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Kaufberatung Digitale TV-Receiver


TV empfängt man heute digital. Das Bild ist schärfer, der Ton klarer und die Zahl der Programme höher. Dafür nötig ist ein Digitalreceiver.
Allerdings: Nicht jeder Digitalreceiver bringt das TV-Bild auf den Fernseher. Entscheidend ist, ob der Empfang über Kabel, Satellit oder eine gewöhnliche Antenne erfolgt. Problematisch: Einige Digitalreceiver bieten weniger Komfort als Analogempfänger. Mit den Tipps dieser Kaufberatung für Digitalreceiver finden Sie auf jeden Fall den richtigen.

  1. Gestochen scharfe Bilder
  2. Digitales Fernsehen
  3. Vorteile
  4. Einschränkungen
  5. Ausstattung
  6. Anschlüsse
  7. HDTV
  8. Sky
  9. Bedienung
  10. Tragbar
  11. TV-Empfänger für den PC
  12. Fazit

Gestochen scharfe Bilder

Zu den Digitalreceivern Analog war gestern. Fernsehen sieht man heute digital. Fast jeder Haushalt in Deutschland kann inzwischen mindestens auf eine Art und Weise digitale Fernsehsignale empfangen. Am einfachsten ist das mittels normaler Dach- oder gar mithilfe einer Zimmerantenne. Darüber gibt es so genanntes terrestrisches (erdgebundenes) Digitalfernsehen, das per Antenne ausgestrahlt wird.

Empfangen lässt sich digitales Fernsehen aber nicht nur per Antenne, sondern auch via Satellit oder über Kabel. Per Satellit kann man schon seit einigen Jahren in ganz Deutschland digitale Programmsignale empfangen, was bereits viele zum Umstieg bewogen hat. Auch per Kabel gibt es fast flächendeckend ein digitales Programmangebot.

Interne Receiver

Um digitale TV-Signale empfangen zu können, sind spezielle TV-Tuner nötig. Nur langsam beginnen die Hersteller, diese in die TV-Geräte zu integrieren. Ältere Fernseher besitzen die Fähigkeit gar nicht, ihr Tuner eignet sich nur für Analogsignale. Sie benötigen die Hilfe eines externen Digitalreceivers. Selbst moderne Geräte sind oft darauf angewiesen, etwa wenn ihnen genau die Empfangseinheit fehlt, die man verwenden kann oder will.

Ein wenig knifflig ist die Frage des HDTV-Empfangs. Denn hier gelten unterschiedliche Voraussetzungen. Entscheidend: Genügt der Empfang öffentlich-rechtlicher Sender oder möchte man auch Privatsender in höchster Auflösung empfangen können? Für Letzteres sind spezielle Receiver nötig, welche die verschlüsselten Signale der Privatsender entschlüsseln können.

Ausstattung

Entscheidende Unterschiede gibt es auch bei der Ausstattung der Geräte. So haben einige Digitalreceiver eine Festplatte und können darauf Sendungen aufzeichnen und gleichzeitig wiedergeben. Manche Receiver tauschen Daten mit Computern aus. Ganz einfache Versionen beschränken sich nur darauf, TV-Signale zu empfangen und diese an den Fernseher weiterzureichen. Es gilt also, vor dem Kauf die eigenen Ansprüche so genau wie möglich zu definieren, um exakt den Digitalreceiver zu finden, der den Wünschen am besten gerecht wird. Die folgenden Kapitel dieser Kaufberatung werden Ihnen dabei helfen. (pr)


Digitales Fernsehen

Zu den Digitalreceivern Die drei unterschiedlichen Ausstrahlungsverfahren, per Kabel, Antenne und Satellit, verstecken sich in der Regel hinter den Kürzeln DVB-C, DVB-T und DVB-S. Hierbei stehen die Buchstaben DVB jeweils für „Digital Video Broadcasting“, also die Übertragung digitaler Signale. Nur der letzte Buchstabe gibt an, welches Verfahren angewendet wird. So steht „C“ für Kabel (englisch Cable), „T“ für terrestrisch, also die Verbreitung über Antenne und „S“ für Satellit. Alle drei Versionen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile:

DVB-C

Für digitales Fernsehen per Kabel ist nicht nur ein Kabelanschluss Voraussetzung; der Netzbetreiber muss auch ein digitales Signal ins Netz einspeisen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, erfahren Sie bei Ihrem Anbieter. Oft können Sie auf dessen Webseite über die Adresseingabe herausfinden, ob Ihr Wohngebiet bereits versorgt ist. Das sollte heutzutage eigentlich der Fall sein.

Mehr Kanäle

Vorteil gegenüber dem Empfang via Antenne: es stehen mehr Programme zur Auswahl, jedoch nicht so viele wie per Satellit empfangbar sind. Der Anschluss ist sehr einfach: Man muss nur den Digitalreceiver mit der Antennensteckdose in der Wand verbinden; je nach Aufstellung kann dafür jedoch das Verlegen eines Kabels nötig sein. Nachteil: DVB-C ist die teuerste der drei Alternativen, da neben den GEZ-Gebühren auch noch Kabelgebühren anfallen. Für zusätzliche, über Satellit frei empfangbare, Sender fallen im Kabel nicht selten weitere Abogebühren an.

Technik

Die übertragenen Daten sind häufig noch nach MPEG-2-Standard komprimiert, wie es auch bei der DVD zum Einsatz kommt. Bei hoch aufgelösten HDTV-Signalen kommt demgegenüber meist das effektivere MPEG4-Verfahren zum Einsatz. Es reduziert den Datenstrom kräftiger, ohne die Bild- und Tonqualität zu verschlechtern.

Je nach Kabelnetzbetreiber sind die übertragenen Daten, auch die der frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Sender, verschlüsselt oder unverschlüsselt. Für den ersteren Fall ist ein Digitalreceiver nötig, der die Daten wieder entschlüsseln kann. Andernfalls bliebe die Anzeige schwarz.

DVB-C2

In Zukunft wird der Nachfolger DVB-C2 eine immer wichtigere Rolle spielen. Er verwendet standardmäßig das MPEG-4-Verfahren und beinhaltet zusätzlich einige technische Verbesserungen, so dass mehr Sender Platz in den begrenzten Frequenzen finden. Aktuelle Receiver unterstützen diesen Standard nicht. Um DVB-C2 nutzen zu können, werden neue Receiver nötig werden.

Bisher wird der Standard noch getestet und entsprechende Digitalreceiver sind kaum erhältlich. Dies wird sich jedoch mittelfristig ändern. Wenn mehr und mehr DVB-C2-Receiver auf den Markt kommen, sollte die Wahl auf ein entsprechendes Modell fallen. Denn diese werden abwärtskompatibel sein und somit auch den DVB-C-Standard unterstützen.

DVB-S

Mit einer Satellitenausrüstung kann man in ganz Deutschland schon seit mehreren Jahren digitales Fernsehen empfangen. Wer bereits eine Astra-Anlage hat, braucht meist nur den Receiver auszutauschen und kann sofort digital fernsehen. Bei alten Anlagen muss eventuell auch der LNB, der kleine Empfänger vor der Parabolantenne, ausgetauscht werden. Die angekündigte Abschaltung der Analogsignale hat bisher nicht stattgefunden, so dass parallel auch noch der Empfang über ältere Analogreceiver möglich ist.

Die größte Auswahl

Wer sich an einer Parabolantenne am Haus nicht stört oder keinen Vermieter hat, der das Anbringen einer solchen untersagt, fährt mit dieser Lösung am besten; zumindest was das Kanalangebot angeht. Bereits heute sind mehrere hundert nationale und internationale Fernsehsender frei empfangbar. Per Abo lässt sich das Angebot noch einmal signifikant erhöhen. Hinzu kommen zahlreiche frei empfangbare Radiokanäle aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland. Neben den Fernsehgebühren fallen bei der Nutzung frei empfangbarer Sender keine monatlichen Kosten an.

Aufwendige Installation

Nachteilig ist die zumeist unschöne Parabolantenne am Haus. Die Installation ist aufwendiger, da die Antenne exakt auf den jeweiligen Satelliten eingestellt werden muss. Oft muss man dazu einen Fachmann bemühen. Zudem ist es nötig, viele Meter Kabel zu verlegen. Aus diesen Gründen ist die Anschaffung und Installation teurer als bei den beiden anderen Alternativen. Obendrein muss man bei schlechtem Wetter, etwa Gewitter und starkem Schneefall, mit Problemen beim Empfang rechnen. Unmöglich wird der Empfang, wenn Schnee an der Antenne festsitzt.

DVB-S2

Um Sender mit HDTV-Auflösungen empfangen zu können, muss der Digitalreceiver das Nachfolgeformat DVB-S2 beherrschen. Dieses ist bereits weit im Markt verbreitet. Günstige Einstiegsgeräte kosten deutlich unter 100 Euro. DVB-S2 verwendet den MPEG-4-Kompressionsalgorithmus, um den verfügbaren Platz besser ausnutzen und mehr Platz für weitere Sender nutzen zu können. DVB-S verwendet demgegenüber den MPEG2-Standard.

DVB-T

Digitale TV-Signale nach DVB-T-Standard sind am einfachsten zu empfangen. Hierfür reicht in der Regel die alte Hausantenne oder sogar eine Zimmerantenne. Mittlerweile kann nahezu jeder deutsche Haushalt DVB-T-Signale empfangen. Eine aktuelle Abdeckungskarte sowie eine Liste der örtlich empfangbaren Stationen finden Sie auf dieser Webseite.

Geringe Ansprüche

Nur sehr alte Dachantennen müssen ausgetauscht werden. In der Regel steckt man einfach das Antennenkabel wie gewohnt in die Wand und startet den Suchlauf. Ist die Antenne zu alt oder soll vom Dach verschwinden, stellt eine Zimmerantenne den Empfang sicher. Das klappt aber nur, wenn der Sendemast nicht allzu weit entfernt steht. Im Grenzbereich kann eine aktive Antenne den Empfang verbessern und auch bei nur mittelmäßiger Empfangsqualität noch ein gutes und störungsfreies Bild sicherstellen. Sie verstärkt das aufgefangene Signal, bevor sie es an das TV-Gerät weiterleitet. Eine passive Antenne gibt dieses unverstärkt weiter.

Vorteile

Gegenüber dem analog ausgestrahlten terrestrischen Fernsehen hat Digitaltechnik einige Vorteile. Am markantesten ist die steigende Zahl empfangbarer Programme. Da im gleichen Frequenzbereich durch die Digitaltechnik mehr Kanäle Platz finden, erhöht sich die empfangbare Senderzahl auf etwa bis zu 30. Zudem ist keine aufwendige Installation oder Kabelverlegen nötig. Mit entsprechender Ausrüstung ist der Empfang sogar im Auto oder auf dem Fußballplatz möglich.

Nachteile

Nachteilig mag manch einer den mangelnden Empfang von Bezahlfernsehsendern wie beispielsweise Sky empfinden. Diese Sender strahlen ihr Programm nur über Kabel oder Satellit aus. Auch auf ausländisches Fernsehprogramm muss man bei der Antenne verzichten. Im Vergleich zu den beiden anderen Alternativen ist das Programmangebot sehr begrenzt.

DVB-T2

Auch für dieses Aussendungsverfahren steht eine Nachfolgeversion bereit: DVB-T2. Wie bei DVB-C2 und DVB-S2 kommt hier anstelle des MPEG-2- das MPEG-4-Kompressionsverfahren zum Einsatz, was auch hier die Anzahl der empfangbaren Sender erhöht. Für den Empfang von HDTV-Signalen ist DVB-T2 quasi Voraussetzung. Dies ließe sich zwar auch mit DVB-T realisieren. Durch den deutlich größeren Platzbedarf von HDTV-Datenströmen macht die Aussendung dort allerdings kaum Sinn. DVB-T2 ist in einigen europäischen Ländern bereits in Betrieb. Für Deutschland ist die Einführung diese Standards aber bisher nicht geplant. Die Zuschauer müssen somit auf HDTV verzichten.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Satelliten-Empfangsanlagen

Zimmerantennen für DVB-T-Empfang


Vorteile

Zu den Digitalreceivern Die Vorteile der Digitaltechnik sind beeindruckend und gelten für alle Empfangsarten. Am Auffälligsten ist eine deutlich höhere Bildqualität, die selbst der günstigste Receiver schon überzeugend bietet. Gesendet wird das Videobild entweder wie beschrieben im MPEG-2- oder MPEG-4-Format. Ob das Bild die Qualität einer DVD oder Blu-ray-Disc erreicht, hängt allerdings von den Sendern ab. Denn sie entscheiden, mit welcher Kompressionsrate sie das TV-Signal übertragen. Achtet man hier zu sehr auf eine niedrige Datenrate, leidet die Bildqualität, unabhängig vom eingesetzten Receiver.

Bildqualität

Am engsten ist das Frequenzband im DVB-T-Netz, somit verwenden die Sender hier oft eine stärkere Kompression als in den übrigen Netzen. Folge: Die Bildqualität leidet. Bei ruhigen Bildern nimmt man Unterschiede kaum war. Eine niedrige Datenrate macht sich jedoch schnell bei Bewegtbildern bemerkbar. Dann lassen sich leicht grobe Bildklötzchen ausmachen. Die beste Bildqualität, sprich die höchsten Datenraten, sind über Satellit möglich, da dort mehr Platz für Sender ist. Dennoch bekommt man nicht immer ein Topbild. Einerseits liegt das an Platzmangel im verwendeten Frequenzband andererseits an zu drakonischen Einstellungen der Sender.

Radio

Neben dem Bild hat auch der Ton eine höhere Qualität. Er ist klarer und deutlicher. Sogar die Übertragung von Raumklangton nach Dolby-Digital-Standard ist möglich. Als Tonformat verwenden die Sender in der Regel MP3. Auch hier gibt es Unterschiede bei der Tonqualität. Viele Stationen verwenden 128 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s), wie es auch bei Internetradiostationen gebräuchlich ist. Die Musik klingt gut, Unterschiede zur CD sind jedoch hörbar. Einige Stationen bieten Übertragungsraten von 160 oder 192 Kbit/s und damit besseren Klang. Nur wenige senden mit bester Qualität bei einer Datenrate von 320 Kbit/s.

Mobil

Weiterer Vorteil von Digitalfernsehen, speziell von DVB-T: Man kann es auch im Auto oder auf der freien Wiese empfangen. Insgesamt stehen mehr Fernseh- und Radiokanäle zur Verfügung als beim analogen Sendeverfahren. Gegen Gebühr sind oft weitere Programme zu empfangen, allerdings nicht über Antenne. Praktisch ist eine elektronische Fernsehzeitschrift, EPG genannt, die man über jeden Receiver abrufen kann. Sie macht die gedruckte Version beinahe überflüssig.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
MP3-Playern
Internetradio

Zubehör für Digitalreceiver


Einschränkungen

Zu den Digitalreceivern Leider bringt das digitale Sendeverfahren nicht nur Vorteile. So ist es beispielsweise mit einem Standardreceiver nur möglich ein Programm zu sehen, ohne ein zweites im Hintergrund mit dem Videorekorder aufzeichnen zu können. Dazu wäre ein Receiver mit einer zweiten Empfangseinheit nötig (Twinreceiver), was bei Satellitenempfang ein zusätzliches Kabel zur Parabolantenne und ein entsprechend ausgerüstetes LNB voraussetzen würde. Auch für den DVB-C- und den DVB-T-Anschluss wäre dazu jeweils ein zweiter Receiver nötig.

Nur moderne Fernseher haben die Digitaltechnik bereits integriert. Allerdings: Die wenigsten bieten alle drei Empfangsmöglichkeiten. Die Wahl eines TV-Gerätes ist also eingeschränkt, möchte man nicht zusätzlich einen externen Digitalreceiver auf dem Fernsehtisch haben. Ganz gleich, wo sich der Receiver befindet und um welche Empfangsart es sich handelt: Das Umschalten zwischen den Programmen geschieht langsamer als bei der Analogtechnik.

Verzichten muss man leider auf das VPS-Signal, das einige Sender zu Beginn und am Ende einer Sendung ausgestrahlt haben, damit der Videorekorder auch bei verschobenen Sendezeiten das komplette Programm aufnehmen kann. Die Aufnahme per Showview ist jedoch möglich. Da sich aber die Zeiten der Sendungen allerdings nicht selten um wenige Minuten verschieben, ist es ratsam, nach Eingabe der Ziffernfolge den Start- und Endzeitpunkt der Sendung manuell zu verändern.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Fernsehern
Digitalen Videorekordern


Ausstattung

Zu den Digitalreceivern Da man mit einigen Kompromissen leben muss, sollte man bei der Ausstattung möglichst wenig Zugeständnisse machen und konsequent die Vorteile nutzen, die die Digitaltechnik bietet. Dazu zählt beispielsweise der elektronische Programmführer (EPG). Diesen bietet zwar jeder Receiver, jedoch nicht immer mit dem gleichen Komfort. So zeigen einige Modelle nur zwei bis drei Programme auf einmal an und bieten nur Zugriff auf das Programm des aktuellen Tages und des Folgetages. Besser ist, wenn ein Gerät mindestens fünf bis sieben Programme zurzeit anzeigt und das Programm für eine Woche oder länger im Voraus vorhalten kann.

Während man durch den Programmführer blättert, sollte das laufende Programm im kleinen Bild weiterhin zu sehen sein. Fehlt diese Funktion, sollte wenigstens der Ton zu hören sein. Andernfalls verliert man den Faden, wenn man zu Beginn eines Films etwas über dessen Handlung erfahren möchte, während des Lesens jedoch nichts von ihr mitbekommt. Vorteilhaft ist weiterhin, wenn der EPG das Programm nach Genre sortieren kann und auch eine Suchfunktion bietet.

Interne Festplatte

Besitzt der Receiver eine Festplatte und ist somit gleichzeitig als digitaler Videorekorder einsetzbar, wäre es wünschenswert, wenn man diesen direkt aus dem EPG heraus durch einen Tastendruck programmieren könnte. Das macht die Suche nach der Showviewnummer sowie deren Eingabe überflüssig.

Eine interne Festplatte speichert das Programm nicht nur digital und auf Wunsch ohne Qualitätsverlust von Bild und Ton ab, sie ermöglicht auch zeitversetztes Fernsehen. Sie können also guten Gewissens eine Sendung anhalten, während diese gesendet wird und kurz danach weitersehen, obwohl die Ausstrahlung noch läuft. Sehr praktisch!

Ausreichende Größe

Eine interne Festplatte sollte mindestens 160 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung haben, besser mehr. Denn der Speicher füllt sich sehr schnell. Umso schneller, wenn man in hoher HDTV-Auflösung aufnimmt. Um vorerst Geld zu sparen, kann man auch zu einem Gerät greifen, in das sich nachträglich eine Festplatte einbauen lässt oder dessen Festplatte sich gegen eine größere austauschen lässt. Kontrollieren Sie dazu die maximale Größe, die der Receiver verwenden kann.

Es empfiehlt sich genau nachzusehen, welche Festplatte eingebaut ist. Grund: Laut rotierende Speicher können gehörig den Spaß am Fernsehen verderben. Für guten Komfort sind zudem eine Standbildfunktion, Zeitlupe und verschiedene Spulgeschwindigkeiten wichtig. Praktisch ist auch, wenn sich mehrere Aufzeichnungen zugleich löschen lassen.

Externer Videorekorder

Verwenden Sie einen externen Videorekorder, muss der Digitalreceiver einen zweiten Scart-, besser sogar HDMI-Anschluss besitzen, um diesen neben dem Fernseher mit dem Receiver verbinden zu können (mehr zu Anschlüssen im nächsten Kapitel). Damit auch in diesem Fall die Aufzeichnung nicht unnötig kompliziert wird, sollte man einen Receiver wählen, der die Aufnahmesteuerung des externen Rekorders übernehmen kann. So müsste man nur den Digitalreceiver programmieren, der dann zur Aufnahmezeit selbstständig den Rekorder anschaltet und in den Aufnahmemodus versetzt. Allerdings muss auch der Rekorder dieses Feature unterstützen. Am besten klappt das in der Regel, wenn Receiver und Rekorder vom gleichen Hersteller stammen.

Brenner

Um die Aufzeichnungen auch archivieren zu können, braucht der Receiver einen internen Brenner. Sehr viele Geräte können auf DVD-Rohlinge brennen. Diese Medien sind vollkommen ausreichend, wenn man TV-Bilder mit PAL-Auflösung konservieren möchte. HDTV-Signale benötigen allerdings mehr Platz. Sie verlangen nach einem Blu-ray-Brenner.

Strom sparen

Um nicht unnötig Strom zu vergeuden, sollte der Empfänger über eine interne Zeitschaltuhr verfügen, die diesen zur Aufnahme ein- und anschließend wieder ausschaltet. Zum Strom sparen ist es insgesamt vorteilhaft, wenn sich der Digitalreceiver komplett abschalten lässt und nicht ununterbrochen im Standby-Modus verharrt.

Videotext

Stöbert man gerne durch den Videotext, sollte man auf einen Dekoder im Receiver Wert legen. Zwar könnte man auch den Dekoder des Fernsehers verwenden, doch müsste man dann stets die Fernbedienung wechseln. Zudem sollte der Digitalreceiver möglichst viele Videotextseiten zwischenspeichern können, um langwierige Seitenaufrufe zu vermeiden.

Programmspeicher

Die Anzahl speicherbarer Fernseh- und Radioprogramme ist ebenfalls wichtig, allerdings speichern meist schon einfache Geräte ausreichend viele Sender. Wichtig sind in diesem Zusammenhang jedoch Favoritenlisten, in denen man seine Lieblingsprogramme speichern und somit schneller aufrufen kann. Eine Liste sollte man auf jeden Fall anlegen können, besser wären jedoch, wenn sich mehrere erstellen lassen. So kann man beispielsweise Spartensender und Filmkanäle in unterschiedlichen Listen speichern oder jedes Familienmitglied bekommt seine eigene Liste.

Am PC sortieren

Kann der Receiver eine Verbindung zu einem Computer aufnehmen (siehe weiter unten), wäre es vorteilhaft bei großer Senderauswahl, die Programmliste am PC sortierten zu können. Das ist einfacher, komfortabler und geht deutlich schneller. Einige Receiver bieten diese Möglichkeit über den Umweg eines USB-Sticks anstelle über ein Netzwerk. Manchmal muss man diesen Umweg trotz vorhandener Netzwerkschnittstelle wählen.

Automatisches Umschalten

Da es bei der Vielzahl der Programme manchmal auch trotz Favoritenliste nicht einfach ist, ein geeignetes Programm zu finden, kann eine automatische Durchschaltfunktion praktisch sein. Diese zeigt alle Sender für einige Sekunden nacheinander an und erspart das manuelle Drücken auf die Weiter-Taste. Praktisch ist auch, wenn der Receiver für jeden Sender die Lautstärkeeinstellung getrennt speichert; das erspart ständiges Anpassen.

Kartenschächte

Um Bezahlfernsehen (Pay-TV) nutzen zu können, benötigt man einen Digitalreceiver mit mindestens einem CI-Steckplatz (Common Interface). In diesen Schacht steckt man eine Mitgliedskarte des jeweiligen Senders und ein Kartenmodul. Auf der Karte sind Informationen gespeichert, die nötig sind, um das verschlüsselt gesendete Fernsehsignal auf dem Fernseher anzeigen zu können. Mehrere CI-Steckplätze versetzen in die Lage, unterschiedliche Bezahlsender sehen zu können, ohne ständig die Karten im Gerät wechseln zu müssen. Um Privatsender in HD-Auflösung empfangen zu können, ist ein CI-plus-Steckplatz Voraussetzung. (Mehr dazu im Kapitel „HDTV“)

Kindersicherung

Damit Kinder nicht versehentlich zu Programmen gelangen, die nicht für sie bestimmt sind, sollte eine Kindersicherung vorhanden sein. Hier verlangt der Digitalreceiver nach dem Umschalten die Eingabe eines Zahlencodes über die Fernbedienung, bevor er das Programm anzeigt. Diese Funktion ist besonders wichtig beim Empfang über Satellit. Denn dort gibt es eine große Anzahl von Erotik- und Glücksspielsendern. Sie zeigen einerseits jugendgefährdendes Material und fordern andererseits zum Anrufen teurer Telefonnummern auf. Letzteres kann auch auf anderen Sendern drohen.

Tonformate

Um Raumklangton zu nutzen, muss der Receiver diesen auch empfangen können. Besonders einfache Modelle verstehen sich oft nur auf Stereoton. Möchte man Filme im Originalton hören können, ist die Unterstützung von Mehrkanalton nötig. Einige Digitalreceiver speichern Radiosendungen im MP3-Format. Gibt es dann noch eine USB-Schnittstelle, lassen sich die Sounds direkt auf einen USB-Stick kopieren.

Manche Sender, in der Regel öffentlich-rechtliche Stationen, übertragen auch zuweilen Untertitel. Das geschieht nicht nur bei ausländischen Filmen sondern auch bei deutschen. Dieser Service ist für Gehörgeschädigte gedacht und sollte sich auf Wunsch ein- und ausschalten lassen. Ein anderer Service überträgt auf einem zweiten Tonkanal eine gesprochene Szenenbeschreibung und richtet sich an sehbehinderte Personen. Auch dieser Service sollte sich ein- und ausschalten lassen. Selbst wenn man beide Services nicht benötigt, ist die jeweilige Ein/Ausschaltfunktion wichtig, da es passieren kann, dass der Receiver automatisch das Signal mit Untertitel oder Szenenbeschreibung wiedergibt.

Signalverstärker

Für DVB-T-Receiver ist ein integrierter Antennenverstärker wichtig. Dieser führt im Zusammenspiel mit einer aktiven Antenne selbst unter schlechten Empfangsbedingungen häufig noch zu einem guten Bild. Möchte man den Receiver auch im Urlaub auf dem Campingplatz verwenden, sollte man darauf achten, dass das Gerät sich gegebenenfalls am 12-Volt-Netz betreiben lässt.

Für Satellitenreceiver ist unter Umständen die Steuerung der Satellitenantenne wichtig. Wer mehrere Satelliten anzapfen möchte und eine Motorsteuerung für die Antenne besitzt, benötigt unbedingt einen Receiver, der die Steuerung übernehmen kann. Ebenfalls wichtig für DVB-S-Geräte: Ein Softwareupdate sollte per Satellit einspielbar sein. So kann man komfortabel eine neue Software aufspielen, die mögliche Fehler behebt oder Ausstattungsvorteile bringt.

Externer Infrarotempfänger

Ein Plus für sämtliche Receiver wäre ein externer Infrarotempfänger im Lieferumfang. Er würde es gestatten, den Digitalreceiver im Schrank zu verstecken. Der Infrarotempfänger ließe sich fast unsichtbar aufstellen und würde sämtliche Befehle der Fernbedienung weiterleiten. Schön wäre auch, wenn das zum Anschluss des Receivers nötige Scart- und/oder HDMI-Kabel zum Lieferumfang gehörte.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Festplattenrekordern
Analogen Videorekordern
Digitalen Videorekordern
Satelliten-Empfangsanlagen

Externer Infrarotempfänger als Zubehör


Anschlüsse

Zu den Digitalreceivern Viele Digitalreceiver besitzen noch analoge Scart-Anschlüsse. Das ist kein Nachteil, solange sie auch mindestens einen, besser mehrere HDMI-Anschlüsse haben. Über den Scart-Anschluss ist der Kontakt zu Geräten ohne Digitalschnittstelle möglich. Dazu zählen beispielsweise ältere Fernseher oder auch Videorekorder sowie einige Spielkonsolen. Aufgrund der höheren Bild- und Tonqualität sollte man jedoch, wann immer möglich, die digitale HDMI-Schnittstelle bevorzugen.

Ebenfalls zum Anschluss sind die FBAS- (Standard-Video mit gelbem Cinchstecker), S-Video- und YUV-Ausgänge geeignet. Alle drei arbeiten jedoch analog und sind nur als Alternative für den Fall anzusehen, dass kein anderer Anschluss möglich ist. Die beste Bildqualität dieser Möglichkeiten überträgt der YUV-Ausgang. Danach folgen S-Video und FBAS.

Für digitalen Ton im Raumklangformat ist auch ein optischer Ausgang geeignet; Cinch-Anschlüsse lassen demgegenüber nur Stereoton passieren. Eine weitere Möglichkeit zum Übertragen digitalen Stereotons bietet ein Koaxialausgang.

Verbindung zum Computer

Zu einem PC kann ein Digitalreceiver auf unterschiedlichen Wegen Kontakt aufnehmen. Per Kabel ist der Anschluss über eine serielle Schnittstelle, USB oder Firewire möglich. Die serielle Schnittstelle ist zwar noch häufig vorhanden aber nicht mehr zeitgemäß. Grund: Die Datenübertragung ist darüber quälend langsam. Ein serieller Anschluss wird manchmal noch benötigt, um eine neue Steuerungssoftware (Firmware) in den Receiver zu kopieren. Hierauf kann man verzichten, wenn der Receiver ein Update auf anderem Wege erhält, beispielsweise via Satellit. Besser geeignet sind schnelle USB-2.0- oder Firewire-Verbindungen. Letztere findet man an einem Digitalreceiver jedoch sehr selten.

USB

Per USB 2.0 oder Firewire ließe sich von einem Receiver mit Festplatte ein gespeicherter Film auf den PC kopieren und dort auf eine DVD brennen. Diese Funktion darf man aber nicht automatisch voraussetzen, wenn entsprechende Anschlüsse vorhanden sind. Manche Hersteller unterbinden das Kopieren aus Urheberrechtsgründen. Ist das Übertragen auf einen PC möglich, kann die Weiterverarbeitung dennoch unterbunden sein. In diesem Fall ist die Datei besonders geschützt oder liegt in einem Format vor, das ein Computer nicht erkennt.

Manche Geräte können über den Anschluss auch Daten von einem USB-Stick oder einer Festplatte entgegennehmen und am TV-Gerät anzeigen. Besonders praktisch wäre es, wenn der Digitalreceiver darauf Sendungen aufzeichnen kann und somit gleichzeitig zum digitalen Videorekorder wird.

Netzwerkanschluss

Deutlich mehr Komfort gibt ein Netzwerkanschluss. Denn der PC muss nicht in der Nähe des Receivers stehen, sondern kann im Arbeitszimmer stehenbleiben. Man unterscheidet zwischen kabelgebundenem und kabellosem Netzwerkanschluss. Ersterer erfolgt über einen Ethernet-Anschluss Letzterer verwendet den WLAN-Funkstandard. Beides erlaubt es in der Regel einen Datenstrom (Mediastream) zum Digitalreceiver zu senden, den dieser an den Fernseher weitergibt. So lassen sich Filme, Fotos und Musik vom Computer im Wohnzimmer betrachten.

Hier lauern allerdings Stolperfallen. Ein Digitalreceiver, der Daten eines PCs wiedergeben kann, ist nicht automatisch in der Lage, alle dort gespeicherten Multimediadateien anzeigen zu können. So kommt es vor, dass nur Musik und Fotos auf den Fernseher gelangen, Videos der Zugang aber verwehrt bleibt. Sehr ärgerlich.

Bei vorhandenem Netzwerkanschluss wäre es praktisch, jedoch nicht selbstverständlich, auch vom PC auf die Daten des Digitalreceivers zugreifen zu können, falls dieser eigenen Speicher besitzt. Das erlaubte, Aufzeichnungen zu bearbeiten und anschließend am PC auf DVD oder Blu-ray-Disc zu brennen. Das klappt manchmal aber nur mithilfe einer Software des Receiverherstellers. Zählt diese nicht zum Lieferumfang des Empfängers, sollte man sie von der Webseite des Herstellers herunterladen können.

Signale weiterreichen

Mit einem Durchschleifausgang ließe sich das empfangene Bild an einen zweiten Digitalreceiver weiterleiten. Allerdings kann dieser immer nur Sender anzeigen, die auf dem eingestellten Frequenzband des vorgeschalteten Receivers zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Mediastreaming
TV- und HiFi-Kabeln
DVD-Rohlingen
Blu-ray-Rohlingen


HDTV

Zu den Digitalreceivern Ein modernes Fernsehgerät bietet heute in der Regel HD-Auflösung. Ein Digitalreceiver sollte diesem gerecht werden und hoch aufgelöste TV-Signale empfangen können, zumindest wenn er die Signale aus dem Kabelnetz oder via Satellit erhält. Achten Sie deshalb darauf, dass das auch der Fall ist. Denn es gibt immer noch zahlreiche Receiver, gerade im unteren Preissegment, die nur PAL-Signale, also eine niedrigere Auflösung (SD) unterstützen.

Frei empfangbare Sender

Allerdings strahlen nicht alle Sender ihr Programm in hoher Auflösung aus. Zudem ist es möglich, dass einige Kabel-TV-Anbieter als Platzgründen nur ein schmales Angebot an HD-Sendern haben. Über Satellit sind grundsätzlich zahlreiche öffentlich-rechtliche Sender mit PAL- und HD-Auflösung empfangbar. Dazu zählen etwa ARD und ZDF, die mit einer Auflösung von 720p senden. Das ist kein FullHD liegt aber deutlich über der PAL-Auflösung.

Privatsender nicht gratis

Viele Privatsender wie RTL, Sat1, ProSieben, Kabel 1 oder auch VOX senden ebenfalls neben dem PAL-Angebot auch ein HDTV-Signal. Dieses ist jedoch nicht frei empfangbar und wird nur über Kabel oder Satellit ausgestrahlt. Die Daten sind verschlüsselt. Um sie anzeigen zu können, muss ein Receiver diese zunächst entschlüsseln. Dazu benötigt er die Hilfe einer CI-plus-Smartcard und dafür einen entsprechenden Steckplatz. Kurz: Der Digitalreceiver muss das „HD+“ getaufte Verfahren unterstützen. Einige Kabelnetze speisen HD-Signale der Privatsender auch mit anderen Kopierschutzverfahren ein.

HD+

Neben den regelmäßigen Kosten hat das HD+-Verfahren deutliche Nachteile. So unterbinden die Sender das Vorspulen in Werbeblöcken. Das gilt sowohl für noch laufende Aufnahmen als auch für ältere, bereits abgeschlossene Aufzeichnungen. Teilweise ist auch nur möglich, Mitschnitte in bestimmten Zeiträumen ansehen zu können. Legt ein Sender beispielsweise einen Zeitraum von 30 Tagen fest, ist eine Aufzeichnung ab dem 31. Tag nicht mehr abspielbar. Weiteres Problem: Die Mitschnitte sind verschlüsselt und nur auf dem Gerät nutzbar, das sie aufgezeichnet hat. Folge: Brennt man einen Film auf eine Blu-ray-Disc, kann ein anderer Blu-ray-Player diesen nicht abspielen.

Ältere Receiver lassen sich teilweise mithilfe neuerer Software auf HD+ umrüsten. Wessen Receiver noch nicht allzu alt ist und einen CI-Steckplatz hat, sollte die Homepage des Herstellers aufsuchen und nachsehen, ob dort ein Firmware-Update zur Verfügung steht, das den Steckplatz kompatibel zu CI-plus macht.

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HDTV
DVD- und Blu-ray-Rekordern


Sky

Zu den Digitalreceivern Das Bezahlangebot von Sky (vormals Premiere) lässt sich derzeit nur über Kabel und Satellit empfangen. Damit der Receiver das Programm entschlüsseln und darstellen kann, benötigt er entweder ein fest eingebautes Entschlüsselungsmodul oder einen CI-Kartenschacht für die Mitgliedskarte. Bei der fest eingebauten Variante fehlt häufig ein CI-Schacht, so dass sich keine weiteren Bezahlsender nutzen lassen. Für Geräte mit Schacht gilt demgegenüber, dass sie von Sky zertifiziert und zugelassen sein müssen, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Mattscheibe schwarz bleibt.

Besitzt der Empfänger eine Festplatte, ist die Frage wichtig, ob die Sendungen verschlüsselt gespeichert werden. Solange das Abo besteht, wäre das kein Problem. Kündigt man jedoch den Dienst, hätte man keinen Zugriff mehr auf gespeicherte Sendungen. Auch wenn das Abo besteht, die Sky-Karte jedoch nicht im Schacht steckt, würde auf dem Fernseher nichts angezeigt.

Sky überlegt zurzeit für sein Angebot in Zukunft ebenfalls den CI-plus-Standard zu verwenden. Daher wäre es bei der Receiverwahl ein Vorteil zu einem Gerät zu greifen, das diesen Standard ebenso unterstützt oder sich künftig entsprechend aktualisieren ließe.


Bedienung

Zu den Digitalreceivern Die Bedienung der Receiver erfolgt fast immer per On-Screen-Display (OSD - Bildschirmmenü) am Fernsehschirm. Ausgenommen davon ist das reine Umschalten. Hierbei sollte der Digitalreceiver auf dem Bildschirm das Programm einblenden, auf das man wechselt und möglichst auch der Titel der jeweils aktuellen Sendung. Besonders schön ist, wenn man auch noch deren Beginn und Ende sowie die aktuelle Uhrzeit erfährt.

Sehr gut ausgestattete Receiver verfügen über integrierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, welche die Bedienung des Gerätes anschaulich erklären. In diesem Zusammenhang wird die verwendete Menüsprache besonders wichtig. Nicht alle Digitalreceiver besitzen eine deutsche Menüführung. Auch auf Fernbedienungen findet man häufig nur englische Bezeichnungen.

Fernbedienung

Für einfachere Bedienung aller Geräte sorgen auch lernfähige Fernbedienungen, die gleich die Steuerung des Fernsehers und auch des Videorekorders mit übernehmen. Oft ist dies der Fall, wenn man Geräte eines Herstellers verwendet.

Trotz Fernbedienung sollte die Steuerung des Digitalreceivers auch über Tasten am Gehäuse möglich sein. Andernfalls hat man schnell ein Problem, wenn die Fernbedienung streikt oder die Batterien leer sind und kein Ersatz im Haus ist. Je mehr Tasten am Receiver zur Verfügung stehen, desto besser. Im Idealfall lässt sich das Gerät komplett damit steuern. Damit diese die Optik nicht stören, sollten sie verdeckt hinter einer Blende liegen.

Ebenfalls wichtig: ein Ein/Aus-Schalter. Damit ließe sich der Digitalreceiver komplett ausschalten und der Stromverbrauch reduzieren. Allerdings dürften Viele solch einen Schalter nur verwenden, wenn er gut zugänglich vorne oder an der Seite des Gehäuses steckt.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Universalfernbedienungen


Tragbar

Zu den Digitalreceivern Großer Vorteil des terrestrisch ausgestrahlten Digitalfernsehens (DVB-T): Man kann es überall empfangen. Sogar im fahrenden Auto oder Zug bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 160 Kilometer pro Stunde. Interessant für Beifahrer während der Autofahrt oder für den Fahrer selbst, wenn man mal wieder im Stau steht. Somit sind auch tragbare Digitalreceiver praktisch, besonders solche, die in einem kleinen Flachdisplay integriert sind. So findet man beispielsweise spezielle Einbauversionen für Autos. Auch in Handys, Navigationsgeräten oder Multimediaplayern sind digitale TV-Empfänger zu finden.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Car-Entertainment
Mobiltelefonen
Navigationsgeräten
Multimediaplayern


TV-Empfänger für den PC

Zu den Digitalreceivern Digitaler TV-Empfang ist auch mit einem Computer oder Notebook möglich. Für beide Gattungen gibt es sowohl interne als auch externe TV-Empfänger, die entweder Signale im PAL-Format oder auch mit HDTV-Auflösung empfangen. Interne TV-Karten benötigen am Desktop-PC einen freien PCI- oder PCI-Express-Steckplatz. Am Notebook ist dafür ein PC-Card- oder ExpressCard-Schacht nötig.

An PC und Notebook anschließbar sind externe Digitalreceiver. Sie stecken entweder in einem kleinen Gehäuse oder in einem Stick, der kaum größer als ein USB-Stick ist. Der Anschluss erfolgt jeweils über einen USB-Port. Die nötige Antenne sitzt entweder direkt am Empfänger oder ist mittels Kabel mit diesem verbunden. Ersteres reduziert Kabelsalat. Letzteres ermöglicht, die Antenne dort zu positionieren, wo sie den besten Empfang hat.

PC als Videorekorder

Zu einem TV-Empfänger gehört immer auch eine Software, mit deren Hilfe man Sender sucht, abspeichert und die man zum Betrachten des Programms verwendet. Sie ist bei nahezu allen Anbieter auch in der Lage, das TV-Programm auf die Festplatte des Computers aufzuzeichnen. Dieser wird somit automatisch zum Videorekorder, der zudem zeitversetztes Fernsehen (Timeshift-Funktion) ermöglicht. Gehört zum Lieferumfang des TV-Empfängers auch eine Fernbedienung, muss man nicht einmal direkt vor dem Monitor sitzen.

Multimediazentrale

Ein Computer oder Notebook mit eigenem Digitalreceiver kann somit auch das Herzstück der Wohnzimmerunterhaltungszentrale sein. Verbindet man ihn mit aktiven Raumklang-Lautsprechern, macht er auch den AV-Receiver überflüssig. Über einen Netzwerkanschluss kann er zudem Daten von anderen Computern empfangen und an Fernseher und Lautsprecher weiterreichen.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
TV-Karten für PC und Notebooks
Satellitenempfang am PC
Wohnzimmer-PCs
PC-Lautsprechern


Fazit

Zu den Digitalreceivern Früher als es nur analoges Fernsehen gab, hat man das Stromkabel des Fernsehers in die Steckdose, das Antennenkabel an den Antennenanschluss gesteckt und konnte fernsehen. Als Videorekorder auf den Markt kamen, schloss man sie an und konnte fortan einen Sender aufzeichnen und gleichzeitig einen zweiten ansehen. Dann kam der Fortschritt, sprich das digitale Fernsehen und der Komfort ging verloren. Der TV-Tuner wanderte aus dem Fernseher in den Digitalreceiver. Um weiterhin einen Sender gucken und einen zweiten ansehen zu können ist ein zweiter oder ein Twin-Receiver nötig. Folge: Im Wohnzimmer tummeln sich mehr Geräte als früher und auf dem Couchtisch wächst die Zahl der Fernbedienungen.

Trendwende erkennbar

Glücklicherweise ist aber eine deutliche Trendwende erkennbar. Mehr und mehr TV-Gerätehersteller statten ihre Geräte mit integrierten Digitalreceivern aus. DVB-T-Tuner sind fast in allen Geräten zu finden. Etwas kleiner ist die Schar derer, die auch noch einen Kabeltuner (DVB-C) integriert hat. Den wenigsten Geräten spendiert man noch eine dritte Empfangseinheit für digitalen Satelliten-Empfang. Gegen null tendiert immer noch die Zahl, die zwei Tuner pro Empfangsmodus besitzt. Das wäre allerdings nötig um einen Kanal sehen und eine zweiten aufzeichnen zu können.

Zukunftswunsch: Individuelle Konfiguration

Ideal wäre ein Fernseher, bei dem sich beim Kauf entscheiden ließe, welchen Tunertyp und wie viele Empfänger dieser beinhalten soll. Dann fehlte nur noch eine integrierte Festplatte oder zumindest die Möglichkeit auf eine externe Festplatte, die den nötigen Betriebsstrom vom Fernseher erhält, aufzeichnen zu können. Damit würde man auch gleich ein weiteres Gerät und dessen Fernbedienung einsparen: den Videorekorder.

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