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Kaufberatung Festplatten

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Festplatten & SSDs


Wenig Speicher – wenig Freude. Wenn der Platz auf der Festplatte knapp wird, bremst das den Rechner und den Spaß. Der beste Weg dagegen vorzugehen, ist der Kauf einer neuen Festplatte. Diese kann das alte Modell ersetzen oder zusätzliche Kapazität zur Verfügung stellen. Ganz gleich was Sie vorhaben, Sie sollten bei der Auswahl einer neuen Festplatte auf die Tipps dieser Kaufberatung achten.


Kaufberatung Festplatten

Zu den Festplatten

  1. Nimm zwei
  2. Intern oder extern
  3. Interne Festplatten
  4. Externe Festplatten
  5. Die Geschwindigkeit
  6. Der Cache
  7. Wechselplatten
  8. Mini-Festplatten
  9. RAID
  10. Turbo für Festplatten
  11. Ausfallsicherheit
  12. Tipps für alte Mainboards
  13. Dateiformat
  14. Software
  15. Fazit

Nimm zwei

Zu den Festplatten Fotos, Videos und MP3-Musik verlangen nach einer Menge Platz. Selbst die größte Festplatte füllt sich schneller als man denkt. Dann heißt es meist: Was kann weg? Doch löschen mag keiner gerne und warum auch? Festplatten sind dieser Tage so groß und so günstig wie nie zuvor. Warum also nicht eine weitere Festplatte kaufen?

Die alte Festplatte zu ersetzen kommt beim Desktop-PC nicht unbedingt in Frage. Dort gibt es in der Regel ausreichend Platz, um ein zusätzliches Laufwerk zu integrieren. So können Sie sich die Arbeit sparen, die Daten zu sichern und nach dem Austausch Betriebssystem und Programme auf der neuen Platte zu installieren.

Im Notebook

Anders sieht es bei Notebooks aus. Dort gibt es nur selten einen freien Schacht für zusätzlichen Speicher. Hier hilft nur der Austausch. Alternative: eine externe Festplatte. Allerdings möchte wohl kaum jemand zusätzlich zum Notebook ständig auch eine externe Festplatte mit sich herumtragen.

Ob intern oder extern, es gibt bei der Auswahl einer neuen Festplatte einiges zu beachten. Wir machen Sie in den nächsten Kapiteln dieser Kaufberatung mit den möglichen Alternativen vertraut und hoffen Ihnen dadurch die Auswahl des richtigen Gerätes erleichtern zu können. (pr)

Intern oder extern

Zu den Festplatten Haben Sie sich für eine zweite Festplatte entschieden, gilt es festzulegen, ob es ein internes oder ein externes Laufwerk sein soll. In den meisten PC-Gehäusen ist Platz für mindestens eine weitere Festplatte, allerdings sollten Sie technisch genug bewandert sein, diese auch einbauen zu können. Scheuen Sie davor zurück, sollten Sie den Einbau einem Fachmann überlassen und dafür den entsprechenden Arbeitslohn mit einkalkulieren. Vielleicht kann aber auch jemand aus dem Bekanntenkreis aushelfen. Dann sparen Sie die Zusatzausgaben.

Alternative zum Einbau ist der Kauf einer externen Festplatte. Da alle Festplatten auch in einem externen Gehäuse angeboten werden, bzw. eingebaut werden können, verringert sich die Auswahl somit nicht. Geschwindigkeitseinbußen müssen Sie kaum erwarten. Diese können aber bei einigen Schnittstellentypen durchaus auftreten (dazu mehr im nächsten Kapitel). Externe Platten sind jedoch aufgrund des zusätzlichen Gehäuses und zusätzlicher Elektronik etwas teurer als interne. Obendrein benötigen sie Platz zum Aufstellen sowie fast immer eine eigene Steckdose.

Kaufberatungstipp: Großer Vorteil ist die Mobilität. Eine externe Platte verwenden Sie ohne Probleme an mehreren Computern. Auf diese Weise können Sie zudem komfortabel große Datenmengen transportieren.

Zu
Festplattengehäusen
Günstiger B-Ware (Vorführ- und Gebrauchtgehäuse)

Interne Festplatten

Zu den Festplatten Wenn Sie eine Festplatte in ein PC-Gehäuse integrieren möchten, haben Privatanwender die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Schnittstellen: IDE und Serial-ATA. Daneben gibt es noch die SCSI-Schnittstelle und die Fibre-Channel-Lösung. Doch diese beiden sind eher für professionelle Anwender von Interesse. Auf sie gehen wir weiter unten ein.

Immer seltener treffen Sie in Privat-PCs auf die einstmals weit verbreitete IDE-Schnittstelle. Sie gestattet es, neben der ersten Festplatte eine zweite im so genannten Slave-Modus zu betreiben. Die maximale Datenübertragungsrate liegt bei 133 Megabyte pro Sekunde, was für die meisten Anwendungen vollkommen ausreichend ist. Da viele Festplatten in der Regel nicht einmal die 100-Megabyte-Marke erreichen, ist die Maximalgeschwindigkeit eher zu vernachlässigen. Nachteilig ist bei IDE der etwas komplizierte Anschluss durch den Master-/Slave-Betrieb sowie klobige Stecker und dicke Kabel, die für Unordnung und schlechte Luftzirkulation im Gehäuse sorgen.

Aktueller Standard Serial-ATA

Diese Nachteile sind ein Grund, warum die Serial-ATA-Schnittstelle (S-ATA) den IDE-Anschluss inzwischen als Standard abgelöst hat. Serial-ATA ist eine Weiterentwicklung der IDE-Schnittstelle. Sie gestattet deutlich höhere Datenübertragungsraten und macht Schluss mit dem Master- und Slavemodus. Alle Geräte werden direkt an den Controller angeschlossen und von dort gesteuert. Dünnere Kabel und kleinere Stecker sorgen zudem für eine effektivere Luftzirkulation und somit für eine verbesserte Gehäusekühlung.

Fixerer Datentransfer

Auch die maximale Datenübertragungsrate steigt mit dem neuen Standard, den es in drei unterschiedlichen Versionen gibt. In der Grundversion erreichen Controller und Festplatte einen maximalen Datendurchsatz von bis zu 150 Megabyte pro Sekunde (MB/s). Version 2 bringt es auf die doppelte Menge und die aktuelle Topversion S-ATA 3 erreicht gar 600 Megabyte pro Sekunde. Festplatte und Controller müssen jedoch Version 2 und 3 explizit unterstützen, um den Geschwindigkeitsvorteil nutzen zu können.

Serial-ATA hat gegenüber IDE eigentlich nur Vorteile, abgesehen davon, dass diese Technik ein wenig mehr Strom verbraucht. Auf die neuere Technik umzusteigen macht aber nur dann Sinn, wenn Sie bereits einen entsprechenden Controller im PC haben oder wenn Sie einen neuen Computer anschaffen möchten. Kaufberatungstipp: Aufgrund der möglichen relativ hohen Leistungsdaten können Sie in älteren PCs nach wie vor guten Gewissens auf die IDE-Schnittstelle setzen.

Möchten Sie dennoch umsteigen, müssen Sie nicht zwingend die alte IDE-Festplatte austauschen. Mit einem entsprechenden Adapter ließe sich auch eine IDE-Festplatte an einem Serial-ATA-Controller betreiben. Schneller wird sie dadurch allerdings nicht.

Für Notebook und Netbook

Suchen Sie eine Festplatte für ein Notebook oder Netbook, müssen Sie eine mit niedriger Bauhöhe, in der Regel eine 2,5 Zoll hohe Platte, verwenden. Hier haben Sie ebenfalls die Wahl zwischen IDE und S-ATA und es gilt auch hier das bisher Gesagte. Möchten Sie eine Festplatte mit besonders hohem Fassungsvermögen, bleibt allerdings meist nur eine S-ATA-Version zur Auswahl.

SSD

Als Alternative zu einer Standard-Festplatte gibt es die so genannte SSD (Solid-State-Disk). Sie kommt ganz ohne herkömmliche Festplattentechnik, sprich ohne bewegliche Teile, aus. SSDs speichern Daten auf Flash-Bausteinen – ähnlich wie USB-Sticks. Dadurch sind sie äußerst robust und unanfällig gegen Stöße. Zudem sind diese Speicher herkömmlichen Laufwerken bei der Geschwindigkeit teilweise sehr deutlich überlegen; sie produzieren keine Laufgeräusche und verbrauchen deutlich weniger Strom. SSDs eignen sich somit ideal für den Einsatz in Notebooks. Allerdings ist der maximale Speicherplatz zurzeit noch geringer als bei Standardfestplatten und der Preis zudem noch höher.

Langsamer im Notebook

Bedenken Sie, dass Notebook-Festplatten auch bei identischen technischen Angaben langsamer sind als vergleichbare Desktopmodelle. Grund: Die physikalisch größeren Speicherscheiben von Desktop-Festplatten können mehr Daten aufnehmen und rotieren zudem in den äußeren Bereichen effektiv schneller als die Notebookversionen mit geringerem Durchmesser. Einfach ausgedrückt: Bei einer größeren Scheibe bewegen sich bei gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit deutlich mehr Daten an den Schreib-/Leseköpfen vorbei.

SCSI

SCSI-Festplatten setzt man aufgrund ihrer etwas höheren Leistungsfähigkeit und wegen ihrer sehr hohen Zuverlässigkeit häufig im professionellen Bereich ein. Gerade bei der Musik- und Videoproduktion, aber auch in Netzwerkservern, trifft man besonders oft auf diesen Festplattentyp.

Für den Betrieb einer solchen Platte ist eine Erweiterung für den PC, eine so genannte SCSI-Karte - auch SCSI-Controller genannt -, nötig. Sie wird in einen freien PCI-Steckplatz des Computers gesteckt. Im Laufe der letzten Jahre haben sich unterschiedliche Standards etabliert, aber selbst ältere Versionen gestatten den gleichzeitigen Betrieb von bis zu sieben Geräten. An modernen SCSI-Karten betreiben Sie bis zu 15 SCSI-Geräte zur gleichen Zeit. Mit installierter SCSI-Karte lassen sich entsprechende Festplatten sowohl intern als auch extern ohne nennenswerte Geschwindigkeitsunterschiede betreiben. Kaufberatungstipp: Möchten Sie zu diesem Schnittstellentyp greifen, sollten Sie darauf achten, dass Erweiterungskarte und Festplatte den gleichen Spezifikationen entsprechen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Kabel und Anschlüsse nicht zusammenpassen.

SAS

Auch von SCSI gibt es mit Serial Attached SCSI, kurz SAS, inzwischen einen seriellen Nachfolger. Diese Technik arbeitet nicht mehr wie der Vorgänger parallel und kann auch deutlich mehr Geräte unterstützen. 128 Festplatten ließen sich anschließen und in Kombinationen mit anderen SAS-Festplattenverbünden bis auf über 16.000 aufrüsten. Die maximale Übertragungsrate liegt bei 750 Megabyte in der Sekunde. Diese Technik ist Serial-ATA überlegen, kommt aber bisher nur im professionellen Bereich zum Einsatz.

Fibre Channel

Fibre Channel ist kein Anschlusstyp sondern ein Protokoll. Es stammt aus der Netzwerktechnik für Speicherlösungen und wird überwiegend im Serverbereich eingesetzt. Es gibt zwei verschiedene Typen von Fibre-Channel-Techniken. Interessant für sehr ambitionierte Privatanwender und kleine Unternehmen ist die einfachere Version Arbitrated Loop (AL), bei der bis zu 127 Geräte im Kreis miteinander verbunden werden können. Die Distanzen zwischen den Festplatten können beim Einsatz von Netzwerkkabeln auf Kupferbasis bis zu 30 Meter betragen. Kaufberatungstipp: Verbinden Sie die Datenträger per Glasfaserkabel, überbrücken Sie problemlos Entfernungen bis zu zehn Kilometer.

Entsprechende Festplatten rotieren sehr schnell, meist mit 10.000 oder gar mit 15.000 Umdrehungen in der Minute. Die theoretischen Übertragungswerte können mehrere hundert Megabyte erreichen. In der Praxis sollten Sie aber von maximal 100 bis 130 Megabyte ausgehen. Auf den Festplattenverbund können mehrere PCs gleichzeitig zugreifen, die sich die zur Verfügung stehende Datenrate teilen müssen. Die relativ teuren Fibre-Channel-tauglichen Festplatten sind für Privatanwender wenig interessant.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
SSDs
Desktop-PCs
Notebooks
Netbooks

Zu
IDE zu S-ATA-Adaptern
Serial-ATA-Controllern
SCSI-Controllern
Fibre-Channel-Controllern

Externe Festplatten


Zu den FestplattenMöchten Sie eine Festplatte extern betreiben, haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Anschlüssen. Einfach zu benutzen und weit verbreitet ist der USB-Anschluss. Ihm vergleichbar ist der Firewire-Port, der jedoch etwas weniger verbreitet ist. Populär ist zudem die externe Version von S-ATA, der eSATA-Anschluss. Allen gemein: Sie können die Laufwerke während des PC-Betriebs an- und abstöpseln.

Auch SCSI-Festplatten können Sie extern betreiben. Diesen Typ können Sie jedoch nicht bei laufendem Betrieb an- oder abschließen. Dazu müssen Sie stets den Computer herunterfahren und anschließend wieder neu starten. Bisher wenig verbreitet ist der so genannte Thunderbolt-Anschluss. Er verspricht allerhöchste Transferraten. Auch hier schließen Sie externe Geräte bei laufendem Betrieb an und ab.

USB und Firewire

Externe Festplatten in USB- oder Firewire-Gehäusen sind teilweise etwas langsamer als interne Versionen. Das ist immer dann der Fall, wenn im Gehäuse Festplatten des IDE-Typs stecken. Bevor die Daten zur Festplatte, beziehungsweise von dort zum Computer gelangen, müssen die unterschiedlichen Protokolle, mit der Festplatte und Schnittstelle arbeiten, übersetzt werden, was zu leichtem Geschwindigkeitsverlust führt.

USB 2.0

Sehr große Einbußen bei der Geschwindigkeit gibt es beim ältesten USB-Anschluss nach 1.1-Standard. Über diesen können Sie nicht mehr als ein Megabyte Daten pro Sekunde übertragen. Anders die modernere USB 2.0-Version: Sie lässt bis zu 60 Megabyte Daten pro Sekunde passieren. Die Anschlüsse beider Versionen sind kompatibel. Sie können somit eine Festplatte mit USB-2.0-Anschluss auch an einem sehr alten USB-Port betreiben, müssen dann aber eine drastische Geschwindigkeitsreduzierung auf das USB-1.1-Niveau akzeptieren. Kaufberatungstipp: Möchten Sie eine schnelle, externe Festplatte verwenden, haben aber nur einen langsamen Anschluss frei, sollten Sie eine Erweiterungskarte mit fixem Port installieren. Diese kostet nur wenige Euros und ist schnell eingebaut.

USB 3.0

Moderne Festplatten können Daten schneller verarbeiten als mit USB 2.0 über den Bus fließen können. Der Standard ist inzwischen ebenfalls zum Flaschenhals geworden. Daher ist der Nachfolgestandard, die USB-Version 3.0, dabei ihn abzulösen. Er beseitigt die Anschlussbremse und ist theoretisch in der Lage, bis zu 500 MByte Daten pro Sekunde zu übertragen. Das ist gut zehn Mal mehr als der USB-2.0-Standard zulässt und eine einfache Möglichkeit, Daten unkompliziert von externen Geräten in den Computer zu bekommen.

Der Steckkontakt ist in Form und Größe mit den Vorgängern identisch, sodass Sie entsprechende Geräte an den jeweiligen Anschlüssen betreiben können. Um die volle Bandbreite von USB 3.0 nutzen zu können, ist jedoch ein entsprechender Controller in Notebook oder PC nötig. Er lässt sich über den PCIe-Steckplatz im PC oder über einen ExpressCard-Steckplatz im Notebook nachrüsten. Weitere Voraussetzung: Die angeschlossenen Festplatten müssen den Standard ebenfalls unterstützen und vor allem auch ausreichend schnell Bits und Bytes transferieren können.

Mehr Strom

USB-3.0-Kabel unterscheiden sich kaum von ihren Vorgängern, sind jedoch etwas dicker. Sie können auch mehr Strom als diese transportieren, was an der Eigenschaft des neuen Anschlusses liegt. Denn USB 3.0 kann durch geschickteres Energiemanagement fast doppelt so viel Strom abgeben wie ein USB-2.0-Anschluss. Somit lassen sich hier auch etwas stromhungrige Festplatten ohne zusätzliches Netzteil betreiben; in der Regel jedoch nur solche mit 2,5 Zoll Bauhöhe.

Firewire

Die Firewire-Schnittstelle ist nicht ganz so verbreitet wie USB, jedoch in sehr vielen neuen Schreibtisch-Computern und auch Notebooks zu finden. Bei Bedarf lässt sich diese Schnittstelle ebenfalls über eine Einsteckkarte nachrüsten. Firewire überträgt in der Grundversion bis zu 50 Megabyte Daten pro Sekunde. Das reicht somit, wie auch USB 2.0, nur für Festplatten mit durchschnittlichen Leistungswerten. Interessanterweise sind externe Firewire-Festplatten etwas schneller als USB-2.0-Laufwerke, obwohl diese theoretisch im Vorteil sind. Zugleich zwacken sie dem Prozessor weniger Leistung für den Betrieb ab.

Kaufberatungstipp: Welcher dieser beiden Schnittstellen Sie den Vorzug geben, ist fast nebensächlich, da beide nahezu gleichwertig sind. Ausschlaggebend dürfte in aller Regel ein vorhandener Anschluss am Computer sein. Eines gibt es aber zu beachten: Beide Systeme gestatten es, mehrere Geräte in einer Kette zu betreiben. Daher sollten die Gehäuse unbedingt über einen Zweitanschluss verfügen, an den sich eine weitere Festplatte oder ein anderes Gerät gleichen Anschlusses ankoppeln lässt. Bedenken Sie jedoch: Alle mit einem Anschluss verbundenen Geräte müssen sich die Bandbreite des teilen.

Firewire 800

Moderner ist die Firewire-800-Schnittstelle. Dabei handelt es sich um die zweite Generation Firewire, dessen Grundform man inzwischen auch Firewire 400 nennt. Wie der Name schon andeutet, hat sich die theoretisch erzielbare Datenübertragungsrate bei diesem Port auf 800 Megabit pro Sekunde erhöht; das entspricht etwa 100 Megabyte. In der Praxis bleiben davon immerhin knapp 60 Megabyte pro Sekunde von über. Für einfache Festplatten ist das gerade noch ausreichend. Top-Modelle benötigen jedoch eine fixere Alternative.

Relativ wenig Computer besitzen von Haus aus einen entsprechenden Anschluss. Sie können ihn aber verhältnismäßig unkompliziert über eine Controller-Karte nachrüsten, sofern Sie einen freien PCIe-Steckplatz im PC haben. Am Firewire-800-Port betreiben Sie auch ältere Firewire-Geräte. Allerdings ist dafür ein spezielles Kabel nötig, da die Anschlüsse sich von den gewohnten unterscheiden.

Unabhängig vom Betriebssystem

Kaufberatungstipp: Firewire- und USB-Festplatten verwenden Sie nicht nur unter Windows, sondern auch problemlos unter Linux und dem Mac OS. Möchten Sie eine externe Festplatte auch an fremden PCs anschließen, bedenken Sie, dass Sie dort möglicherweise nicht auf die gewünschte Schnittstelle treffen. Um Anschlussprobleme von vornherein zu umschiffen, setzen Sie am besten auf ein Gehäuse, das über Firewire- und USB-Anschlüsse verfügt. Das erhöht die Möglichkeiten.

eSerial-ATA

Eine weitere Alternative ist der externe Serial-ATA-Anschluss. Sie erkennen ihn am Kürzel „eSerial-ATA“ oder „eSATA“, wobei das kleine „e“ für extern steht. Solch ein Anschluss verspricht die volle Serial-ATA-Power auch für externe Geräte. Aktuell überträgt eSATA somit theoretisch bis zu 600 Megabyte Daten pro Sekunde. Verbreitet sind jedoch Geräte, die bis zu 300 Gigabyte pro Sekunde über den Bus schaufeln. Damit sind sie schneller als USB 2.0 und Firewire 400/800 aber langsamer als USB 3.0. Vorteil: Es ist keine Umwandlung von Protokollen nötig wie bei USB und Firewire. Folge: relativ höherer Datendurchsatz. Im Unterschied zur internen Version kommen hier andere Stecker zum Einsatz und die Kabellänge darf mit zwei Metern doppelt so lang sein.

eSerial-ATA-Festplatten dürfen Sie wie die USB- und Firewire-Geschwister während des PC-Betriebs an- und abstöpseln. Beim Anschluss müssen Sie dabei auf nichts achten, vor dem Abstöpseln ist es jedoch ratsam, die Festplatte beim Betriebssystem abzumelden, um Probleme zu vermeiden. Ähnlich einem USB- oder Firewire-Hub gibt es auch für diesen Typ kleine Anschlussdosen, so genannte Port-Multiplier, die einen Anschluss in mehrere aufteilen. Bis zu 15 Geräte lassen sich so an nur einer Schnittstelle betreiben. Allerdings müssen sich alle Geräte die Bandbreite eines Anschlusses teilen. Kaufberatungstipp: Es macht daher in der Praxis wenig Sinn, an einem Anschluss mehr als zwei oder drei Geräte anzuschließen.

Nachrüstsatz

Moderne Computer haben bereits einen externen eSerial-ATA-Anschluss am Gehäuse. Kaufberatungstipp: Fehlt dieser, können Sie ihn jedoch einfach nachrüsten, indem Sie ein entsprechendes Kabel vom Mainboard nach außen führen. Dafür gibt es spezielle Slotblech-Adapter, die einen oder mehrere eSerial-ATA-Anschlüsse zur Verfügung stellen. Eine andere Alternative ist der Einbau eines Serial-ATA-Controllers, den Sie als Erweiterungskarte in einen freien Steckplatz einsetzen. Für Notebooks gibt es Controller für den PC-Card- und den Express-Card-Schacht.

Universal Storage Module

Seit der Serial-ATA-Spezifikation 3.1 unterstützt der Standard auch das so genannte Universal Storage Module, kurz USM. Das ist ein neuer Universalanschluss für Festplatten, der es ermöglicht ein auf SATA basierendes externes Laufwerk mittels Adapterkabel mit unterschiedlichen Anschlüssen zu verbinden. So gibt es beispielsweise Adapter für USB 3.0, Firewire und Thunderbolt (siehe weiter unten). Die Übertragungsgeschwindigkeit entspricht der von eSATA. USM soll künftig auch bei Unterhaltungsgeräten zum Einsatz kommen und den direkten Anschluss entsprechender externer Festplatten ermöglichen.

Thunderbolt

Der neueste und leistungsfähigste Anschluss für die Nutzung externer Festplatten ist Thunderbolt, den Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickelt hat. Auf ihn treffen Sie in Apple-Computern und künftig auch in Windows-PCs. Der Anschluss kombiniert den internen PCI-Express-Steckplatz und die Displayport-Technologie. Das bedeutet: An einem Thunderbolt-Port schließen Sie auch Displays und andere Videogeräte neben sehr schnellen Festplatten an.

Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit beträgt aktuell zehn Gigabit pro Sekunde. Höhere Übertragungsraten sind künftig möglich. Thunderbolt ist doppelt so schnell wie USB 3.0. Anders als dieser verwendet Thunderbolt zudem zwei Übertragungskanäle, durch die Daten zeitgleich mit dieser hohen Geschwindigkeit fließen können. Die Daten fließen jedoch stets in entgegengesetzte Richtung, also rein und raus. Eine Verdopplung der Datenrate durch gleichzeitige Nutzung der Kanäle in eine Richtung ist bisher nicht möglich.

Geräte mit Displayport passen ohne Adapter an einen Thunderbolt-Anschluss. Mittels Adapter können Sie auch USB-, Firewire, und Netzwerkgeräte anschließen. Auch hier lassen sich mehrere Geräte in Reihe an einem Anschluss betreiben. Aufgrund der hohen möglichen Datenraten kommt es dabei auch nicht so schnell zu Engpässen. Sie können auch einen externen Festplattenverbund (RAID) am Thunderbolt-Port betreiben. Die Kabellänge darf jedoch drei Meter nicht übersteigen. Thunderbolt können Sie bisher nur nutzen, wenn der Computer ab Werk damit ausgerüstet ist. Controller-Karten zum Nachrüsten gibt es bisher nicht.

Netzwerkspeicher

Moderne externe Festplatten können oft mehr als nur Daten speichern. Manch ein Laufwerk besitzt einen Ethernet-Anschluss, über den es Kontakt zu einem Netzwerk aufnehmen kann. So können alle angeschlossenen Computer darauf zugreifen. Zuweilen ist der Netzwerkanschluss auch kabellos per WLAN möglich. Nicht selten können solche Laufwerke sogar Audio- und Video-Signale an TV-Gerät oder andere Empfänger senden, ohne dass dazu ein PC eingeschaltet sein muss.

Entsprechende Multimediafestplatten gibt es auch ohne Netzwerkanschluss. Sie schließen Sie direkt an einen AV-Receiver oder Fernseher an. Einige können sogar Videosignale auf HDTV-Auflösung hochrechnen. Damit das klappt, muss der Hersteller einen so genannten Upscaler einbauen.

Schwere Brocken

Kaufberatungstipp: Möchten Sie eine externe Festplatte häufig transportieren? Dann achten Sie auf die Gewichtsangaben, denn dort gibt es zum Teil deutliche Unterschiede. So gibt es beispielsweise Modelle mit unter 300 Gramm Gewicht, während andere zuweilen auch ein Vielfaches davon, genauer gesagt bis zu zwei Kilogramm, auf die Waage bringen. Hinzu kommt möglicherweise noch das Gewicht des Netzteils, wenn dieses nicht ins Gehäuse integriert sein sollte.

Kaufberatungstipp: Ist Ihnen ein knappes Kilo immer noch zu schwer, sollten Sie den Einsatz einer kleineren Festplatte mit 2,5 oder 1,8 Zoll Bauhöhe erwägen. Gegenüber 3,5-Zoll-Modellen müssen Sie dann aber mit Einschränkungen bei der Leistungsfähigkeit leben. Mehr dazu im Kapitel Minifestplatten.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Controllern
Netzwerkspeicher (NAS)
USB

Zu
Externen Festplatten
USB-Controllern
Firewire-Controllern

Die Geschwindigkeit

Zu den Festplatten Ein wichtiger Punkt beim Kauf einer Festplatte ist die Geschwindigkeit, mit der die Platte Daten verarbeiten und übertragen kann. Einfluss hierauf hat zwar auch die Schnittstelle, wie im vorherigen Kapitel beschrieben, doch ausschlaggebend ist die Leistung der Platte selbst.

Entscheidend ist zunächst, wie schnell die Festplatte rotiert. Im Desktopbereich treffen Sie heute kaum noch auf Modelle, die 5.400-mal pro Sekunde drehen. Hier sind 7.200 Umdrehungen Standard. Kaufberatungstipp: Sind Sie auf absolute Höchstleistungen angewiesen, können Sie auch Festplatten wählen, die 10.000-mal pro Sekunde rotieren oder zu einer SSD greifen.

Notebooks

Anders bei Notebooks. Dort gelten 5.400 Umdrehungen nach wie vor als Standard. Es gibt aber auch Versionen, die nur 4.200 Umdrehungen bieten, genauso wie solche, deren Scheiben 7.200-mal pro Minute kreisen. Im Lager der SCSI-Festplatten sind 10.000 Umdrehungen die Untergrenze und 15.000 Umdrehungen eine ebenso häufig zu findende Alternative. Ähnlich verhält es sich bei Fibre-Channel-Modellen.

Übrigens, selbst mit der höchsten Umdrehungszahl ist eine Festplatte immer noch der Flaschenhals in einem modernen PC. Stets müssen alle anderen Komponenten auf diesen relativ langsamen Streiter warten. Sie spüren das jedes Mal besonders deutlich, wenn Sie große Datenmengen kopieren oder bewegen wollen und auch beim Einschalten des Computers. In diesen Situationen kommt es immer wieder zu Wartezeiten. Ursache stets: die Festplatte.

Zugriffszeit

Entscheidend dafür, wie schnell ein Programm startet oder ein Dokument geöffnet werden kann, ist die Zugriffszeit, auch Suchzeit genannt. Diese wird in Millisekunden gemessen. Je niedriger dieser Wert ist, desto schneller erscheinen die Daten auf dem Monitor. Sehr gute Festplatten erreichen etwa einen Wert von fünf, gute Platten etwa acht bis neun Millisekunden. Eine Festplatte, deren Zugriffszeit deutlich über zehn Millisekunden liegt, sollten Sie nur kaufen, wenn Zugriffsgeschwindigkeit für Sie keine hohe Priorität hat.

Lärmentwicklung

Je schneller, desto besser? Jein! Hohe Geschwindigkeit hat nämlich auch eine Schattenseite: Lärm. Die sehr hohe Rotationsgeschwindigkeit lässt sich nicht ohne Geräuschentwicklung erreichen und der Pegel steigt umso höher je schneller die Festplatte arbeitet. Zusätzlich werden die Laufwerke entsprechend wärmer und erhöhen dadurch die Temperatur im PC-Gehäuse. Folglich müssen die Ventilatoren schneller rotieren, was ebenfalls die Lautstärke ein wenig erhöht. Wärme hat aber einen weiteren Nachteil: Da sich Teile der Festplatte bei Hitze ausdehnen, müssen die Köpfe und der Rest der Elektronik darauf reagieren. Das bedeutet: Die Festplatte wird langsamer.

Um den Lärm so gering wie möglich zu halten, haben viele Herstellern die Kugellagerung der Festplatten durch eine Flüssigkeitslagerung ersetzt, was Geräusche und Vibrationen schlucken und somit neutralisieren soll. Trotzdem arbeiten die Festplatten nicht geräuschlos. Wer empfindlich auf Lärm reagiert, sollte entweder eine etwas langsamere Festplatte verwenden, auf eine effektive und möglichst leise Kühlung setzen oder zu einer SSD greifen.

Selbsthilfe

Kaufberatungstipp: Laufwerksgeräusche bekommen Sie mitunter durch den Einsatz von gedämpften Einbaurahmen in den Griff. Diese besitzen bisweilen sogar einen integrierten Lüfter für die Festplatte. Die Rahmen sitzen zwischen Festplatte und PC-Gehäuse, schlucken Erschütterungen und fangen Laufgeräusche ab. Eine einfache Lösung, die nicht viel kostet. Ebenfalls einfach: Vermeiden Sie, den PC oder das Notebook zu bewegen, während diese arbeiten. Denn dadurch würden Sie leichte Erschütterungen verursachen, welche die Festplatte aus dem Takt bringen können. Diese muss dann stets die Köpfe neu ausrichten, was auf Kosten der Geschwindigkeit geht. Bei sehr starken Stößen könnte es sogar zu Datenverlust kommen.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
PC-Kühlung

Zu
Festplattenzubehör
SSDs

Der Cache

Zu den Festplatten Einfluss auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit hat auch der Cache. Das ist ein Zwischenspeicher, in den die Festplatte einige Daten auslagert, bevor sie diese dauerhaft speichert oder an den Bus weitergibt. Der Cache beschleunigt das Schreiben auf die Festplatte, weil er die Daten, die über den Bus kommen, sehr schnell aufnehmen kann und erst danach sortiert und auf die Platte schreibt. Vom Sortieren und Schreiben bekommt der Anwender nichts mehr mit. Für ihn scheint die Arbeit der Festplatte bereits abgeschlossen zu sein, wenn die Daten im Cache verschwunden sind. Selbst beim Auslesen der Daten ist ein Cache vorteilhaft. In ihn kann das Laufwerk die angeforderten Daten fix hineinkopieren, dort sortieren und dann in einem Rutsch durch den Bus schicken.

Wie viel Platz jeweils für gelesene oder zu schreibende Daten zur Verfügung steht, ändert sich ständig, je nach Anforderung. Somit wird schnell klar, dass ein großer Cache die Arbeit der Festplatte deutlich erleichtern und damit insgesamt beschleunigen kann. Kaufberatungstipp daher: je größer der Cache, desto besser. Doch gibt es eine Ausnahme von dieser Regel: So profitiert die Platte hauptsächlich vom Zwischenspeicher, wenn sie viele Daten im eigenen Speicher verarbeiten muss. Dazu zählt etwa das Entpacken komprimierter Dateien, das Duplizieren von Daten oder das Kopieren innerhalb desselben Laufwerks. Tauschen Sie dagegen überwiegend große Datenmengen mit anderen Laufwerken aus, gibt es keinen nennenswerten Vorteil eines großen Zwischenspeichers.

Wechselplatten

Zu den Festplatten Ebenfalls zu den Festplatten zählen die Wechselplatten (eigentlich Wechselfestplatten). Sie arbeiten im Prinzip wie ein Diskettenlaufwerk, das Medien durch Einstecken aufnimmt und auf Tastendruck wieder auswirft. Bekanntester Vertreter war lange das inzwischen nicht mehr erhältliche Zip-Laufwerk. Seine Medien fassten zwischen 100 und 750 Megabyte Daten. Immerhin: Entsprechende Zip-Medien lassen sich heute immer noch kaufen. Wechselplatten eignen sich zum Datenaustausch zwischen Computern, da Sie nur das Medium und nicht das komplette Gerät transportieren müssen. Auch für die Datensicherung, das sogenannte Backup, sind Wechselplatten geeignet.

Auf dem Markt tummeln sich unterschiedliche Wechselplattentypen, die oft nicht untereinander kompatibel sind. Das Fassungsvermögen der Medien reicht von einigen Megabyte bis zu mehreren Gigabyte. Wechselplattenlaufwerke lassen sich extern an einen Computer anschließen, aber auch intern einbauen.

Kein Festplattenersatz

Wechselplatten eignen sich aber kaum als Festplattenersatz, da sie in puncto Zugriffszeit und Datentransferleistung deutlich langsamer arbeiten. Für den schnellen Transport kleinerer und mittelgroßer Datenmengen setzt man heute zudem immer seltener auf Wechselplatten. Dieses Terrain haben USB-Sticks inzwischen fest im Griff. Nur für den Transport sehr großer Datenmengen greift man heute noch zu diesem Speichertyp. Für Backups kommen sie ebenfalls nur bedingt in Frage. Dafür eignen sich Bandlaufwerke mit ihren günstigeren Medien deutlich besser.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Backup-Laufwerken
USB-Sticks

Zu
Wechselplattenlaufwerken
Wechselmedien

Mini-Festplatten

Zu den Festplatten Für den Datentransport bieten sich auch externe Minifestplatten an. Sie sind klein und können viel speichern. Je nach Modell entspricht die Größe etwa einer Zigarettenschachtel oder einem Taschenbuch. Sie passen in die Jackentasche und besitzen zudem häufig ein besonders schickes Gehäuse. Die dort eingesetzten Festplatten haben meistens eine Bauhöhe von 1,8 oder 2,5 Zoll. Solch ein Datenträger setzt kein entsprechendes Lesegerät bei Kunden oder Freunden voraus, da Sie es direkt an fast jeden Computer ankoppeln können - in der Regel via USB-Anschluss.

Leichtgewichte

Solche Festplatten sind nicht nur klein, sondern meist auch sehr leicht. Fliegengewichte wiegen kaum mehr als ein größeres Handy, etwa 100 Gramm. Selbst gewichtigere Vertreter bringen meist nur zwischen 200 und 300 Gramm auf die Waage. Dabei bieten sie trotzdem eine Speicherkapazität, die bis in den Terabyte-Bereich reicht. Die großen Speichermengen von Desktop-Modellen erreichen sie jedoch kaum. Auch bei den Transferraten und Zugriffszeiten müssen Sie mit Einschränkungen leben. Kaufberatungstipp: Für Notebookbesitzer sind sie aber auf jeden Fall einen Blick wert.

Ohne Netzteil

Oft besitzen solche Festplatten kein eigenes Netzteil und lassen sich über die USB-Schnittstelle mit Strom versorgen. Stromhungrige Versionen verlangen teilweise nach zwei USB-Anschlüssen. Kaufberatungstipp: Haben Sie nur einen USB-Anschluss frei, kontrollieren Sie vor dem Kauf, wie viele Verbindungen die gewünschte Festplatte benötigt.

Eine Festplatte ohne Netzteil spart Platz und reduziert das Gewicht der Tasche. Allerdings nagt solch ein Laufwerk am Notebook-Akku, so dass dieses schneller wieder an die Steckdose muss. Kaufberatungstipp: Minifestplatten eignen sich somit überwiegend für kurze Einsätze oder wenn sichergestellt ist, dass das Notebook Strom aus der Steckdose bekommt.

Ausgelaufen

Kaum noch am Markt zu finden ist das Microdrive. Das ist eine Minifestplatte von der Größe einer CompactFlash-Speicherkarte. Haupteinsatzgebiet für diesen Festplattentyp sind Digitalkameras. Dort boten sie eine Zeit lang die einzige Möglichkeit, mehrere Gigabyte Daten auf einem Chip zu speichern. Die steigende Speicherkapazität und wachsende Geschwindigkeit kleiner Speicherkarten, wie etwa der SD-Karte, haben das Microdrive inzwischen nahezu verdrängt.

Ein ähnliches Schicksal ist PC-Card-Festplatten beschieden. Auch sie sind dabei, vom Markt zu verschwinden. Es handelt sich dabei um kleine Festplatten, die in einem PC-Card-Modul Platz finden und samt diesem in einen PC-Card-Schacht eines Notebooks geschoben werden. Ihr großer Vorteil: Sie verschwinden komplett im Gehäuse und stehen nicht ab, wie USB-Sticks und müssen auch nicht separat transportiert werden, wie eine externe Festplatte. Es gibt jedoch inzwischen einen adäquaten Nachfolger: Mini-SSDs für den ExpressCard-Steckplatz.

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Speicherkarten

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Externen Festplatten
USB-Speicherstiften

RAID

Zu den Festplatten Ein RAID ist ein Festplattenverbund. Das Kürzel steht für „Redundant Array of Independent Disks“. Oftmals kombiniert man die Laufwerke innerhalb eines PC-Gehäuses. Zunehmend trifft man auch auf externe RAIDs. Schnelle Schnittstellen machen´s möglich. In kleinen Versionen, wie sie sich für Privat-PCs anbieten, arbeiten meist zwei Festplatten zusammen. Man könnte aber auch mehrere Festplatten miteinander verbinden. Für die Steuerung ist ein RAID-Controller nötig. Dieser lässt den PC glauben, dass er es weiterhin mit nur einer Festplatte zu tun hat und verteilt die Daten entsprechend der vorgenommenen Konfiguration.

Es gibt unterschiedliche Arten eines RAIDs. Möchten Sie beispielsweise eine höhere Datenübertragungsrate erhalten, setzen Sie auf den RAID-Level 0. Er sorgt dafür, dass die Daten je zur Hälfte auf zwei Festplatten verteilt werden. Ist jedoch Sicherheit ein großer Aspekt, können Sie auch RAID-Level 1 aktivieren und auf beide Festplatten jeweils identische Daten schreiben lassen.

Auch wenn es nach Spezialanwendung klingt, ein RAID-Level 0 kann die günstigere und leisere Lösung sein, wenn fixe Datenübertragung an oberster Stelle steht. Kaufberatungstipp: Zwei normal schnelle Festplatten plus RAID-Controller sind manchmal günstiger als sehr schnell rotierende Einzelfestplatten, die zudem meist hörbar lauter rotieren. Nachteil allerdings: Fällt nur eine der beiden Festplatten aus, sind alle Daten verloren.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Controllern

Zu
RAID-Controllern
RAID-Systemen

Turbo für Festplatten

Zu den Festplatten Wie zuvor schon angesprochen, ist die Festplatte immer noch das langsamste Gerät in einem Computer. Daher forschen die Hersteller stets nach neuen Methoden, diese weiter zu beschleunigen. Gleichzeitig tüfteln sie aber auch über ganz neue Techniken, die Massenspeicher auf ein ähnliches Leistungsniveau hieven können, auf dem sich der Rest der Komponenten bereits befindet.

Um die physikalischen Grenzen der aktuellen Festplattentechnik weiter nach hinten schieben zu können, hat man eine Speichertechnik entwickelt, die in aktuellen Festplatten inzwischen Standard ist. Damit werden Bits nicht mehr liegend, sondern stehend fixiert. Somit vergrößert man die maximale Speicherkapazität bei gleich großer Fläche bis auf das Zehnfache. Da die Daten eng stehen, rotieren sie auch schneller an den Köpfen vorbei, so dass diese Technik die Datenträger gleichzeitig deutlich schneller macht. Man nennt diese Speichertechnik „Perpendicular Magnetic Recording“ (PMR). Besonders anschaulich erklärt diese Werbeanimation (engl.) der Firma HitachiGST dessen Funktionsweise.

Hybrid-Festplatten

Ein weiterer Versuch, der alten Technik mehr Feuer zu machen, ist die Entwicklung von Hybrid-Festplatten. Hier kombiniert man herkömmliche Festplatten-Technik und Flash-Speicher, wie er beispielsweise in USB-Speichersticks eingesetzt wird und nutzt die Vorteile der jeweiligen Gattung. So ist Flash-Speicher sehr viel schneller, weshalb er bei einer Hybrid-Platte häufig vom PC genutzte Daten speichert. Die Arbeit mit dem Computer soll dadurch deutlich schneller werden. Für die dauerhafte Datenspeicherung und Verwaltung der Daten, die der Anwender seltener benutzt, ist die normale Festplatte verantwortlich. Da diese weniger arbeiten muss, reduzieren sich auch der Lärm und der Stromverbrauch.

Hybrid-Festplatten sind eine kostengünstige Alternative zu teuren SSDs. Sie vereinen einen wichtigen Vorteil der SSD, die schnelle Zugriffszeit, mit dem Vorteil einer Festplatte, der großen, günstigen Speicherkapazität. Eine Hybrid-Festplatte bleibt im Vergleich zu einer SSD jedoch ein Kompromiss. Sie erreicht nicht die hohen Datenübertragungsraten, sondern spielt ihre Vorteile überwiegend bei Dateizugriffen aus. Kaufberatungstipp: Eine Hybrid-Festplatte ist eine interessante Lösung für alle, die mehr Geschwindigkeit zu einem vernünftigen Preis suchen. Denn der Aufpreis gegenüber einer normalen Festplatte ist verglichen mit den Anschaffungskosten einer SSD relativ gering.

Zu
Hybrid-Festplatten
SSD-Laufwerken

Ausfallsicherheit

Zu den Festplatten Wenn Sie sich besonders stark auf das Funktionieren einer Festplatte verlassen können wollen, haben Sie die Möglichkeit, Spezialmodelle zu wählen, die eine besonders hohe Zuverlässigkeit versprechen. Diese erkennen Sie an unterschiedlichen Bezeichnungen. Gebräuchlich ist das Wort „Enterprise“, zu Deutsch: Unternehmen. Ebenfalls zu finden ist der Ausdruck „High Reliability HDD“, zu Deutsch: Festplatte mit hoher Zuverlässigkeit.

Wie „Enterprise“ andeutet, richten sich diese Laufwerke in erster Linie an Unternehmen, da bei diesen hohe Datensicherheit in der Regel mit finanziellem Einsatz und bei Ausfall, mit finanziellem Verlust gleichbedeutend ist. Aber auch Privatanwender können diese Festplatten nutzen, etwa dann, wenn Sie ein Laufwerk größeren Strapazen aussetzen wollen. Beim Einsatzfeld gibt es Überschneidungen mit dem professionellen Anforderungen.

Server, Wohnzimmer oder Notebook

Enterprise-Festplatten haben beispielsweise große Vorteile in einem Server, der rund um die Uhr oder zumindest bis auf die Nächte im Dauereinsatz ist. Auch im Wohnzimmer kann der Einsatz Sinn machen, wenn Sie die Festplatte am Fernseher anschließen und ununterbrochen das TV-Programm mitschneiden, um dieses stets anhalten und zeitversetzt genießen zu können. Praktisch ist eine Enterprise-Festplatte in Note- oder Netbook, das Sie sehr oft mit sich herumtragen. Dort kann solch ein Laufwerk helfen, Daten zu schützen. Entsprechende Festplatten gibt es für alle gängigen Bauhöhen von 1,8 bis 3,5 Zoll. Diesen Laufwerkstyp finden Sie jedoch in der Regel nur mit geringerem Fassungsvermögen.

Zusatzschutz

Was aber macht die Festplatten zuverlässiger? Beispielsweise eine Optimierung der verwendeten Firmware. So verzichtet man auf Einstellungen, die zum Ziel haben, allerhöchste Datenraten und schnellste Zugriffszeiten zu ermöglichen. Zudem lässt man den Daten mehr Platz auf der Festplatte; einzelne Bits liegen geringfügig weiter voneinander entfernt. Das minimiert nicht nur Lesefehler, sondern hilft auch Schreib-/Leseköpfen, bei auftretenden Alterungserscheinungen noch zuverlässig Daten ein- und auszulesen.

Daneben optimieren die Hersteller eventuell vorhandene Sensoren oder setzen bewusst solche ein, die Erschütterungen feststellen und die Schreib-/Leseköpfe rechtzeitig parken. Optimierte Sensoren helfen den Köpfen zudem bei kräftigen Vibrationen, die richtige Datenspur zu treffen. Typisch für Enterprise-Festplatten sind auch zusätzliche Sensoren, die Rotationen von benachbarten Laufwerken erkennen und ausgleichen können. Obendrein verwenden solche Laufwerke eine besonders effektive mechanische Dämpfung.

Zu
Enterprise-Festplatten

Tipps für alte Mainboards

Zu den Festplatten Festplatten mit einer Kapazität von über 120 Gigabyte machen älteren PCs unter Umständen Probleme. Ist Ihr Mainboard bereits viele Jahre alt, besteht relativ große Gefahr, dass Sie nicht die gesamte Kapazität nutzen können. Grund: Sehr alte Mainboards können nicht mehr als 128 Gigabyte Daten verwalten. Dabei gilt der Wert für alle Laufwerke, so dass ein Aufteilen einer großen Festplatte in kleinere Partitionen keine Lösung bietet.

Voraussetzung, um überhaupt Festplatten mit mehr als 128 Gigabyte Fassungsvermögen verwenden zu können, ist mindestens Windows XP. Haben Sie diese Hürde genommen, schauen Sie im Handbuch Ihres Mainboards nach, ob mindestens der Intel-Chipsatz mit ICH5 (Input/Output Controller Hub 5) verwendet wird. Dieser ist in der Lage, auch größere Laufwerke zu adressieren. Finden Sie im Handbuch einen anderen Chipsatz, schauen Sie auf der Webseite des Herstellers nach, welche Festplattenkapazität dieser verarbeiten kann.

Treten Probleme auf, obwohl der Chipsatz kompatibel ist und mindestens Windows XP auf dem Rechner läuft, ist möglicherweise ein Update des BIOS nötig. Informationen und die nötige Anweisung zur Durchführung des Updates finden Sie auf der Webseite des Mainboard-Herstellers.

Kaufberatungstipp: Moderne Computer und Notebooks sowie solche, die nur sehr wenige Jahre alt sind, haben mit dem beschriebenen Problem nicht zu kämpfen. Die Einschränkung betrifft Sie immer nur dann, wenn Sie einen alten Computer nicht auf den Müll werfen, sondern wieder flott machen wollen.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Mainboards

Dateiformat

Zu den Festplatten Eine Festplatte ist in aller Regel bereits formatiert, wenn Sie bei Ihnen zu Hause ankommt. Sie können diese nach dem Anschließen somit normalerweise umgehend benutzen. Trotzdem macht es Sinn, zu überprüfen, welches Dateisystem der Hersteller auf der Festplatte verwendet. Teilweise ist das FAT32, mit dem auch ältere Windows-Betriebssysteme gut zurechtkommen. Da dieses System aber nur Dateigrößen bis zu zwei Gigabyte verwalten kann, ist es für manche Dinge ungeeignet. Dazu zählen beispielsweise der Videoschnitt und das Speichern von DVD-Images, also Dateien, die eine komplette Kopie einer DVD beinhalten.

Möchten Sie nicht mit dieser Bremse leben, auch wenn Sie zunächst nicht mit solch großen Daten arbeiten möchten, sollten Sie die Platte neu formatieren, bevor Sie Daten darauf kopieren. Nutzen Sie dazu das NTFS-Dateisystem. Das Kürzel steht für „New Technology File System“. Es wurde früher nur von Windows NT verwendet und kommt längst auch bei Windows 2000, XP, Vista und Windows 7 zum Einsatz. NTFS kennt praktisch keine Grenze bei der Dateigröße; theoretisch wäre bei 16 Terabyte (16.000 Gigabyte) Schluss.

Zu
Formatiersoftware und Systemprogrammen

Software

Zu den Festplatten Nicht uninteressant ist die Frage, ob eine Festplatte mit oder ohne Software ausgeliefert wird. Einige Geräte, besonders externe Versionen, haben nicht selten ein Backup-Programm mit im Paket. Das ist sehr praktisch, wenn Sie die Festplatte zur Datensicherung einsetzen möchten aber noch kein geeignetes Programm besitzen. Manchmal legen die Hersteller allerdings nur Lite-Versionen mit eingeschränktem Funktionsumfang bei. Eine umfangreiche Vollversion ist selbstredend besser. Kaufberatungstipp: Möchten Sie Ihre Daten vor den Augen Dritter schützen, sollten Sie auf eine beiliegende Verschlüsselungssoftware achten.

Vorteilhaft ist auch ein spezielles Programm, das Festplatten formatieren, partitionieren und auch pflegen kann. Zudem sollte dieses SMART-Daten (Self Monitoring Analysis and Reporting Technology) auslesen können. Die SMART-Technologie beherrschen alle modernen Festplatten. Sie sind damit in der Lage, ihren Zustand zu analysieren und zu dokumentieren. Um zu erfahren, ob mit dem Speicher alles in Ordnung ist, bedarf es eines Programmes, das die Daten auslesen kann.

Praktisch ist auch eine Software, mit der Sie versehentlich gelöschte Software retten können und die auch helfen kann, nach einem Systemabsturz Daten wiederzubeleben. Weiteren Mehrwert bieten Systemtools, die Ihre Daten pflegen und damit der Festplatte nutzen. Kaufberatungstipp: Eine Festplatte, bei der viele nützliche Programme zum Lieferumfang zählen, kann einen gewissen Aufpreis gegenüber einem günstigen Laufwerk, das aber ohne Extras kommt, wert sein.

Zu
Backup-Software
Sicherheitssoftware
Datenrettungsprogrammen
Systemtools

Fazit

Zu den Festplatten Eine neue Festplatte hat nur Vorteile. Sie bietet in der Regel deutlich mehr Speicherplatz als der Vorgänger. Modernere Technik sorgt darüber hinaus für fixere Übertragung der Daten und schnellere Zugriffszeiten. Das gilt sowohl für externe als auch für interne Laufwerke. Der alte Speicher muss auch nicht zwingend aufs Altenteil. Ihn können Sie als Lagerplatz für seltener genutzte Daten oder für Backups weiterverwenden.

Um alle Vorteile einer neuen Festplatte nutzen zu können, ist es jedoch wichtig, dass der Computer dieser ein Wohlfühlumfeld bietet. Soll heißen: Auch er muss moderne Schnittstellen unterstützen. Denn sonst wird es nichts mit dem spürbaren Geschwindigkeitsschub. Wenn es daran mangelt, ist das kein K.O.-Kriterium, denn Erweiterungskarten mit den passenden Schnittstellen lassen sich leicht nachträglich in einen Desktop-PC einsetzen. Oft kosten diese auch nicht mehr als eine Pizza beim Lieblings-Italiener.

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