den diese aber nicht unbedingt tragen müssen. Entsprechende Geräte können ebenfalls einen MPEG-4-Datenstrom dekodieren.

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Satelliten-Empfangsanlagen

Zu
Digitalen TV-Receivern
Zubehör für digitale TV-Receiver


Projektoren

Zu den Fernsehgeräten Hochauflösendes Fernsehen können Sie auch über Projektoren betrachten, so diese die erforderliche Auflösung und Anschlüsse mitbringen. Bei dieser Betrachtungsweise kann HDTV seine Vorteile sogar besonders deutlich ausspielen. Denn die bessere Auflösung wird bei sehr großen Bilddiagonalen und dem größeren Betrachtungsabstand sehr deutlich.

Projektoren mit 1.080i/p-Auflösung sind auch hier inzwischen stark verbreitet und gegenüber Versionen mit 720p-Auflösung in der Überzahl. Kaufberatungstipp: Wählen Sie einen Projektor mit der erzielbaren Auflösung, die Sie meistens verwenden möchten. Denn aufgrund der größeren Projektionsfläche fallen Bildverschlechterungen, die durch Hoch- oder Runterrechnen entstehen, sehr viel deutlicher auf.

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Projektoren


TV-Karten

Zu den Fernsehgeräten Bereits 2005, in der Testphase von HDTV, war es möglich, mit einer TV-Tuner-Karte für digitalen Satellitenempfang hochauflösendes Fernsehen zu empfangen. Aufgrund fehlender kompatibler Satelliten-Receiver war es sogar die einzige Möglichkeit, die hoch aufgelösten Signale zu empfangen. Voraussetzung war und ist neben der Tuner-Karte ein Monitor mit mindestens 19-Zoll-Diagonale und entsprechend hoher Auflösung, um die Bilder verlustfrei darstellen zu können.

Alte Karten im Nachteil

Nach der Umstellung auf DVB-S2 sind die Nutzer der ersten Stunde heute jedoch von den HDTV-Bildern ausgeschlossen. Um weiterhin HDTV über den PC sehen zu können, müssen sie, wie auch alle anderen eine TV-Karte kaufen, die den neuen Satelliten-Standard unterstützt.

Aufgrund des effektiveren Kompressionsverfahrens (MPEG 4/H.264) ist auf jeden Fall ein leistungsfähiger Rechner mit mindestens zwei schnellen Prozessorkernen zu empfehlen. Die Grafikkarte sollte mindestens 128 Megabyte eigenen Speicher haben und über eine Hardwarebeschleunigung für das H.264-Verfahren verfügen.

HDTV per Multimedia-PC

Für alle, die einen großen Flachbildfernseher ohne HDTV-kompatiblen Empfänger mit genügend hoher Auflösung besitzen und auch über einen leistungsfähigen Multimedia-PC verfügen, kann eine TV-Karte einen alternativen Einstieg in HDTV bedeuten. Denn mit solch einer Karte wird der PC auch zugleich zum digitalen Videorekorder, inklusive der Möglichkeit, zeitversetzt fernsehen zu können. Ebenfalls praktisch: Ein modernes Notebook kann diesen Job ebenfalls übernehmen.

Bedenken Sie jedoch, dass auch Computer und Notebook zum Empfang und zum Aufzeichnen geschützter Sendungen eine TV-Karte benötigen, die entsprechende Smartcards unterstützt und aufnehmen kann. Anders als externe TV-Receiver haben entsprechende Versionen oft nur einen Steckplatz. Besitzen Sie mehr als eine Karte, müssen Sie diese jeweils austauschen.

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TV-Karten
Grafikkarten
Notebooks
Wohnzimmer-PCs


HDTV selber machen

Zu den Fernsehgeräten Unabhängig davon, ob Sie HDTV-Signale empfangen können, haben Sie die Möglichkeit, selbst ein hoch aufgelöstes Programm zu erstellen. Das klappt mit einer entsprechend ausgestatteten Videokamera. Solche Kameras sind heute Standard. Sie beherrschen in der Regel die FullHD-Auflösung.

Abweichende Auflösung

Daneben gibt es hochauflösende Videokameras mit einer abweichenden Auflösung. Sie verwenden das Format HDV. Es steht für „High Definition Video“. Man unterscheidet hier die Versionen HDV1 und HDV2. HDV1 erreicht mit 720p die kleinere HDTV-Auflösung. HDV2 löst höher auf. Laut Angabe vieler Hersteller erreichen diese Geräte FullHD. Das klappt aber nur mit einem Trick. Die native Auflösung von HDV2 beträgt 1.440 x 1.080 Pixel. Um die volle Bildbreite zu erreichen, verwenden diese Camcorder rechteckige statt quadratischer Pixel. Die Bildqualität leidet geringfügig darunter. Zudem zeichnet HDV2 Halb- statt Vollbilder auf.

Kompressionscodec

Bei der Bildkompression verwenden beide Versionen oftmals noch den MPEG-2-Codec. In der Regel dann, wenn die Kameras handelsübliche MiniDV-Kassetten oder normale DVD-Rohlinge verwenden. Steckt jedoch ein Blu-ray-Brenner oder eine Speicherkarte im Gehäuse, setzt man dort zumeist auf das effektivere Format AVCHD (Advanced Video Codec High Definition).

Kaufberatungstipp: Mit einem HD-Camcorder schöpfen Sie alle Vorzüge der hochauflösenden Technik und somit auch Ihr TV-Gerät voll aus und sind nicht auf die Sendeanstalten angewiesen. Allerdings, Filme, die Sie mit einer älteren digitalen Videokamera aufgezeichnet haben, zeigen auch diese Kameras nur im kleinen PAL-Format an.

Videoschnitt

Der Videoschnitt am Computer ist mit HD-Video ebenfalls möglich. Jedoch steigen die Anforderungen an den Computer deutlich. Statt bisher 25 Megabyte Daten pro Sekunde für Filme im PAL-Format, fallen dann bis zu 125 Megabyte Daten pro Sekunde an, die komprimiert, verarbeitet und auf großen Festplatten gelagert werden müssen.

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Digitale Videokameras
Videoschnitt
Festplatten


Spielkonsolen

Zu den Fernsehgeräten Eine weitere Möglichkeit, die hohe Auflösung eines modernen HDTV-Fernsehers voll auskosten zu können, bieten moderne Spielkonsolen. So werden die meisten Spiele für die Xbox 360 mit HDTV-Support und 5.1-Raumklang hergestellt. Die Sony Playstation 3 (PS3) unterstützt HDTV und zwar in höchster Auflösung und mit Vollbildwiedergabe im 1080p-Format. Besonderes Highlight: Die PS3 hat ein Blu-ray-Laufwerk integriert und lässt sich als Player für Filme verwenden. Wer eine Wii-Konsole besitzt, muss sich leider mit PAL-Auflösung begnügen. Diese bietet keine HDTV-Auflösung.

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Spielkonsolen


Fazit

Zu den Fernsehgeräten HDTV oder besser: HDTV-Fernseher haben nicht nur Vorteile. Die Technik selbst hat keinen Nachteil. Ganz im Gegenteil! Problematisch ist eher das immer noch geringe Angebot an TV-Sendungen, ohne die HDTV-Fernseher nicht zu Höchstleistungen auflaufen. Besonders ärgerlich ist, wenn TV-Signale mit niedriger Datenrate und in PAL-Auflösung auf die Mattscheibe gelangen, die erst einmal hochgerechnet werden müssen. Manch einer fragt sich dann zuweilen, warum er seinen alten Röhrenrechner, der diese Signale besser anzeigte, aufs Altenteil geschickt hat.

Am besten per Satellit

Um überhaupt HDTV-Bilder empfangen zu können, ist zunächst ein geeigneter Receiver nötig. Dann müssen HDTV-Signale empfangbar sein. Satelliten-Signale gibt es zwar im gesamten Bundesgebiet, doch darf man diese nicht immer am Haus anbringen. Die Kanalauswahl beim Kabelfernsehen ist deutlich geringer und über Antenne sind HDTV-Signale gar nicht zu empfangen. Möglicher Ausweg: der Empfang per DSL.

Einen echten Stolperstein legt sich die Industrie selbst in den Weg: den Kopierschutz. Sollte dieser zu rigoros eingesetzt werden, bedeutet der Fortschritt der höheren Bildauflösung gleichzeitig einen Rückschritt beim Komfort. Denn wer möchte seinen Videorekorder missen und eine Sendung nur dann ansehen können, wenn sie ausgestrahlt wird? Auch die Gängelung durch HD+ ist bereits zu groß. Welchen Sinn macht ein Festplattenrekorder, wenn man Werbeblöcke nicht überspringen darf?

Vorteil für große Fernseher

Kein Nachteil, aber dennoch wert zu bedenken: Die Vorteile der höheren Auflösung werden erst bei großen Bilddiagonalen sichtbar. Bei Diagonalen bis zu 32 Zoll sind Unterschiede zum alten PAL-Format nur minimal. Richtig Spaß macht HDTV erst mit großen Bilddiagonalen.

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