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Kaufberatung für Grafikkarten PCI Express, PCI und AGP

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Grafikkarten


Grafikkarten zählen zu den leistungsfähigsten Komponenten in jedem Rechner und sind maßgeblich für die Geschwindigkeit eines Computers verantwortlich – vor allem wenn es um Spiele geht. Bei computeruniverse bieten wir Ihnen nicht nur eine große Auswahl an Grafikkarten, die Sie günstig online kaufen können, wir beraten Sie auch. In dieser Kaufberatung erfahren Sie, was die einzelnen Angaben einer Grafikkarte bedeuten und wie Sie die passende Grafikkarte für sich finden.

  1. Was macht eine Grafikkarte?
  2. Leistung einer Grafikkarte
  3. Anschlüsse an einer Grafikkarte und der Einbau
  4. Weitere Features
  5. Abschließende Tipps
  6. Fazit

Was macht eine Grafikkarte?

Eine Grafikkarte ist für die Berechnung aller Informationen zuständig, die auf Ihrem Monitor erscheinen. Angefangen von einer einfachen Benutzeroberfläche in Windows oder Linux über Filmwiedergabe bis hin zu aktuellen Spielen in hochauflösender 3D-Grafik – ohne Grafikkarte wäre all dies nicht möglich. Eine Grafikkarte besteht aus einer Vielzahl von Bauteilen. Für den Endanwender genügt es aber schon, sich 4 Einzelteile bzw. Angaben zu betrachten um einen Überblick über die Fähigkeiten einer Grafikkarte zu gewinnen.

Der Grafikchip (GPU)

Herzstück jeder Grafikkarte ist der eigentliche Grafikchip, auch GPU genannt (GPU = Graphics Processing Unit). Er nimmt die Anfragen des Computers entgegen, berechnet die nötigen Informationen und gibt die fertigen Bilder schließlich an den Monitor weiter. Die GPU ist also der Motor der Grafikkarte – und wie ein Motor im Auto bestimmt er die Grundleistung der gesamten Grafikkarte. Nur mit einer schnellen GPU kann die Karte auch eine hohe Geschwindigkeit erreichen. Ebenso wie ein Motor legt die GPU gleichzeitig auch fest, wie viel Treibstoff bzw. Strom die Grafikkarte benötigt.

Kaufberatungstipp: Auch wenn die GPU eigentlich nur ein Bauteil einer Grafikkarte ist wird der Begriff oftmals verwendet um die gesamte Grafikkarte zu bezeichnen.

VRAM

Auf jeder Grafikkarte wird ein spezieller Arbeitsspeicher (VRAM, Video Random Access Memory genannt) verbaut, der exklusiv für den Grafikchip zur Verfügung steht. Im Gegensatz zum normalen RAM eines PCs ist der VRAM um ein vielfaches schneller, da eine Grafikkarte deutlich höhere Datenmengen verarbeiten muss als ein Prozessor. Im VRAM wird alles abgelegt was für die Darstellung einer Grafik benötigt wird – 3D-Modelle, Texturen, etc.
Wird der VRAM einer Grafikkarte zu voll, muss die GPU erst wieder Platz schaffen und Teile des Speichers leeren. Während dieses Vorganges kommt es dann zu Rucklern im Bildaufbau.

Kaufberatungstipp: Integrierte Grafikkarten haben oftmals den Zusatz „Shared Memory“. Sie haben keinen eigenen VRAM verbaut, sondern benutzen den Arbeitsspeicher des Rechners mit. Deshalb steht Ihnen in diesem Falle nicht der gesamte Arbeitsspeicher des Computers zur Verfügung. Außerdem ist die Leistung geringer.

Speicherinterface

Das Speicherinterface verbindet den VRAM mit der GPU – so kann der Grafikprozessor schnell auf 3D Daten und Texturen zugreifen, wenn sie benötigt werden. Je breiter das Interface ist, desto schneller läuft der Transfer. Im Gegenzug benötigen aufwendige Berechnungen mehr Daten.

Wie groß das Speicherinterface sein soll, hängt also letztlich vom Einsatzgebiet der Grafikkarte ab.
Sind hohe Leistungen benötigt (z.B. für Spiele), sollten Sie zu einer Grafikkarte mit mindestens 192-bit Speicherinterface greifen. Für Gelegenheitsspieler genügen schon 128-bit. Filme, Office und surfen im Internet stellen keine großen Anforderungen an das Interface – selbst Grafikkarten mit 32 oder 64-bit Interface reichen vollkommen aus.

Kühlung

Kühler für GrafikkartenBei einer Grafikkarte werden, wie in einem Prozessor, enorm viele Rechenvorgänge auf kleinstem Raum ausgeführt. Dabei entsteht – je nach Grafikchip und Auslastung – Wärme. Um ein Überhitzen der Grafikkarte zu vermeiden, muss diese über eine Kühlung abgeführt werden – ähnlich wie beim Motor eines Autos.

Kaufberatungstipp: Falls Sie einmal die Temperaturen Ihrer Grafikkarte auslesen, wundern Sie sich nicht – High End Grafikkarten erwärmen sich unter Last oftmals auf ~80° Celsius. Dies ist allerdings unkritisch – Grafikkarten sind darauf ausgelegt, kurzzeitig Spitzentemperaturen von 100° mühelos verkraften zu können.

Die meisten erhältlichen Grafikkarten setzen auf eine von drei Möglichkeiten zur Kühlung:

Passive Kühlung

Bei der passiven Kühlung einer Grafikkarte wird ein großer Kühlkörper montiert, der alle wichtigen Komponenten bedeckt und die Wärme abführt. Durch Kühlrippen wird eine große Oberfläche erzeugt, sodass die Umgebungsluft die entstandene Wärme abführt. Passivkühler haben den Vorteil dass sie absolut geräuschlos sind. Allerdings sind Sie in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzt. Für den Einsatz in einfachen Computer für z.B. Office, Mailen oder surfen sowie Kompakt PCs um Filme und Videos abzuspielen (die sogenannten HTPCs) sind sie sehr gut geeignet.

Aktive Kühlung

Wie bei der passiven Kühlung sitzt hier ein großer Kühlkörper auf der Grafikkarte. Um die Kühlleistung zu erhöhen werden zusätzlich Lüfter montiert. Diese erzeugen einen Luftstrom, der die Wärme effektiv von der Grafikkarte abtransportiert. Bei modernen Grafikkarten wird die Umdrehungszahl der Lüfter von der Temperatur der Grafikkarte abhängig gesteuert – wird die Grafikkarte warm, drehen die Lüfter schneller. So lassen sich auch leistungsfähige Grafikkarten stabil betreiben.

Wasserkühlung

Eine wassergekühlte Grafikkarte kann in eine vorhandene Wasserkühlung eines PCs integriert werden. Bei der Wasserkühlung wird die Wärme durch einen Wasserkreislauf von der Grafikkarte abtransportiert. Diese Methode ist zwar sehr aufwendig, bietet aber eine enorm hohe Kühlleistung bei niedriger Geräuschentwicklung.

Zu den passiv gekühlten Grafikkarten
Zu den aktiv gekühlten Grafikkarten
Zu den wassergekühlten Grafikkarten

Alle Arten der Kühlung benötigen einen gewissen Platz in ihrem PC Gehäuse. Aufgrund der großen Kühlkörper und ausladender Lüfter ist es möglich, dass eine Grafikkarte einen benachbarten Steckplatz auf dem Mainboard überdeckt. Die Größe der Kühlkörper wird in 3 Kategorien eingeteilt.

  • Single Slot: Besonders schmal und belegen keine zusätzlichen Slots, gut geeignet für kleine Gehäuse.
  • Dual Slot: Der gängige Standard. Meistens wird ein benachbarter Steckplatz verdeckt.
  • Tri Slot: Sehr großer Kühlkörper für extrem leistungsfähige Grafikkarten. Können mehrere Slots belegen und passen nur in große Gehäuse.
Bauformen

Generell gibt es 2 Arten von Grafikkarten: Integriert und Dediziert.

Integrierte Grafikkarten sind fest in einem anderen technischen Produkt verbaut, wie z.B. die Grafikeinheit in Intel Core i-Prozessoren. Integrierte Grafikkarten bieten eine solide Grundleistung die fürs Webbrowsing, Mailen, ansehen von Videos oder sehr anspruchslose Spiele absolut ausreichend sind. Dafür sind sie günstig und benötigen nur wenig Strom. Allerdings lassen Sie sich nicht einfach auswechseln. Am weitesten verbreitet sind integrierte Grafikchips von Intel.

Wem die Leistung eines integrierten Grafikchips nicht ausreicht, der setzt auf eine dedizierte Grafikkarte. Üblicherweise werden Sie in einen PCI Express Slot eines Desktop PCs eingebaut und bieten eine deutlich höhere Leistung, vor allem bei 3D Anwendungen. Meistens werden sie für anspruchsvollere Games eingesetzt, doch auch für professionelle Bereiche wie CAD (Computer Aided Design) bzw. 3D-Modellierung gibt es eine große Auswahl. Dedizierte Grafikkarten sind deutlich größer und teurer als integrierte Grafikkarten, erreichen aber auch ein Vielfaches der Leistung. Außerdem lassen sie sich einfach und schnell austauschen, um einen Computer aufzurüsten.

Kaufberatungstipp: Eine Ausnahme bilden Grafikkarten von Notebooks. Auch hier gibt es deutlich leistungsfähigere, dedizierte Grafikchips von NVIDIA und AMD. Da sich jedoch jedes Notebook vom Aufbau der internen Komponenten unterscheidet, ist es für den Endanwender nicht möglich, die Grafikkarte eines Notebooks auszutauschen oder ein Notebook mit einer Grafikkarte aufzurüsten.

Zu den Notebooks mit integrierter Grafikkarte
Zu den Notebooks mit dedizierter Grafikkarte
Zu den PC Systemen mit integrierter Grafikkarte
Zu den PC Systemen mit dedizierter Grafikkarte

Leistung einer Grafikkarte

„Welche Grafikkarte kaufen?“ Das ist die quälende Frage, die sich viele Leute stellen.

Wer auf der Suche nach einer Grafikkarte ist, muss jedoch mitunter viel Zeit investieren, um das passende Modell zu finden. Denn der Markt ist sehr schnelllebig - mehrmals pro Jahr kommen von den Herstellern diverse neue Grafikkarten auf den Markt. Wer da den Überblick behalten möchte, muss sich gut informieren. Zwar gibt es diverse Portale und Magazine, die neue Grafikkarten auf Herz und Nieren testen, doch diese Tests sind zum Teil sehr umfangreich.

Um Ihnen zu helfen, eine Grafikkarte zu kaufen, haben wir alle Grafikkarten, die Sie bei computeruniverse online kaufen können, in eine von 4 Leistungskategorien eingeordnet.
Anhand dieser Kategorien können Sie grob das Anwendungsgebiet einordnen.

Kaufberatungstipp: Selbstverständlich unterscheiden sich die Grafikkarten einer Leistungsstufe untereinander – nicht alle High End Grafikkarten sind gleich schnell. Einen ausführlichen Leistungsvergleich von verschiedenen GPUs und Grafikkarten finden Sie z.B. bei chip.de.

Enthusiast – das Beste vom BestenSchnelle Grafikkarten bei computerunierse

Enthusiast Grafikkarten bilden die Speerspitze der aktuellen Grafikkarten. Die Herstellung erfolgt mit größter Sorgfalt und setzt auf aktuellste Technologien um die bestmögliche Leistung zu erzielen.

Sie bieten die höchste Leistung und sind perfekt für die anspruchsvollsten Spiele geeignet. Auch extrem hohe Auflösungen und mehrere Monitore bringen diese Leistungsmonster nicht ins Schwitzen.

Zu den Enthusiast Grafikkarten


High End – Top Leistung
Schnelle Grafikkarten bei computerunierse

High End Grafikkarten bieten eine hervorragende Leistung und moderne Technologien. Sie sind stark genug, um aktuelle und kommende Spiele auch in hohen Auflösungen und mit Kantenglättung und hohen Details ungetrübt und ruckelfrei genießen zu können.

Da Sie im Preis deutlich unter den Enthusiast-Grafikkarten liegen erfreuen Sie sich bei der großen Masse der PC Gamer größter Beliebtheit. Die meisten Gamer PCs setzen auf eine High End Grafikkarte, und wenn Sie häufiger aufwendige und moderne Games spielen sind Sie in dieser Leistungsklasse richtig..

Zu den High End Grafikkarten


Mid Range – Für jeden etwasGrafikkarten bei computerunierse

Eine Mid Range Grafikkarte ist für die breite Masse der Leute geeignet. Sie bieten zu einem günstigen Preis eine gute Leistung. FullHD Filme, Bildbearbeitung und Videoschnitt funktionieren gut. Ältere Computerspiele laufen meistens in hohen Details, aber auch moderne Titel können gespielt werden – allerdings nicht mit allen Details.

Für Sparfüchse und genügsame ist eine Mid Range Grafikkarte eine gute Wahl, aber auch für Neugierige, die ins PC Gaming "reinschnuppern" möchten bietet eine Mid Range Grafikkarte ein gutes Sprungbrett.

Zu den Mid Range Grafikkarten

Günstige Grafikkarten bei computerunierse
Entry – für Einsteiger

Eine Einsteiger Grafikkarte erfüllt die Grundvoraussetzung für den normalen PC Betrieb – im Web surfen, E-Mails und Office Dokumente bearbeiten sowie das Ansehen von Videos in HD-Auflösung sind ohne Probleme möglich. Bei Computerspielen stoßen Einsteiger Grafikkarten aber an ihre Grenzen – alte Spiele lassen sich zwar ohne Probleme spielen, doch jeder halbwegs moderne Titel ist meistens zu viel für die „Kleinen“.

Zu den Einsteigerkarten

Kaufberatungstipp: Wichtig ist außerdem, dass der Rest des Rechners zu der neuen Grafikkarte passt. Eine High End Grafikkarte nützt nichts wenn Sie einen extrem langsamen Prozessor haben – ein Prozessor mit 4 Rechenkernen (ein sogenannter Quad Core) sollte mindestens in Ihrem PC verbaut sein, sonst verschenkt die Grafikkarte wertvolle Leistung während sie auf Daten vom überforderten Prozessor wartet. Für Mid Range und Einsteigerkarten reicht auch ein Prozessor mit 2 Rechenkernen (Dual Core).

Es gibt noch eine Reihe von Grafikkarten für den professionellen Einsatz in CAD / 3D Modellierungssoftware. Diese Karten (AMD FirePro, Matrox oder GeForce Quadro) sind speziell für diese Software ausgelegt und für den Privatanwender nicht zu empfehlen. Sie bieten eine besonders hohe Genauigkeit, geben bei Spielen aber eine schlechte Figur ab.

Wie viel VRAM brauche ich?

Neben der Leistung einer GPU ist auch die Größe des VRAMs entscheidend. Abhängig von den Aufgaben, die ein Computer ausführen soll, ändert sich auch der Bedarf an VRAM. Für einfache Office Aufgaben, Mailen, das Surfen im Internet oder das Betrachten von Filmen reichen schon 512MB VRAM aus. Sobald aufwendige 3D-Berechnungen und moderne Spiele genutzt werden wollen, steigen die Anforderungen. Hochaufgelöste Texturen, grafische Effekte, aber auch eine hohe Monitorauflösung und Kantenglättung / Anti-Aliasing oder zusätzliche Monitore benötigen deutlich mehr VRAM. Viele Softwareschmieden empfehlen zumindest 1GB VRAM für ihre Titel. Meistens ist das auch ausreichend. Sollten Sie aber grafisch aufwendige Titel spielen wollen oder besonders hohe Auflösungen (FullHD, also 1920x1080 Pixel oder höher), sollten Sie darauf achten dass Ihre Grafikkarte mindestens 2GB Videospeicher besitzt. So kommen Sie in den Genuss aktueller Technik, haben aber noch Luft für die nähere Zukunft.

Strombedarf

Aufgrund der mittlerweile recht großen Kühlkörper und Boards der Grafikkarten sollten Sie vor dem Kauf einer Grafikkarte überprüfen, ob Ihr Computergehäuse genügend Platz für den Einbau bietet – gerade kleine Gehäuse bieten Karten oftmals nur ca. 25cm Platz, während moderne High End Karten oft 28 Zentimeter und mehr erreichen.

Auch die Stromversorgung ist wichtig. Viele PC Netzteile haben einen oder mehrere Stromstecker, die exklusiv für Grafikkarten verwendet werden. Diese PCI Express Stromstecker sind mit 6 oder 8 Pins ausgestattet. Bei 8 Pin Anschlüssen lassen sich 2 der Pins entfernen – so passen Sie auch in die kleineren 6 Pin Anschlüsse. Leistungsstarke Grafikkarten benötigen oft bis zu 2 Anschlüsse, während schwächere Karten meist nur einen benötigen.

Kaufberatungstipp: Wenn Sie eine leistungsfähige Grafikkarte möchten, empfehlen wir Ihnen ein Netzteil mit mindestens zwei 8-poligen PCI Express Stromsteckern. So haben Sie für jede Grafikkarte den richtigen Stromabschluss.

In puncto Strombedarf unterscheiden sich Grafikkarten ebenfalls gewaltig – während Einsteigerkarten oft ohne zusätzlichen Stromstecker auskommen, setzen High End Karten Netzteile mit mehr als 500 Watt voraus. Genaue Angaben lassen sich direkt auf den Herstellerseiten von AMD und NVIDIA finden.

Zu den Netzteilen für leistungsfähige Grafikkarten

Anschlüsse an einer Grafikkarte und der Einbau

Eine moderne Grafikkarte bietet eine Vielzahl von Anschlüssen für Monitore, Fernseher und Beamer.

DVI-Anschlüsse sind die aktuelle Standardausstattung einer Grafikkarte – die meisten Modelle bieten mindestens einen dieser Anschlüsse. Bei DVI liegt der Vorteil in einer rein digitalen Datenübertragung – die von der Grafikkarte berechneten Bilder erscheinen 1:1 und ohne Qualitätsverlust auf Ihrem Monitor.

Die meisten Grafikkarten bieten mittlerweile auch einen HDMI oder miniHDMI Anschluss. So können Sie Bild und Ton über ein einziges Kabel an einen Monitor übertragen. Auch HDMI arbeitet digital und bietet eine hervorragende Bildqualität. Außerdem können Sie so eine Grafikkarte einfach an einen AV-Receiver oder einen Fernseher anschließen – ideal für den Filmgenuss oder das Spielen im Großformat.

Kaufberatungstipp: Viele moderne Grafikkarten haben einen Soundchip integriert – anstelle Ihren Onboard Sound zu benutzen, kann also die Grafikkarte die Tonausgabe über HDMI übernehmen und so den Kabelsalat reduzieren. Eine dedizierte Soundkarte bietet aber noch besseren Klang.

Auch DisplayPort und miniDisplayPort Anschlüsse finden sich an vielen Grafikkarten. Ähnlich wie bei HDMI können Bild und Ton übertragen werden. Gerade im Profibereich setzen viele Monitore auf diesen Anschluss.

VGA-Anschlüsse finden sich ebenfalls noch bei einigen Einsteigergrafikkarten – höherwertige Modelle haben diesen alten Anschluss bereits abgeschafft. Da die Bildsignale bei VGA analog übertragen werden, ist die Bildqualität schlechter als bei einer digitalen Übertragung.

Zu den HDMI Kabeln
Zu den DisplayPort Kabeln
Zu den DVI Kabeln
Zu den VGA Kabeln

Zu den Soundkarten

Der Einbau

Der eigentliche Einbau einer Grafikkarte ist sehr einfach. Die meisten Grafikkarten verwenden die PCI Express Schnittstelle. Für die älteren PCI und AGP Steckplätze gibt es ebenfalls noch einige wenige Modelle, allerdings werden diese in den kommenden Jahren vom Markt verschwinden.

Egal welche Schnittstelle Sie verwenden, eine Grafikkarte muss nur senkrecht in den passenden Steckplatz gesetzt werden bis sie einrastet. Anschließend müssen noch die Stromstecker des Netzteiles angeschlossen werden. Nach einem Neustart des Computers müssen Sie nur noch die passenden Treiber installieren – und schon können Sie sich über Ihre neue Grafikkarte freuen.

Weitere Features

DirectX – die Sprache der Spiele

Gerade für Spieler ist die DirectX Unterstützung einer Grafikkarte interessant. DirectX ist die dominierende Programmierschnittstelle mit der die Leistung einer Grafikkarte zur Darstellung komplexer Bilder genutzt wird. Es ist quasi die Sprache, in der ein Computer mit der Grafikkarte kommuniziert. Mit jeder neuen DirectX Version werden neue Features und grafische Effekte eingefügt, die noch bessere Bildqualität ermöglichen und Optimierungen durchgeführt. Gerade moderne Games sind auf DirectX angewiesen und verweigern den Dienst, wenn die Grafikkarte nur eine veraltete DirectX Version unterstützt.

Kaufberatungstipp: Mit einer DirectX 11 Grafikkarte sind Sie auf der sicheren Seite – alle aktuellen Spiele unterstützen diesen Standard.

Zu den Grafikkarten mit DirectX 11 Unterstützung

Im Doppelpack - CrossFireX und SLI

Wem selbst die Leistung absoluter Top-Grafikkarten nicht reicht, der kann auch mehrere Karten kombinieren. Diese teilen sich dann den Job und sind deutlich schneller als Einzelkarten. Doch eines gleich vorweg: Zwei Grafikkarten sind nicht automatisch doppelt so schnell wie eine, da die Zusammenarbeit auch koordiniert werden muss, was Rechenzeit kostet. In der Regel können Sie mit 50 bis 70 Prozent Geschwindigkeitsschub rechnen.

Die beiden Platzhirsche NVIDIA und AMD haben jeweils entsprechende Lösungen im Programm, die allerdings untereinander nicht kompatibel sind.

Grafikkarten mit AMD CrossFireX Unterstützung bei computeruniverseCrossFireX kann bei AMD Radeon HD-Grafikkarten verwendet werden. Kompatible Grafikkarten werden untereinander mit einem Verbindungskabel, der „CrossfireX Bridge„ (liegt in der Regel den Grafikkarten bei) verbunden.

Kaufberatungstipp: Eine Besonderheit von CrossfireX ist, dass Grafikkarten der gleichen Serie verwendet werden können – Sie können also z.B. eine Radeon HD7870 mit einer Radeon HD 7850 koppeln.


Grafikkarten mit NVIDIA SLI Unterstützung bei computeruniverseSLI ist das technische Gegenstück von NVIDIA. Wie bei AMD werden kompatible Karten hier über ein „SLI Bridge“ genanntes Kabel verbunden – auch dieses liegt den Grafikkarten in der Regel bei.

Kaufberatungstipp: Im Gegensatz zu CrossfireX müssen sie allerdings 2 identische Grafikkarten verwenden. 2 GeForce GTX 680 werden funktionieren, eine GTX 680 und eine GTX 670 hingegen nicht.

Theoretisch sind so Kombinationen von 3 oder sogar 4 Grafikkarten möglich. In diesem Falle wird von Tri- oder Quad-CrossfireX bzw. SLI gesprochen. In der Praxis wird dies aber selten eingesetzt, da der benötigte Platz, Wärmeentwicklung und Stromverbrauch enorm ist – vom Preis abgesehen.Dual GPU Grafikkarte

Es gibt auch einige Grafikkarten auf denen direkt 2 Grafikchips verbaut sind. Diese Multi GPU Karten (wie Beispielsweise die NVIDIA GeForce GTX 690 oder die Radeon HD 7990) benutzen ebenfalls CrossfireX bzw. SLI, um beide Chips zu verbinden. Multi GPU Karten sind so sehr schnell, benötigen aber nicht so viel Platz im Computergehäuse wie 2 einzelne Karten.

Kaufberatungstipp: Möchten Sie SLI oder CrossfireX verwenden, muss Ihr Mainboard die entsprechende Technik unterstützen! Außerdem sollten Sie darauf achten, ein besonders leistungsfähiges Netzteil zu verwenden – je nach genutzten Grafikkarten sollte es mindestens 750 Watt Leistung bereitstellen und über mindestens 4 PCI Express Stromstecker verfügen, 2 davon 8-polig.

Zu den Grafikkarten mit CrossfireX Unterstützung
Zu den Mainboards mit CrossFireX Unterstützung
Zu den Grafikkarten mit SLI Unterstützung
Zu den Mainboards mit SLI Unterstützung
Zu Netzteilen für Multi GPUs

Übertakten

Ganz wie ein normaler Prozessor arbeitet die GPU einer Grafikkarte mit einer vom Hersteller festgelegten Taktfrequenz. Diese wird normalerweise nicht überschritten. Es ist jedoch möglich, durch manuellen Eingriff in die Software der Grafikkarte diesen Takt anzuheben – man spricht hier vom Übertakten (Overclocking). Durch das Übertakten einer Grafikkarte kann die Geschwindigkeit erhöht werden.

Achtung: Übertakten Sie Ihre Grafikkarte selbst, ohne dass der Hersteller dies vorsieht, verfällt die Garantie! Sollten Sie sich selbst am Übertakten versuchen wollen, kontaktieren Sie unbedingt den Hersteller der Grafikkarte und klären Sie die Auswirkungen auf die Garantie!

Viele Hersteller bieten Karten an, die im Werk übertaktet und auf Stabilität überprüft werden. Dank der Übertaktung sind sie etwas schneller als die normale Kartenvariante. So kommen Sie in den Genuss von erhöhter Performance ohne sich Sorgen um die Garantie machen zu müssen.

Zu den übertakteten Grafikkarten

Multi Monitoring

Mehrere Monitore an einem Computer sind extrem praktisch – beim Arbeiten und surfen kann man so mehrere Fenster geöffnet lassen und effektives Multitasking betreiben.
Bei Spielen lässt sich die Anzeige auf mehrere Monitore erweitern – somit genießen Sie einen hervorragenden Überblick.
Fast alle Grafikkarten der letzten Jahre unterstützen den gleichzeitigen Anschluss von 2 TFT Monitoren.

Kaufberatungstipp: Möchten Sie 3 oder mehr Monitore verwenden sollten Sie mindestens zu einer NVIDIA GeForce der 600er-Serie oder einer AMD Radeon der HD5000er Serie greifen. Diese moderneren Karten unterstützen dank NVIDIA Surround bzw. AMD Eyefinity das Ansteuern von mehr Monitoren als ältere Grafikkarten.

Abschließende Tipps

Referenzlayout oder Customdesign?Vergleich von Referenzdesign und Custom Layout bei PCI Express Grafikkarten

Das Referenzlayout ist das vom Chiphersteller verwendete Design einer Grafikkarte. Form der Platine sowie der Kühler sind meist recht einfach gehalten und garantieren einen einwandfreien Betrieb unter Standardbedingungen. Neue Grafikkarten werden meist zuerst im Referenzdesign getestet. Die Partner von AMD und NVIDIA – wie ASUS, Sapphire, MSi PowerColor etc. – bieten oftmals modifizierte Varianten der Referenzkarten an. Diese erkennen Sie an den aufwendig gestalteten Kühlern (oftmals mit mehreren Lüftern). Zwar sind sie etwas teurer als die Referenzkarten, dafür bieten sie meistens eine deutlich bessere und vor allem leisere Kühlung als der normale Kühler.

NVIDIA oder AMD?

NVIDIAs GeForce-Karten und AMDs Radeon HD-Reihe sind aktuell die einzigen relevanten Firmen auf dem Markt für dedizierte Grafikkarten. Zwischen Anhängern beider Hersteller entbrennen regelmäßig hitzige Debatten, welche Grafikkarte nun die Bessere sei. Unter dem Strich kann man sagen: Beide Hersteller sind eine gute Wahl. Sowohl Radeons als auch GeForce können alle anfallenden Aufgaben erledigen, egal ob Spiele, Filme oder Office. Oftmals wird von Unterschieden in der Bildqualität von NVIDIA und AMD gesprochen, aber diese sind so klein, dass man sie mit der Lupe suchen müsste. In der alltäglichen Nutzung bemerkt man sie nicht.

Es gibt im Detail einige Unterschiede, diese fallen aber nur bei sehr wenigen Szenarien ins Gewicht.

PhysX: NVIDIA bewirbt bei seinen Grafikkarten eine PhysX genannte Technik zur Darstellung von physikalischen Effekten. So können in unterstützen Spielen mehr Partikel realistisch dargestellt werden – vom Wind verwirbelte Blätter, Papier- und Stofffetzen und mehr. Alle diese Effekte sind aber rein kosmetisch und haben keinen Einfluss auf das Gameplay.

3D Kinofeeling daheim: Auch am heimischen Computer können Sie 3D wie im Kino erleben. AMD bietet hier eine unkomplizierte Lösung – Sie benötigen nur einen 3D fähigen Monitor / Fernseher samt kompatibler 3D Brille und Anzeigesoftware. Bei NVIDIA benötigen Sie entweder ein 3D Vision Kit, oder Sie erwerben die notwendige Software 3D TV Play separat – diese ist jedoch relativ teuer und wird nur direkt von NVIDIA vertrieben.

Fazit

Entscheidend für den Kauf einer Grafikkarte ist letztlich alleine Ihr Nutzerverhalten. Eine leistungsfähige Grafikkarte benötigt man eigentlich nur für Spiele. Wenn Sie keine aktuellen Computerspiele spielen, benötigen Sie auch keine leistungsstarke Grafikkarte – investieren Sie das gesparte Geld lieber in eine größere Festplatte oder SSD.

Für Gelegenheitsspieler bieten sich Mid Range Grafikkarten am besten an. Sie bieten genügend Leistung, haben einen fairen Preispunkt und ergänzen die meisten vorhanden Rechner sehr gut. Als Netzteil reichen meistens kleinere Modelle mit ~450 Watt und 2 PCI Express Stromanschlüssen.

Zu den Mid Range Grafikkarten
Zu Netzteilen für Mid Range Grafikkarten

Auch wenn Sie viel und gerne aktuelle Games spielen, reicht in den meisten Fällen eine High End Grafikkarte aus. Allerdings sollten Sie hier darauf achten, dass der Rest des Rechners leistungsfähig genug ist, sonst wird auch die beste Grafikkarte ausgebremst. Außerdem sollten Sie genügend Strom bereitstellen – ein Netzteil mit mindestens 500 Watt sowie zwei 8-poligen PCI Express Stromstecker ist eine gute Basis.

Zu den High End Grafikkarten
Zu den Netzteilen für High End Grafikkarten

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