Ein Heimkino verlangt nach einer vielseitigen und potenten Schaltzentrale, kurz: nach einem vernünftigen AV-Receiver. Er nimmt Bild und Ton von Blu-ray, DVD und anderen entgegen und schickt beides an TV, Projektor und Surround-Lausprecher. Der AV-Receiver hat maßgeblichen Einfluss auf das Heimkinovergnügen. Worauf Sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie in dieser Kaufberatung.
- Hans Dampf in allen Gassen
- Raumklang
- Klangeigenschaften
- Leistung
- Anschlüsse
- Verbindung zum PC und Smartphone
- Display, Bedienung und Ausstattung
- Radio
- Receiver richtig einstellen
- Fazit
Hans Dampf in allen Gassen

Fernsehen war gestern, heute gehen wir ins Kino - ins Heimkino. Statt sich einfach nur vor den Fernseher zu setzen und den quäkenden integrierten Lautsprechern zu lauschen, lassen wir uns zunehmend von sechs, sieben, acht oder mehr Lautsprechern beschallen. Fernsehen mit Ton in Radioqualität ist out. In ist, Blockbuster, Videofilm und den Tatort mit Raumklang zu genießen.
Ton aus allen Ecken Der Ton kommt also nicht mehr nur von vorne, sondern aus vielen Lautsprechern, die rund um den Sitzplatz herum aufgestellt sind. So hört man die Straßenbahn hinten vorbei fahren, während der Kommissar im Vordergrund den Verbrecher stellt. Der Zuschauer wird dadurch förmlich ins Geschehen integriert, statt nur von Weitem zuzusehen.
Das Aufstellen vieler Lautsprecher alleine reicht aber noch nicht, um auch die Straßenbahn im Hintergrund hören zu können. Zusätzlich ist noch ein Gerät nötig, das den Ton korrekt auf die Lautsprecher verteilt, ein AV-Receiver. „AV“ steht für Audio/Video und beschreibt, dass der Receiver Ton- und Bildsignale verarbeitet und zentral steuert.
Steuerzentrale Der AV-Receiver ist das wichtigste Glied der Kette. Leistet er schlechte Arbeit, können noch so gute Lautsprecher und TV-Geräte nichts mehr daran ändern. Selbst ausgezeichnete Lautsprecher müssen dann schlechten Sound abgeben und erstklassige Bildschirme zeigen nur ein minderwertiges Videosignal.
Wer sich auf die Suche nach einem AV-Receiver begibt, sollte also nicht gleich beim erst besten Schnäppchen zuschlagen, sondern sich genau informieren, was die Geräte leisten. Dabei ist es auch wichtig, die eigenen vier Wände in die Kaufüberlegung mit einzubeziehen. Denn richtiger Raumklanggenuss kommt nur dann auf, wenn die AV-Anlage optimal aufeinander und auf das Wohnzimmer abgestimmt ist.
In den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung beschreiben wir die Unterschiede der verbreitetsten Raumklangsysteme und erklären, worauf Sie beim Kauf eines AV-Receivers achten sollten. (pr)
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Heimkinosystemen
Raumklang
Raumklang, häufig auch mit dem englischen Begriff „Surround-Sound“ beschrieben, soll dafür sorgen, dass man Geräusche dort hört, wo sie entstehen. Dazu ist es in der Regel nötig, weit mehr als nur zwei Lautsprecher aufzustellen und so im Raum zu verteilen, dass die im Film gezeigte Szene akustisch eins zu eins im Wohnzimmer nachgebildet wird.
Virtual Surround 
Einige Hersteller versuchen zwar schon mit Stereo-Lautsprechern Raumklang zu simulieren, erreichen damit aber oft nur unbefriedigende Ergebnisse. Schon der Name der Technik, Virtual Surround, zeigt, dass es sich nur um virtuellen, also vorgetäuschten Raumklang handelt. Meist verschlechtert sich durch diese Art der Tonaufbereitung die Klangqualität sogar. Etwas besser, aber trotzdem noch unbefriedigend, arbeitet die Technik Virtual Surround 3.0. Hier kommt zusätzlich zu den Stereo-Lautsprechern noch ein weiterer Center-Lautsprecher zum Einsatz, der ober- oder unterhalb der Bildquelle aufgestellt wird. Immerhin: Dadurch hört man selbst dann noch Stereoton, wenn man nicht exakt in der Mitte gegenüber der Stereolautsprecher sitzt.
Wichtige Voraussetzung für virtuelle Raumklanglösungen ist ein quadratischer oder rechteckiger Raum, möglichst ohne Nischen. Gleichzeitig sollten die Wände rechts und links der Sitzfläche etwa gleich weit von den jeweiligen Lautsprechern entfernt sein und auch ähnlich beschaffen sein. Der Grund liegt darin, dass virtuelle Raumklanglösungen Wände brauchen, um Töne darüber auf die Ohren reflektieren zu können. So müssen Klänge, die eigentlich für hintere Lautsprecher gedacht sind, den Umweg über die Wände nehmen können. Stehen Hindernisse im Weg, gibt es Dachschrägen oder ist eine Wand frei, während an der anderen ein Bücherregal steht, verschlechtert sich das Ergebnis spürbar.
Dolby Pro Logic II 
Eines der Urgesteine im Raumklang-Geschäft ist die Firma Dolby, die mit der Dolby-Pro-Logic-II-Technik ein leistungsfähiges Werkzeug entwickelt hat, das selbst aus einem normalen Stereoton beeindruckenden Raumklang generiert. Steigern lässt sich die räumliche Abbildung, wenn ein entsprechend aufbereitetes Signal zur Verfügung steht. Dann werden zusätzliche Töne in den Stereoton integriert. Diese filtert ein in den Receiver integrierter Dekoder heraus und gibt sie an die hinteren Lautsprecher weiter.
Dolby Digital Pro Logic II arbeitet auf analoger Basis und unterstützt sechs Kanäle (5.1). Dabei teilt es das Signal auf fünf Lautsprecher und einen Basslautsprecher (Subwoofer) auf. Die fünf Lautsprecher werden so verteilt, dass je einer vorne rechts und links sowie ein dritter als Center-Lautsprecher in der Mitte über oder unter dem Videobild aufgestellt wird. Die beiden übrigen werden rechts und links auf Höhe der Sitzposition angebracht. Die Aufstellung des Basslautsprechers ist abhängig von dessen Einsatzfrequenz. Gibt er nur tiefe Töne unterhalb von 50 Hertz wieder, kann man ihn irgendwo im Raum aufstellen, da das Ohr die Töne zwar wahrnehmen aber nicht orten kann. Arbeitet der Subwoofer mit höheren Frequenzen, sollte er in der Nähe der vorderen drei Lautsprecher stehen.
Dolby Pro Logic II unterscheidet die Betriebsarten „Musik“ und „Film“. Das bedeutet, dass es nicht nur Filme, sondern auch Musik mit aufbereitetem Raumklang in guter Qualität wiedergeben kann. Wie gut das bei Musik gelingt, ist allerdings abhängig von der Qualität des Musiksignals. Oft leidet die Qualität, wenn das Signal über mehr als zwei Lautsprecher wiedergegeben wird.
DTS Neo:6 
Das DTS-Neo:6-Verfahren arbeitet ebenfalls auf analoger Basis. Seine Funktionsweise entspricht im Wesentlichen der zuvor Beschriebenen. Es unterscheidet sich zu Dolby Pro Logic II nur durch einen weiteren Kanal (6.1). Somit gestattet es, einen dritten Lautsprecher hinter oder über der Sitzposition zwischen den beiden Äußeren hinten zu installieren. Auch DTS Neo:6 kann zwischen Film- und Musikmodus unterscheiden.
Dolby Digital 5.1 
Weit verbreitet ist Dolby Digital 5.1 auch AC-3 genannt. Wie der Name bereits vermuten lässt, arbeitet diese Technik digital und unterstützt sechs Kanäle. Dolby Digital kommt auf den meisten DVDs zum Einsatz und ist somit Pflicht für jeden AV-Receiver. Auch TV-Sender verwenden beim Übertragen von Raumklang in der Regel Dolby Digital. Anders als die beiden bisher beschriebenen Techniken nutzt Dolby Digital nicht das Stereoformat, sondern speichert in sechs getrennten Tonspuren. Da die Signale dadurch besser voneinander getrennt sind, erhöht das die Tonqualität. Durch die zusätzlichen Tonspuren benötigt Dolby Digital allerdings etwas mehr Speicherplatz.
DTS 5.1 (Digital Theatre Systems) 
Diese Technik arbeitet ebenfalls digital und mit sechs Kanälen, verwendet für die Aufbereitung allerdings mehr Toninformationen. Daraus resultiert ein etwas besserer Klang als bei Dolby Digital, aber auch ein höherer Speicherbedarf.
Dolby Digital Surround EX 
Surround EX ist eine Weiterentwicklung von Dolby Digital. Es ist um einen Kanal auf sieben (6.1) erweitert. Das zusätzliche Signal steuert einen hinteren Center-Lautsprecher, auch „Rear-Surround“ genannt. Allerdings strahlt dieser nur ein Monosignal ab.
DTS-ES discrete 6.1 
Diese Technik unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen nur dadurch, dass alle Tonspuren einzeln auf der DVD abgelegt werden; das drückt das Wort „discrete“ aus. Durch das getrennte Speichern steigt der Dynamikumfang aber auch der Speicherbedarf für die Daten. Werden demgegenüber sämtliche Tonspuren zusammen abgelegt, spricht man vom Matrix-Verfahren.
Dolby Pro Logic IIx 
Die Weiterentwicklung des eingangs erwähnten Verfahrens, das nun auf digitaler Basis arbeitet. Dolby Pro Logic IIx unterstützt bis zu acht Kanäle (7.1), kann aber auch sechs oder sieben Tonspuren aus einem Stereokanal herauslesen, je nach Ausbau der Surround-Anlage. Bei der Achtkanaltechnik kommen, im Vergleich zu den bisher beschriebenen Techniken, vier Kanäle im hinteren Bereich zum Einsatz. Zwischen den äußeren Front-Lautsprechern befinden sich zwei Center-Lautsprecher, die ein Stereosignal wiedergeben und somit eine bessere Ortung im hinteren Raum ermöglichen.
Zudem unterstützt Dolby Pro Logic IIx die 96 Kilohertz/24 Bit- sowie 192 Kilohertz/24-Bit-Wiedergabe und ist somit in der Lage, Audio-Töne von der DVD-Audio und der Super-Audio-CD (SACD) aufzuwerten. Auch normales Audiomaterial verteilt dieses Verfahren in überzeugender Qualität auf die Lautsprecher. Für die optimale Anpassung an den Einsatzzweck kann man zwischen den Betriebsarten „Musik“, „Film“ und „Spiel“ wählen.
Dolby Pro Logic IIx ist ein echtes Allroundtalent, das in fast allen Räumen ein ausgezeichnetes Klangergebnis liefert. Da es zudem viele unterschiedliche Klangquellen aufwerten kann, sollten Sie auf diese Technik nicht verzichten.
SRS Circle Surround 
SRS Circle Surround ist ein Verfahren, das nur noch wenige Hersteller einsetzen. Es existieren die Version I, die sechs Kanäle (5.1) und Version II, die sieben Kanäle (6.1) unterstützen. Die Technik versteht sich auf analoge Dolby-Surround-Signale, SRS-Circle-Surround-Sound und analoge Stereo-Aufnahmen. Sie unterscheidet zwischen den Betriebsarten „Film“ und „Musik“. Darüber hinaus lässt sich durch die Funktion „Center Focus“ die Wiedergabe des Center-Lautsprechers stärker betonen, was sich vorteilhaft bei Filmen auswirken kann. Eine weitere Funktion „TruBass“ soll die Wahrnehmung der tiefen Töne optimieren. Sie sorgt für tiefen und kräftigen Bass und eignet sich besonders für die Musikwiedergabe.
Logic 7 
Logic 7 ist ebenfalls eine Insellösung, die nur von Lexicon und Harman Kardon eingesetzt wird. Es handelt sich hierbei nicht um ein eigenes Tonformat. Die Technik ist lediglich in der Lage, analoge Dolby-Surround-Signale sowie analoge und digitale Stereo-Aufnahmen bis zu einer Abtastrate von 48/96 Kilohertz (je nach Verstärker) zu verarbeiten. Logic 7 hat große Stärken in der Musikwiedergabe und ist interessant für all diejenigen, die über ihre Surround-Anlage genauso viel Musik hören wie Filme gucken möchten. Auch Logic 7 unterscheidet zwischen den Betriebsarten „Film“ und „Musik“. In letzter Zeit hat sich Harman Kardon darauf konzentriert, Logic 7 für Car-Entertainment-Lösungen im Auto zu optimieren. In Wohnzimmergeräten ist die Technik kaum noch zu finden.
Dolby Digital Plus 
Speziell für HDTV und Blu-ray entwickelt ist Dolby Digital Plus, kurz DD+ oder E-AC-3. Es kann bis zu 14 Kanäle (13.1) mit insgesamt bis zu sechs Megabit pro Sekunde ansteuern. Damit lassen sich bis zu zwölf Mal so viele Tondaten abspeichern wie bei Verwendung einer DVD. Die Abtastrate der Daten liegt zwischen 48 und 96 Kilohertz. Die Bit-Tiefe kann bis zu 24 Bit betragen.
Dolby TrueHD 
Besonders hohen Klanggenuss verspricht Dolby TrueHD. Es arbeitet mit einem verlustfreien Audiocodec, staucht also die Daten, ohne die Klangqualität zu schmälern. Auch dieses Format ist speziell für HDTV und Blu-ray entwickelt. Dolby TrueHD unterstützt bis zu acht Kanäle (7.1). Bei acht Kanälen liegt die Abtastfrequenz bei 96 Kilohertz. Verwenden Sie nur sechs Kanäle (5.1), erhöht sich die Abtastrate auf 192 Kilohertz. Das Signal erreicht dann eine Bit-Tiefe bis zu 24 Bit. Dolby TrueHD kann bis zu 18 Megabit Daten pro Sekunde übertragen, also dreimal mehr als Dolby Digital Plus.
DTS-HD 
Die High-Definiton-Version (HD) von DTS ist ebenfalls für HDTV und Blu-ray entwickelt. DTS-HD unterstützt Datenübertragungsraten bis zu 24 Megabit pro Sekunde und verwendet wie Dolby TrueHD einen verlustfreien Codec. Es existiert mit DTS-HD HR auch eine Version, die mit Kompression arbeitet und Datenraten bis zu sechs Megabit pro Sekunde erreicht. Beide Versionen unterstützen maximal acht Kanäle (7.1) und sind abwärtskompatibel zu DTS.
DTS-HD Master Audio 
DTS-HD Master Audio arbeitet ebenfalls mit verlustfreier Kompression und erlaubt eine maximale Datenübertragungsrate von 24 Megabit pro Sekunde. Diese ist anders als bei den anderen DTS-HD-Formaten stets variabel, also abhängig vom jeweiligen Bedarf. Die Geschwisterformate können demgegenüber auch mit festen Datenraten arbeiten. Ziel von DTS-HD Master Audio ist es, den Ton exakt so klingen zu lassen wie im Kino.
Unterschiedliche Betriebsarten Die bereits mehrfach angesprochenen Betriebsarten sollen die Heimkinoanlage optimal an die jeweilige Hörsituation anpassen. Sie erreichen das durch unterschiedliche Betonung einzelner Lautsprecher. Im Modus „Film“ bekommt etwa der vordere Center-Lautsprecher eine stärkere Präsenz. Grund: Stimmen sollen im Film stets aus der Mitte kommen. In der Einstellung „Musik“ wird dieser Lautsprecher demgegenüber deutlich zurückgefahren zu Gunsten der äußeren. Auf diese Weise möchte man ein breiteres Klangbild erzeugen. Bei der Einstellung „Spiel“ setzt man den Basslautsprecher sehr stark ein, um tieffrequente Töne, wie beispielsweise bei Explosionen, imposant wiedergeben zu können.
Sonderfall THX 
Etwas aus dem Rahmen fällt die THX-Technik. Sie wurde von Lucasfilm (George Lucas - „Krieg der Sterne“) entwickelt und stellt besonders hohe Anforderungen an die Tonaufbereitung. Alles soll möglichst genauso gut klingen wie im Kino. Wegen dieser starken Fokussierung auf Kinoton hat die THX-Technik deutliche Schwächen bei der Musikwiedergabe. Aufgrund der hohen technischen Ansprüche und zusätzlich hoher Lizenzabgaben an Lucasfilm, sind Geräte mit THX-Zertifikat oft teurer. Zusätzlich preistreibend wirkt, dass Sie auch Lautsprecher mit THX-Zertifikat einsetzen sollten, um die Technik voll ausnützen zu können. Zwar ließen sich auch andere Lautsprechersysteme verwenden, doch müssen Sie dann mit Klangeinbußen rechnen.
Auf dem Heimkino-Markt trifft man auf die THX-Normen „THX Select“ und „THX Ultra“. Die Select-Version ist die günstigere von beiden. Sie ist geeignet für die Beschallung kleinerer und mittelgroßer Räume. Zudem ist sie leichter aufzustellen und einzustellen.
THX Ultra findet man bei besonders hochwertigen Systemen. Es eignet sich für große Räume. Der Aufbau und die optimale Anpassung an den Raum ist allerdings echte Fummelarbeit. Aktuell ist die Version II. Sie verfügt, anders als die übrigen THX-Versionen, neben einem Filmmodus auch über einen Musikmodus. Damit passt sich die Anlage besser dem Audioklang an und erzielt hier akzeptable Ergebnisse. THX Ultra II ist zudem leichter aufzubauen, da ein raffiniertes Korrektursystem (Boundary Gain Compension) den Anwender beim Einpegeln (Einstellen) der jeweiligen Tonkanäle unterstützt. Es berücksichtigt die Raumakustik und Beschaffenheit der Wände und korrigiert (ausschließlich) tiefe Töne entsprechend. Um alle Vorzüge von THX Ultra II ausnutzen zu können, ist ein 7.1-Lautsprechersystem Voraussetzung.
Kopfhörer Kaufberatungstipp: Möchten Sie hin und wieder auch einen Kinofilm mit Kopfhörer betrachten, legen Sie Wert darauf, dass der AV-Receiver auch über diesen Anschluss Raumklang wiedergeben kann. Einen speziellen Kopfhörer benötigen Sie dafür nicht. Die jeweiligen Techniken täuschen den Raumeindruck über Stereo-Kopfhörer vor.
Sie treffen hier beispielsweise auf Dolby Headphone. Dieses soll 5.1-Raumklang simulieren. Es erreicht das, indem es den Ton der fünf Kanäle so verzerrt, dass der Eindruck entsteht, die Klänge kämen aus unterschiedlichen Richtungen. Dazu kommen die Töne zudem teilweise zeitlich verzögert beim Ohr an. Eine andere, ähnlich funktionierende Technik ist Headphone Surround.
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Klangeigenschaften

Ein gutes Tonformat ist noch kein Garant für tollen Klang. Denn hierauf haben auch die verbauten Komponenten im AV-Receiver Einfluss. Wie gut diese arbeiten, können Sie an den technischen Werten ablesen. Ersten Aufschluss gibt der Rauschabstand. Er zeigt an, ob bei leisen Tonpassagen ein lästiges Rauschen zu hören ist. Kaufberatungstipp: Für klare Töne sollte dieser Wert nicht unter 100 Dezibel liegen. Werte über 120 Dezibel sind hervorragend aber solche unter 80 Dezibel inakzeptabel.
Frequenzgang Einen weiteren Anhaltspunkt liefert der Frequenzgang. Er zeigt an, ob die Töne gleichmäßig laut oder verfälscht wiedergegeben werden. Der Frequenzgang wird in der Regel in einem Liniendiagramm angezeigt. Je glatter dabei die Linie im hörbaren Bereich zwischen 20 Hertz bis 20 Kilohertz verläuft, desto unverfälschter ist der Klang. Wellen oder Krümmungen zeigen an, dass einige Passagen/Instrumente zu laut oder zu leise wiedergegeben werden.
Kanaltrennung Wie gut der Receiver die Töne für die einzelnen Lautsprecher aufteilen kann, gibt die Kanaltrennung an. Auch hier misst man mit der Einheit Dezibel. Dabei gilt: je höher der Wert, desto besser die Trennung. Bei niedrigem Wert leiden der Klang und die räumliche Abbildung. Kaufberatungstipp: Werte ab 60 Dezibel sind gut, unter 40 Dezibel nicht guten Gewissens zu empfehlen.
Klirrfaktor Am Wert des Klirrfaktors lesen Sie ab, wie stark die Musik verzerrt wird. Je niedriger der Wert, desto geringer ist die Gefahr des Verzerrens. Idealerweise sollte der Wert weit unter 0,1 Prozent liegen. Ab einem Prozent sind Verzerrungen bereits deutlich hörbar. Besonderen Einfluss hat die Leistung des Receivers. Je kräftiger dieser ist, desto höher fällt in der Regel der Klirrfaktor aus.
Total Harmonic Distortion Eine andere Möglichkeit, Klirren und Rauschen anzugeben, bietet der Total-Harmonic-Distortion-Wert, kurz THD. Er gibt die sogenannte harmonische Verzerrung an, die in der Regel bei hohen Lautstärken und Pegelspitzen hörbar sein kann. Ein niedriger THD-Wert deutet auf bessere Klangqualität hin. Denn das bedeutet, dass der AV-Receiver, das Ausgangssignal nur minimal verändert.
Misst man den THD-Wert über eine Bandbreite von 20 - 20.000 Hertz (Hz), ist dieser sehr gering. Bei guten Geräten liegt er dann unter 0,01 Prozent. Gemessen bei einem Kilohertz (1.000 Hz) ist der Wert höher. Über ein Prozent sollte er jedoch möglichst nicht klettern. Kaufberatungstipp: Schenken Sie dem THD-Wert nicht zu große Bedeutung. Denn viele AV-Receiver beginnen erst ab etwa sechs Kilohertz zu klirren. Dieses zeigt der Wert leider nicht an.
Klangregler Klangregler für hohe und tiefe Töne sind Voraussetzung, um den Klang nach eigenem Geschmack beeinflussen zu können. Noch präziser lässt sich dieser per Equalizer anpassen, da hier auch gezielt Zwischentöne verändert werden können. Kaufberatungstipp: Um möglichst unverfälschten Klang zu bekommen, ist es wünschenswert, wenn Sie die Klangregler deaktivieren können. Das ist besser als die Regler lediglich auf 0-Position zu bringen, da beim Ausschalten der Tonfluss komplett an diesen vorbeifließt, in 0-Position jedoch nicht.
Dynamik Einige Receiver verfügen über spezielle Dynamikeinstellungen. Diese sorgen auch bei leisem Ton für ein ungetrübtes Filmerlebnis. Ein Beispiel dafür ist etwa Dolby Volume. Dessen Einstellungen bewirken, dass die Unterschiede zwischen den lauten und leisen Passagen reduziert werden und somit sämtliche Töne auch bei geringen Lautstärken gut wahrnehmbar sind. Solch ein Ausstattungsmerkmal ist besonders interessant für alle, die ihre Kinder ungestört schlafen lassen wollen oder in der Mietwohnung Problemen mit den Nachbarn aus dem Weg gehen möchten.
Lüfter Lüfter haben keinen direkten Einfluss auf den Klang, können aber störende Nebengeräusche verursachen. Sie sind zur Kühlung der Endstufen in einige Receiver eingebaut und setzen immer dann ein, wenn es warm im Gehäuse wird. Oft sind sie dann hörbar und machen - zumindest in leisen Passagen - lästige Nebengeräusche. Kaufberatungstipp: Wählen Sie besser einen Receiver mit passiver Kühlung, also externen Kühlrippen und/oder großen Luftschlitzen am Gehäuse.
Weiteren Einfluss auf den Klang hat auch die Trennfrequenz, also der Wert, ab dem der Basslautsprecher die tiefen Töne für die Wiedergabe übernimmt. Mehr Informationen dazu finden Sie weiter unten im Kapitel „Receiver richtig einstellen“.
Leistung

Die Leistung, die ein Verstärker erzeugen kann, misst man in Watt. Man unterscheidet dabei, wie viel Watt ein Verstärker maximal unter Dauerbelastung abgeben kann und wie viel er für kurze Momente aufbringen kann. Die Dauerleistung bezeichnet man auch als Sinusleistung. Den Wert für kurzzeitige Spitzenleistung gibt die Musikleistung an. Oft trifft man auch auf das Kürzel „PMPO“ (Pulse Maximum Power Output). Kaufberatungstipp: Diese Werte sollten Sie komplett ignorieren. Sie sind ein Konstrukt von Marketingstrategen, um besonders beeindruckende Werte suggerieren zu können. PMPO-Werte stellen die Grenze dessen dar, was ein Lautsprecher in extrem kurzer Zeit als Leistungsspitze verträgt, bevor er zerstört wird. Er hat mit der tatsächlich zuvor beschriebenen Leistung nichts zu tun.
Widerstand Einfluss auf die Leistung des Receivers hat der Widerstand, der dem Ausbreiten der Tonsignale entgegensteht. Man misst ihn in Ohm, oft verborgen hinter dem griechischen Omega-Zeichen (Ω). Die überwiegende Zahl der Lautsprecher besitzt einen Widerstand von vier Ohm, wohingegen die meisten AV-Receiver an den Lautsprecherausgängen auf acht Ohm ausgelegt sind. Das ist technisch kein allzu großes Problem, bedeutet aber, dass man bei der Auswahl der Komponenten genau auf den Leistungshunger achten muss. Grund: Müssen die AV-Receiver mit vier Ohm zurechtkommen, benötigen sie mehr Strom und entwickeln mehr Wärme. Für leistungsschwache AV-Receiver kann das leicht zu einem Problem werden. Wenn sie stark schuften, beispielsweise bei hoher Lautstärke, werden sie schnell überlastet. Dabei können sie komplett zerstört werden, wenn nicht ein Überlastungsschutz den Receiver automatisch rechtzeitig ausschaltet. Kaufberatungstipp: Achten Sie also auf ausreichend Kraftreserven pro Kanal und eine Schutzausstattung.
Digitale Endstufen Eine Alternative können Verstärker mit digitalen Endstufen sein. Diese brauchen weniger Strom und erwärmen nicht so stark. Außerdem sind ihre Gehäusemaße deutlich geringer. Folge: Sie benötigen weniger Platz und ziehen weniger Aufmerksamkeit auf sich.
Wirkungsgrad Wie groß letztendlich die Leistungsfähigkeit sein muss, ist abhängig von der Größe des Raumes, der Abhörlautstärke und dem Wirkungsgrad der Lautsprecher. Große Räume und hohe Lautstärken verlangen nach mächtigen Kraftreserven, besonders dann, wenn die Lautsprecher einen schlechten Wirkungsgrad haben. Bei einem hohen Wirkungsgrad benötigt der Receiver sehr viel weniger Energie für höhere Lautstärken. Den Wirkungsgrad misst man in Dezibel einen Meter vor dem Lautsprecher. Zu Grunde liegt dabei ein Watt Eingangsleistung. Interessant ist, dass Lautsprecher mit drei Dezibel höherem Wirkungsgrad als vergleichbare Lautsprecher nur die Hälfte der Verstärkerleistung benötigen. Haben die Lautsprecher einen sehr hohen Wirkungsgrad, reichen bereits weniger als 5 Watt Dauerleistung, um Fensterscheiben zum Vibrieren zu bringen. Denn bei durchschnittlicher Zimmerlautstärke gibt ein Receiver nur etwa ein Watt Leistung ab.
Kaufberatungstipp: Achten Sie trotzdem auf ausreichend Reserven. Denn oft wird bereits die angegebene Leistung der AV-Receiver gar nicht erreicht. Grund: Die Hersteller messen die Leistung für jeden Kanal einzeln und nicht wenn alle Kanäle aktiv sind. Bedenken muss man auch, dass ein AV-Receiver fast die zehnfache Leistung benötigt, wenn man die Lautstärke lediglich verdoppelt.
Lüftung Wer seinem Receiver regelmäßig hohe Leistung abverlangen möchte, sollte obendrein berücksichtigen, dass dieser dadurch sehr viel Wärme erzeugt, die entweichen können muss. Deshalb sollte um das Gerät herum ausreichend Platz sein, damit warme Luft austreten und genügend kühle Luft nachfließen kann. Es sollte folglich nichts die Lüftungsschlitze verdecken. Am besten, der Receiver steht alleine oder oben auf den restlichen Komponenten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Verschmutzung. Legt sich viel Staub auf den Lüftungsschlitzen ab, kann die Luft schlechter entweichen. Folge: Der AV-Receiver wird wärmer. Kaufberatungstipp: Reinigen Sie regelmäßig das Gehäuse, um Wärmestaus zu verhindern.
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Reinigungsartikeln
Anschlüsse

Der AV-Receiver ist die Schaltzentrale des Heimkinos und benötigt deshalb so viele Anschlüsse wie möglich, um alle vorhandenen Geräte aufnehmen zu können. Gleichzeitig sollten weitere Anschlüsse als Reserve vorhanden sein, damit zukünftig anzuschaffende Komponenten ebenfalls Platz finden. Aber nicht nur die Zahl der Anschlüsse ist entscheidend, sondern auch die Qualität; zum einen der Art der Kontakte, zum anderen aber vielmehr die technische Qualität. Alleine beim Videoanschluss reicht die Spanne vom einfachen analogen Anschluss, der das komplette Bildsignal durch eine Leitung transferiert, bis zum voll digitalen Strang, der Farben, Helligkeit und Kontrastinformationen getrennt überträgt.
Videoanschlüsse Den einfachsten und qualitativ schlechtesten Anschluss bietet FBAS (Farb-, Bild-, Austast-Synchron-Signal). Hierbei handelt es sich um den alten Standardvideoanschluss, der sämtliche Bildinformationen über ein Kabel analog überträgt. Man erkennt ihn am gelben Cinchstecker. Einen Qualitätsschritt besser ist der S-Videoanschluss. Durch das S-Videokabel fließen Helligkeits- (Luninanz) und Farbinformationen (Chrominanz) getrennt voneinander. Dies geschieht ebenfalls beim YUV-Anschluss (Y -> Helligkeit; U -> Blau; Y -> Rot), doch teilt man hier den Farbkanal weiter in zwei Leitungen auf. Dadurch verbessert sich das Videobild erneut etwas, da sich die Signale nicht gegenseitig stören. Außerdem lassen sich Videosignale im Vollbildmodus (Progressive Scan) einspeisen, was zu einem schärferen und ruhigeren Bild führt. YUV und auch S-Video sind wegen relativ verlustarmer Übertragung am besten für Plasmadisplays und Videoprojektoren geeignet, falls kein digitaler Anschluss möglich ist.
Scart-Anschlüsse Eine einfache und qualitativ hochwertige Analog-Verbindung bieten Scart-Anschlüsse, die man auch unter der Bezeichnung „Euro-AV“ findet. Sie können sämtliche Signale von FBAS bis YUV sowie auch den Ton in hoher Qualität übertragen. Voraussetzung hierfür ist aber ein Scartkabel mit voller Pin-Belegung (Kontakte). Bei besonders günstigen Kabeln fehlen mitunter einige Pins. Für Scart-Buchsen gilt beim Ansatz älterer Geräte der Grundsatz: je mehr, desto besser. Denn fast alle älteren Geräte eines Heimkinos lassen sich über diese Schnittstelle mit einem AV-Receiver verbinden.
HDMI Wichtig für höchste Ton- und Bildqualität und Voraussetzung für den Anschluss an moderne Flachbildfernseher: der HDMI-Anschluss (High Definition Multimedia Interface). HDMI ist eine voll digitale Schnittstelle für Audio- und Videosignale, die Daten mit sehr hoher Bandbreite ohne Kompression und Qualitätsverlust übertragen kann. Zudem ist die Verkabelung sehr einfach, da für sämtliche Signale nur ein einziges Kabel nötig ist. HDMI beherrscht zudem den Kopierschutz HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection), der etwa bei Blu-ray-Medien und dem Bezahlsender Sky zum Einsatz kommt.
Kaufberatungstipp: Achten Sie darauf, dass der AV-Receiver mindestens die HDMI-Version 1.4 beherrscht, wenn Sie einen Blu-ray-3D-Player verwenden möchten. Achten Sie ebenfalls darauf, dass der AV-Receiver mindestens zwei HDMI-Ausgänge hat, wenn Sie neben einem TV-Gerät auch einen Projektor anschließen möchten. Gäbe es nur einen HDMI-Ausgang, müssten Sie ansonsten stets den Stecker tauschen.
Videokonverter Vorteilhaft ist ein Videokonverter, der jedes Filmmaterial, ganz gleich an welchem Anschluss die Daten aufgenommen werden, zum TV-Gerät oder Projektor weiterleiten kann. So muss sich der Anwender über die Verkabelung keine Gedanken machen. Möchte man auch hin und wieder seine digitale Videokamera anschließen, sollte eine iLink-Buchse (Firewire) oder ein USB-2.0-Steckplatz vorhanden sein. An Letzteren können Sie auch Festplatten und USB-Sticks andocken, um davon Musik, Fotos und Videos an die Anlage zu schicken. Für guten verlustfreien Ton sorgen optische Eingänge. DVD-Audio und Super-Audio-CD benötigen analoge Mehrkanaleingänge.
Phono-Eingänge Haben Sie noch alte Vinylplatten? Dann sollten Sie Wert auf einen Phono-Eingang für den Plattenspieler legen. Den bieten längst nicht alle AV-Receiver. Wichtig ist auch, dass der Receiver zwischen den Anschlüssen MM (Moving Magnet) und MC (Moving Coil) unterscheiden kann. Je nachdem, mit welchem Tonabnehmer Ihr Plattenspieler arbeitet, brauchen Sie den einen oder den anderen Anschluss. MC-Systeme sind hochwertiger als MM-Systeme und versprechen eine höhere Klangqualität.
Frontanschlüsse Einen Kopfhöreranschluss bieten fast alle Receiver. Trotzdem sollten Sie genau nachsehen, wenn Ihnen dieser Anschluss wichtig ist. Dieser gehört vorne an die Gehäusefront. Praktisch ist auch, wenn es dort noch weitere Anschlüsse gibt, die Sie oft benötigen. Wichtig sind beispielsweise Buchsen für MP3-Player und Videokamera, also etwa USB und iLink. Ein Schacht für die Speicherkarten einer Digicam hat ebenfalls Vorteile. Auch ein HDMI-Port sollte dort nicht fehlen.
Lautsprecheranschlüsse Besonderes Gewicht sollte auch den Lautsprecheranschlüssen zukommen. Kaufberatungstipp: Statt auf einfache Klemmen zu setzen, sollten Sie Schraubanschlüssen den Vorzug geben. Sie sind nicht nur haltbarer als Klemmen, sondern können auch dickere Kabel aufnehmen. Während manche Klemmen bereits bei 2,5 Millimeter Durchmesser schlappmachen, nehmen Schraubanschlüsse bis zu vier Millimeter und mehr auf. Obendrein wird bei Schraubanschlüssen das Kabel komplett an den Kontakt gequetscht, so dass jede Ader (Litze) Kontakt bekommt und zur Übertragung genutzt werden kann. Die Klemmen üben demgegenüber relativ wenig Druck auf das Kabel aus. Folglich lässt sich nur ein Teil der Tondaten nutzten, was auch automatisch den Übertragungswiderstand erhöht. Folge: Ein Teil der Verstärkerleistung verpufft.
Schraubverschlüsse nehmen in der Regel auch Bananenstecker auf. Dazu muss man für jeden Kanal einen Stecker am Kabel befestigen. Er lässt sich leicht mit dem Receiver verbinden, hat aber häufig schlechteren Kontakt als gequetschtes Kabel.
Ton fürs Nebenzimmer Einige Receiver erlauben, neben den Raumklanglautsprechern, zusätzlich noch Stereo-Lautsprecher anzuschließen. Das kann zwei Vorteile haben. Zum einen können Sie beim Musikhören auf höherwertige Stereolautsprecher umschalten oder zum anderen, einen benachbarten Raum mitbeschallen (Multi-Room-Funktion). Für Letzteres ist es vorteilhaft, wenn sich für die Lautsprecher im Nebenzimmer eine weitere Tonquelle wählen lässt. So wird beispielsweise das Wohnzimmer mit einem Film beschallt, während im Arbeitszimmer ruhige Musik läuft. Manche Geräte sind auch in der Lage, ins Nebenzimmer ein weiteres Videobild zu schicken. Dieses sollte in jedem Fall auch von einer anderen Quelle kommen können. Dann lässt sich dort beispielsweise eine Blu-ray ansehen, während im Wohnzimmer das TV-Programm läuft.
Kaufberatungstipp: Möchten Sie nicht den Nebenraum beschallen, haben im AV-Receiver jedoch einen Verstärker für weitere Lautsprecher integriert, schauen Sie nach, ob Sie den Verstärker für so genanntes Bi-Amping nutzen können. Falls ja, können Sie die Frontlautsprecher von zwei Verstärkereinheiten speisen. Das Ergebnis ist ein hörbar besserer Klang. Einen ähnlichen Effekt erzielen Sie, wenn Sie einen 7.1-AV-Receiver nur im 5.1-Modus betreiben und die nicht benutzten Lautsprecherausgänge deaktivieren.
iPod-Dock Manche AV-Receiver haben eine Dockingstation für MP3-Player, meist für iPods und iPhones von Apple, ins Gehäuse integriert. Dorthinein stellt man den Player, so dass man die gespeicherte Musik über die Wohnzimmeranlage hören kann. Eventuell im Player gespeicherte Fotos und Filme geben die AV-Receiver aber in der Regel darüber nicht an Fernseher oder Projektor weiter, was jedoch wünschenswert wäre. Praktisch: Die meisten Dockingstationen laden auch die Akkus der iPods und iPhones auf.
Manche Hersteller bieten eine Dockingstation auch als Extra an. Diese findet dann per Kabel Anschluss an den AV-Receiver. Für die Bedienung kann eine externe Version durchaus Vorteile bieten, da diese keinen Freiraum über dem AV-Receiver benötigt. Denn ein MP3-Player oder Smartphone steht in der Regel nahezu aufrecht in der Dockingstation und erfordert somit viel Platz über dem AV-Receiver. Zudem spart eine externe Lösung allen, die weder iPod noch iPhone anschließen möchten, Geld. Kaufberatungstipp: Stellen Sie sicher, dass Ihre iPod- oder iPhone-Generation mit der verwendeten Dockingstation harmoniert.
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Bananensteckern •
Docking-Stationen
Verbindung zum PC und Smartphone

Möchten Sie Fotos, Filme und Musik vom Computer, Notebook oder eines zentralen Netzwerkspeichers (NAS) auf den Fernseher oder die Musikanlage übertragen oder Webradio im Wohnzimmer hören, sollten Sie auf Netzwerk-Schnittstellen am AV-Receiver achten. Denn wenn dieser die entsprechenden Fähigkeiten bereits ab Werk beherrscht, sparen Sie die Anschaffung zusätzlicher Geräte, wie zum Beispiel einer Streamingbox, die man zwischen PC und Receiver schalten müsste.
Für den Kontakt zum Computer benötigt der AV-Receiver einen Ethernetanschluss oder eine WLAN-Schnittstelle. Über Erstere stellt man die Verbindung per Kabel her, während die Zweite die drahtlose Kommunikation unterstützt. Hierbei umgeht man den Installationsaufwand und vermeidet lästigen Kabelsalat. Das ist eleganter, kann aber Probleme bei der Datenübertragung nach sich ziehen, wenn der Sender zu weit entfernt steht oder andere Geräte den Funk stören. Diese Gefahr besteht bei der Kabellösung nicht. Dafür müssen Sie lange Leitungen verlegen. Übrigens, eine vorhandene Netzwerkschnittstelle bedeutet nicht automatisch, dass der AV-Receiver ohne fremde Hilfe Webradiostationen abspielen kann. Dazu ist zusätzliche Hardware im Gerät nötig. Kontrollieren Sie dieses bei Bedarf.
DLNA AV-Receiver und andere AV-Geräte, die Daten über ein Netzwerk empfangen können. Erkennen Sie häufig am Kürzel „DLNA“ (Digital Living Network Alliance). Dabei handelt es sich um einen Standard, der den Datenaustausch zwischen Unterhaltungselektronik und Computern vereinheitlichen soll.
AirPlay Gleichfalls per WLAN funktioniert AirPlay. Die von Apple entwickelte Technik steckt zunehmend auch in AV-Receivern, die darüber Daten empfangen und wiedergeben können. Als Sender von Musik und Videos kommen Computer, auf denen die Software iTunes installiert sein muss oder die MP3-Player iPod, das Smartphone iPhone sowie das Tablet iPad infrage. Die Geräte stammen alle, wie auch die genannte Software, von Apple.
Bluetooth Auch auf den Kurzstreckenfunk Bluetooth verstehen sich AV-Receiver verstärkt. Das erlaubt beispielsweise die Fernsteuerung mittels entsprechender Fernbedienung oder über ein Smartphone, falls der Hersteller eine passende App anbietet. Zudem können Smartphones auf diese Weise kabellos Musik, Fotos oder Videos an den AV-Receiver schicken.
Eine weitere PC-Schnittstelle spielt ebenfalls eine Rolle: der RS-232-Anschluss (serielle Schnittstelle/Com-Port) oder ein USB-Port. Darüber lässt sich beispielsweise eine neue Firmware (Steuersoftware) in den Receiver übertragen, um die Leistung zu verbessern oder seine Fähigkeiten zu erhöhen. Denkbar ist beispielsweise das Hinzufügen eines weiteren Raumklangformates.
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Display, Bedienung und Ausstattung

Damit sich der AV-Receiver einfach und intuitiv bedienen lässt, sollte ein großes Display am Gehäuse sein. Es zeigt beispielsweise Eingangsquelle, Lautsprecheranzahl, Lautstärke und die gewählte Mehrkanal-Betriebsart an. Besonders hilfreich ist eine große Anzeige, wenn Sie sich bei der Installation durch verzweigte Menüs hangeln müssen. Das Display sollte sich ausschalten oder dimmen lassen. Dann werden Sie beim Filmgenuss im abgedunkelten Raum nicht vom grellen Leuchten der Anzeige gestört.
Bildschirmmenü Noch mehr Übersicht bietet ein Bildschirmmenü (OSD - On-Screen-Display), das auf dem Fernseher angezeigt wird. Kaufberatungstipp: Manchmal lassen sich Geräte nicht auf deutsche Sprache umstellen. Wenn Ihnen das wichtig ist, sollten Sie vor dem Kauf genau prüfen, welche Sprachen der gewünschte AV-Receiver unterstützt.
Achten Sie auch darauf, dass die Fernbedienung die Steuerung sämtlicher angeschlossenen Komponenten mit übernehmen kann und lernfähig ist, so dass sie auch die Steuerung ihr unbekannter Geräte erlernen kann. Andernfalls tummeln sich zahlreiche Fernbedienungen auf dem Tisch, was nicht nur unschön, sondern auch verwirrend ist.
Bild und Ton synchron Wer im Heimkino das Bild über einen Projektor oder ein Flachdisplay betrachtet, hat mitunter Synchronitätsprobleme. Das heißt, die Lippenbewegungen passen nicht exakt zum gezeigten Bild. Der Grund liegt darin, dass die genannten Bildquellen analoge Bilder ins Digitalformat umwandeln, wodurch es zu Zeitverzögerungen kommen kann. Ist Ihnen das Problem bekannt oder planen Sie Projektor oder Flachdisplay anzuschaffen? Dann achten Sie darauf, dass der Receiver „LipSync“ oder „AV-Sync“ beherrscht. Diese Features passen automatisch Bild und Ton an. Bei einigen Modellen kann man gar beide Quellen manuell anpassen, was Sie bevorzugen sollten.
Upscaling Wenn Sie Videos in PAL-Auflösung an einem TV-Gerät mit HD-Auflösung betrachten möchten, muss mindestens eines der beteiligten Geräte das Bild auf die höhere Auflösung hochrechnen können. Andernfalls würde der Fernseher sehr breite schwarze Balken um das Bild herum anzeigen. Man nennt das Hochrechnen auch „Upscaling“. Ein Blu-ray-Player kann das, ein älterer DVD-Player jedoch meistens nicht. Ein HD-Fernseher ist in der Regel ebenfalls in der Lage, die Anzeige hochzurechnen. Sind Sie mit dem Ergebnis allerdings nicht zufrieden, ist es schön, wenn auch ein anderes Gerät diesen Job übernehmen kann, etwa der AV-Receiver. Dann können Sie das Ergebnis beider Lösungen miteinander vergleichen und auf den Upscaler setzen, der seine Arbeit am besten macht.
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Universalfernbedienungen
Radio

Zu einem Receiver gehört auch der Radioempfang. Daher seien hier der Vollständigkeit halber die wichtigsten Ausstattungsmerkmale dieser Quelle genannt. Automatischer Sendersuchlauf und -speicherung sollte selbstverständlich sein. Damit auf dem Display der Sendername ablesbar ist, muss der Receiver RDS (Radio Data System) beherrschen. Praktisch ist auch die Funktion PTY (Programmtyp). Ist sie aktiviert, zeigt der Receiver den Programmtyp an, etwa „Kinder“, „Sport“, „Dokumentation“, „Musik“ und andere. Die Funktion ist sehr hilfreich, wenn Sie auf der Suche nach einem bestimmten Genre sind. Möchten Sie beim Hören Zusatzinformationen wie Musiktitel und Artist ablesen können, muss das Feature RT (Radiotext) vorhanden sein. Allerdings haben private Radiosender hier eine zusätzliche Einnahmequelle entdeckt und blenden fleißig Werbetexte ein. Daher wäre es schön, wenn sich der Radiotext abschalten ließe.
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Radios und Tunern
Receiver richtig einstellen

Eine gute technische Ausrüstung ist zwar schon die halbe Miete für tolle Filmerlebnisse, doch können die richtigen Einstellungen und optimalen Anschlüsse den Spaß noch deutlich erhöhen. Besonderen Einfluss auf die Bildqualität haben die Videofähigkeiten eines AV-Receivers. Nicht immer ist es sinnvoll, die Bildquellen mit diesem zu verbinden. Mitunter verschlechtert der Umweg über dessen Leitungen und Schalter die Bildqualität und erhöht beispielsweise das Bildrauschen. Man sollte daher stets den Test machen und den Blu-ray/DVD-Player direkt mit dem TV-Gerät/Projektor verbinden und das Bild genau vergleichen.
Genau anders sieht es beim Dekoder aus. Besitzt der Blu-ray/DVD-Player einen Raumklang-Dekoder, tut man meist gut daran, diesen nicht zu nutzen und auf die Fähigkeiten des AV-Receivers zu vertrauen. Denn beim Blu-ray/DVD-Player ist solch ein Dekoder meist nur billige Dreingabe, die den Verkaufswert erhöhen soll, aber oft nur mäßige Klangeigenschaften bietet. Kaufberatungstipp: Auch hier schafft ein Vergleich Klarheit.
Platzwahl für den Subwoofer Besonders wichtig für das Aufstellen der Lautsprecher und die optimale Anpassung dieser an den eigenen Wohnraum sind die Einstellmöglichkeiten dafür. Relativ wichtig ist dabei die Übergangsfrequenz für den Subwoofer, da dieser oft aufgrund sperriger Gehäusemaße schwer unterzubringen ist. So lässt sich beispielsweise einstellen, dass dieser erst bei Tönen unterhalb von 50 Hertz aktiv wird. Diesen Ton kann das Gehör zwar wahrnehmen aber nicht orten. Folglich können Sie bei dieser Einstellung, den Subwoofer aufstellen, wo Platz ist. Diese Einstellung setzt aber voraus, dass die übrigen Lautsprecher tiefe Töne bis 50 Hertz gut und intensiv reproduzieren können. Dafür sind relativ große Gehäuse nötig.
Setzen Sie demgegenüber auf sehr kleine Satellitenlautsprecher, die erst bei Frequenzen oberhalb von etwa 100 oder 200 Hertz einsetzen, sind Sie bei der Platzwahl des Basslautsprechers relativ stark eingeschränkt. In diesem Fall sollte dieser vorne in der Nähe des Center-Lautsprecherlautsprechers platziert sein.
Einstellen der Lautsprecher Für die optimale Einstellung (Einpegeln) der Lautsprecher sollte der Receiver aktive Hilfestellung leisten. Dies geschieht in der Regel durch das Abspielen eines Rauschsignals nacheinander an allen Lautsprechern. Per Gehör entscheidet man dann und regelt den Lautstärkepegel der einzelnen Lautsprecher. Alle Lautsprecher sollten Sie gleich gut wahrnehmen können. Die Einstellung der jeweiligen Lautstärke erfolgt über die Fernbedienung oder direkt am Receiver, was ein Nachteil wäre, da dieser sich meist nicht an der Sitzposition befindet.
Gute Geräte verfügen über ein Messmikrofon und stellen sich automatisch ein. Allerdings sollte man diese Einstellung manuell verändern können, um den Ton bestens an den Wohnraum anpassen zu können.
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Blu-ray/DVD-Rekordern •
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Fazit

Das wichtigste bei der Auswahl eines AV-Receivers ist: Er muss die eigenen Ansprüche erfüllen und die vorhandene Heimkinoanlage unterstützen. Häufig stehen im Wohnzimmer ältere und neuere Geräte, so dass der AV-Receiver sowohl analoge als auch digitale Anschlüsse mitbringen muss. Wichtig: Die HDMI-Anschlüsse sollten den neuesten Standard beherrschen. Das garantiert die Unterstützung modernster Geräte und bietet Sicherheit für die Zukunft. Spezielle Smartphone-Anschlüsse sind ein Plus, jedoch nicht unbedingt ausschlaggebend. Ein Smartphone lässt sich fast immer auch per Cinch-Eingang mit einem AV-Receiver verbinden.
Beim Raumklangformat dominiert immer noch Dolby Digital, das auch die TV-Sender verwenden. Mit diesem Format sind Sie auf der sicheren Seite. Ebenfalls wichtig ist das Allroundtalent Dolby Pro Logic IIx. Möchten Sie die Soundformate, die die Blu-ray-Disc bietet, voll ausschöpfen, achten Sie auf Dolby True HD und DTS-HD. Unterstützt der AV-Receiver mehr Formate, ist das ein Plus aber nur selten ein entscheidendes Kaufkriterium.
Neben ausreichend Leistung sind auch gute technische Werte nötig, die bei jeder Einstellung ein überzeugendes Ergebnis garantieren. Weiterhin sollte der AV-Receiver leicht zu bedienen sein und eine gut durchdachte Fernbedienung im Paket haben. Zur leichten Bedienung zählt auch die Grundeinstellung. Möchten Sie nicht stundenlang die Bedienungsanleitung wälzen und ebenso lange die Menüs durchforsten, achten Sie auf automatische Einmesssysteme. Sie erledigen den Job in wenigen Minuten.
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