Kaufberatung Internetradios |
Durch das Internet fließen nicht nur Webseiten, E-Mails, Software und Chats, sondern etwa auch Radio-Livestreams. Das sind Direktübertragungen von Radiosendern, die ihr Programm nicht nur über den Äther schicken, also per Funk ins nahe gelegene Gebiet, sondern mit Hilfe der Datenleitungen rund um den Globus.
Mit dem PC kann man diese kontinuierlichen Datenströme schön länger empfangen. Seit einiger Zeit werden aber auch Radios populärer, die ganz ohne Hilfe eines Computers die Sendungen aus dem Internet fischen und wiedergeben können. So kann man in der Küche, am Schreibtisch oder auch im Schlafzimmer Sendungen von über 10.000 Radiostationen aus der ganzen Welt verfolgen.
Radio wieder im Mittelpunkt
Damit rückt das Radio, das vielerorts nur für Hintergrundberieselung sorgt, auf einmal wieder in den Mittelpunkt. So schüren Sender vom Urlaubsort das Fernweh, während andere mit alt bekannten Radiostationen vom Heimatort Heimweh bekämpfen. Manche Hörer suchen sich gezielt Sender, die 24 Stunden nur Musik ihrer Lieblingsmusikrichtung spielen, während andere die Programme zum Erlernen oder Vertiefen ihrer Fremdsprachenkenntnisse nutzen.
Unauffällige Geräte
Um ohne PC die Sender empfangen zu können, ist solch ein Internetradio nötig. Es ähnelt einem normalen UKW-Empfänger und offenbart erst auf den zweiten Blick seine Andersartigkeit. So fallen die Geräte im Regal nicht unangenehm auf und benötigen auch nur wenig Platz.
Sind denn alle Geräte gleich, so dass es egal ist welches man kauft? Nein! Es gibt teilweise erhebliche Unterschiede zwischen Ausstattung und Leistungsfähigkeit. Bevor man das Portmonee zückt, lohnt ein intensiver Vergleich. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)
Ein Internetradio allein genügt nicht. Wichtig ist vor allem die Anbindung ans Datennetz. Da ein Radiostream einem kontinuierlichen Dateidownload entspricht, sind zwei Dinge wichtig: DSL-Anschluss und Flatrate (Pauschalpreis). Aufgrund des ununterbrochenen Datenstroms rentiert sich nur ein Pauschalpreis. Wer Gebühren nach dem Downloadvolumen zahlen muss, ist mit einem Webradio schlecht beraten und sollte über einen Tarifwechsel nachdenken.
Flatrate wichtig
Um etwa ein Radiosignal mit annähender CD-Qualität empfangen zu können, muss die Leitung mindestens 128 Kilobit pro Sekunde ohne Unterbrechung transportieren können. Wer gleichzeitig noch im Web surfen, E-Mails empfangen, chatten oder anderes machen möchte, muss den dazu jeweils nötigen Datenstrom noch hinzu addieren. ISDN-Leitungen und Modem-Verbindungen sind somit vollkommen ungeeignet. Grundsätzlich kann man sagen: Wer bisher am PC schon problemlos Webradiostationen gelauscht hat, kann die Daten auch mit einem Internetradio empfangen.
PC-Netzwerk
Neben dem fixen Internetanschluss ist ein PC-Netzwerk nötig. Grund: Das Internetradio verhält sich im Netz wie ein weiterer Computer, benötigt also eine eigene IP-Adresse und eine Netzwerkkennung. Vorraussetzung dafür: eine Verteilstation, auch Router genannt. Ist dieser nicht in das DSL-Modem integriert, benötigt man ihn als eigenständiges Gerät. Hier gibt es Modelle, die den Verkehr per Kabel weiterleiten als auch solche, die dieses drahtlos per WLAN erledigen.
Zur Kaufberatung Router
Internetradios, die Daten kabellos per WLAN empfangen, sind praktisch. Sie lassen sich unkompliziert im ganzen Haus aufstellen und betreiben, vorausgesetzt der Netzwerkempfang steht in jedem Winkel des Hauses oder der Wohnung zur Verfügung. Zuweilen ist dieser Bereich jedoch eingeschränkt, etwa weil die Wohnung sehr groß ist oder Wände und Decken mit Stahl durchzogen sind, der die Ausbreitung der Funkwellen behindert.
Stellfläche testen
Wer bereits ein WLAN-Netz installiert hat, kann ganz einfach testen, ob sich ein Internetradio an den gewünschten Orten betreiben lässt. So platziert man beispielsweise ein Notebook an der gewünschten Stelle und startet den Webempfang eines Radiosenders. Läuft alles glatt, klappt es auch mit einem Internetradio. Ebenfalls zum Testen geeignet sind Handys mit WLAN-Technik oder WLAN-Tester, auch WiFi- oder Hotspot-Finder genannt. Das sind kleine Geräte, die zuweilen wie USB-Sticks aussehen und die Verfügbarkeit und Sendeleistung von kabellosen PC-Netzwerken ermitteln.
Radius erweitern
Ist der Empfangsradius zu klein, besteht die Möglichkeit diesen zu erweitern. Einfach und kostengünstig ist die Umplatzierung des WLAN-Senders. Ist das nicht möglich oder bleibt ohne positives Ergebnis, kann man über den Einsatz eines Repeaters nachdenken. Das ist ein Gerät, das den Empfangsradius erweitert. Es nimmt an der Empfangsgrenze das schwache Signal der Basisstation auf und verstärkt es. Mit Repeatern kann man den Empfang auch in Keller und Obergeschoss sicherstellen.
Technik entscheidend
Hier muss man jedoch auf die verwendete Technik achten, die Sendestation und Repeater zum Datenaustausch verwenden. Kommt WDS (Wireless Distribution System) zum Einsatz, muss man sich mit dem leicht knackbaren Verschlüsselungsstandard WEP begnügen. Das sicherere WPA ist nur in Ausnahmen und bei Geräten des gleichen Herstellers verwendbar. Sicherer und besser geeignet ist der Universal Repeater Mode. Allerdings: Dieser unterstützt kein Roaming, man kann Geräte also nicht bei laufendem Betrieb von einer Funkzelle in die nächste transportieren, ohne dass es zum Verbindungsabbruch kommt.
Verschlüsselung wichtig
Die genannten Verschlüsselungsstandards sind ebenfalls Pflicht für das Radio. WEP ist ein Mindestschutz, der jedoch so leicht zu knacken ist, dass er als kaum ausreichend gilt. Arbeitet Ihr Netzwerk bisher mit WPA oder besser noch mit einem WPA-2-Schlüssel, sollte auch das Radio damit umgehen können. Andernfalls müssten Sie den Schutz für das gesamte Netzwerk abschalten oder abschwächen, nur um Radio hören zu können. Das ist nicht guten Gewissens zu empfehlen.
Sicher per Kabel
Manche Geräte besitzen neben einer WLAN-Antenne auch einen Ethernetanschluss, über den man das Radio mit einem Netzwerkkabel (RJ-45) an den Router anschließt. Ein kabelgebundenes Netzwerk ist sicherer als ein kabelloses Netz, da niemand von außen unbemerkt eindringen kann. Allerdings ist es weniger komfortabel, da neben dem Stromkabel das Verlegen des Netzwerkkabels nötig ist. Steht das Radio weit vom Router entfernt, müsste man gegebenenfalls sogar Wände und Decken durchbohren. Zudem lässt sich der Standort nicht so schnell ändern.
Vorteile
Neben der erhöhten Sicherheit hat ein Netzwerkkabel noch weitere Vorteile. So ist es etwa für alle geeignet, die jeglicher Funkstrahlung entgehen möchten. Zudem steht an jedem Standort die volle Netzwerkbandbreite zur Verfügung. Bei WLAN-Netzen lässt die Sendeleistung demgegenüber mit steigender Entfernung von der Sendestation ab. Am äußersten Ende ist vielleicht noch ein Signal vorhanden, das ist jedoch möglicherweise zu schwach, um kontinuierlichen Datenfluss sicherzustellen.
Allerdings haben nicht alle Geräte einen kabelgebundenen Netzwerkanschluss. Zuweilen gibt es jedoch die Möglichkeit, ein Netzwerkkabel per Adapter an einem USB-Port anzudocken. Praktisch ist, wenn ein Gerät beide Alternativen - WLAN und Ethernet - bietet, dann kann man je nach Ort und Situation über die Kontaktaufnahme entscheiden.
Zu den WiFi-Findern
Zu den WLAN-Repeatern
Anders als analoge UKW-Radios besitzen Internetradios keine Skala, an der man mittels Drehrad einen Sender sucht. Stattdessen setzen sie ein digitales Display ein, wie man es von Handy oder Digicam kennt. Sehr wichtig ist dessen Größe und Auflösung. Je mehr Fläche für die Anzeige zu Verfügung steht, desto einfacher ist es Überblick über die sehr zahlreichen Radiostationen zu bekommen.
Mehr Zeilen, mehr Übersicht
Kann das Display nur zwei oder drei Zeilen anzeigen, fällt die Orientierung nicht ganz leicht und die Suche wird schnell ermüdend. Fünf Zeilen oder mehr sind deutlich besser geeignet. Sehr hilfreich ist zudem die Fähigkeit, neben der Senderkennung auch den Namen des Interpreten und den Titel des gespielten Liedes anzeigen zu können. Bei WLAN-Betrieb ist die Anzeige der Empfangsstärke wichtig. Mit dessen Hilfe lassen sich Empfangsprobleme schnell beseitigen.
Ordnung ist wichtig
Neben großer Anzeigefläche ist auch die Such- und Sortiermöglichkeit wichtig, denn bei vielen tausend Sendern verliert man schnell die Übersicht. Meist lässt sich nach Musikgeschmack oder Herkunftsländern vorsortieren. Die jeweiligen Untermenüs sind dann in der Regel alphabetisch sortiert. Um die Suche nicht jedes Mal neu durchführen zu müssen, sollten sich Lesezeichen anlegen lassen. So kreiert man seine eigene Senderliste und hat schnell Zugriff auf die besten Stationen.
Vorteilhaft sind programmierbare Tasten am Gehäuse, die sich mit den Lieblingssendern belegen lassen. Praktisch ist auch eine integrierte Suchfunktion, mit der man gezielt nach Sendernamen fahnden kann, ohne sich durch Menüs hangeln zu müssen.
Bei vielen Geräten gibt es nur einen Lautsprecher, darüber ist lediglich die Monowiedergabe möglich. Komprimierte Musik ist jedoch in stereo abgespeichert, so dass für besseren Klang zwei Lautsprecher im Gehäuse stecken sollten. Gibt es nur einen Lautsprecher, sollten sich extern zusätzliche anschließen lassen. So kann man dem Monogerät doch noch Stereotöne entlocken und den Klang damit verbessern.
Bei der Klangqualität darf man indes keine Wunder erwarten. Kompakte Internetradios entsprechen klanglich etwa normalen UKW-Radios. Schön ist, wenn es Klangregler oder Equalizer gibt, um die Tonqualität manipulieren und aufpeppen zu können. Spürbar verbessern lässt sich der Ton in der Regel nur über externe Lautsprecher oder den Kopfhörerausgang. Wie von der CD klingt es indes selten.
Abhängig ist die Klangqualität auch vom empfangenen Musikstream. Je geringer die Kompression, desto höher die Klangqualität. Für Musiksender sollte man wenn möglich einen Sender wählen, der - bei MP3-Kompression - 128 Kilobit pro Sekunde oder mehr bietet. Für Nachrichtensender reicht dagegen meist auch die Hälfte. Mehr als 192 Kilobit sind aber in der Regel nicht drin und auch mit solch hoher Rate sendende Stationen sind dünn gesät.
Die Radiosender speisen ihre Livestreams mit unterschiedlichen Datenformaten ins Internet ein. Am weitesten verbreitet ist das MP3-Format, das in der Regel von jedem Radio wiedergegeben wird. Um aber auch Sender abspielen zu können, die auf andere Formate setzen, sollte das Radio mit möglichst vielen unterschiedlichen Versionen zurechtkommen.
Neben MP3 trifft man auch häufig auf das Windows-Format WMA sowie das Real-Audio-Format. Viele Sender verwenden inzwischen auch die Formate ASX und M3U, die manchen Radios jedoch Probleme bereiten. Gelegentlich trifft man zudem auf AAC, AAC+ oder Ogg Vorbis.
Wissen Sie heute schon, welche Sender Sie unbedingt hören möchten, kontrollieren Sie auf deren Webseiten, mit welchem Kompressionscodec die Daten dort gestaucht werden. Eine gewisse Chance, dass ein Radio künftig mehr Formate erkennen und wiedergeben kann, besteht durch Firmwareupdates. Verlassen kann und sollte man sich darauf aber nicht.
Sind die Hürden aller technischen Vorraussetzungen gemeistert, kann man einen Blick auf die zusätzliche Ausstattung werfen. Hier gibt es zwischen den Radios zum Teil erhebliche Unterschiede. Bei technisch gleichwertigen Geräten sind es diese Goodies, die den Ausschlag für den Kauf eines Gerätes geben können.
Fernbedienung
Sehr praktisch ist etwa eine Fernbedienung. Wer möchte schon ständig aufstehen, nur um die Lautstärke zu verändern oder den Sender zu wechseln? Gehört eine solche Steuerung zum Lieferumfang, kontrollieren Sie, was sich damit anstellen lässt. Unterstützt sie nicht alle wichtigen Funktionen, müssen Sie am Ende sonst doch noch aufstehen. Wichtig: Alle Einstellungen sollten sich auch am Radio und nicht nur über die Fernbedienung vornehmen lassen. Andernfalls ließe sich das Radio nicht mehr bedienen, wenn die Batterien der Steuerung leer sind.
Um nicht mehrere Radiogeräte nebeneinander betreiben zu müssen, wäre es schön, wenn das Internetradio auch herkömmliche UKW-Radiosender empfangen kann. Das ist nicht nur eine Alternative, sondern macht es auch möglich Musik oder Nachrichten zu hören, wenn die Internetverbindung unterbrochen ist. Manche beherrschen sogar über Antenne empfangbares digitales Radio nach DAB-Standard (Digital Audio Broadcasting).
Batteriebetrieb
Batteriebetrieb erlaubt, das Radio auch dort zu verwenden, wo keine Steckdose ist oder wo man es nur kurzfristig betreiben möchte, etwa auf Balkon oder Terrasse. Praktisch: Es gibt Radios mit integriertem Akku. Diese laden sich bei Netzbetrieb automatisch auf. Allerdings verbraucht der WLAN-Empfang relativ viel Strom, so dass bei Standardbetrieb ein Stromanschluss in der Nähe sein sollte. Daher auch wichtig: Das Radio sollte mit Stromanschluss und Netzteil ausgestattet sein.
Gibt es einen Eingang für den MP3-Player, lässt sich darauf gespeicherte Musik ebenfalls über die Lautsprecher abspielen. Besonders vorteilhaft für Besitzer von einem Apple iPod ist eine integrierte Dockingstation. Dort eingesteckt, lassen sich die gespeicherten Musiktitel über das Radio wiedergeben. Idealerweise lädt der Anschluss auch gleich nebenbei den iPod-Akku wieder auf.
Anschlüsse
Cinch-Anschlüsse ermöglichen, das Internetradio an eine Hifi-Anlage anzuschließen und so dessen Lautsprecher zu nutzen. Alternativ klappt das auch über einen Line-Ausgang oder einen Kopfhöreranschluss. Dazu ist dann ein Kabel mit Mini-Klinkenstecker (3,5 Millimeter) auf der einen Seite und Cinch-Steckern auf der anderen Seite nötig.
An einem USB-Port lässt sich ein Speicherstick anschließen und Musik davon wiedergeben. Mitunter findet man auch digitale Tonausgänge an den Radios. Diese nutzt man in der Regel, um Musik ohne Qualitätsverluste übertragen zu können. Ob der Einsatz bei komprimierter Musik, die ja bereits Qualität eingebüßt hat, sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall bietet solch ein Anschluss eine zusätzliche Möglichkeit, Signale an einen externen Verstärker zu schicken.
Streamingsoftware
Manch eine Radio hat sogar PC-Software im Gepäck, mittels derer sich Musik von PCs aus dem Netzwerk zum Radio schicken und dort wiedergeben lässt. Diese muss man einmalig am PC einrichten. Die Steuerung erfolgt danach direkt über das Radio oder dessen Fernbedienung. Damit dieses Audio-Streaming funktioniert, muss der PC eingeschaltet und mit dem Netzwerk verbunden sein.
Manches Radio kann sogar PC-Funktionen übernehmen. Per integriertem RSS-Reader ist es in der Lage, die Überschriften von neuesten Nachrichten oder Forenbeiträgen anzuzeigen. Zum Lesen derselben muss man dann jedoch meist zum PC. Selbst wenn das Radio die kompletten Texte anzeigen könnte, wäre das Display fürs komfortable Lesen vermutlich zu klein.
Podcast und Abodienste
Wer Podcasts abonniert hat, sollte nach einem Radio Ausschau halten, dass neue Sendungen automatisch anzeigen und abspielen kann. Praktisch für Abonnenten von Musikabodiensten wie beispielsweise Napster, ist die Möglichkeit, die dafür nötigen Zugangsdaten über das Radio eingeben und den Dienst anschließend darüber nutzen zu können.
Wer gerne im Bett Radio hört wird sich vermutlich über eine Weckfunktion freuen. Das macht den Wecker überflüssig und bahnt schon vor dem Aufstehen den Weg zu fremden Orten. Hört man auch vor dem Einschlafen noch den Sendern zu, kann eine automatische Abschaltfunktion nützlich sein.
Nein, ganz so einfach ist nicht, zumindest nicht beim ersten Mal. Da es sich quasi um einen kleinen PC handelt, muss man diesem zunächst mitteilen, wie er sich mit dem Netzwerk verbinden kann und woher er seine Daten bekommt. Dazu ist der Weg in ein Konfigurationsmenü nötig.
Vorteil Automatik
Sehr praktisch ist es, wenn das Radio nach dem Einschalten automatisch verfügbare Netzwerke erkennt und nachfragt, ob es automatisch eine Verbindung aufbauen soll. Handelt es sich um ein drahtloses Netzwerk, ist dann maximal die Eingabe eines Netzwerkpasswortes (WEP oder WPA) nötig, damit das Radio Daten empfangen kann.
Das können aber längst nicht alle Geräte. Manche wollen umständlich per Gehäusetasten oder Fernbedienung konfiguriert werden. Etwas intuitiver klappt das mit einem Drehrädchen, mit dessen Hilfe man schnell durch die Menüs und die Einstellwerte scrollen kann. Ein Klick auf das Rad wählt oder speichert einen Wert. Schön: Die Netzwerkanmeldung muss man nur einmal mitmachen. Das Radio speichert die Daten und kann beim nächsten Einschalten automatisch eine Netzwerkverbindung aufbauen.
Verbindung zum Radioserver
Ist das Radio konfiguriert, stellt es eine Verbindung zu einem Radioserver her. Hat der Hersteller ganze Arbeit geleistet, kann man gleich mit der Sendersuche loslegen. Eventuell kann es aber auch nötig sein, das Radio dort zu registrieren, bevor es Daten empfangen kann. Dies sollte möglichst vollautomatisch nach einem Knopfdruck geschehen.
Die Radios spielen nur Musik von den jeweiligen Webservices ab, für die der Hersteller sie registriert. Ist ein Radiosender dort nicht gelistet, lässt er sich in der Regel nicht im Radio anfügen. Einzige Chance: Bei manchen Anbietern kann man dessen Adresse einfach auf der Webpage eintragen (Adresse sollte im Handbuch stehen). Bei anderen wiederum kann man einen neuen Sender lediglich vorschlagen und muss warten, ob oder bis er vom Anbieter eingestellt wird.
Einschaltverzögerung
Übrigens: Da das Radio nach jedem Einschalten zunächst die Netzwerkverbindung suchen und aufbauen muss, vergeht etwas mehr Zeit bis die Musik ertönt, als bei einem UKW-Radio. Bei fixen Radios dauert das etwa zehn bis 15 Sekunden. Langsame Varianten benötigen auch schon einmal bis zu einer Minute. In diesen Zeitraum fällt auch das Auffüllen des Puffers. Das ist ein Zwischenspeicher, der hilft die Musik auch dann abzuspielen, wenn die Internetleitung stockt. Einige Sekunden lassen sich damit überbrücken. Zur Startzeit addiert sich mitunter noch weitere Wartezeit, falls die Verbindung zum Radiosender nicht sofort klappt.
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