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Kaufberatung Monitore


Wir möchten Sie bei Ihrer Auswahl unterstützen!

In unseren Kaufberatungen finden Sie Informationen zu über 100 Produktgruppen. Erklärung der Grundbegriffe und Kategorien, Erläuterungen der verschiedenen Techniken - hier finden Sie alles Wissenswerte.

Wir halten ständig nach den neusten Techniken ausschau und aktualisieren unsere Kaufberatungen dahingehend. Somit können wir stets eine große Auswahl an aktuellen Kaufberatungen anbieten, die selbst die neusten Technologien beinhalten.


Ohne Monitor kein PC. Um zu sehen, was der Computer macht, ist ein Bildschirm absolut notwenig. Je besser er arbeitet, desto mehr Spaß bringt es, desto besser gelingt die Arbeit und desto besser schützt er Augen und Gesundheit. Genügend Gründe also, sich vor dem Kauf mit den wichtigsten Dingen zu befassen, die einen guten Monitor ausmachen. Genau das tun wir in dieser Kaufberatung.


Kaufberatung TFT-Monitore


Zu den Monitoren

  1. Den Augen zu Liebe
  2. Bilddiagonale
  3. Auflösung
  4. Bildformat
  5. TFT, LCD und LED
  6. Leuchtkraft und Kontrast
  7. Technik und Reaktionszeit
  8. Oberfläche
  9. 3D-Displays
  10. Touchscreen
  11. Anschluss
  12. Ergonomie und Extras
  13. Prüfsiegel
  14. Monitor aufhängen
  15. Fazit

Den Augen zu Liebe

Der Monitor ist das wichtigste Glied in der PC-Kette. Das gilt zumindest, wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt. Denn ein schlechtes, flimmerndes und kontrastarmes Bild schadet auf Dauer nicht nur den Augen, es schwächt auch die Konzentration und fördert somit den Stress.

Sie sollten daher den Monitor weniger als blanke Notwendigkeit betrachten und ihm nur wenig Platz im Budget einräumen, sondern besser an anderer Stelle sparen.
Kauftipp: Sparen Sie keinesfalls am Monitor! Wählen Sie lieber eine einfachere Grafikkarte und investieren Sie das gesparte Geld in einen guten Bildschirm.

Zu den wichtigen Auswahlkriterien zählt unter anderem die Größe des Displays. So erhöht eine große Bildschirmdiagonalen die Übersicht. Fenster und Anwendungen lassen sich damit neben- statt übereinander anordnen. Das beschleunigt den Arbeitsablauf und reduziert Stress. Folge: Die Motivation steigt.

Günstig und gut
Gute und auch große Monitore müssen auch nicht zwangsläufig teuer sein. Schon für hundert Euro gibt es vernünftige Modelle mit mindestens 18 Zoll Diagonale. Sie schonen Augen und Kasse.

Neben Größe und Preis gibt es aber noch weitere wichtige Auswahlkriterien, die Sie vor dem Kauf beachten sollten. In den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung durchleuchten wir daher die technischen Details und geben Hinweise darauf, worauf Sie bei der Auswahl eines neuen Monitors Wert legen sollten. (pr)

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Grafikkarten

Zu
TFT-Monitor-Topsellern
TFT-Monitor-Schnäppchen aus dem Outlet-Store
TFT-Monitor-Neuheiten des letzten Monats

Bilddiagonale

Monitore mit 15 bis 17 Zoll Bilddiagonale, die lange Zeit üblich waren, finden Sie kaum noch auf dem Markt. Die Diagonalen von Schreibtischdisplays bewegen sich heute größtenteils zwischen 19 und 27 Zoll. In Zentimetern ausgedrückt reicht die Spanne von gut 48 bis knapp 69 Zentimeter. Dabei gilt: Je größer die Anzeigefläche ist, desto mehr Fenster können Sie gleichzeitig öffnen. Zudem sehen Sie mehr Details auf Fotos und auch in Videofilmen, wenn das Display diese in Originalgröße darstellen kann und nicht verkleinern muss.

Welche Diagonale die beste für Ihre Ansprüche ist, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren und auch dem Anwendungsgebiet ab. Entscheidend ist in jedem Fall, wie viel Platz Ihnen für das Aufstellen zur Verfügung steht. Ein 27-Zoll-Monitor verlangt beispielsweise schon fast so viel Platz wie ein kleiner Fernseher.

Monitore für Bildbearbeitung
Ist Platz kein Problem, können Sie den Anwendungszweck und Ihre persönliche Vorliebe entscheiden lassen. Für Ersteres gilt, dass Sie um so mehr Platz benötigen, wenn Sie mit Bildern arbeiten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Fotos oder Videos handelt. Bildbearbeitung von Stillbildern klappt bei großer Anzeigefläche besser, weil Sie eine bessere Übersicht bekommen. Zudem muss die Grafikkarte das Bild kaum oder nur gering verkleinern, um es komplett betrachten zu können.

Bearbeiten Sie Videos, können Sie ebenfalls Details auf einem großen Monitor besser beurteilen. Zudem benötigen Sie Raum für zusätzliche Fenster. Neben zwei Videofenstern zeigt eine Videoschnittsoftware in der Regel noch ein Zeitfenster (Timeline), eine Filterliste, eine Liste mit Videodateien und mehr an.
Kauftipp: Besonders für Videoschnitt aber auch für Bildbearbeitung sollten Sie zu einem Monitor mit großer Bilddiagonale greifen.

Spielemonitore
Auch Spiele profitieren von großen Bilddiagonalen. Das gibt Ihnen das Gefühl, tiefer im Geschehen dabei zu sein und fördert somit den Spielspaß. Für PC-Games macht eine große Diagonale jedoch nur Sinn, wenn die PC-Spiele diese, respektive die damit verbundene höhere Auflösung (siehe nächstes Kapitel) auch unterstützen. Tun Sie das nicht, rechnet die Grafikkarte die Ansicht hoch, um die gesamte Bildfläche auszufüllen. Das verschlechtert die Bildqualität.
Kauftipp: Wählen Sie für Spiele ebenfalls ein Display mit großer Bilddiagonale. Achten Sie jedoch darauf, dass dessen Auflösung ideal mit Ihren Spielen harmoniert.

Bildschirme für Office und Websurfen
Webbrowser und Büroprogramme benötigen am wenigsten Platz. Hierfür sind größte Bilddiagonalen nicht genauso wichtig. Schon auf einem 19-Zoll-Display lassen sich zwei DIN-A4-Blätter nebeneinander darstellen. Noch besser ist die Übersicht auf einem 22- oder 24-Zoll-Monitor.
Kauftipp: Große Bilddiagonalen können bei der Büroarbeit helfen Ihre Augen zu schonen. Denn die große Anzeigefläche erlaubt, eine größere Darstellung und eine größere Schrift zu wählen, ohne dass die Übersicht über ein Dokument verlorengeht.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Videoschnitt

Zu
Bildbearbeitungssoftware
Videoschnittsoftware
Office-Paketen
PC-Spielen

Auflösung

Die Auflösung eines Bildschirms beschreibt, aus wie vielen einzelnen kleinen Bildpunkten (Pixel) dieser die Anzeige zusammensetzt. Dabei gilt: Je höher die Auflösung, aus desto mehr Bildpunkten, kann ein Monitor die Anzeige zusammensetzen und umso schärfer und detailreicher wirkt die Anzeige.

Diagonale
Die Auflösung geht oft Hand in Hand mit der Bildschirmdiagonalen. Oft steigt sie mit der Diagonalen an, wenn auch nicht immer. So finden Sie sowohl 19-Zoll- als auch 24-Zoll-Monitore, die die vom Fernsehen übliche FullHD-Auflösung von 1.920x1.080 Pixel bieten. Das hat zur Folge, dass der größere Monitor im Grunde nicht mehr Bilddetails anzeigen kann als der kleinere.

Warum sollten Sie dann überhaupt zur größeren Bilddiagonale greifen? Weil Sie dennoch mehr sehen! Grund: Die Pixel sind etwas größer und liegen nicht ganz so dicht beieinander wie bei einer geringeren Bildschirmdiagonale. Dadurch erscheint das Bild größer und ist dennoch scharf. Sitzen Sie allerdings sehr dicht vor dem Monitor, kann es passieren, dass Sie die einzelnen Bildpunkte wahrnehmen. Dann ist eine kleinere Diagonale besser.

Videos
Eine große Bilddiagonale bei gleichzeitiger Verwendung von FullHD-Auflösung hat vor allem auch dann einen Vorteil, wenn Sie den Monitor regelmäßig zum Betrachten von HDTV-Sendungen oder HD/Blu-ray-Videos benutzen möchten. Dann gestattet Ihnen eine größere Diagonale, sich weiter vom Monitor wegzusetzen und dennoch ein gutes und großes Bild zu bekommen.

Texte und Webseiten
Möchten Sie überwiegend Texte und Tabellen bearbeiten und besuchen lange Webseiten im Internet, hat die FullHD-Auflösung einen kleinen Nachteil. Entsprechende Monitore bieten Ihnen zwar ausreichend Platz in der Horizontalen, haben aber im Vergleich zu klassischen 20/21-Monitoren eine geringere vertikale Auflösung. Das bedeutet, die Höhe der Dokumente ist begrenzter.

Planen Sie beispielsweise von einem älteren 21-Zoll-Monitor mit 4:3-Bildformat auf ein 23-Zoll-Display umzusteigen, kann es Ihnen passieren, dass Sie etwas weniger sehen als zuvor. Denn Ihr altes Gerät hatte vermutlich eine vertikale Auflösung von 1.200 Pixeln. Arbeitet das 23-Zoll-Modell jedoch mit FullHD-Auflösung, sinkt diese auf 1.080 Pixel ab. Dass die horizontale Auflösung gleichzeitig von vermutlich 1.600 Pixel auf 1.920 Bildpunkte steigt, ist für Office-Dokumente und Webseiten nicht so wichtig. Falls Sie für Büroarbeiten und Ähnliches keine Kompromisse eingehen möchten und auf Display mit einer Vertikalen von 1.200 Pixel setzen möchten, sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie dafür einen Aufpreis einkalkulieren müssen.

Spiele
PC-Games sehen in der Regel mit FullHD-Auflösung richtig gut aus. Sollten Sie jedoch ein altes Spiel verwenden, das damit Probleme hat, hilft normalerweise das Ändern der Bildschirmauflösung. Dies nehmen Sie über die Systemeinstellungen Ihres Betriebssystems oder die Treibersoftware des Grafikkartenherstellers vor. Doch ist das stets ein fauler Kompromiss. Denn ein richtig scharfes Bild kann ein Flachdisplay nur anzeigen, wenn das von der Grafikkarte geschickte Bild exakt die gleiche Auflösung hat wie der Monitor.

Stellen Sie eine abweichende Auflösung ein, findet eine Umrechnung des Bildes statt. Dann müssen beispielsweise zwei Monitorpixel drei Pixel einer Grafik abbilden oder ein Pixel muss die Information von zwei oder drei wiedergeben. Das klappt jeweils nur mit Einschnitten in der Bildqualität.
Kauftipp: Wählen Sie die Monitorauflösung deshalb so, dass diese optimal mit Ihren Bildquellen harmoniert.

Grafikkarte
Je mehr Bildpunkte der Monitor anzeigt, desto mehr Informationen benötigt er dafür. Diese liefert die Grafikkarte. Sie berechnet die angezeigten Bilder und liefert dem Bildschirm die Daten. Sie muss somit die vom Monitor verwendete Auflösung unterstützen. Da mehr Auflösung und somit mehr Bildinformationen für die Grafikkarte automatisch mehr Rechenleistung bedeuten, sollte diese kräftig genug sein und bei der bevorzugten Auflösung hohe Rechenleistung bringen.

Hat die Grafikkarte damit Probleme, leidet der Bildaufbau. Dann können Sie im Extremfall zusehen, wie ein Foto sich von oben nach unten zeilenweise aufbaut. Videos und PC-Spiele laufen nicht mehr richtig flüssig und auch das Scrollen durch Textdokumente oder Tabellen funktioniert nur stark verzögert.
Kauftipp: Stimmen Sie daher unbedingt die Monitorauflösung mit der Leistungsfähigkeit Ihrer Grafikkarte ab.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Fernsehgeräten
HDTV
Blu-ray
Spielkonsolen

Zu
Grafikkarten

Bildformat

Das Format eines Monitors beschreibt das Verhältnis von horizontaler zu vertikaler Anzeigefläche, also von Breite und Höhe. Es geht Hand in Hand mit der Auflösung. Schon an ihr können Sie ungefähr das Format ablesen. Die meisten Monitore verwenden heute eines der Breitbildformate 16:9 oder 16:10, wie es sich auch bei den Fernsehgeräten durchgesetzt hat. Auf dem Markt sind aber weiterhin auch Bildschirme im klassischen 4:3- und 5:4-Format.

Wie im vorherigen Kapitel schon angeklungen, bedeutet eine größere Anzeigefläche teilweise nur eine Verbreiterung des Monitorbildes, bei der es auch zum Schrumpfen der vertikalen Auflösung kommen kann.
Kauftipp: Ob die Gefahr besteht oder nicht, können Sie schon an dem Format ablesen.

Breitbildformat
Monitore mit FullHD-Auflösung verwenden das 16:9-Format. Es ist damit ideal zum Betrachten von TV-Sendungen und HD-Videos. Möchten Sie einen Breitbildmonitor, aber das im Kapitel „Auflösung“ angesprochene Problem der verminderten vertikalen Auflösung umgehen, können Sie auf ein Display mit 16:10-Format setzen. Damit schrumpft die vertikale Auflösung nicht und beträgt somit beispielsweise 1.920x1.200 Pixel. Einziger Nachteil: Betrachten Sie Videos in FullHD-Auflösung, müssen Sie einen schmalen schwarzen Rand oberhalb und unterhalb das Bildes akzeptieren.

Klassisches Bildschirmformat
Schauen Sie selten oder niemals HD-Videos am Computer und benötigen auch nicht die Möglichkeit, Dokumente nebeneinander zu betrachten, können Sie auch zu einem Display im klassischen Format greifen. Das 4:3-Format entspricht dabei dem klassischen Seitenverhältnis von TV-Sendungen im PAL-Format. Das Bild ist etwas breiter als bei Monitoren im 5:4-Format.

Welcher Variante Sie den Vorzug geben, ist etwa davon abhängig, ob Sie häufig Videos im 4:3-Format betrachten möchten. Tun Sie das nicht, sollte das Seitenverhältnis, mit dem Ihre bevorzugten Programme arbeiten oder die entsprechenden Dokumente den Ausschlag geben. Für Dokumente im Hochformat wie auch für quadratische eignet sich das 5:4-Format besser; für breite Vorlagen das 4:3-Format.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Fernsehern

Zu
Monitoren im 16:9-Format
Monitoren im 16:10-Format
Monitoren im 4:3-Format
Monitoren im 5:4-Format

TFT, LCD und LED

Auf der Suche nach einem Monitor treffen Sie auf unterschiedliche Bezeichnungen: TFT, LCD oder auch LED. Was bedeutet das eigentlich? TFT steht für Thin Film Transistor und LCD für Liquid Crystal Display, auf Deutsch: Flüssigkristallbildschirm. Beide Kürzel beschreiben nur jeweils eine Hälfte der Technik und müssten eigentlich kombiniert werden. Doch das würde einfach zu lang. Gemeint sind mit beiden Ausdrücken immer die gleiche Art Monitore. Vereinfacht gesagt: Beides steht als Synonym für flache Displaytechnik.

Flüssigkristalle
TFT-Monitore liefern fast ausnahmslos ein scharfes und kontrastreiches Bild. Sie kennen keine Verzerrungen, da jeder Bildpunkt direkt durch einen Transistor gesteuert wird, und bieten insgesamt stets eine sehr hohe Bildqualität. Auch Flimmern ist für TFTs ein Fremdwort, da das Bild nicht zeilenweise aufgebaut wird. Stattdessen bringen diese Monitore die Pixel zeitgleich zum Leuchten.

Die Lichtpunkte bestehen aus flüssigen Kristallen und einem Farbfilter. Zu jedem Punkt gehört ein Transistor, den man sich als elektronischen Schalter vorstellen kann. Je nachdem welche Spannung dieser Transistor erzeugt, verändert sich die Lage der Kristalle und somit das Licht, das den Farbfilter passiert.

Lichtquelle
Das Licht erzeugen bei klassischen Displays Leuchtstoffröhren, die sich an den Rändern des Displays befinden. Ihr Licht wird durch zwei Polarisationsfilter gefiltert, die nur Licht bestimmter Wellenlänge passieren lassen und für eine gleichmäßige Verteilung über die gesamte Monitorfläche sorgen. Das gesamte Bild setzt sich schließlich aus allen leuchtenden Punkten zusammen.

Bei einem LED-Monitor (LED: Light Emitting Diode, auf Deutsch: Leuchtdiode) übernehmen Leuchtdioden die Ausleuchtung. Ein LED-Display ist somit auch ein LCD-Monitor, eben nur mit einer anderen Beleuchtungsmethode.

LED-Displays
Die Leuchtdioden gelten nicht nur als energiesparender, sondern können vor allem leuchtendere und kräftigere Farben anzeigen. Zudem sind sie in der Lage, tiefes Schwarz darzustellen. Hierbei hat die klassische Technik häufig Probleme. Weiterer Vorteil von LED-Displays: Sie erreichen sehr viele bessere Kontrastwerte (Mehr zum Kontrast weiter unten).

LED ist aber nicht gleich LED. Hier müssen Sie verschiedene Beleuchtungsmethoden unterscheiden, die Einfluss auf die Bildqualität haben. Die günstigere und häufig anzutreffende Variante beleuchtet das Display wie auch die Röhren der klassischen Flachbildschirme vom Rand aus. Hier spricht man von Edge-LED. Durch die Positionierung der Dioden am Bildschirmrand ist eine extrem flache Bauweise mit bis zu unter einem Zentimeter Gehäusetiefe möglich.

Full-LED
Demgegenüber steht die Full-LED-Technik auch LED Pro genannt. Bei entsprechenden Bildschirmen befinden sich die LEDs direkt hinter den Pixeln. Diese lassen sich somit gezielter ansteuern. Allerdings befindet sich nicht hinter jedem Pixel eine LED, das wäre zu teuer, zu aufwendig und würde den Stromverbrauch kräftig erhöhen. Stattdessen unterteilt man den Bildschirm in viele gleich große Flächen und beleuchtet diese jeweils mit einer festen Anzahl LEDs.

Die Full-LED-Methode erzielt eine bessere Ausleuchtung der gesamten Fläche. Es gibt keine Abdunkelung zu den Ecken hin. Full-LED ermöglicht die beste Schwarzdarstellung, da die entsprechenden Dioden komplett ausgeschaltet werden können, was ein Mitleuchten verhindert. Man spricht auch von Local Dimming, also dem lokalen, auf bestimmte Bereiche begrenztes, Dimmen der Leuchtdioden.

Dadurch, dass man jedoch nicht jedes Pixel einzeln, sondern ganze Gruppen beleuchtet, können manchmal uneinheitlich ausgeleuchtete beziehungsweise abgedunkelte Bereiche auftreten, weil stets eine ganze Gruppe von LEDs gedimmt wird. Full-LED-Displays erreichen die höchsten Kontrastwerte und die kräftigste Farbdarstellung. Nachteil: Die Geräte sind etwas dicker und teurer.

LED-Arten
Neben der Position der Dioden unterscheidet man diese auch noch in ihrer Art. Es gibt weiße und RGB-Dioden. Erstere leuchten nur in Weiß. Die für die Darstellung nötigen Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) erzeugen die Displays mit Hilfe von Farbfiltern. RGB-Dioden benötigen solche Filter nicht. Das Bild wird mit ihnen noch besser, entsprechende Bildschirme dadurch aber auch spürbar teurer.

OLED
Neben LED-Technik spielt auch die Weiterentwicklung, die OLED-Technik, eine größere Rolle. Auch hier übernehmen Leuchtdioden die Ausleuchtung des Monitors. Jedoch arbeiten diese nicht auf kristalliner Basis, sondern verwenden stattdessen organische Komponenten, was das „O“ im Kürzel andeutet. OLED-Displays gibt es bereits seit Längerem für Smartphones. Nun ist die Technik so ausgereift, dass sie auch für größere Monitore geeignet ist.

Vorteil der OLED-Technik: Der Bildkontrast ist höher, die Farben leuchten kräftiger und die Reaktionszeiten sind kürzer. Zudem benötigen organische Leuchtdioden keine Hintergrundbeleuchtung. Sie leuchten selbst. Damit werden auch Licht- und Farbfilter überflüssig. Folge: Die Monitore lassen sich noch flacher bauen und der Energieverbrauch sinkt gegenüber normalen LEDs noch weiter.

Bildwiederholfrequenz
Auch beim TFT-Display spricht man von Bildwiederholfrequenz, meint hier aber das Verändern der Transistorspannungen pro Sekunde, respektive das An- und Ausschalten der LEDs. Da das Auge diesen Vorgang nicht als Flimmern wahrnimmt, wie den zeilenweisen Bildaufbau beim Röhrenmonitor, genügen 60 Hertz, also 60 Bilder in der Sekunde.

Zu
LED-Displays

Leuchtkraft und Kontrast

Für eine hohe Brillanz und kräftig leuchtende Farben bedarf es hoher Leuchtkraft. Diese wird bei Flachbildschirmen in Candela gemessen. Eine Candela entspricht dabei der Leuchtkraft einer Kerze auf einen Quadratmeter. Für ein gutes Bild benötigt man mindestens 200 Candela. Auch hier gilt, je mehr desto besser. Hinzu kommt ein gutes Kontrastverhältnis.

Kontrast
Der Kontrast beschreibt das Leuchtverhältnis von schwarzen und weißen Pixeln. Der Wert sollte mindestens 350 zu 1 betragen, Spitzenmodelle schaffen gar 10.000 zu 1, zumindest in den Angaben der Hersteller. Bei Messungen liegen diese nicht selten unter 1.000 zu 1. Ein Ergebnis, das diesem Wert nahe kommt, ist aber sehr gut.
Kauftipp: Bei LED-Displays können Sie generell mit einer höheren Leuchtkraft rechnen. Dort liegt der dynamische Wert im Bereich von mehreren Millionen zu 1.

Dynamischer Kontrast
Um besonders hohe Werte bei Kontrastverhältnis angeben zu können, beziehen sich die Hersteller, respektive deren Marketingabteilungen, gerne auf den dynamischen Kontrast. Diesen sollten Sie nicht mit dem normalen Kontrast vergleichen. Um die Werte des dynamischen Kontrastes annähernd erreichen zu können, dunkelt der Monitor bei dunklen Bildern stärker ab als üblich und steigert im Gegensatz die Helligkeit bei hellen Bildern sehr stark. Dynamischer Kontrast meint nun den Abstand zwischen dem hellsten eingestellten zum dunkelsten eingestellten Pixel zu verschiedenen Zeiten. Damit steht er im Gegensatz zum normalen Kontrastwert. Dieser gibt den Unterschied zur selben Zeit an.

Sonderfall LED
Das gilt im Prinzip auch für LED-beleuchtete-Bildschirme. Hier aber mit einem entscheidenden Unterschied für Full-LED-Displays: Bei den Dioden lässt sich die Leuchtstärke an unterschiedlichen Bildteilen unabhängig voneinander regulieren, sodass das hellste mögliche sowie das dunkelste mögliche Pixel gleichzeitig darstellbar sind. Der Kontrast ist tatsächlich höher.

Zu
LED-Monitoren

Technik und Reaktionszeit

Anders als alte Röhrenmonitore lässt sich nicht jedes Displays von der Seite oder auch von oben oder unten ablesen. Besonders einfache Modelle bieten oft nur einen eingeschränkten Blickwinkel. Wie weit Sie sich von der frontalen Aufsicht zur Seite oder nach oben wegbewegen dürfen, bis die Bildqualität beginnt, schlechter zu werden, misst man in Grad. Im Idealfall erreicht ein Monitor sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen die maximal möglichen 180 Grad. Je näher ein Display dieser Marke kommt, desto besser.

Ein besonders kleiner Blickwinkel muss aber nicht unbedingt negativ sein. Er kann sogar gewollt sein. Das gilt immer dann, wenn mehrere Personen im gleichen Raum sind und es nicht möglich sein soll, den Bildschirminhalt des Nachbarschreibtisches zu erkennen. Hierfür sind Monitore mit sehr kleinem Betrachtungswinkel ideal.

TN-Displays
Das größte Problem mit eingeschränktem Blickwinkel haben Monitore, die mit der so genannten TN-Technik (twisted nematic - nematische Drehzelle) arbeiten. Das sind relativ einfache Flüssigkristalldisplays, die mit geringer Betriebsspannung arbeiten und dadurch weniger Strom benötigen. Sie sind günstiger herzustellen, da unter anderem auch weniger Ausschuss anfällt. TN-Displays ermöglichen relativ kurze Reaktionszeiten. Nachteil: TN-Bildschirme erreichen geringere Kontrastwerte.

Bessere Technik
Problem bei TN-Bildschirmen: Wer zu weit neben dem Schirm steht, sieht nichts mehr oder nur vollkommen falsch dargestellte Farben. Das beste Bild haben Sie direkt vor dem Schirm. Einen besseren Betrachtungswinkel und auch höherer Kontrastwerte ermöglichen die MVA- und PVA-Technik (Multi Domain Vertical Alignment und Patterned-Vertical-Alignment-Technik). Diese eignen sich allerdings nicht so gut für Bilder mit schneller Bewegung, da sie längere Reaktionszeiten besitzen. Spiele und Videos machen weniger Spaß.

Es gibt aber auch MVA/PVA-Monitore mit kurzen Reaktionszeiten. Diese verwenden dann in der Regel die so genannte Overdrive-Technik. Diese berechnet das Verhalten der Bildpunkte voraus. Zudem erhöht man kurzzeitig die Spannung. Dadurch reagieren die Flüssigkristalle schneller. Da die Technik jedoch nicht zaubern kann, entstehen dabei manchmal auch Fehler, die sich durch leichte Schlieren, respektive Bewegungsunschärfen bemerkbar machen können.

Eine gute Wahl sind Displays, die mit IPS-Technik (IPS - In-Plane-Switching) arbeiten. Sie ermöglichen horizontale und vertikale Betrachtungswinkel bis über 170 Grad. Eine verbesserte Version dieser Technik trägt die Bezeichnung E-IPS (Enhanced IPS). Hier ist der mögliche Betrachtungswinkel noch etwas breiter und die Reaktionszeit (Response Time) weiter verkürzt. Der neueste Entwicklungsstand dieser Technik trägt das Kürzel PLS. Auch hier sind die Werte für Betrachtungswinkel und Reaktionszeit nochmal optimiert. Weiterhin benötigen PLS-Monitore bei gleicher Leuchtkraft weniger Strom.

Kurze Reaktionszeit
Die Reaktionszeit ist sehr wichtig, wenn Sie mit bewegten Bildern arbeiten. Die Reaktionszeit gibt an, wie schnell ein Transistor arbeitet und damit, wie schnell ein Pixel die Farbe wechseln kann. Hat ein TFT-Monitor eine zu hohe Reaktionszeit, können bewegte Objekte ausfransen oder einen Schleier hinter sich herziehen. Betroffen sind davon in erster Linie Computerspiele und Videos.

Für flüssigen korrekten Bildaufbau auch bei schnellem Bildwechsel sollte die Reaktionszeit eines Monitors maximal zwischen zehn und 15 Millisekunden liegen.
Kauftipp: Je niedriger dieser Wert ist, desto geringer die Gefahr des Ausfransens. Inzwischen erreichen jedoch die meisten Displays Werte von fünf Millisekunden. Das ist für Video-, Bild- und Textverarbeitung vollkommen ausreichend. Für diese Aufgaben genügen auch Monitore mit einer Reaktionszeit von zirka zehn Millisekunden. Ein absolut niedriger Wert ist demgegenüber für PC-Spiele wichtig. Hier sollte die Reaktionszeit idealerweise unter fünf Millisekunden liegen.

Kauftipp: Aber Vorsicht, einige Hersteller geben zwei Werte an, die extrem niedrig sind. Dabei handelt es sich nicht selten um „Rise“- und „Fall“-Werte. Damit ist die Zeit für das Ein- und Ausschalten eines Transistors gemeint. Um die Reaktionszeit zu ermitteln, müssen Sie beide Werte zusammenzählen. Ein weiterer beliebter Trick zum Verbessern der Zeitangabe ist das Wechseln der Schaltzeit von Grau auf Grau. Das geht deutlich schneller als von Weiß nach Schwarz oder umgekehrt. Eine verlässliche Größe über die echte Reaktionszeit liefert aber nur der letztere Wert.

Zu
TN-Monitoren
IPS-Monitoren
MVA-Monitoren
PVA-Monitoren
PLS-Monitoren

Oberfläche

Einfluss auf die Anzeige hat auch die Beschaffenheit der Bildschirmoberfläche. Üblich ist hier eine matte, entspiegelte (non-glare) Beschichtung. Sie ist unempfindlich gegen Reflexionen, sodass Sie den Monitor quasi überall aufstellen können, ohne lästige Spiegelungen befürchten zu müssen. Es gibt allerdings auch Displays, die eine glänzende (glare) Oberfläche haben, wie sie auch bei vielen Notebooks üblich ist.

Eine glänzende Oberfläche macht das Aufstellen etwas schwieriger. So spiegeln sich ungünstig aufgestellte Lampen genauso darin, wie Lichteinfall, der durch ein Fenster eindringt. Also auf jeden Fall einen entspiegelten Monitor wählen? Das lässt sich nicht generell bejahen.

Dem Nachteil der möglichen Spiegelungen stehen zwei große Vorteile gegenüber. So bieten spiegelnde Displays in der Regel deutlich kräftigere Farben und höhere Kontrastwerte. Das macht sich vor allem bei Bildbearbeitung und Videos bemerkbar. Auch PC-Spiele profitieren davon. Für Büroarbeiten sind diese Vorteile unerheblich.
Kauftipp: Wenn Sie viel mit Bildern arbeiten und Ihr Schreibtisch keinen direkten Lichtquellen ausgesetzt ist, kann ein Monitor mit glänzender Oberfläche eine gute Wahl sein.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Notebooks

3D-Displays

Ein interessanter Trend bei Monitoren ist die 3D-Darstellung. Sie ermöglicht die räumliche Anzeige und erhöht besonders das Erlebnis bei Spielen. Doch auch Fotos und Videos wirken in der dritten Dimension plastischer und realer. Um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen, werden normalerweise zwei leicht unterschiedliche Bilder erzeugt; eines für das rechte und eines für das linke Auge. Im Kopf setzt das Gehirn diese zu einem dreidimensionalen Gesamtbild zusammen.

Mit und ohne Brille
Zum Betrachten von 3D-Darstellungen gibt es zwei Arten: mit oder ohne spezielle Brille. Geräte, die eine Brille voraussetzen, sind (noch) gebräuchlicher als solche, die ohne auskommen. Ein Hilfsmittel tragen zu müssen empfingen manche eventuell als lästig. Es schränkt zudem den Nutzerkreis auf nur eine Person ein. Angenehmer ist da, wenn das Monitorbild ohne Zusatzbrille dreidimensional erscheint. Dann können auch weitere Personen leicht diesen Effekt nutzen.

Displays, die mit Brille arbeiten, sind in der Regel günstiger.
Kauftipp: Achten Sie aber darauf, dass eine entsprechende Brille zum Lieferumfang zählt. Das ist nicht immer der Fall. So versuchen einige Hersteller, den Preis niedriger zu halten. Wichtig: Die Monitore sollten zweidimensionale Bilder ohne Brille anzeigen können. Dies ist jedoch in aller Regel der Fall.

Autostereoskopische Displays
Displays, die ohne Brille arbeiten, nennt man autostereoskopische Displays. Bei diesen befindet sich eine Spezialglasplatte mit zahlreichen Wölbungen direkt auf einem normalen 2D-Display. Die gewölbte Oberfläche führt dazu, dass die Augen jeweils unterschiedliche Teilbilder sehen, die das Gehirn im Kopf zusammenfügt. Das klappt relativ überzeugend, wenn Sie einen optimalen Betrachtungswinkel haben. Je mehr Sie sich zu Seite bewegen, desto schlechter wird jedoch das Bild.

Manche Hersteller versuchen dem Problem des eingeschränkten Betrachtungswinkels entgegenzuwirken, indem sie die Wölbungen so einarbeiten, dass mehrere Betrachtungswinkel möglich sind. Aber auch hier gilt: Das beste Bild bekommen Sie nur, wenn Sie genau in einem der angedachten Winkel auf den Bildschirm sehen. Möglicher Nachteil: Der 3D-Effekt lässt sich nicht ausschalten, da die Spezialscheibe fest mit dem Display verbunden ist. Diese Lösung ist zudem teurer.

Treiber für die Grafikkarte
Für eine optimale Anzeige der Bilder in 3D ist meist ein spezieller Treiber für die Grafikkarte nötig. Diesen legen die Hersteller den Monitoren bei. Manche Grafikkarten sind aber auch von Haus aus mit entsprechenden Treibern ausgestattet. Diese können auch 2D-Programme für dreidimensionale Darstellung aufarbeiten.
Kauftipp: Optimale Ergebnisse lassen sich jedoch nur mit Programmen erzielen, die für die 3D-Darstellung optimiert sind, zum Beispiel PC-Spiele.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Grafikkarten

Zu
3D-Displays

Touchscreen

Möchten Sie Ihren Computer wie ein Tablet oder Smartphone bedienen können, benötigt dieser eine berührungsempfindliche Oberfläche, ein so genanntes Touchscreen.
Kauftipp: Dieses sollte möglichst kapazitiv arbeiten. Dann genügt eine minimale Berührung, um eine Funktion auszulösen. Arbeit es demgegenüber resistiv, müssen Sie schon etwas drücken, um eine Funktion auszulösen. Das wird schnell lästig.

Wichtig ist auch die Frage, wie viele Fingerberührungen der Monitor gleichzeitig erkennen kann. Von so genanntem Multitouch spricht man bereits bei der gleichzeitigen Erkennung zweier Finger. Je mehr Berührungen das Display gleichzeitig wahrnehmen kann, desto mehr Steuerfunktionen sind per Hand möglich.

Kauftipp: Nicht jedes Betriebssystem lässt sich per Touchscreen bedienen. Bevor Sie in diese Technik investieren, sollten Sie Ihr System daraufhin überprüfen und dieses gegebenenfalls updaten. Arbeiten Sie mit Windows, sollten Sie mindestens Windows 7 einsetzen.

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Tablets
Smartphones

Zu
Monitoren mit Touchscreen
Betriebssystemen

Anschluss

Flachbildschirme bieten in der Regel eine digitale Schnittstelle (DVI - Digital Visual Interface) für den Anschluss an die Grafikkarte. Mit einem entsprechenden Ausgang an der Grafikkarte verbunden, findet die Signalübertragung darüber vollkommen digital statt. Der Vorteil: Die Bildqualität steigt gegenüber einer analogen VGA-verbindung, da die Bilddaten bei der Übertragung zum Monitor nicht mehr ins Analogformat und im Monitor nicht mehr zurückgewandelt werden müssen. Die Informationen gelangen ein-zu-eins auf den Schirm.

Kauftipp: Es sollte sich bei Karte und Monitor um eine DVI-D-Schnittstelle handeln, denn nur sie arbeitet komplett digital. Die verwandte DVI-A-Schnittstelle verarbeitet dagegen Analogsignale. Per Adapter kann Sie diesen Anschluss auch an einem VGA-Anschluss betreiben. Die DVI-I-Schnittstelle kommt sowohl mit analogen als auch mit digitalen Signalen zurecht. DVI-Stecker übertragen alle nur Bildsignal. Für Ton ist ein zusätzliches Kabel nötig.

HDMI
Zunehmend statten die Hersteller ihre Monitore auch mit einem HDMI-Anschluss aus, wie er bereits bei Fernseher, AV-Receiver, Blu-ray-Player und anderen üblich ist. Darüber fließen die Daten ebenfalls komplett digital. Zudem überträgt der HDMI-Standard auch die Tonsignale. Im Vergleich zu DVI sind HDMI-Stecker deutlich keiner und die Kabel auch deutlich dünner. Das macht Anschluss und Verlegen deutlich komfortabler. Allerdings unterliegen die dünneren Kontakte bei häufigem Umstecken stärker dem Verschleiß als die Kontakte eines DVI-Steckers. Um den Monitor per HDMI anschließen zu können, benötigen Sie eine Grafikkarte mit HDMI-Ausgang.
Kauftipp: An einen HDMI-Eingang können Sie auch direkt einen Blu-ray-Player anschließen.

Display-Port
Neben DVI und der HDMI-Schnittstelle ist auch der so genannte Display-Port verbreitet. Wie HDMI kann dieser sowohl Video- als auch Audiosignale übertragen. Besonders schön: Über die Kabel lassen sich gleichzeitig auch USB-Signale schicken. Damit entfällt eine zusätzliche Verbindung zwischen Monitor und Bildschirm, wenn sich USB-Anschlüsse am Bildschirm befinden.

Der Display-Port beherrscht zudem das Verschlüsselungsverfahren DPCP (Display-Port Content Protection). Über die Schnittstelle lassen sich theoretisch über zehn Gigabit Daten pro Sekunde übertragen. Weiterer Vorteil: Das Display ist vom PC direkter ansteuerbar. In dieses muss dafür weniger Elektronik integriert werden. Das macht die Herstellung billiger und erlaubt noch flachere Displays.

Per Adapter ist der Display-Port kompatibel zu HDMI, DVI und VGA. Anders als bei HDMI müssen Hersteller für die Nutzung des Anschlusses keine Lizenzgebühren bezahlen. Das könnte dazu führen, dass sich dieser Anschluss bei Monitoren künftig gegenüber HDMI-durchsetzt.

Mini-Display-Port
Um große Bildschirme auch an kleinen Notebookgehäusen betreiben zu können, hat Apple mit dem Mini-Display-Port eine verkleinerte Version des neuen Standards geschaffen. Er besitzt die gleichen Vorzüge wie der größere Bruder. Inzwischen lizenziert die Firma den Anschluss kostenlos, sodass auch andere PC-Hersteller dazu übergegangen sind, den Mini-Display-Port in ihre Geräte zu integrieren.

VGA
Kauftipp: Den alten, nur analog arbeitenden VGA-Anschluss sollten Sie möglichst ignorieren und nur verwenden, wenn Ihnen keiner der genannten Digitalanschlüsse zur Verfügung steht. Die Bildqualität, die Sie damit erreichen können, ist spürbar niedriger.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
TV- und HiFi-Kabeln

Zu Monitoren mit
DVI-Anschluss
Displayport
VGA-Eingang

Ergonomie und Extras

Ein Monitor muss heute nicht mehr nur ein Bild anzeigen, sondern kann auch noch Zusatzfunktionen mit übernehmen. Praktisch sind zum Beispiel ins Gehäuse integrierte Lautsprecher. Die fallen meist kaum auf und sparen Platz auf dem Schreibtisch. Nachteil: Aufgrund des begrenzten Gehäusevolumens können diese Lautsprecher keinen tiefen Bass und voluminösen Sound erzeugen. Der Klang solcher Lösungen ist daher größtenteils nur durchschnittlich, für Normalansprüche aber in der Regel vollkommen ausreichend.

Vorteilhaft für gelegentliche Layoutarbeiten sind so genannte Pivot-Monitore. Sie sind zu einer Seite hin um 90 Grad drehbar. Kippen Sie das Gerät, passen Monitor und eine Software auf dem PC das Bild automatisch an, sodass sich mindestens eine DIN-A4-Seite, oft auch eine DIN-A3-Seite, komplett darstellen lässt.
Kauftipp: Für die Pivot-Funktion benötigen Sie etwas Platz um den Monitor herum, um ihn ungehindert drehen zu können.

Ergonomie
Sitzen Sie täglich lange vor Ihrem Monitor, ist es wichtig, diesen optimal an die Sitzposition anpassen zu können. Andernfalls drohen Verspannungen durch ungünstige Haltung. Ein Plus ist es somit, wenn Sie den Monitor in der Höhe verstellen können. Da es ideal ist, beim Blick auf das Display leicht nach unten zu sehen, sollte der Monitor zudem neigbar sein. Dann können Sie ihn optimal an Ihren Blickwinkel anpassen. Ist er darüber hinaus schwenkbar, lassen sich ungewollte Spiegelungen, durch leichtes Neigen zur Seite ausschalten.

Kauftipp: Schauen Sie den Monitoren auch auf die Füße. Manchmal finden Sie dort Stützen im Schuhkartonformat. Das ist nicht nur unschön, sondern macht auch einen Teil des Platzvorteils der flachen Schirme wieder zunichte. So muss ein Display mit einem 20 Zentimeter tiefen Fuß, aus dem auch noch ein Stecker herausragt, weit ab der Wand stehen. Weniger unschön aber unpraktisch sind zu kleine Füßchen. Bei ihnen ist fraglich, ob sie den Monitor halten können, wenn Sie einmal gegen den Schreibtisch stoßen sollte.

USB-Hub
Bei TFT-Displays fungiert der Standfuß manchmal als aktiver USB-Hub. Das heißt, er stellt mehrere USB-Anschlüsse zur Verfügung, an denen sich viele Geräte gleichzeitig betreiben lassen.
Kauftipp: Praktischer und platzsparender ist es jedoch, wenn sich die Anschlüsse direkt am Monitorgehäuse befinden.

Voraussetzung für die Nutzung von USB-Ports am Display bei DVI-, VGA- und HDMI-Verbindung ist allerdings ein USB-Kabel zwischen Monitor und PC, über das die USB-Signale in den Computer und zurückfließen können. Im Falle eines passiven USB-Hubs ist immerhin ein USB-Gerät zurzeit nutzbar. Das ist sehr praktisch, wenn Sie eine Digitalkamera, einen MP3-Player, einen USB-Stick oder ein anderes Gerät verwenden möchten. Die Verkabelung wird deutlich einfacher und Krabbeln unter den Schreibtisch entfällt.

TV-Tuner

Einige Displays besitzen einen integrierten Fernsehtuner. Der gestattet nicht nur den Fernsehempfang während der Arbeit, sondern ermöglicht sogar, den Monitor als vollständiges TV-Gerät unabhängig vom PC zu verwenden. An diesen muss das Display dazu nicht einmal angeschlossen sein.

Webcam
Einige Monitore haben ähnlich vieler Notebooks eine Webcam in den Displayrahmen integriert. Das macht ein zusätzliches Gerät überflüssig und schafft Platz auf dem Schreibtisch. Unter Umständen ist es aber nötig, dafür ein getrenntes USB-Kabel zwischen Display und PC zu legen. Nachteilig mag manchem auch erscheinen, dass man die Kamera nicht mehr in die Hand nehmen, schwenken oder auf bestimmte Personen oder Gegenstände richten kann.

Gehäusefarbe
Finden Sie mehrere Monitore, die Ihren Anforderungen entsprechen, kann das Auge mitentscheiden. Denn schon lange werden nicht mehr nur graue eckige Kästen geboten. Schicke Designergehäuse verdrängen mehr und mehr die Langweiler. Warum also nicht ein Modell wählen, das sich nahtlos in die Einrichtung integriert?

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
USB
TV-Tunern
Webcams
Digitalen TV-Receivern

Prüfsiegel

Viele Anwender gehen beim Monitorkauf gerne auf Nummer sicher. Sie möchten nicht nur auf die Angaben vom Hersteller vertrauen, sondern gerne von einer neutralen Stelle erfahren, dass sie ein gutes Gerät erwerben, das sowohl technisch als auch ergonomisch sowie zunehmend auch ökologisch und unter sozialen Gesichtspunkten gewissen Mindestanforderungen entspricht.

Neutrale Stellen für den Monitormarkt sind neben PC-Zeitschriften, welche die Produkte testen, vor allem die Zertifizierungsstelle der schwedischen Gewerkschaft TCO sowie der deutsche TÜV. Da zertifizierte Monitore sich besser verkaufen, lassen die Hersteller den Großteil der Monitore bei den Verbänden überprüfen, um die begehrten Prüfsiegel zu bekommen.

TCO-Norm
Monitore, die die neuesten und somit härtesten Kriterien erfüllen, tragen das Label TCO Certified. Frühere Versionen trugen noch die Jahreszahl im Namen, hießen etwa TCO 06, TCO 03, TCO 99 und TCO 95. Um die aktuelle Auszeichnung zu erhalten, müssen die Displays nicht nur die strengen ergonomischen Vorgaben einhalten, sondern auch wenig Strom verbrauchen und sozialverträglich unter humanen Bedingungen produziert sein. Zudem verringert die TCO regelmäßig die Grenzwerte für die geduldete Intensität magnetischer und elektrischer Felder, die Verwendung von Flammschutzmitteln und Schwermetallen. Die Monitore müssen zur Erlangung des Siegels zudem fürs Recycling vorbereitet sein.

Energy Star
Das Ernergy-Star-Siegel, dessen aktuellste Version die 5.3 ist, entstammt dem US-Markt und bewertet nicht nur Monitore, sondern nahezu sämtliche Bürogeräte. Die Bestimmungen regeln, dass ein Gerät nach einer bestimmten Zeit, in der es nicht genutzt wird, automatisch in einen Stromsparmodus übergeht. Monitore müssen nach spätestens 15 Minuten in den Ruhezustand übergehen können. Sie dürfen in diesem Zustand seit 2006 maximal zwei Watt verbrauchen und im ausgeschalteten Zustand nicht mehr als ein Watt. Ob ein Gerät, auf dem das Energy-Star-Label prangt, die Vorgaben auch tatsächlich erfüllt, ist allerdings nicht ganz sicher. Denn es erfolgt bei der Vergabe keine Prüfung. Jeder Hersteller, der angibt, dass sein Gerät den Vorgaben entspricht, erhält das Siegel.

Blauer Engel
Nicht die technische Qualität eines Gerätes, sondern dessen Umwelteigenschaft und die ergonomische Gestaltung, zertifiziert das deutsche Umweltsiegel Blauer Engel. Berücksichtigung findet dabei besonders ein niedriger Stromverbrauch, mögliche Recyclingfähigkeit, langlebige Konstruktion und Schadstofffreiheit. An der Vergabe sind unter anderem das Umweltbundesamt und das Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beteiligt. Zuerkannt wird es von der Jury Umweltzeichen, einem Gremium aus vielen unterschiedlichen Teilnehmern und Verbänden des öffentlichen Lebens. Der Blaue Engel ist eine gute und wichtige Ergänzung, alleine aber nicht ausreichend.

TÜV-Plakette
„TÜV geprüft“ ist ebenfalls ein deutsches Siegel. Die Plakette erhalten nur Geräte, die der Technische Überwachungsverein (TÜV) ausgiebig in seinen Labors auf Funktion und Sicherheit getestet hat. Die entsprechenden Tests führt entweder der TÜV selbst oder eine vom TÜV anerkannte Werkstatt durch. Ein TÜV-Label ist eine sehr positive Auszeichnung für einen Monitor.

Kauftipp: Die größte Aufmerksamkeit kommt sicherlich wegen dem größeren Bekanntheitsgrad dem TCO-Label zu. Dabei hat der TÜV die strengeren Maßstäbe. Denn dort unterzieht man wirklich mindestens ein Gerät einer Baureihe einer intensiven Prüfung und wiederholt dies gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Bei der TCO in Schweden begnügt man sich demgegenüber mit der Selbstverpflichtung der Hersteller, die Wahrheit zu bekunden sowie mit einigen Stichproben. Achten Sie daher ebenfalls auf aktuelle Prüfsiegel des deutschen TÜV.

Monitor aufhängen

Wenn es bei Ihnen auf dem Schreibtisch eng ist, können Sie einen Monitor auch vor sich an die Wand hängen. Der Abstand zum Bildschirm wird dadurch aber nicht zwangsläufig größer, da auch für die Vorrichtung ein gewisser Platz nötig ist und auch Freiraum zur Wand bleiben muss, um den Bildschirm neigen zu können. Zu groß darf der Abstand auch gar nicht werden, weil dann Text schwer ablesbar wird. Geeignet ist eine solche Lösung nur für Schreibtische, die nicht allzu tief sind.

Um einen Monitor an die Wand hängen zu können, muss dieser zu einer Aufhängevorrichtung Kontakt aufnehmen können. Dazu benötigt dieser mindestens vier Gewinde in einem bestimmten Abstand auf der Rückseite. Den verwendeten Lochabstand und die nötige Schraubengröße regelt der VESA-Standard (Video Electronics Standards Association). Wählen Sie möglichst eine Halterung, die ein Neigen des Monitors ermöglicht, um ihn optimal anwinkeln zu können.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
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Fazit

Woran erkennen Sie nun letztendlich einen guten Monitor? Reduziert auf die technischen Eigenschaften lässt sich das folgendermaßen beantworten: an einem hohen Kontrastverhältnis, kurzer Reaktionszeit und modernen, digitalen Anschlüssen. Da jedoch je nach Anwendung auf den einzelnen Punkten mehr oder weniger Gewicht liegt, fassen wir die wichtigsten Kriterien nach Anwendungsbereichen zusammen.

Einstiegsmodelle und Büroarbeiter
Für Einsteiger eignen sich bereits 18-Zoll-Displays mit 16:9-Bildformat. Die Reaktionszeit spielt eine untergeordnete Rolle. Digitaler DVI-Anschluss ist Pflicht. Gut geeignet sind bereits günstige Einstiegsgeräte. Für Office-Anwendungen und Websurfer stellen18-Zoll-Monitore ebenfalls schon eine zufriedenstellend große Bildfläche zur Verfügung. Auch hier spielt die Reaktionszeit keine Rolle. Am besten geeignet sind klassische Bildformate oder das 16:10-Format. Der Monitor sollte höhenverstellbar, neig-/schwenkbar und entspiegelt sein.

Bildarbeiter und Spieler
Für Foto und Videobearbeitung sind Displays mit einer Bilddiagonale ab 23 Zoll im 16:9- oder 16:10-Format interessant. Die Reaktionszeit ist zweitrangig. Wichtig sind hohe Leuchtkraft, hoher Kontrast, hohe Auflösung, eventuell eine glänzende Oberfläche und gute Ergonomie. Für PC-Spiele ist eine sehr schnelle Reaktionszeit das wichtigste Kriterium, die Größe ist zweitrangig. Schon mit 18 Zoll Bilddiagonale macht es richtig Spaß. Achten Sie auf digitale Anschlüsse und gute Kontrastwerte.

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