- Besser knipsen
- DSLR - Systemkamera
- Auflösung
- Sensorgröße
- Speicher
- Lichtempfindlichkeit
- Sucher und Monitor
- Automatik und Bedienung
- Gehäuse
- Bildstabilisator
- Stromversorgung
- Objektive
- Blitz
- Bildformat
- Mehrwert und Zubehör
Besser knipsen

Reicht Ihnen die Qualität Ihrer kleinen Digicam nicht mehr oder fotografieren Sie immer noch mit einer analogen Fotokamera? Dann ist jetzt vielleicht die Zeit gekommen, den Umstieg in die Klasse der digitalen Spiegelreflexkameras zu wagen. Denn inzwischen gibt es immer weniger Gründe, die dagegen sprechen.
Einstiegsmodelle sind inzwischen so günstig, dass auch Otto Normalverbraucher zuschlagen können. Die Bildqualität steht analogen Systemkameras schön längst nicht mehr nach und übertrifft die sämtlicher Kompaktmodelle meist problemlos. Nicht ohne Grund also liegen digitale Spiegelreflexkameras voll im Trend.
Komfort Zudem bieten die Kameras deutlich mehr Komfort als Analogmodelle. So enthalten sie viele Automatikprogramme, die gerade Einsteigern und Umsteigern aus der Kompaktklasse die Technik schmackhaft machen. Manch eine digitale Spiegelreflexkamera lässt sich genauso leicht bedienen wie ein Kompaktmodell und nimmt dem Fotografen auf Wunsch die gesamte Arbeit der Einstellungen ab.
Mehr Möglichkeiten Wenn man aber doch in die Tiefen der Einstellmöglichkeiten einsteigen möchte, hat man jede Freiheit. So lassen sich Belichtungszeit, Blende, Blitzeinstellungen und anderes mehr frei wählen. Zudem lassen sich die Kameras durch verschiedene Objektive, Filter, Konverter und Weiteres in ihrer Funktionalität stark verändern, respektive verbessern. Dadurch bekommt man im Gegensatz zu den meisten kompakten Digitalkameras zum Beispiel ein echtes Weitwinkel bis hin zum Fischauge sowie auch sehr kräftige Teleobjektive. Und das Beste: Man wechselt die Objektive nach Bedarf und kann die Kamera somit ideal für jede Situation anpassen.
Alle, die bessere Bilder wollen und alle, die endlich ihre betagte Analogkamera aufs Altenteil schicken wollen, sollten die folgenden Kapitel lesen. Dort erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera achten sollten. (pr)
DSLR - Systemkamera

Wer sich mit Spiegelreflexkameras befasst, trifft häufig auf das Kürzel SLR. Es entstammt der englischen Bezeichnung „single lens reflex“ und meint schlicht Spiegelreflex. Handelt es sich um eine digitale Version, setzt man einfach ein D davor und erhält so das Kürzel DSLR oder auch D-SLR.
Des weiteren taucht auch immer wieder die Bezeichnung Systemkamera auf, die ebenfalls eine Spiegelreflexkamera meint. Der Begriff ist entstanden, weil eine Spiegelreflexkamera mit diversem Zubehör, wie Objektive, externen Blitzgeräten, externer Stromversorgung und anderem ein System bildet.
Systemkamera ohne Spiegel Seit einiger Zeit findet man unter der Bezeichnung „Systemkamera“ auch eine ganz neue Generation Kameras. Diese besitzen keinen Spiegel und keinen optischen Sucher, können aber dennoch die Objektive wechseln, wie eine Spiegelreflexkamera. Men erkennt sie an Bezeichnungen wie kompakte, digitale oder spiegellose Systemkamera. Diese Kameras sollen eine Brücke schlagen für alle, die die Vorteile einer DSLR nutzen möchten und gleichzeitig eine sehr kompakte Kamera wünschen.
Auflösung

Viele schauen bei einer Digitalkamera, welcher Klasse sie auch angehört, immer noch zuerst auf die maximale Auflösung, die sie für die Fotos erreichen kann. Dabei ist hohe Auflösung kein Garant für hohe Bildqualität. Nur wenn alle Bauteile, inklusive des Objektivs, eine hohe Qualität aufweisen, macht eine Kamera sehr gute Bilder und das auch bei niedrigen Auflösungen.
Eine entscheidende Rolle spielt die Auflösung für die Bildgröße, die man später im Ausdruck in höchster Qualität erreichen möchte. Erst dort macht sich zu geringe Auflösung bemerkbar. So ist für Postergröße auch eine sehr hohe Auflösung wichtig, für DIN-A4 reichen bescheidene fünf Megapixel. Selbst bei geringeren Auflösungen können solch große Ausdrucke immer noch sehr überzeugend wirken. Eine weitere Rolle spielt die Auflösung, wenn man gerne Teilbereiche eines Fotos vergrößern möchte. Das klappt umso besser, je höher die Auflösung ist.
Zehn Megapixel oder mehr Die Einstiegsmodelle der digitalen Spiegelreflexkameras verfügen über mindestens zehn Megapixel Auflösung und sind für den Heimgebrauch damit ausreichend ausgestattet. Die nächstgrößeren Modelle besitzen 12- und 14-Megapixel-Sensoren. Diese wie auch die Einstiegsmodelle eignen sich bereits für semiprofessionelle Anwendungen. Profis verwenden Kameras mit 16, 18 oder 21 Megapixel Auflösung.
Übrigens, die Auflösung der DSLRs sollte man nicht direkt mit der von kompakten Digicams vergleichen. Denn digitale Spiegelreflexkameras bieten dank besserer Technik eine höhere Bildqualität. So dürfte eine Spiegelreflexkamera mit zehn Megapixeln Auflösung stets ein besseres Bild erreichen als ein Kompaktmodel mit 14 Megapixeln. Weiterer Grund: Die Sensoren beider Modellvarianten sind unterschiedlich groß.
Sensorgröße

In kompakten Digitalkameras arbeitet stets ein kleiner bis sehr kleiner Sensor, der sehr viele Pixel aufnehmen muss, was zu Rauschanfälligkeit und schlechter Lichtausbeute führt. Je größer die Sensoren, desto rauschärmer und lichtempfindlicher sind diese in der Regel. Da die Hersteller für digitale Spiegelreflexmodelle nicht auf minimale Gehäusegrößen achten, setzen sie folglich große Sensoren ein und erreichen schon deshalb eine höhere Bildqualität als die Kompakten. Selbst in kleinen DSLRs eingesetzte Sensoren sind deutlich größer als die von Kompaktmodellen.
Bei der Bezeichnung der Sensoren trifft man in den technischen Details nicht selten auf unverständliche Buchstabenkürzel, anstelle einer verständlichen Größenangabe. Daher übersetzen wir einmal die gängigsten Typen: Am häufigsten trifft man auf APS-C und APS-H. Der APS-C-Sensor ist etwas kleiner, seine Größe bewegt sich zwischen 14 mal 21 Millimeter (mm) bis zu 16 mal 24 mm. Der APC-H-Sensor ist mit 19,1 mal 28,7 mmn deutlich größer. Ein Vollformatsensor misst 24 mal 36 mm.
Kleinversionen Ein Four-Thirds-Chip (siehe Kapitel „Objektive“) misst dagegen nur 13 mal 17,3 mm. Und wie groß sind die Chips der Kompaktklasse? In Ultra-Kompaktkameras stehen nur 3,96 mal 5,27 mm zur Verfügung. Die Mittelklasse belichtet eine Fläche von 5,27 mal 7,18 mm. Größeren Kompaktkameras steht eine Sensorfläche von 6,6 mal 8,8 mm zur Verfügung.
Bildqualität Um die hohe Bildqualität von DSLRs auch in spiegellosen Systemkameras zu erreichen, setzen die Hersteller in diesen Modellen größere Sensoren als in der Kompaktklasse ein. Folge: Die Bildqualität steigt. Im Vergleich zur DSLR mit Spiegel haben diese Kameras jedoch das Nachsehen. Manche verwenden aber Sensoren, die man auch in DSLR-Modellen findet. Diese können eine vergleichbare Bildqualität erzielen, wenn hochwertige Objektive zum Einsatz kommen.
Im Großen und Ganzen ist die erzielbare Bildqualität bei einer DSLR immer noch am höchsten. Mit einer spiegellosen Systemkamera geht man in der Regel einen Kompromiss ein. Man erhält eine bessere Optik und ein kleineres Gehäuse sowie eine Bildqualität, die zwischen einer Kompaktkamera und einer ausgewachsenen DSLR liegt.
Vollformatsensor Ein Vollformatsensor ist genauso groß ist wie ein Dia beim so genannten Kleinbildformat analoger Kameras. Kommt solch einer zum Einsatz, kann man sich auf die Brennweitenangaben der Objektive verlassen. Setzen die Hersteller jedoch kleinere Sensoren ein, wie bei den meisten Modellen, muss man die Brennweite mit einem Verlängerungsfaktor entsprechend umrechen. Bei Canon gilt für die Umrechnung häufig der Faktor 1,6 und bei Nikon beträgt dieser zumeist 1,5. Je nach Hersteller trifft man auf Faktoren zwischen 1,5 bis 2.0.
Verlängerungsfaktor Verdeutlicht an einem Beispiel ergibt sich somit: Ein Objektiv mit der Brennweite 18-55 mm führt bei Canon zu den realen Werten 29-88 mm, da man die Objektivangaben mit 1,6 multiplizieren muss. Für ein Nikon-Modell ergäbe es entsprechend 27-82 mm Brennweite.
Seitenverhältnis Weiterhin gibt es zu bedenken, dass das Seitenverhältnis bei DSLRs von dem der Kompaktmodelle abweicht. Letztere bieten wie das Fernsehen ein 4:3- oder 16:9-Format. Analoge und digitale Systemkameras bilden dagegen mit einem 3:2-Verhältnis ab. Hier gibt es allerdings eine Ausnahme. So verwendet der von Kodak und Olympus entwickelte Four-Thirds-Standard ebenfalls ein 4:3-Seitenverhältnis. Viel wichtiger jedoch: Er ermöglicht den Einsatz entsprechender Objektive an allen Spiegelreflexkameras, die das System unterstützen.
Mehr Informationen zu digitalen Kompaktkameras
Speicher

Eine hohe Auflösung hat aber auch einen Nachteil: Die Bilder benötigen sehr viel Platz auf der Speicherkarte und im Computer, besonders wenn man sie unkomprimiert ablegen möchte. In der geringsten Auflösung für digitale Spiegelreflexkameras (zehn Megapixel) belegt ein unkomprimiertes Bild bereits etwa 28,7 Megabyte. Das gleiche Foto um den Faktor 1:10 mit JPEG gestaucht, benötigt immerhin noch knapp drei Megabyte Speicherplatz. Man sollte beim Kamerakauf folglich einen oder mehrere große Speicherchips gleich mit einplanen.
Groß und schnell Der Speicher muss bei diesen Datenmengen aber nicht nur groß sein, sondern auch schnell. Andernfalls kann es zu Verzögerungen kommen, weil man eventuell mit dem nächsten Bild warten muss, bis alle Daten in den Speicher geschrieben sind. Besonders hohe Anforderungen an die Schreibgeschwindigkeit hat der Serienbildmodus, weil dabei kontinuierlich riesige Datenmengen gesichert werden müssen. Das verlangt Höchstleistungen vom Speicherchip. Wenn der Speicher mitspielt, schaffen viele Kameras nur eine Handvoll Fotos pro Sekunde, jedoch nicht grenzenlos. Nicht selten ist schon nach wenigen Sekunden Schluss.
Speichertypen Die meisten Spiegelreflexkameras verwenden eine der zwei Speicherformate CompactFlash (CF), inklusive Microdrive-Laufwerken und SD (Secure Digital), inklusive dessen Nachfolger SDHC und SDXC. CF und SD werden den hohen Speicheranforderungen und Übertragungsgeschwindigkeiten gerecht. Es gibt aber für beide Schnittstellen unterschiedlich schnelle Karten. Idealerweise greift man für Systemkameras zu den fixesten Versionen. Neben diesen findet man auch noch Speicherlösungen, die nur ein oder wenige Hersteller verwenden. Dazu zählt beispielsweise der Sony Memory Stick und auch die xD-Karte, die man bei DSLRs fast nur bei Kameras von Olympus findet.
SDHC: Schneller und größer Eine Weiterentwicklung der SD-Karte ist sie SDHC-Speicherkarte (Secure Digital High Capacity). Sie hat äußerlich das gleiche Format und passt auch in normale SD-Steckplätze, ist jedoch nicht mit der einfachen SD-Karte kompatibel. Das bedeutet für Kameras, dass sie diese Speicherkarten ausdrücklich unterstützen müssen, um entsprechende Karten nutzen zu können. Eine Kamera, die diese Unterstützung nicht bietet, würde einen eingelegten SDHC-Chip nicht verwenden können. Das gilt in der Regel ebenfalls für neuere SD-Kartenversionen.
Der Vorteil von SDHC: Die Karten können mehr Daten speichern und diese zudem schneller verarbeiten. SDHC-Speicherkarten gibt es in den Klassen 2, 4, 6 und 10. Die Zahlen geben die maximale dauerhafte Übertragungsmenge in Megabyte an. Klasse 10 beschreibt demnach die schnellste Karte, die bis zu zehn Megabyte Daten pro Sekunde dauerhaft schreiben kann. Die anderen zwei sind entsprechend langsamer. Allerdings können zahlreiche Speicherkarten Daten schneller als mit zehn Megabyte pro Sekunde verarbeiten. Dennoch findet man diese in der Klasse 10. Genaues Nachsehen ist also wichtig.
SDXC Die aktuellste Version der SD-Karte trägt das Kürzel SDXC (SD eXtended Capacity). Sie verarbeitet Daten noch schneller als die SDHC und kann etwas mehr Daten speichern. Um die Karten nutzen zu können, muss die Kamera dazu explizit in der Lage sein. Auch hier teilt man die Karten in die von der SDHC bekannten Klassen ein.
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Speicherkarten •
digitalem Massenspeicher
Lichtempfindlichkeit

Die Lichtempfindlichkeit der Kameras, respektive der Sensoren, spielt für die Bilder eine entscheidende Rolle. Gemessen wird sie in ISO (International Standard Organisation). In der Regel trifft man auf ISO-Werte zwischen 50 und 3200, einige Kameras erreichen jedoch nicht ganz so niedrige oder auch ganz so hohe Werte. Andere erreichen mit 12.800 ein Vielfaches davon.
Ein kleiner Wert steht in diesem Zusammenhang für niedrige Lichtempfindlichkeit und ein größerer Wert für höhere. Verdoppelt sich ein ISO-Wert, verdoppelt sich auch die Lichtempfindlichkeit. Den gleichen Effekt erreicht man übrigens auch, wenn man stattdessen die Blendenzeit um einen Schritt verlängert.
Farbrauschen Bei guten Lichtverhältnissen, beispielsweise bei Sonnenlicht am Strand, benötigt man sehr niedrige ISO-Werte und eine kurze Belichtungszeit. Demgegenüber ist bei schlechter Beleuchtung, etwa in Räumen, ein höherer ISO-Wert nötig. Allerdings nehmen mit zunehmend schlechter Beleuchtung die Probleme zu. Denn bei hohen ISO-Werten neigen viele Kameras zum gefürchteten Bild- und Farbrauschen, was sich auf den Fotos durch grobe Körnung und im Extremfall mit Farbblitzern bemerkbar macht.
Auch hier spielen die größeren Sensoren der Spiegelreflexkameras ihren Vorteil aus. Sie neigen deutlich weniger zum Rauschen als ihre kleinen Geschwister. Wer etwa schlechte Erfahrung mit einer kompakten Digitalkamera bei bestimmten Werten gemacht hat, kann diese nicht automatisch auf eine Systemkamera übertragen. Hinzukommt, dass es selbst zwischen gleichwertigen Kameras zuweilen recht deutliche Unterschiede im Rauschverhalten gibt.
Sucher und Monitor

Lange Zeit musste man bei einer digitalen Spiegelreflexkamera auf eine bewegte Live-Vorschau, wie man sie von Kompaktmodellen gewohnt ist, verzichten, da dieses bautechnisch als nicht realisierbar galt. Inzwischen schaffen es die Hersteller jedoch mit pfiffigen Lösungen trotzdem ein Echtzeitbild auf den Monitor zu bekommen, was ein deutlicher Vorteil ist. Denn so kann man seine Einstellungen und die Komposition des Bildes testen und optimieren. Mit der Fähigkeit das Livebild anzuzeigen, bekommen die Kameras gleichzeitig auch die Möglichkeit, Videosequenzen aufzuzeichnen. Einen Zwischenschritt bieten Kameras, die immerhin ein kurzes Standbild anstelle eines Livebildes erzeugen können. Das reicht in den meisten Fällen für eine Kontrolle aus.
Vorteil optischer Sucher Aber auch ohne eine Monitorvorschau kann man sehr gute Bilder machen. Denn anders als kleine Digicams besitzt eine Spiegelreflexkamera in der Regel einen optischen Sucher, durch den man die Szene sehr gut auswählen und betrachten kann. Zudem wird ein geschossenes Foto umgehend auf dem Monitor angezeigt, so dass auch hier eine Kontrolle möglich ist. Gefällt das Bild nicht, löscht man es einfach. Wichtig ist hierbei jedoch, dass der Sucher ausreichend lichtstark ist, damit man auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch genügend erkennen kann. Kommt ein elektronischer Sucher zum Einsatz, ist das ein Nachteil. Wichtig dafür: eine möglichst hohe Auflösung, damit die Szene so naturgetreu wie möglich erkennbar ist.
Dioptrienausgleich Damit Brillenträger einen Sucher ohne Brille nutzen können, sollte ein Dioptrienausgleich am Sucher möglich sein. Dieser ist in der Regel mit einem kleinen Rädchen individuell einstellbar. Kontrollieren Sie, dass der Wert wählbar ist, der Ihrer Sehleistung entspricht. Denn oft ist der einstellbare Bereich relativ begrenzt und/oder lässt nur grobe Zwischenschritte zu. Wichtig: Die Einstellung sollte das Sucherbild nicht verkleinern. Bei einigen Herstellern ist das leider der Fall.
Displaygröße Die Monitorgrößen sind auch bei den Systemkameras unterschiedlich. Üblich sind inzwischen 2,5 und 3 Zoll Diagonale, was 6,4, respektive 7,6 Zentimetern entspricht. Das ist recht ordentlich und lässt bereits einen guten Eindruck vom Foto zu. Je kleiner der Monitor ist, desto schlechter lässt sich ein Foto beurteilen. Setzen Sie also, wenn möglich, auf eine Kamera mit einem größeren Monitor. Ist dieser zudem schwenkbar, bekommt man mehr Freiheit und kann das Motiv auch dann erkennen, wenn man die Kamera beispielsweise über den Kopf hält.
Sollen auch nebenstehende Personen das Monitorbild gut erkennen können, ist der maximale Blickwinkel, den das Display zulässt, wichtig. Zudem muss das Display ausreichend hell leuchten können. Allerdings: je heller das Display, desto höher der Stromverbrauch und umso kürzer die Akkulaufzeit. Gleiches gilt übrigens auch bei der Displaygröße: umso größer, desto mehr Strom benötigt die Anzeige. Schön ist daher, wenn man die Helligkeit der Anzeige verstellen kann.
Automatik und Bedienung

Gerade Umsteiger, die bisher mit einer Kompaktkamera fotografiert haben, sind das Knipsen mit automatischen Funktionen gewohnt. Wer in den Einstellmöglichkeiten der Fotografie nicht zuhause ist, kann ohne Automatik schnell überfordert sein und den Spaß am Fotografieren verlieren. Daher ist es für Ein- und Umsteiger wichtig, dass eine Kamera verschiedene Automatik-Modi bietet. Bei analogen Spiegelreflexkameras gab es solche Modi kaum. Bei den digitalen Modellen sieht das anders aus. Hier bieten fast alle Hersteller Modelle an, die dem Fotografen viel oder sogar die ganze Arbeit abnehmen können.
Das Spektrum reicht von Vollautomatik, über Halbautomatik bis zur manuellen Einstellung. Auch wenn man mit Automatik fotografiert, kann man in der Regel die von der Kamera gemachten Einstellungen verändern. Auf diese Weise machen auch Einsteiger gute Bilder und haben zudem die Möglichkeit, durch Ausprobieren die Wirkung der unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten kennenzulernen.
Motivprogramme Eine gute Hilfe sind frei wählbare Motivprogramme, wie man sie auch bei kompakten Digitalkameras findet. Per Drehrad kann man die Kamera je nach Situation auf die Umgebung vorbereiten, etwa für Sport, Portraits, Nahaufnahmen, Innenraum, Tageslicht, Nachtaufnahmen etc. Ein weiter Vorteil für Ein- und Umsteiger sind erklärende Hilfetexte in den Menüs, die sich ein- und ausschalten lassen.
Weißabgleich Für die optimale Farbdarstellung ist unter anderem auch der Weißabgleich wichtig. Dieser zeigt der Kamera, welche Farbe sie als absolutes Weiß interpretieren soll. Auf dieser Basis stellt sie alle übrigen Farben dar. Hat sie hier Probleme, sehen die Bilder schnell flau oder gar falsch belichtet aus.
Ein automatischer Weißabgleich ist wichtig, wenn man schnell Schnappschüsse machen können möchte. Nicht immer arbeitet dieser jedoch überzeugend. So sollte es auch Voreinstellungen für unterschiedliche Beleuchtungssituationen geben. Hier entscheidet man etwa, ob die Fotos draußen oder in Gebäuden gemacht werden, ob die Sonne scheint, es bewölkt ist und auch ob man den Blitz verwendet. Für fortgeschrittene Fotografen sollte es immer auch möglich sein, den Weißabgleich manuell beeinflussen und das Farbspektrum verändern zu können.
Einschaltzeit und Auslöseverzögerung Wichtig für den unkomplizierten Gebrauch einer Kamera sind kurze Einschaltzeit und Auslöseverzögerung. Beide Werte sind in der Regel bei digitalen Spiegelreflexmodellen sehr gut, oft sogar besser als beim Großteil der Kompaktklasse. Meist gilt: Einschalten und auslösen. Damit das auch wirklich so schnell klappt, muss auch der Autofokus, der die automatische Scharfstellung regelt, entsprechend fix sein, was meistens der Fall ist. Dennoch: Eine Kontrolle der jeweiligen Zeiten in den technischen Angaben kann nicht schaden.
Programmierbare Funktionstasten Eine ungeheure Hilfe können Funktionstasten am Gehäuse sein, die der Anwender frei programmieren kann. So kann man häufig benutze Einstellungen abspeichern und mit nur einem Knopfdruck aufrufen. Je mehr solcher Tasten vorhanden sind, umso besser. Die Programmierung sollte einfach und intuitiv möglich sein.
Bildbearbeitung Für manchen Anwender mag es auch wichtig sein, einen Teil der eventuell nötigen Bildbearbeitung bereits in der Kamera vornehmen zu können. Das ist durchaus möglich, wenn auch nur für grundlegende Aktionen. So gestatten einige Geräte Funktionen wie Rote-Augen-Korrektur, Beschneiden, D-Lightning, Filtereffekte, wie Schwarzweiß-Fotografie und Ähnliches. D-Lightning ist die Bezeichnung für eine Belichtungskorrektur, die auch in der Lage ist, nur Teile eines Bildes, etwa besonders dunkle oder helle, zu korrigieren.
Gehäuse

Eine digitale Spiegelreflexkamera ist in der Regel deutlich größer und schwerer als eine kompakte Digicam. Die meisten erreichen Größe und Gewicht ihrer analogen Geschwister oder übertreffen diese sogar. Dafür liegen sie in der Regel sehr gut in der Hand. Einen Anteil an dem höheren Gewicht hat unter anderem auch ein robusteres Gehäuse, das bei diesen Kameras oft sogar aus einem speziellen Metall besteht. Dadurch sind die Geräte auch härter im Nehmen und unempfindlicher gegenüber Stößen.
Allerdings, für günstige Einstiegsmodelle verwenden die Hersteller aus Kostengründen auch gerne einfacheren Kunststoff. Dafür sind diese Geräte auch gewöhnlich etwas kleiner, um Käufer kompakter Modelle zu locken. Das ist einerseits praktisch, da eine kleinere Kamera portabler ist, kann andererseits jedoch auch nachteilig sein, da sie bei Anwendern mit großen Händen nicht mehr so gut in der Hand liegt. Auch die Bedienung kann durch die geringere Größe zu einem gewissen Grad umständlicher werden.
Schwere Objektive Ebenfalls Einfluss auf das Gesamtgewicht hat das verwendete Objektiv, das sich bei Spiegelreflexkameras austauschen lässt. Die Kamera besteht somit aus dem Gehäuse, auch Body genannt und einem Objektiv, das bei aufwendiger Konstruktion und großem Brennweitenbereich deutlich mehr wiegen kann als das Gehäuse.
In der Regel sind die Bedienelemente bei Spiegelreflexkameras logisch und gut angeordnet, so dass man sie leicht erreichen kann. Hat man sich an die Kamera gewöhnt, lassen sich dadurch die Einstellungen mit wenigen Fingerbewegungen verändern, ohne dass man jedes Mal die Kamera absetzen muss.
Lästiger Staub Ein Problem von Spiegelreflexkameras sind eindringende Staubkörner, die sich auf dem Sensor absetzen. Verursacht ist diese Anfälligkeit durch die Möglichkeit, das Objektiv wechseln zu können. Deshalb lässt sich diese Gefahr auch kaum vermeiden. Einzige Möglichkeit: Man wechselt nie das Objektiv. Dadurch würde man sich jedoch einen großen Vorteil dieser Kameras zunichtemachen.
Besser ist es, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, den Staub von den Sensoren fernzuhalten. So setzen die Hersteller bei vielen Kameras auf automatische Mechanismen, um den Staub von den sensiblen Sensoren fernzuhalten, beziehungsweise zu entfernen. Meist kommen Ultraschall- oder Schüttelmechanismen zum Einsatz. Die abgeschüttelten Staubkörner fangen die Kameras auf Klebestreifen auf und fixieren diese dadurch, so dass sie nicht ein zweites Mal auf den Sensor gelangen können. Solch eine Ausstattung ist ein unbedingtes Plus, besonders für alle, die häufig Objektive wechseln möchten. Wer selten oder nie das Objektiv tauscht, kommt jedoch auch ohne solch eine Ausstattung zurecht.
Selbst reinigen Trotz Antistaubtechnik gelangen hin und wieder doch Körner auf den Sensor und bleiben dort hartnäckig haften. Man erkennt das auf Bildern als unterschiedlich große, unscharfe Flecken. Besonders deutlich sind sie meist in hellen Bildbereichen zu erkennen. Wenn diese nicht mehr verschwinden wollen, kann man versuchen, sich selbst zu helfen. Dafür gibt es im Zubehörhandel spezielle Blasebälge, die den Staub auf Fingerdruck einfach wegpusten. Sollte das jedoch auch erfolglos bleiben, bleib nur die Retusche mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder der Kontakt mit dem Händler. Dieser kann den Staub entfernen oder die Kamera zum Hersteller schicken, der das Entfernen übernimmt.
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Wechselobjektiven •
Reinigungsmitteln Zu Reinigungszubehör für Kameras und Objektive
Bildstabilisator

Verwackelte Bilder sind sehr ärgerlich, besonders wenn man das Malheur erst zu Hause bemerkt, denn dann ist es zu spät, das Bild ein weiteres Mal zu knipsen. Selbst auf relativ großen Vorschaudisplays an den Kameras bleiben kleine Verwackler leicht unbemerkt. Die Gefahr droht besonders bei ungünstigen Lichtverhältnissen, wenn die Kamera länger belichten muss sowie auch bei Teleaufnahmen. Meist gelingen die Fotos in solchen Situationen nur, wenn man die Kamera auf ein Stativ montiert.
Eine wertvolle Hilfe für ungünstige Aufnahmesituationen bieten Bildstabilisatoren. Sie gleichen durch Gegenbewegungen leichtes Verwacklen aus und machen auch dann ein scharfes Foto. Bei kompakten Digicams gehören Bildstabilisatoren um Standard. Auch bei den Spiegelreflexgeschwistern trifft man diese immer öfter an. In diesem Bereich favorisiert man häufig aber auch den Einsatz eines Stabilisators in den Objektiven. Sie funktionieren zwar ebenso effektiv, sind aber auch nur auf ein Objektiv begrenzt.
Stabilisator im Kameragehäuse Die bessere Lösung stellt ein Bildstabilisator direkt in der Kamera dar. Denn damit ließe sich die Technik mit jedem Objektiv verwenden, was zudem deutliche Kostenvorteile mit sich brächte, da man auf günstigere Objektiv-Versionen ohne Stabilisator setzen kann.
Es gibt allerdings Unterschiede bei den Stabilisatoren. So gibt es zwei Gruppen, die analogen beziehungsweise optischen und die digitalen Bildstabilisatoren. Gute Ergebnisse erreicht man in der Regel nur mit der analogen Lösung. Hier ist entweder der Bildsensor oder die Objektivlinse beweglich aufgehängt und gleicht Wackeln mit schnellen Gegenbewegungen aus. Das garantiert gleich bleibend gute Bildqualität ohne Einschränkungen.
Digitale Stabilisatoren Anders sieht es bei einer digitalen Lösung aus. Hier gleichen die Kameras Bewegungen nicht mechanisch aus, sondern arbeiten mit Tricks, um scharfe Bilder zu bekommen. Beliebt ist die teilweise drastische Anhebung der Bildempfindlichkeit (ISO-Wert). Das hat allerdings den Nachteil, dass die Bildqualität leidet, da das Bildrauschen zunimmt. Sichtbar wird das durch ein grobkörnigeres Bild und im Extremfall farbige Pixel, die sich über das Bild verteilen.
Ein anderer Ansatz für eine digitale Lösung ist die nur teilweise Ausnutzung des Bildsensors für die Aufnahme. Das gestattet, die Aufnahmefläche innerhalb des Sensorbereichs zu verschieben und dadurch Wackler auszugleichen. Auch bei diesem Ansatz leidet die Bildqualität, da man nicht das volle Leistungsspektrum des Sensors ausnutzt und auf einen Teil der möglichen Auflösung verzichtet.
Spiegelvorauslösung Zu verwackelten Bildern kann es trotz Stabilisator kommen. Beispielsweise dann, wenn man die Kamera auf einem Stativ montiert hat und die Aufnahme relativ lange belichten möchte. In diesem Fall kann das Hochklappen des Spiegels die Kamera in leichte Schwingungen versetzen und zu Unschärfe im Bild führen. Um das zu vermeiden, sollte man eine Spiegelvorauslösung einstellen können. Dann wartet die Kamera nach dem Hochklappen des Spiegels einige Sekunden, bis sie den Verschluss öffnet; Zeit genug, um die Kamera ausschwingen zu lassen.
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Stromversorgung

Digitale Fotokameras haben einen deutlich höheren Strombedarf als analoge Modelle, da machen auch Spiegelreflexmodelle keine Ausnahme. Die eingesetzte Elektronik, allen voran die stromhungrigen Vorschau-Displays, nagen stark an Batterien und Akkus. Damit der Kamera nicht während eines Tagesausflugs die Puste ausgeht, sollte man schon vor dem Kauf darauf achten, wie hoch die maximal mögliche Bildanzahl mit einem Batteriesatz, respektive mit einer Akkuladung ist. Als Mindestwert können etwa 400 bis 500 Bilder gelten. Mehr wären besser. Gibt der Hersteller weniger an, sollte man sich den Kauf überlegen oder gleich einen zweiten Akku mit einkalkulieren.
Zusatzspeicher Ein zweiter Akku ist aber meist recht kostspielig, da diese zumeist eine spezielle Bauform besitzen und nur für einen oder sehr wenige Kameratypen hergestellt werden. Somit handelt es sich nicht um eine Massenproduktion, welche die Preise drücken könnte. Eine scheinbar gute Lösung verspricht der Einsatz von Standardbatterien, sollte die Kamera diese aufnehmen können. Denn diese kann man an jedem Kiosk oder einer Tankstelle nachkaufen. Allerdings, sie sind relativ schwer und halten meist nicht so lange durch wie ein guter Akku.
Wenn möglich, sollte man auf Lithium-Ionen-Akkus setzen. Dieser Typ hält besonders lange durch, hat keinen Memory-Effekt, der eine abfallende Leistung zur Folge hat, und ist zudem relativ leicht. Für einige Kameras, besonders in der Profi-Liga, gibt es Batteriegriffe, die an die Kamera angedockt werden und ihnen deutlich längeres Durchhaltevermögen bescheren. Nachteil: Die Kamera wird schwerer und unhandlicher.
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Objektive

Ein großer Vorteil von Spiegelreflexkameras ist die Möglichkeit, das verwendete Objektiv austauschen zu können. So kann man für jede Situation die optimale Linse einsetzen oder ein Objektiv wählen, das sich universal für die meisten Gelegenheiten einsetzen lässt. Zur Verfügung stehen etwa starke Weitwinkelmodelle. Auf die entsprechende Fähigkeit muss man bei kompakten Kameras in der Regel verzichten. Ein Weitwinkel macht den Bildausschnitt breiter, so dass mehr Informationen aufs Foto passen. So lässt sich beispielsweise die gesamte Familie oder ein komplettes Kirchenschiff auf nur einem Bild ablichten.
Mit einem Teleobjektiv kann man große Entfernungen überbrücken und Objekte oder Personen näher an den Betrachter heranzoomen. Je lichtstärker das Objektiv auch bei großen Zoomstufen ist, desto mehr bekommt der Betrachter den Eindruck, dass der Fotograf unmittelbar vor dem Objekt gestanden hat. Möchte man demgegenüber Bilder aus unmittelbarer Nähe zum Objekt machen, mit nur wenigen Zentimetern Abstand, benötigt man ein Makro-Objektiv, dass auch auf solch kurzen Distanzen das Bild scharf stellen kann.
Das richtige Objektiv Dabei gilt zu bedenken, dass das verwendete Objektiv mindestens genauso wichtig ist wie die Kamera selbst. Denn schlechte Qualität eines Objektivs können weder die Kamera noch eine Bildbearbeitung nicht mehr oder kaum noch ausgleichen. Ein noch so guter Kamerasensor kann immer nur so gute Bilder machen, wie es das Objektiv zulässt. Das bedeutet zugleich, dass man später mit einem neuen Objektiv die Bildqualität verbessern sowie Kamera und Bildqualität sehr gut aufwerten kann.
Die erhältlichen Objektive spielen folglich eine große Rolle. Das sogar umso mehr, wenn man plant, gleich mehrere einzusetzen. Dann kann es nämlich leicht vorkommen, dass deren Gesamtpreis die Anschaffungskosten des Kameragehäuses übersteigt. Da zudem aufgrund unterschiedlicher Verschlüsse (Bajonett) nicht alle am Markt erhältlichen Objektive an jeden Kameratyp passen, sollte man vor dem Kauf einer Spiegelreflexkamera unbedingt das Angebot an erhältlichen Objektiven überprüfen und deren Verfügbarkeit in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen.
Wahl des Objektivsystems Mit dem Festlegen auf ein Objektivsystem grenzt man sogar den Kauf der nächsten Kamera mit ein, zumindest wenn man kräftig in Objektive investieren möchte. Denn wer möchte schon bei jedem Kamerakauf auch gleich zahlreiche Objektive neu anschaffen? Eine Kamera tauscht man eher mal aus als den Zubehörpark.
Die größte Auswahl an Objektiven gibt es für die Marktführer bei digitalen Spiegelreflexkameras Canon und Nikon. Doch auch für andere Hersteller gibt es mitunter ein beachtliches Programm. In der Regel sind die Objektive der Kamerahersteller teurer als die von Drittanbietern. Es lohnt also auch einen Blick darauf zu werfen, zumal die teureren Originalobjektive nicht zwangsläufig besser sein müssen. Allerdings sind diese in der Regel optimal für das Zusammenspiel mit den Kameras des eigenen Hauses angepasst.
Four-Thirds-System Um dem Käufer die Bindung an einen Verschlusstypen zu ersparen, haben die großen Hersteller unter der Federführung von Olympus und Kodak das Four-Thirds-System erschaffen. Es ermöglicht den Einsatz entsprechender Objektive an jeder Kamera, die den neuen Typ unterstützt. Allerdings: Four-Thirds regelt auch die Größe des Bildsensors, der kleiner ist als bei anderen Systemkameras, mit den zuvor beschriebenen Nachteilen. Dadurch wird jedoch andererseits der Einsatz kleinerer und leichter Objektive möglich. Noch kleinere Objektive ermöglicht der Nachfolger Micro-Four-Thirds. Objektive der ersten Generation lassen sich mittels Adapter an entsprechenden Kameras weiter verwenden.
Mehr Infos zu Four-Thirds finden Sie auf der Homepage des Standards (engl.). Wer zum ersten Mal eine Spiegelreflexkamera kauft, kann häufig auf Bundle-Angebote der Hersteller setzen und das Gehäuse im Paket mit einem oder zwei Objektiven kaufen. Für den Anfang bieten solche Komplettpakete eine gute Wahl zu denen man guten Gewissens greifen kann. Denn die beiliegenden Allround-Objektive erzielen im Allgemeinen akzeptable bis gute Ergebnisse. Üblich sind bei den Paketen Objektive mit einem Brennweitenbereich von 18 bis 55, respektive 70 mm. Findet sich ein zweites Objektiv im Paket, übernimmt dieses meist ab dem höheren Wert bis etwa 200 mm (Werte jeweils mit entsprechendem Verlängerungsfaktor multiplizieren). Beide zusammen sollten für die allermeisten Standardsituationen vollkommen ausreichen.
Festbrennweite Neben Objektiven, die große Brennweitenbereiche abdecken, gibt es auch solche, die nur für eine Festbrennweite ausgelegt sind. Damit legt man sich auf Zoom, Weitwinkel oder einen Zwischenwert fest. Besonders ambitionierte Anwender und Profis schwören auf solche Objektive und wählen für jede Situation ein entsprechend optimiertes Objektiv aus, da man mit ihnen meist eine bessere Bildqualität erzielt. Nachteilig ist jedoch, dass man viele unterschiedliche Objektive anschaffen muss, was schnell sehr teuer wird. Zudem muss man unterwegs sehr viel mit sich herumtragen und stets umständlich die Objektive wechseln, wodurch auch die Gefahr steigt, Staub ins Gehäuse zu bekommen.
Alte Objektive weiterverwenden Wer bereits im Analogzeitalter mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert hat, kann meist die dort eingesetzten Objektive weiterverwenden, wenn er eine digitale Kamera mit entsprechendem Bajonett wählt. Doch auch hier muss man den Verlängerungsfaktor berücksichtigen, was in der Regel zur Folge hat, dass man die Weitwinkelfähigkeit einbüßt und eventuell für diesen Bereich ein neues Objektiv anschaffen muss.
Filter Ein weiterer Vorteil von digitalen Systemkameras: Auf die Objektive lassen sich Filter aufschrauben. Damit lässt sich eine Umgebung etwa in eine gewisse Stimmung tauchen oder die Leuchtkraft des Fotos verbessern. Im Digitalzeitalter ist dieses Feature jedoch nicht mehr ganz so wichtig, da sich die Effekte auch am PC nachträglich zufügen lassen. Ein Filter bietet aber auch heute noch den Vorteil, das Objektiv gegen Kratzer oder Fingerabdrücke zu schützen, so dass es durchaus sinnvoll sein kann, stets einen vor dem Objektiv zu haben. In Frage kommt etwa ein Pol-Filter (Polarisations-Filter), der die Leuchtkraft der Farben verbessert und reflektierende Flächen eliminieren, respektive durchdringen kann: zum Beispiel Fenster-/Autoscheiben oder Wasseroberflächen.
Mehr Information zu Objektiven Zu den Filtern
Blitz

Nahezu jede Spiegelreflexkamera hat einen internen Blitz. In der Regel lassen sich damit jedoch nur ausreichende bis befriedigende Ergebnisse erzielen. Grund: Die Leistung ist zu gering, um große Bereiche vor der Kamera gleichmäßig ausleuchten zu können. Die Folge: Im Bildzentrum wird es sehr hell, nicht selten zu hell, und zu den Rändern hin zu dunkel. Auch können interne Blitze nicht weit in einen Raum hineinleuchten, so dass Bilder leicht zu dunkel wirken können. Ihre räumlich Nähe zum Kameragehäuse verursacht zudem hässliche Schatten vom Objektiv, wenn man mit niedriger Brennweite fotografiert.
Externe Blitzgeräte Deutlich bessere Ergebnisse erzielt man mit einem externen Blitz. Er hat eine größere Leuchtkraft, kann die Umgebung gleichmäßiger ausleuchten und dringt auch in die Tiefe des Raumes vor. Sein größerer Abstand zum Objektiv verhindert zudem Objektivschatten auf dem Bild.
Genau wie für Objektive gilt auch für externe Blitze, dass nicht jeder mit jeder Kamera harmoniert. Zwar lassen sich diese meist mit allen Kameras verbinden, doch verstehen sich beide nicht zwangsläufig, so dass ein gemeinsamer Einsatz wenig sinnvoll ist. Problematisch kann vor allem der Einsatz älterer, externer Blitze sein, da diese mit relativ hohen Stromspannungen arbeiten und der Kamera schaden können. Selbst wenn auf den ersten Blick alles in Ordnung ist und der Blitz einwandfrei funktionieren sollte, kann es zu einer schleichenden Beschädigung der Kamera kommen. Bevor man ein altes Blitzgerät verwendet, ist es deshalb ratsam, den Kamerahersteller zu konsultieren.
Automatische Blitzsteuerung Wichtig ist für den Einsatz eines externen Blitzgerätes, dass die Kamera diesen steuern kann. Denn dadurch lässt sich sicherstellen, dass der Blitz genau in dem Moment auslöst, wenn der Verschluss komplett geöffnet ist und nicht früher oder später. In diesem Zusammenhang sollte man stets auf TTL-Messung achten (Through the lens), da diese Methode am genauesten und zuverlässigsten arbeitet. Zusätzlich ist die Anwendung des externen Blitzes damit am komfortabelsten, da man sich nur um die Einstellung der Blende kümmern muss. Die Berechnung der Intensität und Dauer der Beleuchtung erfolgt automatisch.
Leitzahl Im Zusammenhang mit Blitzen trifft man immer wieder auf den Ausdruck Leitzahl. Sie dient als Maß für die Lichtleistung des Blitzgerätes. Je höher die Leitzahl ist, desto heller kann der Blitz leuchten. Vergleichen lassen sich die Zahlen allerdings nur dann, wenn sie sich auf die gleiche Brennweite beziehen. Ins Gehäuse integrierte Blitze bieten die geringste Leistung und erreichen meist Werte um 12. Aufsteckblitze schaffen normalerweise zwischen 30 und 40 und Stabblitze weisen Leitzahlen bis um die 60 aus. Einen Stabblitz befestigt man mit einem entsprechenden Befestigungsrahmen am Boden der Kamera. Der Blitz selbst befindet sich neben dem Kameragehäuse und wird per Kabel mit dieser verbunden.
Schwenkbar Vorteilhaft ist, wenn sich der verwendete Blitz schwenken lässt. Das gestattet es, eine Szene auch indirekt beleuchten zu können. Dadurch werden zentrale Bereiche des Motivs nicht übertrieben stark ausgeleuchtet und harte Schatten verhindert. Für nahezu alle externen Blitze gilt, dass rote Augen auf den Bildern der Vergangenheit angehören. Denn je weiter der Blitz von der Linse entfernt ist, desto geringer diese Gefahr. Am seltensten tritt dieser Effekt folglich bei Verwendung von Stabblitzen ein.
Zu den externen Blitzgeräten
Bildformat
JPEG Bei kompakten Digitalkameras und auch bei Spiegelreflexmodellen ist das JPEG-Bildformat üblich, welches unterschiedliche Kompressionsgrade ermöglicht, eine gute Bildqualität garantiert und Speicherplatz spart. Allerdings, auch bei geringster Kompressionseinstellung gehen schon Bildinformationen verloren. Manch einer wird dieses kaum feststellen. Möchte man ein Bild jedoch mit großem Format und kompromissloser Bildqualität drucken, kann die Verschlechterung schon sichtbar werden. Um diesem vorzubeugen, gestatten die meisten DSLRs, die Bilder in Rohdaten zu speichern, ohne diese zu komprimieren. Das entsprechende Bildformat nennt man RAW, was dem englischen „roh“ entspringt.
RAW Dem Vorteil, Bilder ohne Qualitätsverlust abzuspeichern, steht der Nachteil sehr großer Bilddateien gegenüber. So braucht ein entsprechend abgespeichertes Foto schnell bis zu 30 Megabyte oder sogar noch mehr Platz auf dem Speicherchip. Zudem ist eine spezielle Bildbearbeitungssoftware nötig, die das Format verarbeiten kann. Auch der PC muss sehr leistungsfähig für die Bildbearbeitung sein und sehr viel Arbeitsspeicher besitzen. Damit sich die gewaltigen Bilder an der Kamera und im PC schneller betrachten und identifizieren lassen, ist häufig in die RAW-Datei ein Vorschaubild im JPEG-Format integriert.
Vorteile Ist man sich dessen bewusst und setzt auf dieses Format, hat man alle Möglichkeiten der Bildoptimierung, bevor (!) das erste Mal eine Kompression zum Einsatz kommt. Im Gegensatz dazu wird ein JPEG-Bild nach der Bearbeitung ein zweites Mal komprimiert, was zu erneutem Verlust von Bildqualität führt. Das RAW-Format ist somit ideal für höchste Qualitätsansprüche. Es gestattet zudem eine bessere Abstufung bei Farbübergängen und Verläufen. Schafft das JPEG-Format pro Farbkanal nur bis zu 256 Abstufungen, hat man im RAW-Format zwischen 1024 und über 16.000 zur Verfügung. Die vermehrten Möglichkeiten führen eventuell jedoch zu einer längeren Bearbeitungszeit und setzen überdies sehr gute Kenntnisse in der Bildbearbeitung voraus.
Formatchaos Leider haben sich die Hersteller nicht auf ein gemeinsames RAW-Format einigen können. Viele kochen ihr eigenes Süppchen. Somit sind die Daten unterschiedlicher Hersteller in der Regel nicht kompatibel miteinander. Wer solche Daten nicht austauschen möchte, muss sich darüber kaum Gedanken machen. Für alle anderen könnte hier ein Problem liegen. Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet Adobe mit dem DNG-Format an. Dies ist ein offener Standard, der ebenfalls Rohdaten beinhaltet und sich von unterschiedlichen Programmen verarbeiten lässt. Mehr und mehr Hersteller unterstützen dieses Format, so dass sich die Daten einfacher austauschen lassen.
Achtung! Nicht jedes Grafikprogramm unterstützt ein Rohdatenformat. Deshalb ist es wichtig, auf die beiliegende Software zu achten. Diese sollte das Format nicht nur verarbeiten können, sondern auch leicht und intuitiv zu bedienen sein.
TIFF Eine mögliche Alternative und gleichzeitig ein Kompromiss kann das Speichern im TIFF-Format sein, wenn die Kamera dieses Format unterstützt. Vorteil von TIFF: Die Datei wird unkomprimiert abgespeichert. Die Qualität bleibt uneingeschränkt erhalten. Erst wenn man nach der Bearbeitung zum Platzsparen das JPEG-Format verwendet, findet einmal ein geringer Qualitätsverlust statt. TIFF-Dateien kann zudem nahezu jedes Bildbearbeitungsprogramm erkennen.
Nachteil des TIFF-Formats: Die Dateien werden sehr groß. Sie benötigen nur geringfügig weniger Platz als eine RAW-Datei. Zudem ist es nicht wie beim RAW-Format möglich, die Kameraparameter wie beispielsweise Weißabgleich, Schärfe oder auch die Farbkurven in gleicher Weise zu beeinflussen.
Zur Bildbearbeitungssoftware
Mehrwert und Zubehör

Weitere Ausstattungsdetails und erhältliches Zubehör können eine DSLR aufwerten und womöglich den Ausschlag für eine Kaufentscheidung geben. Zu nennen ist hier beispielsweise ein GPS-Empfänger. Ihn kann eine Kamera für so genanntes Geo-Tagging verwenden. Das bedeutet, sie zeichnet zu jeder Aufnahme die genaue Position des Fotografen auf. So lässt sich schnell herausfinden, wo ein Foto aufgenommen ist.
Geo-Tagging Besonders praktisch wäre ein in die Kamera integrierter GPS-Empfänger. Gibt es diesen nicht, kann man sich mit einem externen Empfänger behelfen. Diese gibt es zum Aufstecken für den Blitzschuh oder auch als Version für den Gürtel, respektive die Hemdtasche. Zu einem externen GPS-Empfänger gehört immer auch eine Software, die später die Aufnahmezeitpunkte mit den Positionsdaten abgleicht und die korrekten Daten in die Exif-Datei der Fotos schreibt.
Exif bedeutet „Exchangeable Image File Format“ und steht für die so genannten Meta-Daten eines Fotos, in die eine Digitalkameras Details wie Aufnahmezeitpunkt, Belichtung, ISO-Wert, Blendeneinstellung und anderes hineinschreibt. Die Daten lassen sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm auslesen.
WLAN Manch eine Kamera überträgt Daten per kabellosen WLAN. Somit kann sie Daten an einen Drucker, einen WLAN-fähigen digitalen Bilderrahmen oder an einen PC senden. Mit dessen Speicherkapazität erhält die Kamera somit fast grenzenlosen Speicherplatz. Das Übertragen des kompletten Speichers ist aber nicht sehr sinnvoll. Das würde zu lange dauern. Fotos an den PC zu übertragen ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man in der Reichweite des Netzwerks fotografiert und jedes Foto automatisch an den PC transferieren lässt.
Hat eine Kamera die WLAN-Fähigkeit nicht integriert, lässt sich diese nachrüsten. Das ist zum Beispiel über spezielle SD-Speicherkarten mit WLAN-Technik möglich. Eine weitere Option bieten externe Adapter. Diese lassen sich häufig an der Kamera befestigen, etwa im Blitzschuh oder am Stativgewinde. Manche kann man auch am Gürtel tragen. Vorteilhaft ist, eine zusätzliche Antenne anschließen zu können, um die Übertragungsqualität steigern oder die Reichweite erhöhen zu können.
Firmwareupdate Damit die Adapter die Fotos ins WLAN-Netzwerk übertragen können, müssen sie per USB-Kabel eine Verbindung zur Kamera erhalten. Diese benötigt zudem möglicherweise ein Firmwareupdate, um den Datenaustausch steuern zu können.
Drucken Mit einer DSLR kann man Fotos genau wie mit einer Kompaktkamera direkt an einen Drucker schicken und ausdrucken lassen, ohne den Umweg über einen Computer nehmen zu müssen. Damit das klappt, müssen beide die Pictbridge-Technik unterstützen. Damit ist sichergestellt, dass die Kamera die nötigen Befehle übermitteln und der Drucker diese auswerten kann.
Gehäuseschutz Manche Kameras besitzen ein abgedichtetes Gehäuse. Das verhindert das Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Ein Regenschauer macht diesen Geräten nichts aus. In der Regel hält dieser Schutz jedoch nur Spritzwasser ab; für einen Tauchgang reicht er nicht. Um eine entsprechende Kamera ohne Bedenken harten Umwelteinflüssen auszusetzen, sollte man aber darauf achten, dass auch das verwendete Objektiv abgedichtet ist.
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