Navigation

Kaufberatung Mobile Navigation
  1. Nie mehr verfahren
  2. Moderne Navigationssysteme
  3. Gehäuse
  4. Karten
  5. Regional oder International
  6. Verkehrsfunk
  7. Radarfallen
  8. Bedienung
  9. Mehrwert und Erweiterungen
  10. Navigation im Autoradio
  11. Alternative: PDA oder Notebook
  12. Alternative: GPS-Handgeräte und Handys
  13. Empfangsgenauigkeit
  14. Fazit: Anwendung entscheidend
  15. Buchtipps

Nie mehr verfahren

Zu den Navigationsgeräten Biegen Sie in 200 Metern rechts ab“, tönt die Stimme aus dem Navigationssystem. Es weiß genau, wo sich der Fahrer befindet, kennt alle Straßen, Fußgängerzonen und Parkplätze und kann auch schon mal den Weg zur nächsten Apotheke erklären. Äußerst praktisch!

Und das Beste: Navigationsgeräte kosten schon längst kein Vermögen mehr. Sie sind so günstig geworden, dass jeder auf den Zug aufspringen kann. Als Komplettpaket oder Erweiterung für PDA oder Notebook - schon für unter 100 Euro kann man ein gutes Navigationssystem bekommen.

Viel Komfort

Absolute Top-Modelle sind ebenfalls bezahlbar geworden. Sie bieten gegenüber den Einstiegsmodellen einen erheblichen Mehrwert. Dazu zählen Live-Staumeldungen, das Anpassen an die Fahrweise des Fahrers oder auch die Suche nach einer günstigen Tankstelle. Viele Geräte lassen sich zudem nicht nur im Auto verwenden, sondern auch mit dem Fahrrad oder bei einem Spaziergang.

Neben den klassischen Navigationsgeräten gibt es auch solche Versionen, die bei der Orientierung im Gelände, fernab der Zivilisation, wertvolle Dienste leisten. Andere GPS-Empfänger richten sich an Sportler und dienen weniger der Orientierung als mehr der Strecken- und Zeitkontrolle. Als Routenführer im Auto eignen sich diese kaum.

Handy als Navigator

Auch das Handy bietet sich mittlerweile als Alternative an, hat aber neben einigen Vorteilen auch Nachteile bei der Nutzung als elektronischer Pfadfinder. Wozu also greifen? Eine persönliche Antwort auf diese Frage zu finden ist nicht schwer. Worauf Sie bei der Entscheidungsfindung achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)


Moderne Navigationssysteme

Zu den Navigationsgeräten Normale Navigationsgeräte lassen per Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigen. Sie sind klein und kompakt, haben nicht nur Karten und Empfangsantenne integriert, sondern auch noch einen kleinen Lautsprecher. Kurze präzise Kommandos teilen dem Fahrer mit, wann er abbiegen oder wo er sich einordnen muss. Man findet sie etwa auch unter den Kürzeln PNA oder PND. Ersteres steht für „Persönlicher Navigationsassistent“. Letzteres für „Personal Navigation Device“. Beide meinen dasselbe.

Vorteile

Der große Vorteil dieser Geräte: Dank leichter und schneller Installation kann man sie schnell auch mal im Zweitwagen oder dem Mietwagen am Urlaubsort einsetzen. Sie sind zudem deutlich günstiger als fest in den Wagen eingebaute Systeme. Für diese müsste man sich schon vor dem Kauf eines Neuwagens entscheiden oder später hohe Kosten für die Nachrüstung einkalkulieren.

Ebenfalls vorteilhaft: Mobile Navigationsgeräte kann man auch auf dem Fahrrad oder Motorrad benutzen. Darüber hinaus bieten sie auch am Zielort beim Fußweg weitere Dienste, indem sie direkt zu gesuchten Sehenswürdigkeiten führen können.

Nachteile

Nachteilig gegenüber der fest eingebauten Lösung ist, dass sich ein mobiles Gerät bei einem Unfall aus der Halterung lösen kann und wie ein Geschoss durchs Fahrzeug fliegt. Für die Insassen besteht dadurch erhöhte Verletzungsgefahr. Als störend mag zudem mach einer das Stromkabel zum Zigarettenanzünder und das eventuell vorhandene Antennenkabel für die Stauwarnungen empfinden, die beide lose am Armaturenbrett hängen.

Weiterer Unterschied zwischen mobiler und fest integrierter Lösung: Mobile Navigationsgeräte haben den Lautsprecher im Gehäuse und ignorieren das Autoradio. Das bedeutet, dass es sich für eine Ansage gegen das Radio oder der CD-Player durchsetzen muss und dieses nicht in der Lautstärke absenken kann. Somit besteht bei lauter Musik die Gefahr, eine Anweisung zu überhören. Integrierte Systeme senken demgegenüber die Musik ab, so dass man keine Ansage verpasst.

Mehr Informationen zu Autoradios


Gehäuse

Zu den Navigationsgeräten Mobile Navigationsgeräte unterscheiden sich in Größe und Gewicht, aber auch in der Ausstattung. Alle lassen sich zwar auch außerhalb des Autos einsetzen, bieten dafür aber unterschiedliche Voraussetzungen. Für den Einsatz auf dem Fahrrad oder zu Fuß, also dort, wo es keine Stromversorgung gibt, ist eine lange Batterielaufzeit wichtig sowie ein entsprechend angepasster Nutzungsmodus. Geräte, die nur zwei bis drei Stunden arbeiten, bevor sie wieder ans Stromnetz müssen, sind hier nur bedingt einsetzbar.

Größe und Gewicht

Auch Größe und Gewicht spielen eine Rolle. Für die Jackentasche eignen sich kleine, flache Geräte mit geringem Gewicht am besten. Oft muss man hier aber einen Kompromiss eingehen. Denn in kleinen Geräten haben auch nur kleine Akkus Platz, deren Stromvorrat schnell aufgebraucht ist. Doch auch von dickeren und schwereren Geräten kann man trotz eventuell kräftigerer Batterie keinen tagelangen Einsatz erwarten, da der Satellitenempfang, die ständige Positionsberechnung und ein leuchtstarkes Farbdisplay große Stromverbraucher sind.

Stromversorgung

Aufladen lassen sich sämtliche Navigationsgeräte an Bord des Autos; viele können auch Strom an einer Haussteckdose tanken, doch nicht alle. Einige lassen sich ausschließlich am Zigarettenanzünder aufladen, andere können mittels USB-Kabel immerhin noch Energie vom PC oder Notebook erhalten. Auf die Stromversorgung sollten alle, die ein Navigationsgerät außerhalb eines Autos einsetzen möchten, besonders achten.

Stromversorgung im Auto

Auch im Wagen kann die Stromversorgung Probleme bereiten. Nämlich dann, wenn man mehrere Geräte zeitgleich über den Zigarettenanzünder mit Energie versorgen möchte; also etwa auch das Handy laden oder eine Kühlbox betreiben. Wer dazu nicht mehrere Anschlüsse im Wagen zur Verfügung hat, braucht einen Adapter, der wie eine Mehrfachsteckdose, zwei oder mehr Anschlüsse bietet.

Zum Zubehör für den Zigarettenanzünder


Karten

Zu den Navigationsgeräten Ein entscheidender Unterschied in der Ausstattung der Navigationsgeräte ist das zur Verfügung stehende Kartenmaterial. Es entscheidet zum größten Teil über die Qualität eines Gerätes. Denn nur aktuelle und ausführliche Karten sind Garant dafür, dass eine Route korrekt berechnet werden kann.

Bei alten Karten besteht die Gefahr, Umwege zu fahren oder auf Straßen geführt zu werden, die es nicht mehr gibt, welche die Fahrtrichtung geändert haben oder in eine Fußgängerzone gewandelt sind. Da aber selbst aktuelle Landkarten mit der Zeit veralten, ist es wichtig, diese künftig aktualisieren zu können. Andernfalls könnte man unter Umständen irgendwann gezwungen sein, wegen des Kartenmaterials ein neues Navigationsgerät kaufen zu müssen. Kontrollieren Sie deshalb vor dem Kauf, ob künftig die Möglichkeit besteht, die Karten auf den neuesten Stand bringen zu können.

Karten-Updates

Vorteilhaft sind regelmäßige Karten-Updates, die im Kaufpreis enthalten sind. Manchmal gehören diese für einen begrenzten Zeitraum zum Lieferumfang, mitunter sind diese gegen einen Aufpreis erhältlich. Den Wert eines Navigationsgerätes erhalten Updates, die sich über den gesamten Nutzungszeitraum erstrecken. Die Kartenaktualisierung sollte mehrmals pro Jahr stattfinden. In der Regel geschieht dies über einen Computer.

Wichtig: Sämtliche Karten, die zum Lieferumfang zählen, sollten im Gerät Platz finden können. Andernfalls müsste man stets von einer DVD am PC die jeweils nötigen Karten nachladen und andere dafür aus dem Speicher werfen. Höchst unpraktisch!

Software-Updates

Schön ist es auch, wenn der Hersteller Software-Updates anbietet, mit denen man das Betriebssystem seines Gerätes auf dem neuesten Stand halten kann. So kann man Nutzen von Fehlerkorrekturen und neuen Funktionen haben, die die Leistungsfähigkeit unter Umständen sogar erweitern. Oft unterscheidet die Updatemöglichkeit die guten Geräte von den schnellen Schnäppchen. Ein vermeintlicher Preisvorteil relativiert sich also im Laufe der Zeit und wird später womöglich zu einem Nachteil.

Auf sehr günstigen Geräten befindet sich zudem nicht selten veraltetes Kartenmaterial und/oder nur wenige Karten. Zuweilen wirbt man etwa dafür, die Hauptverkehrsstraßen von Europa mit installiert zu haben. Diese reichen aber gerade mal, um ein Land auf den Hauptstraßen, respektive Autobahnen zu durchqueren. Abseits dieser Routen kennt sich das System aber genauso wenig aus wie Sie.


Regional oder International

Zu den Navigationsgeräten Häufig findet man technisch identische Navigationsgeräte zu unterschiedlichen Preisen. Grund: die Ausstattung des Kartenmaterials. So lässt sich mancher Euro sparen, wenn man weiß, dass man nur in Deutschland, der Schweiz oder Österreich (kurz: DACH) unterwegs ist. Teurer wird es zumeist, wenn man Landkarten von ganz Europa haben möchte. Zwar ist es praktisch, möglichst viele Karten zur Verfügung haben, doch wenn man sich sicher ist, dass man diese nie nutzen wird, kann man genauso gut einige Euros sparen.

Auf der anderen Seite haben Navigationsgeräte mit Europakarten an Bord den Vorteil, diese im Mietwagen, beim Sightseeing oder einer Fahrradtour im Urlaub benutzen zu können. Regionale Lösungen fallen dafür aus. Geräte großer Markenhersteller, die nur mit regionalen Karten bestückt sind, kann man später meist noch erweitern und bei Bedarf fehlende Landkarten nachkaufen. Allerdings: Eine nachträglich erweiterte Lösung ist in der Regel teurer als ein auf einmal angeschafftes Komplettpaket.

Inzwischen gibt es auch Geräte, die neben Europa auch Karten von Nordamerika mit integriert haben, interessant für alle, die häufig in den USA sind. Wer viel in der Welt unterwegs ist, sollte darauf achten, dass man für das gewünschte Gerät Karten für die besuchten Länder nachkaufen kann.

Zu den Karten für Navigationsgeräte


Verkehrsfunk

Zu den Navigationsgeräten Eine vermeintlich sinnvolle Erweiterung, die bei den meisten Navigationsgeräten inzwischen zum Lieferumfang zählt, ist die Fähigkeit an Staus vorbeizuführen. Sie unterstützen dafür den TMC-Service. Das Kürzel steht für „Traffic Message Channel“, was auf Deutsch etwa „Verkehrsfunkkanal“ bedeutet. Es sorgt dafür, dass das Navigationsgerät per UKW pausenlos aktuelle Verkehrsfunkdaten erhält. Damit das klappt, muss man jedoch per Kabel eine Antenne anschließen und auf dem Armaturenbrett befestigen. Der Service ist im deutschsprachigen Raum und einigen europäischen Ländern verfügbar, jedoch nicht europaweit.

Am Stau vorbei

Der Sinn des TMC-Service ist es, den Fahrer gar nicht erst in einen Stau fahren zu lassen, sondern automatisch eine Ausweichstrecke zu berechnen. Das Problem dabei ist allerdings, dass - zumindest bei viel befahrenen Straßen – bei einem Stau schnell auch die Ausweichstrecken so stark frequentiert sind, dass der Umweg mehr Zeit beansprucht, als man für die Durchfahrt durch den Stau benötigen würde.

Letztendlich bekommt das Gerät die gleichen Meldungen, die man auch über den Verkehrsfunk hört. Oft sind diese aber nicht korrekt. Nicht selten steht man in Staus, die gar nicht gemeldet sind, oder gemeldete Staus gibt es gar nicht. Hier muss jeder selbst entscheiden, für wie sinnvoll er eine Umleitfunktion hält.

TMCPro

Zuverlässigere Warnmeldungen verspricht der TMCPro-Service. Er ist im Gegensatz zum kostenlosen TMC-Service gebührenpflichtig. TMCPro ist nicht über öffentlich-rechtliche Radiosender, sondern nur über private Radiostationen zu empfangen. Anders als TMC, das auf der Basis von Polizeimeldungen, ADAC-Warnungen und ähnlichen Quellen beruht, wertet TMCPro automatisch erfasste Verkehrsdaten aus.

Automatische Datenauswertung

Für die Datenauswertung greift es beispielsweise auf die Informationen der Module zu, die an nahezu jeder Autobahnbrücke installiert sind und die die Verkehrsdichte messen. Weiterhin wertet es Daten von in der Fahrbahn angebrachten Sensoren aus und erhält darüber hinaus Daten, die von über 40.000 Fahrzeugen - etwa Taxen und LKWs - gesammelt werden. Jene Fahrzeuge sind dazu mit FCD-Technik (Floating Car Data) ausgerüstet, die pausenlos Informationen über die Verkehrssituation auswertet und an eine Zentrale sendet. Dort treffen auch die zuvor genannten Daten ein, werden von Computer automatisch ausgewertet und per UKW an TMCPro-kompatible Geräte gesendet.

Die so gesammelten Informationen sollen aktueller und verlässlicher sein. Für den Empfang der Daten reicht der übliche TMC-Empfänger, die Software muss aber einen Dekoder zum Entschlüsseln der Pro-Daten integriert haben. Auf diesen entfallen die Gebühren. Meist bezahlt man sie einmalig in Form höherer Anschaffungskosten für das Gerät, das sich dadurch um etwa 50 bis 60 Euro verteuert.

Per Mobilfunk

Noch einen Schritt weiter gehen Lösungen, die Daten anderer Navigationsgeräteanwender, auch Live-Lotsen genannt, auswerten. Mit einem Mobilfunkmodul ausgestattete Navigationsgeräte teilen bei diesem Service anonym ihren Aufenthaltsort mit und auch, ob das jeweilige Fahrzeug sich auf Basis der Kartendaten bewegen kann oder aufgehalten wird. Eine Zentrale wertet diese Daten aus und schickt sie an ebenfalls mit Mobilfunkmodul ausgestattete Navigationsgeräte weiter, die bei ermittelten Verkehrsproblemen auf der geplanten Route automatisch eine Alternative vorschlagen. Die so ermittelten Verkehrsströme gelten als besonders aktuell und verlässlich.

Regelmäßige Zusatzkosten

Um diesen Service nutzen zu können, benötigt das Navigationsgerät eine SIM-Karte, wie sie auch im Handy steckt, sowie einen speziellen Mobilfunkvertrag. Beides ist häufig im Gerätepreis und Kaufvertrag enthalten. Nicht selten ist der Service zu Nutzungsbeginn für eine kurze Dauer kostenlos integriert. Möchte man ihn nach Ablauf dieses Zeitraums weiter nutzen, fallen regelmäßige Kosten dafür an. Diese zahlt man direkt an den Navigationsgerätehersteller. Die Beiträge sind fix und erhöhen sich in der Regel auch nicht bei einer Nutzung im Ausland, dort wo der entsprechende Service angeboten wird.

Die Verbindung zum Mobilfunknetz erlaubt auch, weitere Informationen für die Navigationsgeräte anzubieten. Dazu zählt etwa eine Lokalsuche, die auf bestimmte Orte und Veranstaltungen in der jeweiligen Umgebung hinweisen kann. Praktisch sind auch Informationen über das aktuelle Wetter auf der Strecke und am Zielort. Manche Lösungen können auch die aktuellen Benzinpreise nahe gelegener Tankstellen anzeigen, so dass man sich die günstigste aussuchen kann.


Radarfallen

Zu den Navigationsgeräten Populär ist die Integration von Radarwarnern in die Navigationsgeräte. Diese gehören entweder fest zum Leistungsumfang eines Gerätes, lassen sich kostenpflichtig nachrüsten oder gegen eine Gebühr abonnieren. Das erscheint praktisch, ist rechtlich jedoch ein zweischneidiges Schwert. So ist es in Deutschland zwar gestattet, Geräte mit integriertem Radarwarner mit sich zu führen, doch dessen Einsatz ist verboten.

Nicht verboten ist demgegenüber eine Funktion, die bei Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit eine Warnung ausspricht. Mit ihr kann man ebenfalls vermeiden, aufgrund zu schnellen Fahrens, geblitzt zu werden. Auf der anderen Seite ist mitunter ein dickes Fell nötig, um bei ständigen Ermahnungen vom Navigationsgerät die Ruhe zu bewahren.


Bedienung

Zu den Navigationsgeräten Die Bedienung der meisten Geräte erfolgt per Fingerdruck direkt auf das Display, nur noch wenige bieten zur Hilfe einen kleinen Stift an. Die Steuerung per Finger hat einige Vorteile. Es geht schnell und einfach. Selbst bei der Fahrt kann man schnell mal aufs Display tippen, um eine Ansage zu wiederholen oder den Bildausschnitt zu verändern. Andererseits verschmutzt dadurch das Display mit der Zeit und muss gereinigt werden.

Steuerung per Stift

Bei der Steuerung per Stift bleibt das Display weitgehend sauber. Dafür ist aber die Bedienung während der Fahrt kaum möglich. Denn einen Stift müsste man zunächst aus dem Gehäuse herausziehen und später auch mühsam wieder einstecken, was beides schon recht umständlich sein kann. Doch auch das Tippen ist nicht ganz leicht, da sich die Spitze beim fahrenden, wackelnden Auto nicht so leicht positionieren lässt. Zudem besteht die Gefahr, den Stift fallen zu lassen.

Steuerung per Tasten

Einige Einstiegsgeräte lassen sich zuweilen nicht über ein berührungsempfindliches Display steuern. Hier gibt man stattdessen alle Steuerbefehle über Tasten ein, die links und rechts vom Bildschirm angebracht sind. Das ist weniger intuitiv und erschwert die Bedienung während der Fahrt.

Fernbedienung

Praktisch mag die Steuerung per Fernbedienung klingen, die per Klemmmechanismus Halt am Lenkrad findet. Deren Benutzung ist jedoch ein wenig mühselig und bringt kaum eine spürbare Erleichterung. Die Befehlseingabe per Touchscreen direkt am Navigationsgerät ist einfacher und intuitiver. Anders für Beifahrer: Sie können die Routenberechnung beeinflussen, ohne sich vorbeugen zu müssen und dabei die Sicht auf das Display zu versperren. Auch Zusatzfunktionen, wie die Steuerung eines eventuell integrierten MP3-Spielers können sie über die Fernbedienung komfortabel erreichen.

Steuerung per Sprache

Die bessere Fernbedienung wäre eine Sprachsteuerung, die bisher jedoch nur wenige Navigationsgeräte bieten. Diese reagieren auf Kommandos und erlauben somit eine Routenberechnung, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Missverständlich kann in diesem Zusammenhang die Text-to-Speech-Funktion sein, die manche Geräte bieten. Sie bedeutet nicht automatisch, dass sich ein Gerät per Sprache steuern lässt. Bei manchen Herstellern verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung nämlich lediglich die Möglichkeit, mehr Informationen als nur die Richtungsangaben ansagen zu lassen. So können Sie sich beispielsweise auch ganze Straßennamen ansagen lassen.

Displaygröße

Die Größe des Displays spielt für die Bedienung ebenfalls eine Rolle. Je größer dieses ist, desto leichter fällt die Bedienung, da man nicht versuchen muss, mit dickem Finger oder wackeligem Stift eine kleine Schaltfläche zu treffen. Für Schaltflächen und auch für die Kartenanzeige ist dann einfach mehr Platz vorhanden. Schattenseite der Medaille: Ein großes Display verbraucht mehr Strom, was die Zeit zwischen den Ladevorgängen verkürzt. Dieser Nachteil hat jedoch nur bei mobiler Nutzung außerhalb des Autos Bedeutung.

Die Diagonale misst man wie auch bei PC-Bildschirmen in Zoll. Häufig trifft man auf Geräte, deren Durchmesser zwischen 3,5 und 4,3 Zoll liegt. Das entspricht etwa neun, respektive elf Zentimeter und gibt Autofahrern eine sehr gute Übersicht. Manche bieten auch fünf Zoll Diagonale (knapp 13 Zentimeter) und erreichen damit eine kritische Größe. Denn werden die Anzeigen zu groß, nehmen sie zu viel Raum an der Windschutzscheibe ein und verschlechtern die Sicht.

Lesbarkeit

Für gute Ablesbarkeit des Displays sollte dieses entspiegelt sein. Somit ist sichergestellt, dass man auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch Kartendetails erkennen kann. Ein spezieller Nachtmodus ermöglicht daneben eine nicht zu leuchtstarke Darstellung in der Dunkelheit. Andernfalls könnte kräftiges Licht Fahrer und Beifahrer blenden. Ideal wäre es, wenn ein Sensor integriert ist, der tagsüber und nachts, die Leuchtstärke vom Umgebungslicht abhängig optimal einstellt.

Praktisch, aber bisher nur bei wenigen Navigationsgeräten verfügbar, ist ein um 90 Grad drehbares Display. Die meisten Bildschirme sind breit und zeigen viele Zusatzinformationen neben der Fahrtstrecke. Doch um vorausschauend fahren zu können, ist es hilfreich, besonders viele Informationen über den Streckenabschnitt zu erfahren, der vor einem liegt. Hier punktet die Hochformatanzeige.

3D-Darstellung

Vorteilhaft ist zudem, wenn sich die Kartendarstellung zwei- und dreidimensional anzeigen lässt. Bei zweidimensionaler Darstellung sieht man von oben auf einen Kartenausschnitt, in dem man die eigene Position und die Fahrtrichtung ablesen kann. Schaltet man auf dreidimensionale Ansicht um, bekommt man etwa die Position eines Hubschraubers, der schräg oben hinter dem Fahrzeug fliegt. Man sieht Position und Fahrtrichtung, kann aber gleichzeitig besser erkennen, was weiter vorne geschieht. Kurz: Die Übersicht ist in dieser Darstellung besser.

Für bessere Übersicht an unüberschaubaren Plätzen, wie etwa Kreuzungen, ist eine Zoomfunktion praktisch. Sie sollte sich mindestens nach einer kurzen Berührung des Displays einschalten, besser jedoch automatisch einstellen, wenn es brenzlig wird. Automatisches Umschalten ist schon deshalb vorzuziehen, da man in solchen Situationen die Hände an Lenkrad und Schaltknüppel braucht und auch den Blick wegen erhöhter Unfallgefahr nicht unnötig von der Straße nehmen sollte.

Realitätsnahe Darstellung

Echte Dreidimensionalität stellt sich jedoch erst ein, wenn die Ansicht nicht mehr hoch oben aus der Luft geschieht, sondern aus deutlich niedrigerer Höhe. Dann lassen sich Gebäude, Denkmäler und anderes besser erkennen. Werden diese auch noch realitätsnah abgebildet, quasi wie abfotografiert, erleichtert das die Orientierung. Für diese Art der Darstellung ist es jedoch besonders wichtig, dass die Kartendaten und vor allem die Gebäudeinformationen aktuell sind. Andernfalls kann diese Funktion sehr verwirrend sein.

Mehr Rechenleistung

Die dreidimensionale Darstellung werden die meisten Anwender vermutlich vorziehen. Jedoch sollte man wissen, dass diese Darstellung mehr Rechenleistung vom Prozessor abverlangt. Das bedeutet einerseits: Besitzt das Navigationsgerät einen schwachen Prozessor, ist die Darstellung ruckelig. Andererseits verbraucht ein stärker arbeitender Prozessor mehr Strom und belastet den Akku mehr, was sich besonders bei mobilem Einsatz bemerkbar macht.

Fahrspurassistenten

Eine gute Hilfe bei mehrspurigen Straßen ist ein Fahrspurassistent. Er gibt mit Rücksicht auf den weiteren Routenverlauf Tipps für die Wahl der richtigen Fahrspur. Gerade bei mehrspurigen Abfahrten kann die Wahl der richten Spur helfen Probleme und gefährliche Spurwechsel zu vermeiden.

Planung am PC

Wer es vorzieht, eine Reise am Computer zu planen, sollte darauf achten, dass sich das gewünschte Navigationsgerät an den PC anschließen lässt und dass sich eine zum Navigationsgerät kompatible Routensoftware im Lieferumfang befindet. Dann kann man die komplette Fahrt, inklusive aller interessanten Zwischenstationen, am Computer eingeben und anschließend per Mausklick in das Navigationsgerät übertragen.

Im Normalfall wird man aber kürzere Strecken vermutlich direkt am Gerät planen. Dort gibt man Zieladresse exakt oder ungefähr ein, indem man nur den Zielort oder eine bestimmte Kreuzung angibt. Das Gerät berechnet daraufhin einige Momente lang die Route und beginnt anschließend mit der Zielführung. Meist zeigt es gleichzeitig auch die Gesamtdistanz und die zu erwartende Ankunftszeit an.

Wiederholungen

Eine wichtige Bedienungshilfe ist das Speichern häufig gefahrener Strecken, so dass sich diese schnell wieder aufrufen lassen, ohne sämtliche Daten neu eingeben zu müssen. Mindestens die zuletzt gefahrenen Routen sollte das Navigationsgerät automatisch abspeichern, besser ist eine dauerhafte Speicherung möglichst vieler Streckenverläufe.


Mehrwert und Erweiterungen

Zu den Navigationsgeräten Navigationsgeräte gibt es inzwischen von vielen Herstellern und jeweils in unterschiedlichen Versionen. Um sich im zunehmend härter umkämpften Markt voneinander abgrenzen zu können, integrieren die Firmen nicht nur unterschiedliche Karten, sondern auch mehr und mehr Zusatzfunktionen über die Navigation hinaus. Sie erweitern entweder das Einsatzgebiet oder sollen Mehrwert bieten, indem sie andere Geräte ersetzen oder wertvollen Zusatznutzen bieten.

Karten korrigieren

Hohen Mehrwert bietet die Möglichkeit, gefundene Kartenfehler korrigieren zu können. Ist diese Option vorhanden, kann man in der Regel auch entscheiden, die Korrekturen über die zum Lieferumfang zählende PC-Software anderen Anwendern zugänglich zu machen. Dies geschieht anonym und ist freiwillig. So lassen sich auf diesem Wege auch Verbesserungen empfangen.

Personenfinder

Freunde und Bekannte lassen sich über einen Buddy-Finder orten. Voraussetzung dafür ist, dass alle Beteiligten ein Navigationsgerät mit Mobilfunkkontakt besitzen und alle ausdrücklich der Ortung zugestimmt haben. Ist das der Fall, bekommt man kleine Symbole mit den jeweiligen Personen auf dem Kartenausschnitt angezeigt. Die Verbindung zum Mobilfunknetz hat darüber hinaus auch den Vorteil, dass E-Mail-Empfang und auch das Browsen im Internet möglich sind. Beides ist aber nicht selbstverständlich. Kontrollieren Sie deshalb die Geräteinformationen.

Mehr Präzision

Genauere Zeitangaben über Fahrt- und Ankunftszeit erhält man, wenn der Pfandfinder sich an das Fahrverhalten des Benutzers anpassen kann. Das geschieht etwa, indem er dessen Verhalten, hauptsächlich die gefahrenen Geschwindigkeiten und Art der Routen, speichert und bei einer Routenberechnung mit auswertet.

Um überhaupt verschiedene Routenarten erkennen zu können, muss das Gerät zudem in der Lage sein, bei einer Zieleingabe unterschiedliche Streckenvorschläge machen zu können. Besonders schön ist, wenn es dabei auch die Uhrzeit und den Wochentag mit berücksichtigen kann. Denn in Ballungsgebieten kommt es mitunter regelmäßig zu Verkehrsstockungen, die es möglichst ohne Zeitverlust zu umfahren gilt. Nützlich ist in diesem Zusammenhang auch, wenn das Navigationsgerät Routen ermitteln kann, die helfen Benzin zu sparen und somit eine ökologische Fahrweise unterstützen.

Freisprecheinrichtung

Eine durchaus sinnvolle Erweiterung mag für manchen eine integrierte Bluetooth Sende- und Empfangseinheit sein. Besitzt man ein Handy mit Bluetooth-Unterstützung, kann das Navigationsgerät als Freisprecheinrichtung, oder zumindest externes Handydisplay dienen. Vorteil: Das Handy kann in der Tasche bleiben und man erspart sich die Anschaffung einer Freisprechanlage. Diese Freisprechanlage kann man auch noch leicht mit in einen Zweit- oder Mietwagen nehmen kann. Oft lassen sich auch die Adressdaten in das Navigationsgerät überspielen, sodass man von dort aus den Wahlvorgang starten kann. Besonders schön ist die Möglichkeit, automatisch eine Route zu einem Kontakt aus dem Telefonbuch ermitteln zu lassen.

MP3-Player

Wer gerne Musik hört, hat vermutlich auch Nutzen von einem integrierten MP3-Player. Dieser ermöglicht, die komprimierten Songs auch im Auto hören zu können. Hier gibt es aber einiges zu beachten. So gibt das Navigationsgerät die Musik nur über den eingebauten Lautsprecher oder über Kopfhörer wieder. Ersterer klingt mit großer Sicherheit nicht zufrieden stellend und Kopfhörer darf man als Autofahrer nicht verwenden. Hier müsste man also einen Adapter verwenden, um die Musik in das Autoradio zu bekommen, was einerseits Extrakosten verursacht und andererseits ein weiteres loses Kabel bedeutet. Alternative: die Übertragung per integriertem FM-Transmitter. Dieser nutzt eine freie Radiofrequenz und funkt Töne über die Radioantenne ins Autoradio.

Um ein Navigationsgerät unterwegs als reinen Musik-Player nutzen zu können, wäre es praktisch, wenn man den GPS-Empfang ausschalten könnte, um Strom zu sparen. Auch ein abschaltbares Display würde die Akkulaufzeit verlängern. Wichtig ist auch die Frage, wo die Musikdaten gespeichert sind. Gibt es keinen oder nur sehr kleinen internen Speicher, müssen die Daten auf einer Speicherkarte lagern. Befinden sich auch die Karten nur auf Speicherkarten, kann man nicht gleichzeitig navigieren und Musik hören, da immer nur eine Speicherkarte im Gerät stecken kann. Ausnahme: Das Gerät hat einen zweiten Steckplatz für Speicherkarten.

iPod-Besitzer finden es vielleicht praktisch, den Player mit dem Navigationsgerät verbinden und komfortabel über das Touchscreen bedienen zu können. Das bieten längst nicht alle Geräte; man muss gezielt nach diesem Feature Ausschau halten.

Bildbetrachter

Ebenfalls praktisch: die Anzeige von Bilddateien. Möchte man im Urlaub seine Fotos ansehen, schiebt man einfach die Speicherkarte ins Navigationsgerät, ruft den Bildbetrachter auf und schaut sich die Bilder einzeln oder als Diashow an. Eine praktische Hilfe für Digitalfotografen wäre zudem, die Fotos von der Speicherkarte ins Navigationsgerät kopieren zu können. Dieses dient damit entweder als Sicherungskopie oder als Zwischenspeicher. Dazu sind aber Luxusversionen mit integrierter Festplatte nötig. Sie können nicht nur die Bilder zwischenspeichern, sondern auch komplette Musiksammlungen aufnehmen.

Video und TV

Wer seine Urlaubsvideos aus der digitalen Videokamera oder dem Handy am Navigationsgerät betrachten können möchte, sollte auf entsprechende Abspielfähigkeit und Unterstützung der benötigten Videoformate achten. Interessanter mag aber eventuell ein integrierter TV-Tuner sein, der es erlaubt, auf Reisen die Lieblingssendungen zu verfolgen. Dabei sollte es sich in jedem Fall um einen digitalen Empfänger nach DVB-T-Standard handeln. Er ist zukunftssicher und kann auch in vielen europäischen Ländern Signale empfangen. Dort aber jeweils nur lokale Sender und nicht die deutschen Programme.

Mit Digicam

Manch ein Navigationsgerät kann gar eigene Fotos machen, da es eine Digitalkamera integriert hat. Allerdings darf man hier nicht die gleiche Qualität wie von einer ausgewachsenen Digicam erwarten. Meist reicht es nur für einfache Fotos in geringer Auflösung. Die Qualität ist etwa mit der von Handykameras vergleichbar.

Reiseführer

Viele Navigationsgeräte wollen auch den Reiseführer ersetzen. Dafür bieten sie Zusatzinformationen zu vielen Orten und so genannte POIs (Points oft Intereset - Orte von Interesse), dazu zählen nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Tankstellen und Unterkünfte, inklusive Telefonnummern. Diese Informationen können aber normalereise keine gedruckten Reiseführer ersetzen und bieten lediglich Grundinformationen. Zudem liegen diese oft nur für eine begrenzte Anzahl Orte vor, in der Regel für touristisch besonders interessante Städte oder Plätze. Reiseführer, die ein ganzes Land abdecken, sind eher selten.

Wörterbuch

Für eine Auslandsreise kann ein Wörterbuch praktisch sein. Doch auch hier darf man keinen Ersatz für umfangreiche gedruckte Exemplare erwarten. Der Umfang ist etwa mit den Hilfen vergleichbar, wie man sie in gedruckten Reiseführern findet, also einzelne Worte und gängige Phrasen für unterschiedliche Gelegenheiten. Möglicher Vorteil hier: Liest das Gerät die Worte oder Sätze vor, lernt man die korrekte Aussprache.

Zusatzfunktionen kosten Geld

So praktisch die genannten Zusatzfunktionen auch sein mögen. Man sollte sich genau überlegen, ob man diese auch wirklich nutzen wird. Denn sie erhöhen den Preis. Wer auch ohne auskommt, spart bares Geld, wenn er zu einem Navigationsgerät greift, das nur Routen berechnet.

Extras

Möchte man das Navigationsgerät nicht nur im Auto, sondern auch auf Fahrrad, Motorrad oder im Zweitwagen benutzen, ist es wichtig, dass der Hersteller die passenden Erweiterungen im Programm hat und diese auch zu einem vernünftigen Preis anbietet. Gehört etwa eine Schutztasche nicht zum Lieferumfang, wäre es schön, eine passende günstig nachkaufen zu können.

Mehr Informationen zu
MP3-Playern
Digitalkameras
Digitale Videokameras
Mobilen Massenspeichern
Freisprecheinrichtungen
Sprachcomputern

Zum Zubehör für Navigationsgeräte

Navigation im Autoradio

Zu den Navigationsgeräten Wer gerne auf ein fest integriertes System setzen möchte, aber nicht das vom Autohersteller angebotene Navigationssystem installieren will, kann ein Autoradio einbauen, das über einen integrierten GPS-Empfänger verfügt. Hinzu kommt eine GPS-Empfangsantenne, die man fest im Wagen installieren muss. Diese Lösung bietet die Vorteile einer fest integrierten Lösung, zu einem relativ günstigeren Preis. Zahlreiche Hersteller haben Navigationsradios im Programm, die in den genormten Radioschacht passen. Einfache Lösungen zeigen dann keinen Kartenausschnitt, sondern nur Richtungspfeile auf einem kleinen Display an und geben gesprochene Ansagen wieder.

Großes Display

Wer ein größeres Display möchte, kann in ein Radio investieren, das einen im Gehäuse versenkbaren Bildschirm hat, der auf Knopfdruck herausfährt und wie ein externer Monitor vor dem Gerät ausklappt. Dessen Display ist in der Regel größer als bei jedem tragbaren Gerät. Die Radios haben meist ein DVD-Laufwerk, über das die Karten aufs Display gelangen.

Musik und Videos

Daneben kann es Musik-CDs abspielen und oft auch DVDs wiedergeben. Die Kombination mit Autoradio sorgt zudem dafür, dass die Musik abgesenkt wird, wenn eine Ansage kommt. Nachteil allerdings: Braucht das Radio die Karten-DVD zur Navigation, kann man nicht zeitgleich Musik von CD hören oder den Beifahrern einen Film von DVD vorführen. Alternative: Besitzt das Radio auch einen Speicherkartensteckplatz, kann es darüber gespeicherte MP3-Songs abspielen oder die Karteninformationen erhalten. Sehr praktisch sind Geräte mit integrierter Festplatte. Darauf lassen sich neben den Karten auch MP3s und Videos lagern.

Ein herausgefahrenes Display verdeckt aber eventuell Bedienelemente des Autos. Um das zu vermeiden, gibt es Festeinbausätze, die einen externen Monitor verwenden. Diesen kann man an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett befestigen. Pfiffig sind Lösungen, die sämtliche Informationen auf einem in den Rückspiegel integrierten Monitor anzeigen.

Mehr Informationen zu Car-Entertainment und Navigation

Alternative: PDA oder Notebook

Zu den Navigationsgeräten Um mit elektronischer Hilfe von A nach B zu manövrieren, ist nicht unbedingt ein spezielles Navigationsgerät nötig. Wer beispielsweise noch einen PDA (Personal Digital Assistent) besitzt und diesen weiter verwenden möchte, kann ihn um die Navigationsfähigkeit erweitern. Auch ein Notebook lässt sich als elektronischer Routenführer verwenden. Daneben ist auch möglich, ein Mobiltelefon für die Zielführung zu verwenden. Voraussetzung für alle drei Gattungen ist eine GPS-Antenne und Kartenmaterial. PDA und Notebook lassen sich relativ unproblematisch um eine GPS-Antenne erweitern, ein Handy muss diese bereits ab Werk eingebaut haben.

Hardware erweitern

Um einen PDA zum Routenprofi aufzurüsten, verwendet man in der Regel ein Steckmodul, an dessen Ende sich die GPS-Antenne befindet. Der PDA benötigt dafür einen freien Standard-CompactFlash-Schacht (CF). Ein Notebook ließe sich mit einem GPS-Modul über den PC-Card- oder ExpressCard-Schacht erweitern. Diese Module müssen jeweils freie Sicht zum Himmel haben, um die GPS-Signale der Satelliten empfangen zu können. Dieser Umstand erschwert besonders beim Notebook die Suche nach einem geeigneten Aufstellort.

Speicherkartensteckplatz

Sollten PDA und Handy nicht ausreichend freien Speicherplatz besitzen, um die benötigten Landkarten aufzunehmen, benötigen sie einen Steckplatz für Speicherkarten. Darüber hinaus ist auch ein kräftiger Akku nötig. Denn der Einsatz einer GPS-Antenne erfordert einige Energie und kann den Verbrauch um bis zu 50 Prozent erhöhen. Bei der Fahrt mit dem Auto ist das kaum ein Problem. Dabei können PDA, Notebook oder Handy Energie aus dem Zigarettenanzünder saugen. Beim Fahrradfahren oder Laufen sieht das allerdings anders aus.

Externe Antenne

Wer am PDA oder Notebook keinen Steckplatz für eine interne GPS-Antenne zur Verfügung hat oder auf die große Portabilität verzichten kann, greift zur externen Antenne, auch GPS-Maus genannt. Sie findet per Kabel am Datenport des PDAs oder per USB am Notebook Anschluss. Man findet auch GPS-Antennen, die ihre Signale per Bluetooth an PDA oder Notebook senden können. Diese benötigen eine eigene Stromversorgung, helfen jedoch, lästigen Kabelsalat zu vermeiden.

Antennen mit Bluetooth-Technik lassen sich unkomplizierter platzieren, da man nicht mühsam Kabel verlegen muss. Man bringt sie einfach dort an, wo der Empfang am besten ist. Auch Fußgänger und Radfahrer können mit solch einer Lösung leben. Den Empfänger tragen sie beispielsweise in der Jackentasche oder montieren ihm am Lenker, während sie den PDA wie gewohnt bedienen. Aufgrund der sperrigen Maße eines Notebooks, ist der Freiheitsgewinn durch eine drahtlose GPS-Maus dort allerdings recht gering.

Um unter ungünstigen Bedingungen den Empfang der GPS-Empfänger verbessern zu können, sollte man auf einen externen Antennenausgang an der GPS-Maus achten. Dort ließe sich eine Antenne anstöpseln, die man beispielsweise außen auf dem Autodach anbringen könnte.

Vorteile PDA

Ein PDA ist klein und leicht. Kaum größer als ein Skat-Blatt passt er bequem in jede Jackentasche. Im Auto kann man ihn per Saugnapfhalterung schnell an der Windschutzscheibe befestigen oder auch fest montieren. Halterungen fürs Fahrrad, wie man sie von Handys kennt, machen ihn Radtour-kompatibel. In der Jackentasche ist der Navigations-PDA schnell zur Hand, wenn man auf einer Sightseeing-Tour ist oder in der Heide die Orientierung verloren hat. Weiterhin besitzen PDAs relativ fixe Prozessoren, welche eine schnelle Routenberechnung versprechen. Zudem sind sie ausgewachsene Taschencomputer, die erheblichen Zusatznutzen bieten.

Nachteile PDA

Die teilweise geringe Größe des Bildschirms erlaubt manchen Geräten, nur einen sehr begrenzten Kartenausschnitt anzuzeigen, so dass man häufig zur Zoomfunktion greifen muss, um Übersicht zu behalten. Hinzu kommt möglicher Kabelsalat. Zumindest dann, wenn man einen PDA ohne integrierten GPS-Empfänger einsetzt. Dann gibt es stets ein Kabel und eine separat zu befestigende Antenne, zusätzlich zum Kabel für die Stromversorgung. Ein drittes Kabel wäre für den TMC-Service nötig, wenn der Empfänger diesen bieten sollte. Besonders auf Fahrrädern und für Fußgänger ist das kaum akzeptabel.

Vorteile Handy

Ein Handy hat den Vorteil, dass man kein weiteres Gerät mit sich herumtragen muss. Wer grundsätzlich mit einer begrenzten Anzeigefläche zufrieden ist, fährt unter Umständen mit einem entsprechend ausgestatteten Mobiltelefon besser. Dieses hat man ohnehin stets bei sich. Da ein solches Handy die GPS-Antenne im Gehäuse integriert hat, benötigt man lediglich einen Halter für die Windschutzscheibe und gegebenenfalls eine Kabelverbindung zum Zigarettenanzünder, um den Akku schonen zu können.

Nachteile Smartphone

Erin großer Nachteil ist die relativ kleine Anzeigefläche, die oft geringer ist als bei reinen Navigationsgräten. Weiterhin verfügt nicht jedes Handy mit GPS-Funktion über eine per Sprache geführte Navigation, zuweilen gibt es nur optische Anweisungen. Liegt das Kartenmaterial auch nicht im Speicher des Mobiltelefons, muss es stets über das Mobilfunknetz geladen werden. Das kostet Zeit und verursacht Gebühren. Eventuell fallen auch pro Route Gebühren an, weil man diese erst bei einem Serviceanbieter anfordern muss. Bei intensiver Nutzung können diese Kosten schnell den Preis einer separaten Navigationslösung erreichen und auch übersteigen. Das Handy ist daher nur eine Alternative, wenn es Kartenmaterial integriert hat und Sprachbefehle wie ein vollwertiges Navigationsgerät geben kann.

Vorteile Notebook

Ein Notebook hat dank deutlich größerem Display wesentlich mehr Anzeigefläche zur Verfügung als Navigationsgeräte, PDAs und Handys. Selbst bei hohem Zoomfaktor ist noch viel von der Umgebung um den eigenen Standpunkt herum zu erkennen, so dass es leichter fällt, die Orientierung zu behalten. Zudem bietet die Festplatte ausreichend Platz, um sämtliche verfügbaren Karten stets dabei zu haben.

Wo genügend Raum zum Aufstellen ist, macht ein Notebook wegen der genannten Vorteile eine besonders gute Figur. Für allein reisende Vertreter oder den Skipper, der auf seiner Yacht genügend Stellfläche hat, ist ein Notebook sehr gut als Navigationseinheit geeignet. Zudem hat man stets den kompletten PC dabei und kann unterwegs auch arbeiten, spielen oder im Web surfen. Per integriertem oder nachgerüstetem TV-Tuner, kann man gar fernsehen.

Nachteile Notebook

Wichtigste Argumente gegen ein Notebook sind Größe und Gewicht. Ein Notebook nimmt selbst im Auto so viel Platz weg, dass für den Beifahrer kaum noch ausreichend Raum übrig bleibt. Zudem muss man eine aufwendige Halterung im Wagen montieren, um den Schirm während der Fahrt komfortabel einsehen zu können.

Auf dem Rad oder zu Fuß lässt sich das Notebook gar nicht einsetzen, es sei denn, man ist bereit, zur Wegkontrolle anzuhalten, das Notebook aus der Tasche zu nehmen und den Standort und die Richtung zu kontrollieren. Auch hier droht Kabelsalat durch eine externe Antenne, falls diese nicht per Bluetooth Daten ans Notebook funkt.

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Zu GPS-Empfangsmodulen
Zu den Karten für PDA und Notebook


Alternative: GPS-Handgeräte und Handys

Zu den Navigationsgeräten Statt eine GPS-Antenne für PDA oder Notebook zu kaufen, könnte man auch zu einem GPS-Handgerät greifen. Diese sind etwa so groß wie ein Mobiltelefon und lassen sich somit ebenfalls leicht überall einsetzen. Hinzu kommt, dass sie meist wasserdicht und stoßfest sind und somit ideal für den harten Einsatz in freier Natur.

Per Datenkabel kann man sie an PDA und Notebook anschließen und zur externen Antenne versklaven. Das bietet sich vor allem bei GPS-Empfängern ohne internes Kartenmaterial an, die neben Längen- und Breitengraden, Richtungspfeilen und Minisymbolen für Laien kaum brauchbare Informationen angeben. Luxusversionen haben Karten integriert und lassen sich als vollwertiges Navigationswerkzeug verwenden, allerdings nur dann, wenn sie auch Sprachbefehle geben. Sie kosten dann aber mitunter schon so viel wie ein PKW-Navigationssystem, oft sogar noch mehr. Obendrein ist ihr Kartenspeicher häufig stark begrenzt. Auch die Displays sind nicht allzu groß.

Hart im Nehmen

Vorteil dieser Gattung neben der größeren Leidensfähigkeit: Sie sind meist genauso leicht zu bedienen wie PKW-Navigationssysteme, meistens aber nur über Tasten und nicht über ein Touchscreen. GPS-Handys beschränken sich nur auf das Wesentliche: die Orientierungshilfe. Auf einem PDA, Handy oder Notebook ist die Navigationsanwendung dagegen eine von vielen und man muss mehr Bedienungsfunktionen für die ideale Handhabung der Geräte erlernen.

Spezialhardware

Nur sehr bedingt zur Navigation eignen sich Spezialgeräte, die etwa für den Sport entwickelt sind. Sie sind gedacht um Läufern, Fahrradfahrern oder Kajakpaddlern als Messinstrument zu dienen. Sie sollen damit Streckenlänge und Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln können. Dazu benötigen diese Geräte keine Karten.

Zu Navigationszwecken lässt sich bei diesem Typ entweder ein Kompass oder eine Pfeildarstellung nutzen, um zu einem bestimmten Ziel zu gelangen. Für diese Funktion muss man die Koordinaten kennen, Ortsbezeichnungen lassen sich nicht eingeben. Eine Route zu solch einem Ziel können diese Geräte ohne Karte nicht anzeigen. Ihr Richtungspfeil zeigt die kürzeste Entfernung per Luftlinie. Damit eignen sie sich neben dem sportlichen Haupteinsatz maximal als Hilfsmittel zur Satelliten gestützten Schnitzeljagd (Geocaching).

Zu den GPS-Handgeräten
Zu den Sport-Navigationsgeräten


Empfangsgenauigkeit

Zu den Navigationsgeräten Wie genau ein GPS-Empfänger die Position ermitteln kann, hängt davon ab, wie viele Satelliten er zur Berechnung des Standortes heranziehen kann. Angegeben wird diese Eigenschaft durch den Ausdruck „Kanäle“. So kann ein 12-Kanal-Empfänger bis zu zwölf Satellitensignale gleichzeitig auswerten. Zwölf ist im Normalfall die maximal mögliche Zahl, da sich zwölf der insgesamt 24 GPS-Satelliten stets auf der anderen Seite der Erdkugel befinden. Zeitweise sind auch mehr Satelliten im Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt könnte ein Navigationsgerät entsprechend mehr Signale empfangen.

Die absolute Untergrenze zur Positionsbestimmung sind drei Satelliten. Stehen dem Empfänger aber aufgrund von Empfangsschwierigkeiten nur so wenige Signale zur Verfügung, dauert die Auswertung, also die Positionsberechnung relativ lange, so dass es zu Verzögerungen kommen kann. Besonders die Genauigkeit der Höhenmessung leidet bei schlechtem Empfang. Unter optimalen Voraussetzungen lässt sich die Position bis auf wenige Zentimeter genau ermitteln.

GPS-Empfangschip

Um schnellen Satellitenkontakt und eine fixe Positionsberechnung nach dem Einschalten zu erhalten, sollte man auf Geräte achten, die mit dem GPS-Chip Sirf III oder neuer ausgerüstet sind. Diese Chips sind sehr empfindlich und empfangen selbst unter schlechten Bedingungen noch Satellitensignale. Ein Gerät mit Sirf-III-Chip benötigt für die Positionsbestimmung meist nur eine knappe halbe Minute. Navigationsgeräte mit älterem Sirf-II-Chip benötigen dafür bis zu mehreren Minuten. Zudem haben diese oft Empfangsprobleme bei schlechten Sichtverhältnissen, etwa unter Bäumen oder in engen Häuserschluchten.

Fixer Prozessor

Daneben ist auch ein fixer Prozessor im Gerät wichtig, der die Routen schnell berechnet, damit die Gesamtwartezeit, bis man die Reise beginnen kann, nicht zu lang wird. Wer meint, hier Geduld haben zu können, sollte bedenken, dass bei Neuberechnung einer Route, weil man die Anweisung des Gerätes überhört hat, die Rechengeschwindigkeit wiederum eine große Rolle spielt. Braucht das Navigationsgerät sehr lange, verpasst man unter Umständen die nächste mögliche Abfahrt.

Im Tunnel

Guter Empfangschip und fixer Prozessor helfen aber wenig, wenn sich man außerhalb des Empfangssignals befindet, etwa in einem Tunnel. Hier sollte ein gutes Gerät nicht kapitulieren und Darstellung und Ansage einfrieren. Besser ist es, wenn dieses aufgrund errechneter Werte, die Fortsetzung der Fahrt simuliert und auch bei Abzweigungen im Tunnel entsprechende Kommentare liefert. Als Basis solcher Berechnungen dienen die erlaubten, in dem Kartenmaterial gespeicherten Geschwindigkeiten oder besser: die gelernte und gespeicherte Fahrweise des Anwenders. Deutlich genauer arbeiten Navigationsgeräte unter den genannten Bedingungen, wenn sie über einen Beschleunigungssensor verfügen. Dieser kann die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ermitteln und auf dieser Basis die Position besser errechnen.

GPS und Galileo

Die GPS-Satelliten werden vom amerikanischen Militär kontrolliert, das sich vorbehält, in Krisengebieten eine Signalstörung einzuschalten. In diesem Fall sinkt die Genauigkeit der Empfänger bis auf über hundert Meter Toleranz ab. Im Extremfall kann das GPS-Signal auch abgeschaltet werden. Daher arbeitet die Europäische Union an einem Alternativsystem namens „Galileo“, um von dem amerikanischen GPS-System unabhängig zu sein. Es ist aber noch nicht einsatzbereit und wird inkompatibel zu GPS ein. Das heißt, wer künftig auf Galileo setzen möchte, wird dann ein neues Navigationsgerät benötigen.

Empfangsprobleme

Unabhängig vom eingesetzten Empfangschip und amerikanischen Störsignalen können auch andere Dinge den Empfang behindern. Probleme machen beispielsweise Autoscheiben, die mit einer Metallschicht bedampft sind. Sie wirken wie ein undurchdringlicher Käfig, der übrigens auch keine oder kaum Handysignale nach außen lässt. Die Wärmedrähte beheizbarer Scheiben können den Empfang ebenfalls beeinträchtigen. Darauf sollten Sie besonders achten, wenn Ihr Wagen über eine beheizbare Windschutzscheibe verfügt, da fast alle Lösungen für den Empfang vorne im Wagen ausgelegt sind. Im Problemfall kann dann nur eine externe Antenne helfen.

Zu den GPS-Antennen


Fazit: Anwendung entscheidend

Zu den Navigationsgeräten Zu welcher Lösung man greift, hängt stark von dem Einsatzzweck und den geplanten Einsatzorten zusammen. Ein Navigationsgerät, das darauf spezialisiert ist, zielsicher und komfortabel zum Ziel zu führen, verspricht den größten Nutzen. Es lässt sich leicht von Auto zu Auto transportieren. Einige bieten zudem einen Fußgänger- und Fahrradmodus. Bei diesen Anwendungen muss man aber einen Kompromiss eingehen. Denn große Displays, die im Auto von Vorteil sind, vergrößern das Gehäuse, so dass ein mobiler Einsatz umständlich werden kann.

Ein Handy mit GPS-Funktion kann eine interessante Alternative oder sinnvolle Ergänzung sein. Dieses hat man stets dabei und kann es im Auto, auf dem Fahrrad oder beim Spaziergang einsetzen. Voraussetzung ist jedoch, dass eine vollwertige Navigationslösung integriert ist. Nachteil eines Mobiltelefons ist allerdings das kleine Display.

PDAs werden heute immer seltener genutzt und angeboten. Smartphones haben sie inzwischen fast vom Markt verdrängt. Wer sein altes Gerät weiter nutzen will, verwendet den PDA. Alle anderen greifen besser zum Navigationsgerät oder Smartphone. Notebooks sind nur für Berufsfahrer oder Skipper interessant und für private Anwender, die einen Wochenendausflug oder eine Urlaubsreise planen, eher ungeeignet.


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