- Der Reiz ist ungebrochen
- Die aktuelle Generation
- Sony Playstation 3
- Xbox 360
- Nintendo Wii
- Die alte Generation
- Nachteile der "Alten"
- Sony Playstation 2 (PS2)
- Tragbar für Unterwegs
- Portable Playstation PSP
- Nintendo DS und DSi
- Apple iPod touch
- Welche denn nun?
- Buchtipps
Der Reiz ist ungebrochen

Spielen macht Spaß, am PC und auch im Wohnzimmer am Fernseher. Denn dort bietet der größere Bildschirm mehr Actionvergnügen als der kleine Computer-Schirm. Zudem lässt sich eine Spielkonsole viel leichter in Betrieb nehmen als ein Computer. Man braucht keine PC-Kenntnisse und hat keine Treiberprobleme – einfach einschalten und los geht’s.
Die Auswahl der richtigen Konsole ist eigentlich recht einfach. Nur drei Anbieter tummeln sich am Markt: Nintendo, Microsoft und Sony. Beschränkt man sich bei der Auswahl auf die neueste Generation, muss man sich nur zwischen drei Geräten entscheiden. Schielt man noch auf die günstigen Geräte der älteren Generation, stehen insgesamt vier Spielcenter zur Auswahl.
Auch unterwegs spielen Hinzu kommen noch die tragbaren Konsolen, die man aber eher als Ergänzung, denn als Ersatz für die Wohnzimmergeräte ansehen muss. Hier hat sich neben den Nintendo- und Sony-Modellen in der letzten Zeit der MP3-Player iPod touch von Apple etabliert. Er versucht mit integriertem Bewegungssensor sowie riesigem Angebot an kostenlosen und günstigen Spielen, den Konsolenherstellern die Schau zu stellen.
Spielfreaks haben kaum Probleme, die richtige Spielkonsole zu finden. Schwieriger wird es für Neueinsteiger. Wer sich jedoch vor dem Kauf ein wenig informiert, findet schnell ein geeignetes Gerät. Recherche ist besonders wichtig, wenn man Konsolenbesitzer im Freundeskreis hat oder das Gerät intensiv als DVD- oder Blu-ray-Player für private Kinoabende einsetzen möchte. In den folgenden Kapiteln durchleuchten wir deshalb Vor- und Nachteile der am Markt befindlichen Spielkonsolen. (pr)
Die aktuelle Generation

Microsoft ist mit der Xbox 360 am längsten auf dem Konsolenmarkt der aktuellen Generation vertreten. Etwas später folgte Nintendo, das den GameCube mit der Wii ablöste und als Letztes schickte Sony die Playstation 3 ins Rennen. Alle drei Konsolen unterscheiden sich in der Ausstattung und auch im Preis.
Wenn nur der Kontostand entscheidet, ist die Entscheidung relativ schnell gefallen, doch sind dann die Vorgängerversionen ebenfalls einen Blick wert. Eine weitere Vorentscheidung treffen möglicherweise die verfügbaren Spiele. Denn nicht alle Spiele sind für alle Konsolen zu haben. Auch der Mehrwert, etwa die Konsole als Mediacenter benutzen zu können, grenzt die Auswahl ein.
Sony Playstation 3

Das neueste, potenteste und zugleich teuerste Pferd im Stall ist Sonys Playstation 3, kurz PS3. Da sie als Letztes auf den Markt gekommen ist, hat sie auch die neueste Technik implantiert bekommen. Dazu zählt etwa der Prozessor, der mit acht virtuellen Kernen vor Kraft nur so strotzt. Zur Erinnerung: Moderne PCs rechnen in der Regel „nur“ mit zwei Kernen, neuerdings aber auch mit vier oder sechs Kernen. Keiner der Mitbewerber hat so viel Leistung unter der Haube.
Sony hat inzwischen neben dem ursprünglichen Gehäusedesign auch ein reduziertes im Angebot. Diese Version trägt die Bezeichnung Slim. Sie benötigt weniger Platz beim Aufstellen und fällt weniger stark ins Auge. Zudem arbeiten die Lüfter leiser, das Gerät benötigt weniger Strom und kann, anders als der Vorgänger, Dolby True HD und DTS HD-Ton über HDMI ausgeben. Das große Gehäuse ist aber nach wie vor erhältlich.
Tolle Grafik mit HDTV Beide Versionen besitzen eine sehr gute Grafik, die auf dem Papier zwar weniger Eindruck schindet, aber mit für die PS3 optimierten Spielen zur Höchstform aufläuft. Das gilt besonders dann, wenn man die Konsole an einen HDTV-Fernseher mit großer Bildauflösung anschließt. An ein Standard-Fernsehgerät mit PAL-Auflösung angeschlossen, verschenkt man den Großteil der optischen Leistungsfähigkeit.
Weiterhin steht auf der Habenseite die mögliche Netzwerkanbindung, kabellos per WLAN oder mit Kabel nach Ethernetstandard. Auch Bluetooth ist mit an Bord, das man beispielsweise für den Kontakt zu dem mitgelieferten kabellosen Kontroller nutzt. Kartenleser für verschiedene Speicherkartenformate sowie USB-Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden.
Blu-ray-Laufwerk inklusive Besonderes Augenmerk sollten zudem eine austauschbare interne Festplatte und vor allem das Blu-ray-Disc-Laufwerk bekommen. Blu-ray ist der Nachfolger der DVD. Auf Blu-ray-Discs lassen sich komplette Spielfilme in höchster Fernsehauflösung nach HDTV-Standard und digitaler Raumklang speichern. Letzteren bietet die PS3 ebenfalls. Zur Übertragung von Bild und Ton gibt es einen HDMI-Anschluss (High Definition Multimedia Interface), der die Daten digital überträgt und auch mit Kopierschutz umgehen kann.
Potenter Mediaplayer Daneben ist die PS3 auch ein vollwertiger Mediaplayer. Sie spielt neben Blu-ray-Discs auch DVDs und Audio-CDs. Füttern kann man sie auch mit Videos, Fotos oder Musik, die man auf CD oder einer Speicherkarte gesammelt hat. Die PS3 kennt alle gängigen Formate. Über eine Netzwerkverbindung kann sie auch Filme wiedergeben (streamen), die sich auf einem anderen Computer befinden.
AV-Zubehör Möchte man die Konsole häufig als AV-Anlage einsetzen, ist der Kauf einer optional erhältlichen Fernbedienung ratsam, da hierfür die Bedienung per Kontroller etwas umständlich ist. Im Gegensatz zur PS2-Fernbedienung, die mit Infrarot arbeitet, verständigen sich hier Konsole und Steuerung per Bluetooth. Als Zubehör ist ein DVB-T-Receiver inklusive Videorekordersoftware erhältlich, mit dessen Hilfe die PS3 als Festplattenrekorder mit Timeshift-Funktion arbeiten kann.
Eine weitere Finesse bietet etwa ein in den Kontroller integrierter Bewegungssensor: Dank ihm ist es beispielsweise möglich ein Auto zu lenken, indem man die Steuereinheit in die entsprechende Richtung neigt. Umsteiger von einer älteren Playstation müssen sich nicht nur deswegen an die neue Steuerung gewöhnen, denn diese ist im Vergleich zu älteren Modellen neu designt und deutlich leichter.
Alte Spiele weiter nutzen Mit den ersten Versionen der PS3 war es noch möglich, zahlreiche alte Playstation-Spiele weiter zu nutzen, manche davon sogar mit besserer Grafik als beim Vorgänger. Die aktuelle Hardware ist jedoch nicht mehr zur PS2 kompatibel. Alte Spiele sind aber noch über den Online-Store erhältlich und lassen sich auf die Festplatte laden und mit einigen PS3-Versionen abspielen. Informationen dazu veröffentlicht Sony
auf dieser Internetseite. Ebenfalls schön: Ist die aktuellste Firmware installiert, lassen sich sogar Spiele der ersten Playstation PS1 laden und nutzen.
Online-Zugang Im Vergleich zum Vorgänger hat die PS3 den Online-Zugang gleich mit an Bord. Alles, was man braucht, ist ein fixer Zugang und idealerweise einen Router für kabellosen Zugriff. Dann kann man stets die neueste Firmware laden, Software kaufen, Filme und Trailer downloaden und - für manche am wichtigsten - gegen andere Gegner auf der ganzen Welt spielen.
Das Online-Angebot aus Filmen besteht aus Kaufversionen und solchen, die man gegen eine Gebühr ausleihen und einen begrenzten Zeitraum betrachten kann. Schön: Online-Spiele sind grundsätzlich kostenlos. Per Sony-Webbrowser kann man zudem im Internet surfen. Ebenfalls möglich: Schnellzugriff auf die Online-Community Facebook. Wer häufig ins Web möchte, sollte aber den Kauf einer separat erhältlichen Tastatur mit einplanen. Über die Kontroller ist die Buchstabeneingabe auf Dauer zu umständlich.
Datenaustausch mit PSP Besitzer einer portablen Playstation PSP können drahtlos mit der PS3 Daten austauschen und etwa Filme auf die PSP kopieren. Besonderer Clou: Hält man sich unterwegs mit der tragbaren Playstation innerhalb eines Hotspots auf, also einer drahtlosen Zugriffszone fürs Internet, kann man von dort einen Filmdownload auf die PS3 veranlassen. Zuhause schaut man den Film am TV oder überträgt ihn auf die PSP. Ebenfalls möglich: das Übertragen von gekauften Blu-ray-Filmen von der PS3 auf die PSP. Aus Kopierschutzgründen ist dieses jedoch nur einmal erlaubt.
Direkt zur Sony Playstation 3 Kaufberatung HDTV Mehr Informationen zu digitalen Videorekordern
Xbox 360

Die Xbox 360 zieht im technischen Vergleich zur Playstation 3 den Kürzeren. Doch bedeutet das keinesfalls, dass die Konsole schlecht oder minderwertig ist. Im Gegenteil, die Grafik ist beeindruckend, ähnlich gut wie bei der PS3 und um Längen besser als bei Nintendos Wii. Wie für die Playstation, gilt aber auch für die Xbox 360: Beste Bildqualität bekommt man erst mit Spielen, die für die Konsole entwickelt und optimiert sind und in höchster HDTV-Auflösung laufen, welche auch die Xbox 360 unterstützt.
Unterstützt HDTV Seit dem Modelljahr 2007 haben alle Xbox-360-Modelle einen digitalen HDMI-Ausgang, über den die Geräte in der Lage sind 3D-Grafik auszugeben. Integriert ist inzwischen auch ein DVD-Laufwerk, das alle üblichen DVD-Formate sowie Audio-CDs unterstützt. Für ältere Versionen gab es zu Beginn optional ein externes HD-DVD-Laufwerk, über das sich hochaufgelöste Filme nach HDTV-Standard abspielen ließen. Da diese Technik aber nicht mehr weiterentwickelt wurde, lassen sich aktuell nur HD-Videos wiedergeben, die man online auf die Festplatte lädt.
Unterschiedliche Versionen Der Prozessor verfügt über drei Kerne, die jeweils zwei Rechenaufgaben parallel abarbeiten können. Er kann damit eine sehr hohe Rechenleistung bereitstellen. Die weitere Ausstattung der Xbox 360 ist abhängig von der Version. Man hat zwei Varianten zur Auswahl: die günstige Arcade-Version und eine voll ausgestattete Elite-Version. Während Erstere ohne Festplatte auskommen muss, hat Microsoft in Letztere eine Festplatte eingebaut.
Online-Zugang Über beide Versionen gibt es Zugang zum Online-Angebot Xbox-Live, bei dem die bereits angesprochenen Filmdownloads, in der Regel gegen Geld, möglich sind. Online-Spiele sind ebenfalls möglich. Hierfür ist allerdings eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nötig. Zudem lassen sich bei Microsoft Spiele kaufen. Einige sind auch kostenlos, für die meisten wird jedoch eine Gebühr fällig. Wer möchte, kann mit anderen Spielern online chatten. Auch der Zugriff auf die Online-Community Facebook ist mittlerweile möglich.
Verbindung zum Internet nimmt die Xbox360 über ein Ethernetkabel auf. Wer eine drahtlose WLAN-Verbindung wünscht, kann einen entsprechenden Adapter gegen Aufpreis kaufen.
Zusammenspiel mit Windows Ebenfalls vorhanden: USB-Anschlüsse. Somit besteht die Möglichkeit, eine externe Festplatte anzuschließen. Darüber ließe sich die Konsole etwa mit Musik, Videos und Fotos füttern und somit als vollwertiger Multimediaplayer verwenden. Schön: Die Xbox 360 lässt sich als Streamingbox für den PC nutzen, um von dort Filme, Fotos und Musik zum Fernseher ins Wohnzimmer zu übertragen. Das klappt im Zusammenspiel mit Windows Vista (Home-Premium oder Ultimate) und Windows 7, da die Konsole vom Betriebssystem als so genannte Extender-Erweiterung erkannt wird. Dadurch ist es beispielsweise möglich, den Datenaustausch zu optimieren und nervige Ruckler zu vermeiden.
Spiele der Vorgängerversion kann man auch mit der aktuellen Xbox spielen, wenn auch nicht alle. Da die Hardware diese aber nicht eins zu eins unterstützt, muss eine Software die altere Version emulieren. Das geht zu Lasten der Rechenleistung. Eine Liste aller kompatiblen Spiele finden Sie
hier.
Direkt zur Xbox 360 Zur Kaufberatung HDTV
Nintendo Wii
Nintendo macht die Hardwareschlacht nicht mit. Weder setzt man auf einen besonders fixen Prozessor noch auf Hochleistungs-Grafikchips. Im Prinzip bekommt man hier technisch die gleiche Kost wie beim Vorgänger GameCube. Ist die Wii-Konsole damit uninteressant? Ganz und gar nicht!
Nichts für Couchpotatoes
Mit Wii, das sich vom englischen "we" ableitet und "wir" bedeutet, geht Nintendo einen gänzlich anderen, eigenen Weg: Wii revolutioniert die Spielsteuerung. Bei der Wii sitzt man beim Spielen nicht auf dem Sofa, man steht vor dem Fernseher und macht selbst mit beim Spiel. Bei einem Tennismatch muss mit man dem Arm nach dem Ball schlagen. Wer mit dem Gegner kämpft, vollführt eine Art Schattenboxen. Alle nötigen Bewegungen der virtuellen Spielfigur muss der Spieler selbst vormachen.
Kontroller mit Bewegungssensoren
Möglich machen das Bewegungssensoren, die in die Kontroller integriert sind. Per Bluetooth und zusätzlichen Infrarotsignalen übertragen sie Position, Neigung, Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit an die Spielkonsole. Diese wertet die Daten aus und lässt die Spielfigur entsprechend reagieren. Um den Spielspaß weiter zu erhöhen, sind Lautsprecher in die Kontroller integriert, welche die Geräusche von Sportgeräten oder Waffen noch vor dem Fernsehlautsprecher wiedergeben. Daneben findet man auch herkömmliche Bedienelemente wie ein Steuerkreuz und Druckknöpfe
Um den Kontroller gut in der Hand halten zu können, sieht dieser eher wie eine Fernbedienung aus. Eine Schlaufe soll, um das Handgelenk gelegt, verhindern, dass dieser durchs Wohnzimmer fliegt. Als Extra lässt sich eine analoge Steuereinheit anschließen, die mehr Aktionsmöglichkeiten bei verschiedenen Spielen erlaubt und Vorraussetzung für die Nutzung älterer Spiele ist.
Drahtlos ins Internet
Auch die Wii lässt sich kabellos per WLAN, oder optional per Ethernetkabel, mit dem Internet verbinden. Somit ist es auch mit ihr möglich, gegen Spieler aus anderen Teilen der Welt anzutreten. Allerdings gibt es bisher nur wenig Spiele, die das ermöglichen. Dafür kann man online neue Spiele kaufen, im Web surfen, E-Mails senden und empfangen sowie Nachrichten und Wetter in jeweils einem eigenen Online-Kanal ansehen. Auch Firmwareupdates gelangen so in die Wii. Ist man bereit, den Stromverbrauch für Standby-Betrieb zu akzeptieren und schaltet die Konsole nicht vollkommen aus, kann man während dieser Zeit E-Mails empfangen oder bei Verfügbarkeit, Updates automatisch installieren lassen.
Alte Spiele neu entdecken
In Nintendos Onlineshop kann man zudem Spiele alter Konsolen, von NES bis N64, kaufen und dann auf der Wii spielen. Die Spiele des GameCube lassen sich direkt nutzen. Besonders pfiffig: Der Gameboy-Nachfolger Nintendo DS kann per WLAN Kontakt zur Wii aufnehmen und dort als Kontroller fungieren, künftig sollen sich auch Spielfiguren zwischen den Konsolen austauschen lassen.
Weiterhin steht auf der Habenseite der Wii, die leichte und intuitive Bedienung, die auch ausgesprochene Technikmuffel sofort verstehen sowie ein sehr günstiger Preis. Von der Technik selbst darf man aber keine Höchstleistungen erwarten. Auch wenn die Bildqualität gut ist, fällt sie doch stark hinter den Möglichkeiten von PS3 und Xbox 360 zurück. Auch kann man die Wii nicht als potenten Multimediaplayer betrachten. Zwar kann sie Videos, Bilder und Musik wiedergeben, aber das jeweils nur in einem Format. Weiterhin spielt das Laufwerk keine DVDs oder Musik-CDs ab und auch auf HDTV-Auflösung muss man verzichten. Dafür bietet die Wii einen Spielspaß, den man bei den anderen beiden so nicht findet.
Mehr Bewegung
Als positiv mag man zudem die Bewegung ansehen, die die Spieler aufbringen müssen. Statt faul auf dem Sofa zu sitzen, ist hier körperlicher Einsatz gefragt, der schnell schweißtreibend werden kann. Hier gilt aber zu bedenken, dass gerade bei untrainierten Personen die Gefahr besteht, den Körper übermäßig zu belasten. Wer keinen Sport treibt, aber mit der Wii zwei Stunden Tennis spielt, sollte mindestens mit Muskelkater rechnen. Daneben sollte man vor dem Kauf kontrollieren, ob vor dem TV-Gerät ausreichend Platz zur Verfügung steht, damit zwei Personen sich ungehindert bewegen können.
Direkt zur Nintendo Wii
Die alte Generation

Technisch überholt heißt nicht gleich unbrauchbar. Noch immer garantieren die drei Vorgänger der genannten Spielkonsolen Playstation 2, Xbox und GameCube eine Menge Spielspaß. Die grafische Darstellung ist nach wie vor gut und die Rechenleistung weiterhin vollkommen ausreichend.
Besonders beim Preis-Leistungs-Verhältnis punkten die drei „Alten“. Mit Einführung der Nachfolger sind ihre Preise auf ein sehr tiefes Niveau gesunken. Problem: Xbox und GameCube sind kaum noch zu finden, weshalb wir uns hier auf die Playstation 2 konzentrieren. Microsoft und Nintendo setzen voll auf die Vermarktung der aktuellen Nachfolgemodelle. Einzig Sonys PS2 steht weiterhin in ausreichender Stückzahl in den Lagern.
Neben dem günstigen Preis spricht auch die große Auswahl an verfügbaren Spielen für die älteren Modelle. Somit sind die Konsolen mindestens als Zweitgerät fürs Wochenendhaus oder den Campingplatz attraktiv. Auch Eltern, die mehrere Kinderzimmer bestücken wollen, können hiermit einige Euros sparen. Zudem erscheinen auch weiterhin neue Spiele für die PS2.
Nachteile der "Alten"
Die Ausstattung der Veteranen unterscheidet sich von den Geräten der neuen Generation teilweise erheblich. So beherrscht keine der drei hochauflösende Bildausgabe nach HDTV-Standard. Auch die Multimediafähigkeiten sind deutlich geringer. Die beste Ausstattung besitzt die Xbox, die als letzte der drei Vorgänger auf den Markt kam.
Online-Spiele sind auch mit den alten Spielkonsolen möglich, jedoch erst nach dem Kauf zusätzlicher Hardware. Von Haus aus bringt keine dieses Feature mit. Die Möglichkeit zum Websurfen oder E-Mails schreiben sucht man bei allen dreien vergebens. Allerdings: Wer nur richtig gut spielen möchte, braucht auch solch eine Extraausstattung gar nicht.
Sony Playstation 2 (PS2)

Die Sony Playstation 2 ist die älteste der hier beschriebenen Konsolen und war lange Marktführer. Die Konsole hat kurz nach ihrer Einführung den eigenen Vorgänger und auch Segas Dreamcast vom Markt verdrängt. Aufgrund der langen Zeit am Markt und der hohen Verbreitung gibt’s es für die Playstation das umfangreichste Spielangebot. Das aktuelle Modell kommt zudem im schicken, schlanken Slim-Gehäuse daher und fällt neben dem Fernseher nur wenig auf.
Gutes Bild mit PAL Aktuelle Games sind zumeist so gut an die Hardware der PS2 angepasst, so dass die Bildqualität immer noch sehr hoch ist. Die beste Bildqualität liefert die PS2 an TV-Geräten mit PAL-Auflösung. Bei Fernsehern mit HD-Auflösung muss man Abstriche in Kauf nehmen, besonders wenn man diese mit den hochaufgelösten Bildern des Nachfolgemodells vergleicht.
Spielt DVDs ab Auch für einen Kinoabend kann man die PS2 guten Gewissens verwenden, denn auch DVDs kann sie problemlos wiedergeben, genauso wie Audio-CDs. Um komfortabel Filme betrachten und Musik hören zu können, benötigt man allerdings eine Fernbedienung, die man zusätzlich erwerben muss. Andernfalls gilt: krabbeln zum Gerät oder umständlich am Kontroller fummeln. Die aktuelle Version beherrscht im Gegensatz zur deutlich größeren Urversion digitalen Surround-Sound. Die Kinderkrankheiten der ersten Generation, wie lange Ladezeiten und laute Laufwerksgeräusche, gehören der Vergangenheit an.
Mehrwert durch EyeToy und Co. Besonderen Anreiz zum Kauf einer PS2 versucht Sony durch EyeToy und SingStar zu erzeugen. Während EyeToy der PS2 vorbehalten ist, gibt es Singstar inzwischen auch für die PS3. Bei EyeToy handelt sich dabei um eine kleine Kamera, die auf dem Fernseher platziert die Bewegungen des Spielers registriert und diese in Steuerbefehle auf dem Bildschirm umsetzt. SingStar ist ein Karaoke-Modul. Zur Ausrüstung gehören zwei Mikrofone, die den Gesang der Mitspieler aufnehmen und eine Software, die die Qualität mit den vorgegebenen Tonfolgen vergleicht und auswertet.
Mit diesen Extras hat man in der Vergangenheit erfolgreich Kunden gewonnen, die normalerweise keine Spielkonsole gekauft hätten. Kein Wunder, denn mit EyeToy und SingStar kann man schnell langweilige Partys aufpeppen und Miesepeter aus dem Sessel locken. Alternative: Nintendo Wii. Sie bietet sogar noch mehr Möglichkeiten aktiv am Spiel teilzunehmen, allerdings ohne Karaoke-Möglichkeit.
Direkt zur Playstation 2 Zu EyeToy Zu SingStar
Tragbar für Unterwegs

Wie in den vorherigen Kapiteln schon angeklungen ist, kann man auch unterwegs ausführlich spielen; etwa im Bus, in der Bahn oder auf dem Schulhof. Der GameBoy ist aber inzwischen vom Nachfolger aus eigenem Hause vom Markt verdrängt. Sony versucht mit der portablen Playstation, Nintendo die Marktführerschaft streitig zu machen. Dort kontert man mit dem DS, der zwar technisch unterlegen ist, dafür aber zwei Bildschirme bietet und weniger kostet.
Doch wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte, in diesem Falle Apple. Der amerikanische Hersteller hat beiden Konzernen mit dem iPod-touch inzwischen kräftig Marktanteile abgerungen.
Portable Playstation PSP

Sonys PSP ist nicht nur eine tragbare Spielkonsole, sondern vielmehr ein ausgewachsenes tragbares Multimediagerät, mit dem man nicht nur gut spielen, sondern auch komplette Spielfilme betrachten kann. Das Display ist sehr groß und breit. Die Bildqualität bei Spielen ist etwa mit der Playstation 2 vergleichbar. Das Spieleangebot ist sehr groß. Daneben spielt die PSP Musik ab und zeigt Fotos an.
Per WLAN kabellos ins Internet eingeklinkt, kann man gar im Web surfen, über das Internet telefonieren oder auch Webradio empfangen. Dank Internetfähigkeit kann man auch gegen andere Gegner über das Netz spielen. Auch lokale Multiplayergames gegen andere PSP-Besitzer sind möglich. Wie im Kapitel zur PS3 bereits beschrieben, kann die PSP kabellos Daten mit der Spielkonsole im Wohnzimmer austauschen und auch als Fernbedienung für das Wohnzimmer-Gerät dienen.
Spezieller Speicher Für die erste Generation und einige aktuelle Modelle gilt: Spiele und Spielfilme sind auf einer speziellen Speicherscheibe abgelegt. Diese hört auf den Namen Universal Media Disc, kurz UMD und ist im Prinzip eine kleine DVD, die aber nur Sony herstellt. Über die UMD gelangen auch Spielfilme in die portable Playstation. Um eigene Bilder, Videos oder Musik anzuzeigen, respektive abzuspielen, benötigt man einen Memorystick Duo. Eigene Videos lassen sich nur mit kostenpflichtiger Software von Sony konvertieren und für die PSP abspielbar machen. Diese können jedoch lediglich etwa 60 Prozent der vorhandenen Auflösung nutzen. Die volle Auflösung bleibt gekauften Filmen vorbehalten.
PSP Go Erst mit der Version PSP Go hat sich Sony von der UMD verabschiedet. Allerdings hat man die UMD nicht durch ein anderes Medium ersetzt, was zur Folge hat, dass man Spiele ausschließlich online im Sony-Shop kaufen kann. Weitere Konsequenz: Alte Spiele lassen sich mangels Laufwerk nicht einlegen und verwenden. Da Sony auch die Anschlüsse erneuert hat, ist auch altes Zubehör nicht mehr nutzbar.
Der auffälligste äußerliche Unterschied: Die PSP Go lässt sich wie ein Slider-Handy aufschieben. Zum Spielen schiebt man das Display nach oben. Darunter erscheinen dann sämtliche Steuerknöpfe. Das Gehäuse ist kleiner als bei den Vorgängern und auch das Gewicht hat Sony reduziert. Geschrumpft ist allerdings auch das Display.
Speicherkarten Wer Spiele im Internet kauft, muss diese im internen Speicher ablegen. Falls es dort knapp wird, kann man den Speicherplatz mit einem Memory Stick Pro Duo erweitern. Andere Kartenformate erkennt die PSP Go nicht. Wer ein Headset oder andere Hardware kabellos anschließen möchte, muss einen optional erhältlichen Bluetooth-Adapter kaufen.
Direkt zur Portable Playstation PSP Mehr über Internettelefonie Weitere Informationen zu Internetradios
Nintendo DS und DSi

Der Nintendo DS ist der inoffizielle Nachfolger des Gameboy Advance (GBA). Denn Nintendo wollte eigentlich das Angebot der Handspielgeräte mit dem DS erweitern. Doch waren die meisten Käufer so begeistert, dass sie sich vom GBA abwendeten und lieber zum DS griffen und das auch nach wie vor machen.
Zwei Bildschirme DS steht für Double Screen (engl. - doppelter Bildschirm) und macht gleich deutlich, dass der Taschenspieler nicht wie üblich mit einem, sondern mit zwei Bildschirmen ausgestattet ist. Zum Spielen klappt man den DS auf. In der unteren Hälfte befindet sich ein berührungsempfindliches Display, das man per Stift bedient. Auf beiden Seiten daneben gibt es Tasten zur Steuerung. Das zweite Display nebst Lautsprechern findet in der oberen Hälfte Platz.
Für den DS existiert ein großes Spieleangebot. Darüber hinaus lassen sich auch Gameboy Advance-Spiele nutzen. Deren Speicherkarten verschwinden aber nicht wie die DS-Pendants komplett im Gehäuse, sondern ragen ein wenig heraus. Daneben können diese Spiele nur einen Bildschirm nutzen und sind nur im Einzelspielermodus spielbar. DS-kompatible Spiele sind demgegenüber auch im Mehrspielermodus spielbar. Dank WLAN sogar kabellos gegen Gegner im Internet oder Spieler, die sich im selben Raum aufhalten. Per Browser kann man zudem im Web surfen. Ein Chat-Programm erlaubt das Plaudern übers Netzwerk.
Sprachsteuerung Besonders pfiffig: Per integriertem Mikrofon kann man Spiele per Sprache oder durch Anpusten des Mikrofons steuern. Ebenfalls schön: Mit entsprechender Software lassen sich kleine Filme und Bilder betrachten, sowie MP3-Musik hören. Ton kann der DS per Virtual Surround wiedergeben. Wunder sollte man von den kleinen Lautsprechern hier aber nicht erwarten.
Inzwischen bietet Nintendo den DS in neuem Gehäuse auch als Lite-Version an. Von dem Zusatz darf man sich aber nicht täuschen lassen. Denn es steht nicht wie sonst üblich für eine abgespeckte Version, sondern vielmehr für ein kleineres und leichteres Gehäuse. Das Gehäuse ist etwa ein Drittel kleiner als das Ursprungsgerät, beinhaltet aber dennoch die gleiche Technik. Bemerkenswert: Der Akku hält in der kleineren Lite-Version um ein Vielfaches länger.
Nintendo DSi Auch für die Lite-Version gibt es einen Nachfolger, die Version DSi. Sie besitzt zwei integrierte Kameras. Eine davon befindet sich außen am Gehäuse eine innen. Per mitgelieferter Fotosoftware lassen sich Livebilder bearbeiten und verfremden. Neu ist auch ein integrierter Webbrowser, mit dem es möglich ist, im Internet zu surfen.
Per Software DSi-Sound lassen sich Töne bearbeiten und verfremden. MP3-Unterstützung bietet der DSi allerdings nicht. Zum Im- und Export von Tönen und Fotos gibt es einen SD-Kartensteckplatz. Nachteil des DSi: Die kleine Konsole unterstützt keine alten Gameboy-Spiele. Grund: Der Game-Boy-Advance-Slot fehlt.
Direkt zur Nintendo DS
Apple iPod touch

Die Bezeichnung iPod hat lange Zeit eigentlich einen MP3-Player beschrieben und das ist der iPod touch auch. Apple hat dem kleinen Gerät, das auf den ersten Blick wie Apples Mobiltelefon iPhone aussieht, aber jede Menge Spielfähigkeiten mit auf den Weg gegeben. Der Multimediaplayer eignet sich dadurch sehr gut als portable Spielkonsole, inklusive Multiplayerfähigkeit.
Die Steuerung erfolgt entweder mit den Fingern über den berührungsempfindlichen Bildschirm oder, viel pfiffiger, über integrierte Bewegungssensoren. Diese ermitteln, wie der Spieler den iPod touch hält und steuert die Spielfigur entsprechend. Bei einem Autorennen wird der Player so beispielsweise zum Lenkrad. Neigt man ihn nach rechts, fährt das Auto nach rechts. In die entgegengesetzte Richtung geht’s, wenn man den iPod touch nach links dreht. Auch ruckartige Bewegungen nach vorne, hinten, oben oder unten, können Einfluss auf die Spiele haben; vieles ist möglich.
Spiele aus dem AppStore Passende Spiele gibt es im AppStore von Apple, in dem man auch Musik kaufen kann. Zu ihm gelangt man am PC über die kostenlos erhältlich Software iTunes oder per integriertem WLAN-Modul direkt über den Player. Dank WLAN ist es auch möglich, im Internet zu surfen sowie E-Mails zu senden und zu empfangen.
Im AppStore gibt es ein sehr großes Angebot. Viele Spiele sind kostenlos, ein Großteil kostet nicht mehr als eine Tasse Kaffee. Nur wenige kosten mehr als ein Besuch im Burger-Restaurant. Zusätzlich gibt es zahlreiche Programme, die den iPod Touch nahezu zu einem Mini-Computer machen. Zu nennen sind etwa Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, aber auch Chat-Programme, ToDo-Listen, Zugriff auf Google-Maps und anderes. Auch Videos sind im AppStore erhältlich.
Trotz des großen Funktionsumfangs ist das Gerät kleiner als die tragbaren Mitbewerber und passt leicht in eine Hosentasche. Durch die geringere Größe muss allerdings auch mit einem kleineren Bildschirm als etwa bei den PSP-Modellen leben.
Zum Apple iPod touch
Welche denn nun?

Die Entscheidung für die richtige Spielkonsole ist nicht ganz leicht, zumindest für alle, die zum ersten Mal ein solches Gerät kaufen möchten. Denn wer bereits eine ältere Konsole hat, möchte meist die alten Spiele weiternutzen können und ist somit schon auf den entsprechenden Nachfolger festgelegt, falls dieser die alte Software noch nutzen kann. Ist das nicht möglich, hat er die gleiche Auswahl wie ein Erstkäufer.
Erstkäufer Erstkäufer sollten sich genau überlegen, was sie möchten. Für höchste Bildqualität und als Ersatz für den DVD-Player bieten sich die Playstation 3 und die Xbox 360 an. Erstere bietet höchste technische Finessen und auch einen Blu-ray-Player, hat dafür aber auch einen höheren Preis. Die Xbox 360 steht bei der Grafik kaum nach, ist aber schon für weniger Geld zu bekommen.
Spielspaß Revolutionäre Spielsteuerung und viel Spaß verspricht Nintendos Wii, zudem zu einem fairen Preis. Dafür verzichtet man auf allerhöchste Bildqualität und den Einsatz als DVD-Player. Ebenfalls günstig und einen Blick wert sind immer noch die Vorgängermodelle. Hier sticht besonders die Playstation 2 hervor, die nicht nur ein schickes flaches Gehäuse hat und zugleich als DVD-Player dient. Für sie gibt es auch ein sehr großes Spielangebot.
Tragbar Tragbare Taschenspieler sind demgegenüber mehr eine Ergänzung für unterwegs, die den Spielspaß am Fernseher nicht ganz ersetzen können. Da einige mit entsprechenden Konsolen des gleichen Herstellers Daten austauschen können, sollte man darauf achten, passende Geräte zu kaufen.
Freundeskreis Ebenfalls Ausschlag gebend ist der Freundeskreis. Wer gerne ein Spiel mit zu Freunden nimmt oder diese auch zu Hause bewirtet, fährt am besten mit einer Konsole, die auch die Freunde verwenden. Denn ansonsten sind gemeinsame Spielabende mit mitgebrachten Games nicht möglich.
Zum Schummeln: Spielelösungen
Buchtipps
Weitere Informationen zum Thema Spielen und Spielkonsolen finden Sie
in diesen Fachbüchern.
Weitere Kaufberatungen aufrufen